DEM0021732MA - - Google Patents

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DEM0021732MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Februar 1954 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Hauptpatent 855 098 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Extraktion von Flüssigkeiten mit Flüssigkeiten in mehreren Stufen, durch die die miteinander zu behandelnden Flüssigkeiten im Gegenstrom geführt werden. Das Mischen und Fördern der Flüssigkeiten erfolgt dabei durch Kreiselpumpen, die sich in den einzelnen den Stufen entsprechenden Kammern des Extrakteurs in abgeteilten Pumpenräulmen befinden. Die Kreiselpumpen erzeugen ein Gemisch der miteinander zu behandelnden Flüssigkeiten und fördern es aus den Pumpenräumen durch eine Verteilvorrichtung in die Abscheidekammern der zugehörigen Stufen. In den Abscheidekammern trennt sich das Gemisch aus den verschiedenen, nicht ineinander löslichen Flüssigkeiten entsprechend ihren verschiedenen spezifischen Gewichten in seine Bestandteile, die nach dem Gegenstromprinzip in die nächsten Kammern weitergeleitet bzw. aus den Endkammern abgezogen werden. Dem abgeteilten Raum, in dem sich jede Kreiselpumpe befindet, fließen die zu mischenden Flüssigkeiten aus den benachbarten Kammern zu, wobei die leichtere Flüssigkeit durch eine Leitung unten und die schwerere z. B. über ein Wehr od. dgl. oben in jeden Pumpenraum gelangt. Die in dem Extrakteur zu behandelnden Flüssigkeiten werden den Pumpenräuimen der beiden Endstufen von außen durch Leitungen, gegebenenfalls über einen Sammelraum zugeführt. Die Kreiselpumpen sind zweckmäßig so ausgebildet, daß ein starker Mischeffekt erzielt wird, und es werden vorteilhaft Kreiselpumpen verwendet, die
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eine flache Charakteristik haben, so daß eine geringe Veränderung des Flüssigkeitsstandes im Pumpenraum eine starke Veränderung der Fördermenge ergibt.
Die Vorrichtung nach dem Hauptpatent kann mit Einrichtungen ausgestattet sein, die dafür sorgen, daß der Gegenstrom der miteinander zu behandelnden Flüssigkeiten durch die Apparatur auch dann nicht unterbrochen wird, wenn die Pumpe einer
ίο Stufe ausfällt. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn eine größere Anzahl von Stufen, z. B. drei bis zehn oder noch mehr Extraktionsstufen, vorhanden sind. Sie besteht aus Leitungen, die die Putnpenräume der benachbarten Stufen verbinden.
Setzt eine Pumpe aus, sb bilden sich in dem zugehörigen Pumpenraum zwei Flüssigkeitsschichten. Die Leitungen, die die Umleitung der Flüssigkeit durch die nicht mehr arbeitende Stufe bewirken, sind nun so angeordnet, daß die obere der beiden Flüssigkeitsschichten, die sich bei Stillstand der Pumpe im Pumpenraum bilden, durch ein geneigtes Rohr in die Stufe fließt, in die die leichtere Flüssigkeit sonst aus dem Abscheideraum der betreffenden Kammer gelangen würde, während die untere, schwerere Flüssigkeitsschicht durch eine unten im Pumpenraum ansetzende, ansteigende Leitung in den Pumpenraum der anderen benachbarten Kammer abströmt.
Diese Einrichtung, die es ermöglicht, den Extrakteur auch bei Ausfall einer Stufe (oder mehrerer) in Betrieb zui halten, hat sich im praktischen Betrieb bewährt. Indessen kann es bei Extrakteuren mit mehreren Stufen vorkommen, daß infolge der vielen Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen Pumpenkammern unerwünschte Rückbzw. Kreisläufe von Flüssigkeiten auftreten, die die Leistung des Extrakteurs beeinträchtigen.
Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß aus den Pulmpenkammern bzw. aus einem mit den Pumpenkammern in Verbindung stehenden, gegen die Abscheidekammern abgeschlossenen Raum für die Umleitung der Flüssigkeiten bei Stillstand der Pumpe nur eine Ableitung für die schwerere Flüssigkeit in die Pumpenkammer der folgenden Stufe vorgesehen ist und daß die Einzugsmündung dieser Leitung so hoch in die Pumpenkammer gelegt ist, daß sich die schwerere Flüssigkeit in der Pumpenkammer so weit anstaut, daß sie die Leitung, durch die bei normalem Betrieb die leichtere Flüssigkeit in die Pumpenkammer gelangt, absperrt und darin emporsteigt. Die leichtere Flüssigkeit kann dann also nicht mehr in eine Pumpenkammer gelangen, deren Pumpe nicht mehr fördert. Sie wird aus oder vor der Zuführungsleitung zu dem Pumpenraum der stillstehenden Stufe in die nächste Stufe umgeleitet, was leicht dadurch geschehen kann, daß in jeder Abscheidekammer außer der Ableitung für die leichtere Flüssigkeit in die folgende Kammer eine zweite Ableitung in die nächstfolgende bzw. nach außen vorgesehen ist.
Beispielsweise wird die Einzugsöffnung der zweiten Ableitung (der Umleitung) höher gelegt als die der ersten Ableitung, durch die die leichtere Flüssigkeit im normalen Betrieb abfließt. Bei Stillstand der Pumpe in einer Kammer staut sich die leichtere Flüssigkeit in der vorhergehenden, bis die zweite Abteilung in Tätigkeit treten kann.
Man kann auch die erste mit der zweiten Ableitung durch ein Absperrorgan, z. B. Schwimmventil od. dgl., verbinden, das in der ersten Ableitung liegt, durch die die leichtere Flüssigkeit im normalen Betrieb in den Pumpenraum der folgenden Stufe gelangt. Im normalen Betrieb hält das Ventil die Ableitung zu diesem Pumpenraum offen und schaltet die zweite Ableitung vom Zufluß der leichteren Flüssigkeit ab. Gelangt die Pumpe zum Stillstand, so wird durch den Rückstau der schwereren Flüssigkeit in der Ableitung für die leichtere Flüssigkeit das Ventil betätigt, so daß die Ableitung für den Durchgang der leichteren Flüssigkeit abgesperrt wird und die leichtere Flüssigkeit auf die Umleitung zur nächsten in Betrieb befindlichen Pumpe umgeschaltet wird. Auch kann die Betätigung dieses Absperr- oder Umschaltorgans statt durch den Rückstau der schwereren Flüssigkeit auf andere Weise, z. B. automatisch, vom Stillstand der betreffenden Pumpe oder auf ein vom Stillstand ausgelöstes Signal, z. B. von Hand, vorgenommen werden. Ar
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt,
Fig. 2 ein Grundriß eines erfindungsgemäß ausgestatteten Extrakteurs, bei dem der Rückstau der schwereren Flüssigkeit in dem Raum der stillstehenden Pumpe den normalen Zufluß der leichteren Flüssigkeit in diesen Pumpenraum unterbindet; die . .
Fig. 3 uind 4 und Fig. 5 und 6 zeigen den gleichen Extrakteur ebenfalls im Schnitt und im Grundriß. Doch hat der Extrakteur nach Fig. 3 und 4 in den Leitungen für die leichtere Flüssigkeit zu den Pumpenräumen ein Absperr- oder Umschaltorgan, und es ist der Extrakteur nach Fig. 5, 6 und 7 mit automatisch bzw. auf ein Alarmsignal von Hand zui betätigenden Umschaltorganen für die leichtere Flüssigkeit ausgestattet.
Der Extrakteur ist durch die Wände 2 in die Extraktionsstufen a, b, c . . . unterteilt. In den Figuren sind nur drei Stufen a, b, c gezeichnet. In der Praxis empfiehlt es sich jedoch in vielen Fällen, die Stufenanzahl erheblich höher zu wählen, was durch Anordnung einer entsprechenden Zahl von z. B. der Stufe b in allen Einzelheiten entsprechenden weiteren Stufen möglich ist. Konaxial mit der senkrechten Mittellinie der Wände 2 oder in der Nähe dieser Mittellinie sind die. Pumpenräume 30, 31 und 32 mit den Pumpen 20, 21 und 22 vorgesehen. Die schwerere Flüssigkeit wird z. B. durch eine Stirnwand des Extrakteurs bei 4 in den Pumpenraum 30 eingeführt. Die leichtere Flüssigkeit tritt in den Pumpenrauttn 32 der letzten Stufe c durch die Leitung 6 ein, in die sie aus der mit dem Wehr 41 versehenen Einführungskammer 42 ab-
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fließt. Diese Kammer ist an die Zuleitung für die leichtere Flüssigkeit mittels Stutzen 43 angeschlossen. Im normalen Betrieb durchläuft die leichtere Flüssigkeit die Stufen c und b, wie nachstehend näher beschrieben, und gelangt durch den Trichter 8 der Stufe b und das Rohr 46 in den unten und seitlich gegen die Abscheidekammer 34 abgeschlossenen Raum 44 dieser Stufe, der mit dem Wehr 45 ausgestattet ist. Vor dem Wehr zweigt aus dem Raum die Leitung 9 ab, die unten in den Pumpenraum 30 der Stufe α mündet. Aus diesem Pumpenraum werden die durch 9 und 4 zugeführten Flüssigkeiten von der Kreiselpumpe 20 durch die Rohre 12 und.13 in den Verteilerraum 14 gefördert. Das Gemisch dieser beiden Flüssigkeiten tritt durch die in der Wandung des Verteilerraumes vorgesehenen öffnungen in den Abscheideraum 33 der ersten Stufe α und trennt sich hier in zwei Schichten I und II. Die Flüssigkeit der oberen Schicht I verläßt den Extrakteur durch den Überlauf 16 und die Leitung 17. Im. Rohr 18 aufsteigend gelangt die schwerere Flüssigkeit aus der unteren Schicht II, über den trichterförmigen Rand 19 des Rohres 18 überlaufend, in den Raum 47, aus dem sie durch die Öffnungen 48 in den Pumpenraum 31 ausfließt. In dieser sowie in der nächsten Stufe oder den nächsten Stufen, wenn mehr als drei Stufen vorgesehen sind, wiederholen sich die Misch- und Trennvorgänge auf die beschriebene Weise. Die Stufen b und c sind in der gleichen Weise wie die Stufe α mit Rohren 18 ausgestattet. Die Stufe b hat ebenfalls einen Raum 47, der dem Pumpenraum 32 vorgeschaltet ist und in den die schwerere Flüssigkeit aus dem Abscheideraum 34 der Stufe b durch das Rohr 18 überlaufen kann, um durch die Öffnungen 48 in der Wandung des Pumpenraumes 32 in den Pumpenraum abzufließen. Das Rohr 18 der Stufe c ist in dem Raum 49 angeordnet, aus dem die schwerere Flüssigkeit durch die Leitung 50 austritt. Die Pumpenräume 31, 32 sind ähnlich wie der Pumpenraum 30 ausgebildet, und es fördern die in den Räumen 31 und 32 angeordneten Kreiselpumpen 21 und 22 in der gleichen Weise wie die Pumpe 20 der Stufe α durch die Leitungen 12 und 13 in die Verteilerräume 14. Für den Abfluß der leichteren Flüssigkeit ist auch in der. Stufe c ein Trichter 8, ein Rohr 46, ein Raum 44 mit Wehr 45 vorgesehen, und es steht der Teil des Raumes 44, der zwischen Wehr 45 und Leitung 46 liegt, durch die Leitung 9 mit dem Puimpenraum 31 in Verbindung.
Die Lage des Trennspiegels in den Abscheidekammern wird durch die Überlauf ränder 19 der Rohre 18 und der Trichter 8 bzw. 16 bestimmt.
.55 Durch die in der Höhe verstellbare Ausführung z. B. des Trichters 8 kann man damit auch während des Betriebes die Lage des Trennspiegels heben oder senken; beispielsweise sind die Trichter 8 bzw. 16 auf dem Rohr 79 mit einem feinen Gewinde aufgeschraubt, so daß man durch Drehen der Trichter die Ausflußhöhe einstellen kann.
Ferner sind die Leitungen 51, 52 und 53 vorgesehen. 51 und 52 verbinden die Pumpenräume 30 und 31 bzw. 31 mit 32, während die Leitung 53 vom Pumpenraum 32 in den Raum 49 führt: Die Leitungen 51, 52 und 53 verlaufen geneigt von einem Pumpenraum zu dem nächsten bzw. zu dem Raum 49. Sie haben oben Trichter, und es liegt der Trichter 54 etwas höher als der Trichter 55 und dieser etwas höher als der Trichter 56, so daß ein genügendes Gefälle, für den Durchfluß der schwereren Flüssigkeit durch den Extrakteur vorhanden ist. Die Trichter 55 und 56 liegen nicht unmittelbar in den Pumpenräumen 31 und 32, sondern in den Räumen 47 neben den oberen Mündungen 19 der Rohre 18 und etwas tiefer als diese Mündungen.
Fällt nun eine Pumpe aus, z. B. die des mittleren Pumpenraumes 31, so fließt die schwerere Flüssigkeit durch das Rohr 18 weiter in den Pumpenraum 31. Dieser füllt sich mit der schwereren Flüssigkeit, bis der Flüssigkeitspiegel in diesem Raum den oberen.Rand des Trichters 55 erreicht. Dann fließt die geringere Menge leichterer Flüssigkeit, die sich über der schwereren Flüssigkeit abgesetzt hat, und nachfolgend die schwerere Flüssigkeit durch den Trichter 55 und das Rohr 52 in den Pumpenraum 32 ständig weiter ab, so daß der Austritt der schwereren Flüssigkeit aus dem Abscheideraum der Stufe α nicht unterbrochen wird und die Flüssigkeit aus der Stufe α unter Umgehung der Stufe b in den Pumpenraum der Stufe c gelangt.
Beim Stillstand der Pumpe im Puimpenraum 31 steigt die schwerere Flüssigkeit sehr schnell über die Mündung des Rohres 9 an und unterbricht damit den Zufluß der leichteren Flüssigkeit durch das Rohr 9 aus der Stufe c in die Stufe b. Dadurch, daß der Abfluß der leichteren Flüssigkeit aus der Stufe c in die Stuife b auf diese Weise unterbunden wird, steigt der Spiegel der leichteren Flüssigkeit in dem Raum 44. Die Flüssigkeit fließt nunmehr über das Wehres und gelangt durch das Verbindungsrohr 58 unmittelbar in den Raum 44, aus dem leichtere Flüssigkeit durch das Rohr 9 in den Pumpenraum 30 der Stufe α ausfließen kann. Auf diese Weise wird also eine Umleitung der leichteren Flüssigkeit um die Stufe b beim Stillstand der zu dieser Stufe gehörigen Pumpe bewirkt.
Analog ist ein Verbindungsrohr 59 vom Raum 44 der Stufe b zur Ableitung 17 vorgesehen für den Fall, daß die Pumpe der Stufe 30 ausfällt. Ebenso führt ein Verbindungsrohr 46 vom Raum 42 zum Raum 44, aus dem die leichtere Flüssigkeit im normalen Betrieb durch die Leitung 9 in den Pumpenraum 31 gelangt.
Analog wird der Extrakteur ausgebildet, wenn mehr als drei Stufen, z. B. 7 bis 10 Stufen, vorgesehen sind. Zweckmäßig derart, daß statt einer mittleren Stufe b eine entsprechende Zahl dieser Stufen angeordnet werden.
Bei dem Extrakteur nach Fig. 3 und 4 sind die Pumpenräüme 30, 31 und 32 mit den Pumpen 20, 21 und 22, den Leitungen 12 und 13, dem Verteilerraum 14 und die Abscheideräume 33, 34, 35 der Stufen a, b, und c, sowie die Rohre 18, durch die die schwerere Flüssigkeit aus den Abscheideräumen der Stufen α und b in die Pumpenkammern der
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Stufen b und c bzw. die Sammelräume 72 und aus dem Abscheideraum der Stufe c in den Raum 49 emporsteigt und ferner die Zuleitung 4 für die schwerere, sowie die Ableitungen 50 für die schwerere und 17 für die leichtere Flüssigkeit, die Umleitungen 51, 52, 53 für die schwerere Flüssigkeit, sowie die Trennwände 2 in der gleichen Weise ausgebildet wie in Abb. 1 und 2 bzw. 5, 6 und 7. Die Leitung 143, durch die die leichtere Flüssigkeit in den Extrakteur eintritt, mündet in einem Behälter 142, in dem ein Absperr- und Regelorgan 141 vorgesehen ist. Aus dem Behälter 142 führt die Leitung 6 in den Pumpenraum 32. In ähnlicher Weise stehen die Überlauftrichter 8 der Stufen b und c durch die Leitungen 46 mit Behälter 63 und 64 in Verbindung, die ebenfalls mit Umschalt- und Absperrorganen 141 ausgestattet sind. Von den Umschal torganen im Behälter 142 und 63 führen Leitungen 58 zu· den Leitungen 46, die die Trichter 8 mit den Absperr- und Umschaltorganen 141 der ' Behälter 63 bzw. 64 verbinden, und es ist an das Umschaltorgan des Behälters 64 ein Abfluiß 59 zu der Ableitung 17 angeschlossen, durch die die aus der Stufe α ablaufende, leichtere Flüssigkeit den
Extrakteur verläßt. -
Die schwerere Flüssigkeit gelangt aus den Abscheidekammern 33 und 34 aufsteigend durch die Rohre 18 in Kammern 72, die mit Wehren 73 aulsgestattet sind. Im normalen Betrieb läuft die schwerere Flüssigkeit, die aus den Rohren 18 oben austritt, durch die Ableitungen 73 in die Pumpenräume 31 und 32.
Fällt eine Pumpe aus, so staut sich die Flüssigkeit in dem zu dieser Pumpe gehörenden Pumpenraum. Das hat zunächst zur Folge, daß durch den Rückstau in der Leitung 6, durch die die leichtere Flüssigkeit aus der im Sinne ihrer Strömungsrichtung vorhergehenden Stufe in den Raum der stillstehenden Pumpe eintritt, das Absperr- und Umschaltorgan 141 betätigt wird, so daß der weitere Zufluß der Flüssigkeit durch das Rohr 6 abgesperrt und der Strom der Flüssigkeit über die betreffenden Leitungen 58 und 46 in die folgende Stufe mit laufender Pumpe umgeschaltet wird.
Da der Zustrom der schwereren Flüssigkeit in den Raum der stillstehenden Pumpe nicht unterbrochen wird, steigt die schwerere Flüssigkeit in diesem Pumpenraum an, und zwar so hoch, daß die Flüssigkeit in der Kammer 72 nunmehr über das Wehr 73 läuft und durch die Umleitung, z. B. 52, in die im Sinne der Strömungsrichtung der schwereren Flüssigkeit folgende Stufe mit laufender Pumpe übertritt. Die Leitung 51 verbindet den Pumpenraum 30 mit dem Pumpenraum 31, und es führt aus dem Behälter 72 der letzten Stufe die Leitung 53 zu dem Sammelraum 49, in den die schwerere Flüssigkeit aus dem Abscheideraum der letzten Stufe durch das Rohr 18 gelangt, um aus dem Abscheideraum 49 durch die Leitung 50 abgezogen zu werden. Auch bei diesem Extrakteur sind die Umleitungen in der Höhe so gegeneinander abgestuft, daß ein geordneter Durchgang der Flüssigkeiten durch den Extrakteur sichergestellt ist.
Diese Vorrichtung gestattet infolge der Absperrund Umschaltorgane eine gute Überwachung des Flüssigkeitsdurchganges durch den Extrakteur, so daß die Kontrolle des Extrakteurs besonders einfach und betriebssicher wird.
Die gleichen Vorteile hat die Vorrichtung nach den Fig. 5, 6 und 7, in denen 51, 52, 53 ebenfalls Umleitungen sind, durch die die schwerere Flüssigkeit bei Stillstand einer Pumpe aus dem zu dieser Pumpe gehörenden Pumpenraum in den Pumpenraum bzw. in den Sammelraum 49 der letzten Stufe abfließt. Nur sind im Gegensatz zu der Vorrichtung nach Fig. 3 und 4 die Einzugsmündungen der Rohre 51, 52 und. 53 unmittelbar in die Pumpenräume gelegt. Die leichtere Flüssigkeit, die durch die Leitung 91 (Fig. 5 bis 7) ankommt, wird über das Ventil 92 und die Leitung 93 in den Pumpenraum
32 der Stufe c geleitet. Aus der Abscheidekammer 35 der Stufe c strömt die leichtere Flüssigkeit über den Rand des Trichters 8· und die Leitung 94 zum Ventil 95 der Stufe b. Ferner ist eine Verbindungsleitung 96 vom Ventil 92 zur Leitung 94 vor- gesehen. Die gleiche Schaltung: Überlauf trichter 8, Ableitung 97 zum Ventil 98, Verbindungsleitung 99 wiederholt sich zwischen den Stufen b und a, aus der die leichtere Flüssigkeit durch den Überlauftrichter 8 und die Leitung 100 abgezogen wird. Gelangt beispielsweise' die Pumpe 21 zum Stillstand, so füllt sich der mittlere Pumpenraum 31 bis zur Einzugsmündung des Rohres 52 dadurch, daß die schwerere Flüssigkeit aus dem Abscheideraum
33 weiter durch das Rohr 18 über das Wehr 101 in diesen Pumpenraum fließt. Durch das Rohr 52 läuft die schwerere Flüssigkeit in den Pumpenraum 32 der Stufe c weiter. Gleichzeitig mit dem Stillstand der Pumpe werden die Ventile 92, 95, 98 umgeschaltet, was entweder automatisch, z. B. durch mit Flüssigkeit, Preßluft, magnetisch oder elektrisch vom Stillstand der Pumpe ausgelöste Effekte erreicht werden kann, oder es wird zwangläufig mit dem Stillstehen der Pumpe ein Signal betätigt, das die Bedienung zur Umschaltung dieser Ventile veranlaßt. Die leichtere Flüssigkeit, die solange aus dem Abscheideraum 35 durch den Trichter 8 in, das Rohr 94 und das Ventil 95 sowie die Leitung 102 in den Pumpenraum 31 floß, geht dann nach Umschaltung des Ventils 95 durch die Leitung 99, das Ventil 98 und die Leitung 103 in den Pumpenraum 30 der Stufe a. Der Betrieb des Extrakteurs wird also auch bei dem Ausfallen einer oder mehrerer Pumpen mit Sicherheit aufrechterhalten. Statt der Umschaltventile 92, 95 und 98 können auch Ab-Sperrventile 105, 106 bzw. 107, 108 bzw. 109 und 110 vorgesehen sein (Fig. 6), von denen 105, 107 und 109 in den Leitungen 93, 102 und 103 und die Ventile 106, 108 und 110 in den Verbindungsleitungen 96, 99 und in angeordnet sind.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Vorrichtung zur mehrstufigen, kontinuierlichen Gegenstromextraktion von Flüssigkeiten mit Flüssigkeiten, in der die Stufen (a, b, c . . .)
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    aus Abscheidekammern und Pumpen bestehen, die in getrennten Räumen untergebracht sind, und von denen die Flüssigkeiten gemischt und weiterbewegt werden, nach Patent 855 098, gekennzeichnet durch in der Strömungsrichtung geneigte Umleitungen (51, 52, 53), durch die die schwerere Flüssigkeit bei Stillstand einer Pumpe (20, 21, 22) aus dem oberen Teil ihrer ' Pumpenkammer (30, 31, 32) oder aus einem mit dieser in Verbindung stehenden Raum (47), in den die schwerere Flüssigkeit aus der im Sinne ihrer Strömungsrichtung vorhergehenden Abscheidekammer (33 bzw. 34 bzw. 35) aufsteigt, in die nächste fließt bzw. in den Raum (49), aus dem die schwerere Flüssigkeit den Extrakteur verläßt und durch Leitungen (6 bzw! 9) mit Organen (43 bzw. 8, 46) in den Zuführungen der leichteren Flüssigkeit zu diesen Leitungen, die die Flüssigkeit beim Stillstand einer Pumpe (20, 21, 22) vom Zufluiß in deren Pumpenkammer (30, 31, 32) ab- und auf die folgende Pumpenkammer umschalten.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe als Wehre (41 bzw. 45) ausgebildet sind, die den Raum (42 bzw. 44) für die Zuführung der leichteren Flüssigkeit zu den Leitungen (6 bzw. 9) unterteilen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe als Schwimmerventile (141) zwischen den Leitungen (46) für die leichtere Flüssigkeit zu den Ventilräumen (142, 63, 64) und den Umleitungen (58 bzw. 59) ausgebildet sind.
  4. 4. Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Schwimmerventile Ventile (92, 95, 98) zwischen den Leitungen (91, 93, 96 bzw. 94, 99, 102 bzw. 97, in, 103) vorgesehen sind, die in Abhängigkeit vom Stillstand der Pumpen betätigt werden, oder Absperrventile (105, 106 bzw. 107, 108 bzw. 109, 110), von denen die Ventile (105, 107, 109) in den Leitungen (93, 102, 103) und die Ventile (106, 108, 110) in den Leitungen (96, 99, in) angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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