DEM0022099MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. Februar 1954 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand des Hauptpatents 920 722 ist ein Verfahren zum fortlaufenden freien Vorpfänden
beim Strebausbau mit stempelfreiem Abbaustoß, bei welchem die Kappe, dem Fortschritt des Verhiebes
entsprechend, in auf den Köpfen der Stempel angeordnete Führungen nachgerückt wird, und ist
dadurch gekennzeichnet, daß das Vorschieben der Kappe auf ,mechanischem Wege erfolgt. Dieses
mechanische Vorrücken wird gemäß dem Ausführungsbeispiel des Hauptpatents dadurch ermöglicht,
daß aus der unteren Fläche des Schaleisens eine als Zahnstange ausgebildeteLängsleiste herausragt,
in die ein an dem Kopf des die Kappe aufnehmenden, nach oben offenen Geschirrs angeordnetes
Ritzel eingreift.
Diese Konstruktion ist zwar durchaus brauchbar, jedoch wird durch die Notwendigkeit der Sonderausbildung
der Kappe sowie der Anbringung des Ritzels an dem Geschirr die Gesamtanordnung verhältnismäßig
teuer.
Durch die Erfindung wird demgegenüber der mechanische Vorschubvorgang der Kappe wesentlich
vereinfacht, die hierfür erforderlichen Einrichtungen werden verbilligt und außerdem durch eine
neuartige Ausbildung der Geschirre die Gesamtkonstruktion in ihrer Wirkung verbessert und gegen
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die auftretenden Beanspruchungen widerstandsfähiger
gemacht.
(ieniäß der Erfindung wird für das mechanische
Vorschieben der Kappe an Stelle der Zahnstange und <U'S damit triebmäl.iig zusammenwirkenden
Ritzels ein mittels einer an einem vorwärtigen Stempel angeordneten Winde, die /.. Ii. die einer
üblichen Stempelsetzvorrichtung, ein Zughubod. dgl. sein kann, gezogenes Seil, Kette od. dgl. verwendet,
ίο welches an einer au beliebiger Stelle des rückwärtigen
Hildes des Kappenprofils anbringbaren Klemmvorrichtung angreift.
Diese Klemmvorrichtung kann nach jeweiligem Vorziehen der Kappe um einen bestimmten Betrag
nach Nachlassen des Seils in einfachster Weise an der Kappt· weiter nach rückwärts verschoben
werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Klemmvorrichtung für den Strebausbau nach der
ao Erfindung wird die Klemme in Art einer den Fuß des Steinpelprofils umschließenden Zange ausgebildet,
die durch Offnen der Zangenschenkel völlig von der Kappe abgenommen werden kann, so daß
die Klemmvorrichtung nicht nur am rückwärtigen linde der Kappe, sondern auch zwischen zwei
Stempeln und damit an ganz beliebiger Stelle angesetzt werden kann. Die Öffnung der Zange ist
dem Kappenfußprofil derart angepaßt, daß die sich beim Anziehen des Seils verkippende Klemme automalisch
am Kappenfuß verkeilt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird das gemäß dem I lauptpatent vorgesehene, nach oben
völlig offene Geschirr mit dem Ziele, die im Sinne eines seitlichen Aufbiegens seiner Flansche wirkenden
Kräfte besser aufzunehmen, durch sich von den oberen Flanschenden nach innen erstreckende Vorsprünge,
die die Kopffläche des Geschirrs verbreitern und den im aufbiegenden Sinne wirkenden
Komponenten entgegenwirken, vervollkommnet, durch die gleichzeitig sehr breite Anlageflächen an
das !langende geschaffen werden und derart das Gebirge auch im entlasteten Zustande der Kappe,
(1. h. während der Vorschubphase, großflächig — auf einer größeren Fläche als bei der den Gegenstand
des I lauptpatents bildenden Ausführungsform — unterstützt wird.
Durch diese von beiden Seiten nach innen vorspringenden Leisten ergibt sich eine entsprechende
Vcrsehinälerung des zwischen deren einander zugekehrten
Stirnflächen verbleibenden freien Raumes, die bedingt, da 1.1 der Kopfflaiisch der verwendeten
Kappe entsprechend schmäler ausgebildet wird. Um eine Schwächung der Kappe aus diesem Grunde zu
vermeiden, kann gleichzeitig deren Kopfflansch verstärkt werden, so daß sich ein an das Eisenbahnsehie.nenprofil
angenähertes Kappenprofil ergibt. Diese Ausbildung von Geschirr und Kappe ermöglicht
es in sehr vorteilhafter Weise, das Geschirr von unten auf die Kappe aufzubringen, indem zunächst
eine der nach innen vorspringenden Leisten auf den unteren Flansch der eingebauten Kappe gelegt,
dann das Geschirr um den hierdurch gebildeten Drehpunkt herumgeschwenkt wird und nunmehr
die gegenüberliegende Leiste durcJh entsprechende Verschiebung ebenfalls auf den zugeordneten
Kappenflansch aufgelegt wird, worauf das Geschirr an dem breiteren unteren Kappenflansch hängt und
nunmehr lediglich noch angehoben zu werden braucht. Der Arbeiter kann also in Ruhe das an der
Kappe hängende Geschirr zunächst loslassen, dann den zu setzenden Stempel 'holen und daruntersetzen.
Da es erwünscht ist, die Anlageflächen von Geschirr und Kappe an das Hangende voneinander
unabhängig zu machen, weil einerseits die Lage des Geschirrs örtlich durch den Verlauf des Hangenden
gegeben ist, andererseits eine demgegenüber andere Lage der Kappe unter Umständen durch den bzw.
die diese rückwärts unterstützenden Stempel bestimmt ist, kann gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung in die Bodenfläche des Geschirrs ein nach zwei Richtungen gewölbtes Zwischenstück
eingelegt werden, zwischen das und den Bodenflansch der Kappe der die Verspannung bzw. das
Setzen der Kappe bewirkende Längskeil eingetrieben wird. Die an sich ebenfalls mögliche, entsprechende
Gestaltung des Bodens des Geschirrs selbst stößt auf die Schwierigkeit, daß dadurch bei stranggepreßten
Leichtmetallprofilen, wie sie gemäß der Erfindung vorzugsweise verwendet werden, eine
zusätzliche Bearbeitung notwendig ist.
Im Falle der Herstellung der Geschirre aus Stahl läßt sich die entsprechende Form ■/.. B. beim
Schmieden im Gesenk ohne weiteres erreichen. Die Führung der Kappe im Geschirr wird gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung so gestaltet, daß sie auch gewisse seitliche Verschiebungen der
Kappe, wie sie aus den gleichen Gründen notwendig sein können, zuläßt.
Der Keil wird zweckmäßig, um sein Abheben und sein völliges Herausziehen zu verhindern und
damit die Gefahr, daß es in Verlust gerät, auszuschalten, in an sich im Strebausbau bekannter
Weise durch entsprechende Profilierung und damit zusammenwirkende, über der Mitte des Stempels in
das Innere des Geschirrprofils vorspringende Nocken gesichert.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele für die Mittel zum Strebausbau nach der Erfindung
veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. 1 in Seitenansicht schematisch die Gesamt- no
anordnung mit der neuen Vorziehvorrichtung;
Abb. 2 und 3 zeigen in Stirnansicht und Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel der aus Abb. 1 ersichtlichen
zangenartigen Klemme;
Abb. 4 ist ein Schnitt;
Abb. 5 eine Seitenansicht des Gcscliirrs mit darin gelagerter Kappe und
Abb. 6 eine Aufsicht, die die Lage der Kappe in dem Geschirr veranschaulicht.
In Abb. ι ist mit α die Kappe bezeichnet, die
über die Geschirre c', c" von Stempeln üblicher Ausbildung V, b" getragen wird.
An dem rückwärtigen Ende der Kappe α ist, gemäß dem Ausführungsbevspiel versatzseitig des
Stempels b", am unteren Kappenflansch die Klemme d von im einzelnen noch zu beschreibender
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Ausbildung angeordnet, deren wirksamer Teil, dem Profil des Kappenflansches entsprechend, so profiliert
ist, daß die Klemme sich bei ihrem Kippen unter dem Zug des Seils selbsttätig am unteren
Kappenflansch festklemmt, worauf beim weiteren Anziehen des Seils das Vorziehen der Kappe erfolgt.
Das Seil wird mittels der Winde f — gemäß dem Ausfü'hrungsbeispiel die gleiche Winde, die in
eine Stempelsetzvorrichtung g eingebaut ist und die
ίο mittels eines Ratschenhebels in üblicher Weise betätigt
wird — gezogen.
Die Abb. 2 und 3 zeigen eine Ausführungsform der Klemme d, wonach diese aus zwei Schenkeln h',
h", die durch einen Bolzen i gelenkig miteinander verbunden sind und mit ihren nach innen vorspringenden,
dem Profil des Kappenfußes angepaßten Schenkeln den Kappenfuß umfassen, besteht.
Der Bolzen i weist eine Endöse / auf, an der das Zugseil angreift. Es ist ersichtlich, daß nach Lösen
des Zugseils durch Spreizen der Klemmenschenkel die Klemme in einfachster Weise von dem Kappenfuß
abgenommen und ebenso einfach wieder an diesem angebracht werden kann.
Die Ausbildung des Geschirrs und der Kappe ist aus den Abb. 4 bis 6 ersichtlich.
Von den Seitenflanschen des die Kappe α umschließenden Geschirrs, das mit den in seinem
Boden angeordneten Aussparungen m auf die Stempelkopfzähne aufgesetzt wird und sich mit
seinem, wie ersichtlich, etwas gewölbten Boden der Oberfläche des Stempelkopfes anschmiegt, springen
an ihren oberen Enden nadh innen die Leisten 0', o" vor, deren obere Flächen mit den oberen Flächen
der sich nach außen erstreckenden Flanschteile p' p" fluchten.
Der obere Flansch q' der Kappe α ist entsprechend
der sich derart ergebenden Versc'hmälerung des Zwischenraums zwischen den Geschirrflanschen
gegenüber dem unteren Flansch q", und zwar so weit verschmälert, daß er nur mit vergleichsweise
geringem Spiel den Raum zwischen den Leisten 0', 0" passieren kann. In angekeiltem Zustande der
Kappe fluchtet die obere Fläche des Flansches q mit den oberen Flächen der Leisten 0', 0" bzw. der
Teile/,/'.
Die gewissermaßen kardanisch, d. 'h. nach allen Richtungen relativ verschwenkbare Anordnung der
Kappe in bezug auf das Geschirr wird durch einen in den vorzugsweise flachen Boden des den Abschnitt
eines Str.angprofils darstellenden Geschirrs eingelegten Körper r bewirkt, dessen Oberfläche
nach zwei Richtungen gewölbt ausgebildet ist und dessen Profil in seinem unteren Bereich dem Innenprofil
des Geschirrs entsprechend so gestaltet ist, daß er unverrückbar in diesem liegt. Auf diesem
Körper stützt sic'h der Keil s ab. Es ist ohne weitere Erläuterung verständlich, daß derart jede beliebige,
etwa durch eine unterschiedliche Richtung der Kappe gegenüber dem Verlauf des Hangenden an
der Stelle des Geschirrs bedingte Verschwenkung der beiden Teile zueinander möglich ist.
Der Keil ί ist, wie aus Abb. 4 ersichtlich, in
seinem unteren Bereich verbreitert. In die dadurch gebildeten beiderseitigen Einsprünge greifen sich
von der Innenfläche des Geschirrs erstreckende Nocken t', t" ein, die ein Herausheben des Keils
verhindern. Zur Sicherung des Keils gegen Herausziehen dient eine Nase u am vorderen Ende des
Keils.
Aus Abb. 6 ist bei ν ersichtlich, daß die durch das Profil des Geschirrs gebildete Führung für die
Kappe sich in beiden Richtungen erweitert. Hierdurch werden gewisse seitliche Versc'hwenkungen
der Kappe möglich, die insbesondere in Betracht kommen können, wenn sich die Verhiebrichtung
geringfügig ändert.
Claims (9)
1. Strebausbau zur Durchführung des Verfahrens nach Patent 920 722, dadurch gekennzeichnet,
daß als Mittel zum mechanischen Vorschieben der Kappe ein mittels einer an einem
vorwärtigen Stempel .angeordneten Winde gezogenes Seil, Kette od. dgl. dient, welches am
einer an beliebiger Stelle der Kappe an diese angesetzten Klemmvorrichtung befestigt ist.
2. Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugmittel für das Seil eine übliche, an dem Stempel vorübergehend angebrachte Stempelsetzvorrichtung, Raubwinde
od. dgl. ist.
3. Klemmvorrichtung für den Strebausbau nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zangenartig ausgebildet ist und aus zwei den Fuß des Kappenprofils umgebenden,
miteinander durch einen Bolzen gelenkig verbundenen Schenkeln besteht und das Zugseil
an einer öse, in der der Gelenkbolzen endet, angreift.
4. Klemmvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung der
Zange dem Kappenfußprofil derart angepaßt ist, daß die sich beim Anziehen des Zugseils verkippende
Klemme sich automatisch am Kappenfuß verkeilt.
5. Strebausbau nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von den oberen
Enden der Flansche des Geschirrs nach innen Leisten vorspringen und der Kopfflansch der in
ihm gelagerten Kappe von I-Profil der Verengung des freien Raumes zwischen den Leisten
entsprechend, gegebenenfalls unter Verdickung, so weit verschmälert ist, daß zwischen seinen
Seitenbegrenzungen und den Stirnflächen der vorstehenden Leisten nur ein geringes Spiel
verbleibt.
6. Strebausbau nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschirr durch
einen Abschnitt eines stranggepreßten Leichtmetallprofils gebildet ist.
7. Strebausbau nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die das Geschirr
bildende Führung für die Kappe sich nach beiden Seiten hin geringfügig erweitert, wobei
im Falle eines stranggepreßten Geschirrprofils
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die Erweiterung durch nachträgliche Bearbeitung gebildet ist.
S. Strebausbau nach den Ansprüchen ι bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Profilboden
des (leschirrs ein nach zwei Richtungen gewölbler
Körper eingesetzt ist, auf dem sich der zwischen diesen Körper und den Bodenflansch
der Kappe eingetriebene Verspannuugskeil abstützt.
9. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil in seinem unteren Bereich verbreitert ist und durch
in die derart gebildeten Einsprünge eingreifende, aus den Seitenflanschen des Geschirrprofils über
der Mitte des Stempels vorspringende Nocken od. dgl. gegen Herausheben sowie durch Verstärkung
seines Kopfes gegen völliges Herausziehen gesichert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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