DEM0019465MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Juli 1953 Bekanntgemacht am 3. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei den bekannten Walzendrehbänken mit Walzenständern erfolgt für gewöhnlich das
Spannen der Unterwalzen gesondert gegenüber der Oberwalze. Des weiteren ist es bei den bekannten
Ausführungen erforderlich, sobald die Walzen zur weiteren Bearbeitung auf die Walzendrehbank gebracht
werden und mit Wälzlagergehäusen versehen sind, daß diese aufgesetzten Wälzlagergehäuse
abgezogen werden müssen. Diese bekannten Walzendrehbänke sind somit nicht geeignet
für die Aufnahme und Bearbeitung von Walzen mit aufgesetzten Wälzlagergehäusen, wodurch
beträchtlicher Mehraufwand und Zeitverlust bedingt sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Walzendrehbank zu schaffen, bei der diese Nachteile beseitigt
sind, die besonders in dem Zeitverlust zu sehen sind, der sich durch den notwendigen An- und Abbau
der Wälzlager ergibt.
Um bei der Aufnahme der Ober- und Unterwalze in die Walzendrehbank die Wälzlager einschließlich
ihrer Gehäuse auf den Walzen belassen zu können, sind erfindungsgemäß als Aufnahmevorrichtung
Walzenständer auf dem Drehbankbett aufgestellt. Die Wälzlagergehäuse sind dabei zweckmäßig durch seitliche Anstellvorrichtungen
in den Walzenständern, die in Rahmenkonstruktion ausgeführt sind, gehalten. Der Abstand der Wälz
st» 578/238
M 19465 IbI49a
lagergehäuse ist vorteilhaft (lurch Lamellenpakete
oder Keile einstellbar. Diese Lainellenpakete oder
Keile gestatten eine genaue Distanzierung von O])CT- und Unterwalze bei veränderlichen Ballendurchmessen:.
Entsprechend der geforderten Walzendistanz wird z. R. eine entsprechende Anzahl Lamellen mittels eines Spezialschlüssels eingeschoben.
An sich ist es bei Walzen bekannt, ihren Abstand mit Keilen einzustellen.
ίο I Ini eine Dämpfung beim Schnittvorgang in der
gleichen Art zu erhalten, wie dies durch angestellte
(Jleitbacken beim liearbeiten von Walzen ohne Wälzlager- erreicht wird, wird die Maschine zusätzlich
mit neben den Walzenständer:] angeordneten Handbremsen verseilen. Nachdem eine im
llrciiisständcr entgegengesetzt zur Jiremsrichtung
des llreinshandes wirkende l'inole angestellt ist,
wird das liremsband um den umbauten Walzenzapfen gelegt und im oberen Bremsgehäuse aufgellängt,
llierdurcli wird ein Ziehen der Walze aus der Mild' und damit eine einseitige Belastung verhindert.
Um auf der Walzendrehbank auch Walzen ohne Wälzlagergeliäuse oder mit normalen Gleitzapfen
aufnehmen zu können, werden Tragbügel für die Walzen in die Walzensländer eingesetzt. Die Anstellvorrichtung
im Ouerhaupt des Walzenständers spannt dann über· die Oberwalze und die Tragbüge!
die Unterwalze.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erl'indung
beispielsweise schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 die Ansicht eines Walzenständers mit eingespannten Walzen und aufgesetztem Rollcnlagergehäuse
und
Abb. 2 einen Walzenständer in Ansicht mit eingespannten Walzen ohne Rollenlagergelläuse.
In einem auf einem Drelibankbett aufgesetzten,
in Rahmenkonstruktion ausgeführten Walzenständer 1, der durch ein Ouerhaupt 2 geschlossen
ist, werden eine Oberwalze3 und eine Unterwalze4 mit aufgesetzten Wälzlagergehäusen 5 und 6 in der
Art gespannt, dal.! die Unterwalze 4 mittels einer Aiistellprnole 7 senkrecht angestellt wird, während
Ί5 das Ausrichten und Spannen in horizontaler Richtung
durch (lit' beiden seitlichen l'inolen S und 9
erfolgt und bei der Oberwalze 3 durch die Anstellsehrauben 10 und 11. Das Spannen in senkrechter
Richtung erfolgt durch Anziehen der im Ouerhatipt 2 geführten Anstellpinole 12, die über das
Lagergehäuse 5 der Oberwalze 3 und zwischengeschaltete Lainellenpakete 13, 14 auf das Lagergehäuse
6 der Unterwalze 4 drückt. Druckschrauben verhindern ein Verschieben der Walze in Längsrichtung
und sind in einem verstellbaren Schieber untergebracht. Ein Verschieben der Obcrwalze
in Längsrichtung wird durch im Ouerhaupt 2 angeordnete Anstellschrauben 27 verhindert.
Ein unterer Tragbügel 17 (Abb. 2) und ein mittlerer Tragbügel 18, geführt in Eühruugsuuten
19, 20 des Walzenständers 1, sind eingelegt beim Spannen von Walzen ohne Wälzlagergehäuse.
Daljei werden die Lamellenpakete 13, 14 zurückgezogen.
Die Anstellpinole 12 im Querhaupt 2, verseilen mit einem Einbaustück 21, drückt über die
Oberwalze 3 und den mittleren Tragbügel 18 auf die in dem unteren Tragbügel iy ruhende Unterwalze
4. Zwei im mittleren Tragbügcl 18 untergebrachte Druckspindeln 23, 24 richten den Mittenabstand
der beiden Walzen ein, während Druckschrauben 25, 26 eine Längsverschiebung der Oberwalze 3 verhindern.
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Walzendrehbank mit einer Aufnahmeeinrichtung für je eine Ober- und Unterwalze, deren gegenseitiger Achsabstand einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufnahmeeinrichtung für in Wälzlagern laufende, mit aufgesetzten Wälzlagergehäusen (5, 6) versehene Walzen (3, 4) Walzenständer (1) auf dem Drehbankbett aufgestellt sind.2. Walzendrehbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wälzlagergehäuse (5,6) durch seitliche Anstcllvorrichtungen (8 bis :ix) im \Valzenständcr gehalten sind.3. Walzendrehbank nach Anspruch τ und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Wälzlagergehäuse (5, 6) durch Lamellenpakete oder Keile einstellbar ist.4. Walzendrehbank nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Walzenständern Bandbremsen um die Walzen gelegt und Pinolen gegen die Walzen andrückbar sind.5. Walzendrehbank nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufnahme von Walzen ohne Wälzlagergehäuse oder mit normalen Gleitzapfen in die Walzenständer Tragbügel (17, 18) einsetzbar sind.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 439721, 514854,395. 851 941;USA.-Patentschrift Nr. 1854597;ZX7DJ 93 (1951), S. 343; ' »Die Technik« 6 (1951), S. 244.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenO 509 578,238 10.55
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