DEM0017303MA - - Google Patents

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DEM0017303MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Januar 1953 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein federbelastetes Entlüftungsventil zur Sicherung gegen Überdruck für Transportgefäße.
Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art besteht der Nachteil, daß das Ventil oder wichtige funktionelle Teile desselben nicht ausreichend gegen Korrosion und Verschmutzung gesichert sind, vor allem auch deswegen, weil das flüssige Füllgut beim Transport oft unmittelbar hart gegen den Ventilkegel anschlägt und dadurch das Ventilinnere unnötigerweise oft vom Transportgut bespült wird.
Gemäß der Erfindung hat nun das federbelastete Entlüftungsventil an der dem Gefäßinneren zugekehrten Seite zum Schutz gegen unerwünschtes öffnen durch Flüssigkeitsschläge einen Stutzen mit Durchbrechungen. Gleichzeitig wird die Feder von einem Schlauchstück umgeben und dadurch gegen den von der Flüssigkeit benetzten Innenraum des Ventils abgedichtet. Die Feder bleibt danach von dem Füllgut unberührt. Sie verschmutzt nicht, und es treten auch keine Korrosionsschäden auf, so daß das Ventil in seiner Wirkungsweise nicht, gehemmt ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung wie folgt beschrieben: Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch das Entlüftungsventil, das im Oberboden 1 eines Transport- oder Lagergefäßes 2 angebracht ist. Der Ventilkörper 3 ist hierbei beispielsweise mit dem Boden 1 durch die Schweißnaht 4 verbunden. Es kann selbstverständlich auch eine lösbare
509 698/165
M 17303 XII/47g
Verbindung zum Beispiel durch Schraubringe erfolgen. In dem Ventilkörper 3 befindet sich der Ventilkegel 5, der sich gegen die Ventildichtung 6 abstützt, und zwar unter Einwirkung einer Gegendruckfeder 7. Der Ventilkörper 3 ist mit Außengewinde 8 versehen zur Aufnahme der Abschlußkappe 9. Die Kappe 9 dichtet gegen den Ventilkörper 3 durch die obere Dichtung 101 ab. Den Ventilkörper 5 umgibt ein flexibler Dichtschlauch 11, der die Abschlußkappe 9 einerseits und den Ventil-, kegel 5 andererseits mit seinen Enden dichtend umschließt und damit das Federgehäuse nach außen hin dichtet, insbesondere aber die Druckfeder gegen auftretende Füllgutbestandteile schützt.
Seitlich im Ventilkörper 3 sind die Ausblasöffnungen 121 angeordnet, die mit dem Lüftungskanal 13 in Verbindung stehen. Der Ventilkörper 3 besitzt den in das Gefäß innere ragenden Stutzen 14 mit den oberen Durchbrechungen 15. Dieser Stutzen hat den Zweck, den Ventilkegel 5 gegen das stoßartige Anschlagen des flüssigen Füllgutes zu schützen, was beispielsweise beim Transport der Fall ist, wenn das Füllgut in starke Bewegung versetzt wird. Hierbei wird vorteilhaft der untere Öffnungsquerschnitt 22 am Stutzen 14 verengt, um die Belastung des Ventilkegels 5 auf ein Mindestmaß zu beschränken, insbesondere dann, wenn das gefüllte Gefäß beispielsweise so aufgestellt wird, daß die gesamte Flüssigkeitssäule auf das Ventil einwirkt. Die Querschnittsverengung des Stutzens 14 kann auch dadurch erreicht werden, daß derselbe kegelförmig gestaltet wird, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Die Betätigungsweise des Entlüftungsventils gemaß der Erfindung gestaltet sich wie folgt: Tritt durch Vergasen des Füllgutes ein innerer Überdruck auf, dann wird der Ventilkegel 5 angehoben, wobei die auf den jeweiligen Überdruck eingestellte Ventilfeder 7 zusammengedrückt wird. Auch die flexibel gestaltete dichtende Ummantelung 11 weicht aus oder drückt sich zusammen. Die im Behälterinnern befindlichen Gase treten durch die Durchbrechungen 15 des Tauchstutzens 14 in den Entlüftungskanal 13 und von hier durch die Austrittsöffnungen 12 ins Freie, ohne daß von dem flüssigen Füllstoff etwas nach außen entweichen kann. Hierzu ist allerdings erforderlich, daß das Entlüftungsventil so angeordnet ist, daß stets der obere Raum des Behälters gegenübersteht.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Entlüftungsventils gemäß der Erfindung. Hierbei wird der Ventilkörper 16 in einen Spundring 17 eingeschraubt und der dichtende Abschluß gegenüber dem Behälter durch die Spunddichtung 18 erreicht. Das Entlüftungsventil kann also in dieser Form bei jedem vorhandenen Behälter Verwendung finden und auch bei Schraubverschlüssen benutzt werden, indem es an Stelle des Spundstopfens eingeschraubt wird.
Bei dieser Ausführungsform ist gleichzeitig der Ventilkörper 19 im Sitz 20 kegelförmig gestaltet, wobei eine dichtende Umhüllung der Kegelsitzfläche beispielsweise durch Mipolan vorgenommen ist. Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist dieselbe, wie bei Fig. 1 beschrieben. Zur Justierung des Kegeldrucks kann ein Stellring 21 angeordnet werden, gegen welchen sich der Unterrand der Kappenabdeckung 8 abstützt.
In den Darstellungen der Zeichnung ist das Entlüftungsventil beispielsweise am .Oberboden eines Transportgefäßes angebracht. Es kann natürlich auch das Ventil an jeder beliebigen anderen Stelle des Gefäßes, beispielsweise am Mantel angeordnet werden, je nach den Gebrauchserfordernissen.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Federbelastetes Entlüftungsventil zur Sicherung gegen Überdruck für Transportgefäße, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Gefäßinnern zugekehrten Seite zum Schutz gegen unerwünschtes Öffnen durch Flüssigkeitsschläge ein Stutzen (14) mit Durchbrechungen (15) vorgesehen ist, wobei die Feder (7) von einem Schlauchstück (11) umgeben und gegen den von der Flüssigkeit benetzten Innenraum des Ventils abgedichtet ist.
2. Entlüftungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzen (14) an seinem Ende eine Querschnittsverengung (22) besitzt und vorzugsweise kegelförmig gestal- go tet ist.
3. Entlüftungsventil nach den Ansprüchen 1 ' und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (3·, 16) dicht über der Einbaufläche beispielsweise des Gefäßbodens (1) Austritts- gs öffnungen (121) aufweist.
4. Entlüftungsventil nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (19) gegenüber dem Ventilgehäuse (16) durch die Kegelfläche (20) abdichtet, die vor-
, zugsweise mit einem Dichtstofr belegt ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patents'chriften Nr. 828 182, 703804, 830279, 867 190; schweizerische Patentschrift Nr. 127 601;.
französische Patentschrift Nr. 632 760;
britische Patentschrift Nr. 578 973.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
© 509 698/165 3. 56

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