DEM0022299MA - - Google Patents

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DEM0022299MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. März 1954 Bekanntgemacht am 13. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen der Form von Fußstützen für deformierte Füße und eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
In bekannter Weise hat man bis jetzt zur Bestimmung der Form von Fußstützen für deformierte Füße von den Füßen einen Gipsabdruck genommen und die Fußstützen nach diesem Abdruck hergestellt. Ferner sind Apparate zur Messung der Deformationen bekannt, wobei man die Resultate mit den Normalabmessungen eines nicht deformierten Fußes in Beziehung brachte und die Fußstützen so formte, daß sie die Deformationen rückbilden sollten. Als Ausgangspunkt dienten also die deformierten Füße und die infolge der Deformation notwendigerweise veränderte Körper'haltung, so daß die Stützen hauptsächlich eine Weiterdeformation der Füße zu verhindern bestimmt waren. Da die "Gewichtsverteilung auf den Füßen infolge der Deformation derselben gegenüber der Normalverteilung verändert ist, bleibt diese schlechte Gewichtsverteilung auch beim Gebrauch der so angefertigten Stützen unverändert.
Demgegenüber wird beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Bestimmen der Form von Fußstützen für deformierte Füße die Gewichtsvertei-
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lung des auf den FüIk-η ruhenden Körpers an zwei I'unkten des Vorderfulk-s und an der Ferse gemessen, wonach das Gewicht zur Hälfte auf den Fersenpiinkt und zur llälft-e gleichmäßig auf die beiden Vorderfußpunkte durch Höhenverstellung der Meßpunktc verteilt wird, worauf noch die Höhe des Fußgewölbes über einen festen Bezugspunkt gemessen wird. Ferner kanu man über den Meßpun'klen einen l'.ehälter anordnen, welcher mindestens im Bereich der Meßpunkte aus nachgiebigem Material besteht, wobei nach Regulierung der Gewichtsverteilung ein Abguß des durch das Körpergewicht belasteten Fußes hergestellt wird. Die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens zeichnet sich durch drei federnd nachgiebig angeordnete Stützpunkte zum Abstützen des Fußes aus, welche mil je einer Anzeigevorrichtung zum Anzeigen des auf dem zugehörigen Stützpunkt lastenden Gewichtes in Verbindung stehen. Zweckmäßiao gerweise kann noch ein höheneiiistellbarer weiterer Meßpunkt vorgesehen sein, welcher zur Messung der I lohe des Fußgewölbes dient.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung dargestellt, auf (!rund welcher auch das Verfahren erläutert wird. Fs zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung im Vertikalschnitt und
lt-ig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung.
Mit 1 ist das (iehäuse der Vorrichtung bezeich-
3» nel, welches als viereckiger, oben offener Behälter ausgebildet ist. Das (iehäuse dient zur Aufnahme von Stützen 2, die mit je einem Kolben 3 in Verbindung stellen. Jeder Kolben 3 ist in einem versehicbliehen Zylinder 4 gelagert, welcher in einem weiteren ortsfesten Zylinder 5 Aufnahme findet. Der Kolben 3 steht unter dem Finlluß einer Druckfeder C), welche im Zylinder 4 angeordnet ist, und gegen welche sich der Kolben 3 abstützt. Zwecklnäßigerweise ist der Zylinderraum 7 unter dem Kolben 3 mit einer Flüssigkeit gefüllt, wobei der vom Kolben 3 auf die Feder 6 und auf die Flüssigkeit ausgeübte Druck von einem Druckmesser 8 angezeigt wird. Diesel' steht über eine Leitung y mit dem Zylinderraum 7 in Verbindung. Ferner ist an den mit einer Flüssigkeit gefüllten Zylinderraum 10 des festen Zylinders 5 eine Leitung 11 angeschlossen, durch welche der Druck im Zylinderraum 10 erhöht werden kann, wodurch eine Verschiebung des Zylinders 4 veranlaßt wird.
Zur Bestimmung der Körpergewichtsverteilung steigt die zu behandelnde Person so auf das Gehäuse, daß die Fuß ferse und der Vorderfuß von den Stützen 2 abgestützt werden. In dieser Weise ruht der Fuß an drei Punkten. Mit einem normalen Fuß sollte die Belastung zur Hälfte auf der Ferse und zur Hälfte auf dem Vorderfuß ruhen. Die tatsächliche Belastung ist nun an den Druckmessern K ablesbar. Um diese tatsächliche Lastverteilung zu korrigieren, werden die zu stark belasteten Stützen mehr gehoben und die zu wenig belasteten Stützen gesenkt. Dadurch wird der Schwerpunkt verlegt und die Lastverteilung korrigiert. Das 1 leben und Senken der Stützen 2 erfolgt durch Zufuhr einer Druckflüssigkeit in den Raum 10 durch die Leitung 11. Die dabei erzielte Änderung der Stützhöhe ist mittels eines Zeigers 11', welcher vor einer Skala 12 spielt, ablesbar. Jedem Kolben 3 ist ein separater Zeiger 11' mit Skala 12 zugeordnet.
Nachdem die normale Fußstellung mit gleichmäßiger Belastung der Ferse und des Fußvordcrteils gefunden wurde, muß die Höhe der Fußwölbung gemessen werden. Diese Messung kann durch eine weitere höhenvcrstellbare Stütze 13 erfolgen, welche ähnlich wie eine der Stützen 2 ausgebildet ist, aber insofern eine Vereinfachung aufweist, als das auf dieser Stütze 13 ruhende Gewicht nicht gemessen werden muß und daher keine Mittel zur Messung einer Belastung aufweist. Zweckmäßigerweise kann jede Stütze 2 und 13 in horizontaler Richtung verschiebbar angeordnet sein, um dadurch die Lage der Stützen 2 und 13 den einzelnen Fußgüssen anpassen zu können.
Die Herstellung der Fußstütze erfolgt dann auf Grund der ermittelten Daten. Zuerst wird die gegenseitige Lage von drei Fixpun'kten der Fußstützen bestimmt, welche Fixpunkte den drei Stützen 2 entsprechen. Als vierter Fixpunkt dient die durch die Stütze 13 ermittelte Höhe der Fußwölbung. Die Oberflächengestaltung der Fußstützen erfolgt auf Grund der vier Fixpunkte, indem ein Fußabdruck genommen wird, nach welchem die Stützen geformt werden, unter Vornahme der zur Rückbildung der Deformationen erforderlichen Korrekturen. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Belastungsmessung mit der Abdrucknahme kombiniert wird. Zu diesem Zweck wird über den Stützen 2 und 13 ein Behälter (nicht gezeichnet) angeordnet, welcher mindestens im Bereich der Stützen 2 und 13 aus nachgiebigem, z. B. elastisch verformbaren Material besteht, so daß die Belastung der Stützpunkte 2 und 13 vom Behälter nicht beeinflußt wird. Der Behälter kann im Bereich der Stützen 2 und 13 öffnungen aufweisen, durch welche die Stützen hindurchtreten, wobei diese öffnungen von einer elastisch nachgiebigen Folie abgedeckt werden. Nach Regulierung der Gewichtsverteilung wird ein Abguß des mit dem Körpergewicht belasteten Fußes hergestellt.
Eine weitere Ausbildung der beschriebenen Vorrichtung kann in der Verwendung einer Auflage bestehen, die an jener Stütze 2 angebracht wird, welche als Fersenauflage dient. Diese Auflage ist in ihrer Neigung in der Querrichtung einstellbar gehalten und dient zur Rückführung der Ferse in die Normalstellung hauptsächlich bei Knickfuß.
Das beschriebene Verfahren erlaubt zum erstenmal, orthopädisch richtige Fußstützen in einfachster Weise herzustellen, welche die normale Verteilung der Fußbelastung bewirken.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zum Bestimmen der Form von Fußstützen für deformierte Füße, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gewichtsverteilung des auf den Füßen ruhenden Körpers an zwei
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    Punkten des Vorderfußes und an der Ferse mißt und das Gewicht zur Hälfte auf den Fersenpunlkt und zur Hälfte gleichmäßig auf die beiden Vorderfußpunkte durch Hö'henverstellung der Meßpunkte verteilt, und darauf die Höhe des Fußgewölbes über einem festen Bezugspunkt mißt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß über den Meßpurikten ein Behalter angeordnet wird, welcher mindestens im Bereich der Meßpunkte elastisch nachgiebig ist, wonach nach Regulierung der Gewichtsverteilung ein Abguß des durch das Körpergewicht belasteten Fußes hergestellt wird.
  3. 3- Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch drei federnd nachgiebig angeordnete Stützpunkte (2) zum Abstützen des Fußes, welche mit je einer Anzeigevorrichtung (8) zum Anzeigen des auf dem zugehörigen Stützpunkt lastenden Gewichtes in Verbindung stehen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützpunkte in der Meßrichtung einstellbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützpunkte
    (2) an je einem in einem Zylinder (4) federnd elastisch abgestützten Kolben (3) angeordnet sind, wobei der Zylinder (4) in einem zweiten Zylinder (5) höheneinstellbar gelagert ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kolben (3) mit einem Zeiger in Verbindung steht, welcher die Höhenverstellung des Kolbens anzeigt.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung des Zylinders (6) hydraulische Mittel vorgesehen sind.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer höhenverstellbarer Meßpunkt (13) vorgesehen ist, welcher zur Messung der Höhe des Fußgewölbes dient.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßpunkt zur Messung der Fersenbelastung mit einer Auflage versehen ist, deren Neigung in der Querrichtung einstellbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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