DEM0013887MA - - Google Patents
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Description
M 1388 Villa/21a*
Die an das elektrische Leitungsnetz angeschlossenen Verbrauchsgeräte erzeugen bei ihrer Benutzung
bekanntlich Hochfrequenzspannungen. Diese wirken sich in jedem an das Leitungsnetz an,ge-
.5 schlossenen Rundfunkgerät als Störungen aus. Um
diese 'Störungen zu vermeiden, werden sowohl die Gebrauchsgeräte als auch die Rundfunkempfangsgeräte
mit Netzentstöreinrichtungen versehen.
Das Verbrauchsgerät erhält zu dem Zweck je
ίο eine Hochfrequenzdrossel in jeder Zuleitung und in
seiner Erdleitung sowie Kondensatoren zur Überbrückung der innerhalb des Geräts von den Hochfrequienzdrosseln
abgehenden Zuleitungen.
Das Rundfunkempfangsgerät erhält zur Netzentstörung eine Einrichtung, bei der in jeder Phase
der Zuleitung eine Hochfrequenzdrossel angeordnet ist und deren Eingangs- und Ausgangsaeiten durch
je zwei gleiche, hintereinandergeschaltete Kondensatoren überbrückt sind. Das Chassis des Rundfunkgeräts
wird dabei bisher an die geerdeten Mittelabgriffe der Kondensatorschaltung angeschlossen.
Erfahrungsgemäß ist dabei ein störungsfreier Rundfunkempfang nicht möglich.
Die Erfindung -geht von der Erkenntnis aus, daß die 'Störungen im Empfangsgerät zu einem erheblichen
Teil darauf zurückzuführen sind, daß das mit dem Mittelabgriff der Kondensatorschaltung verbundene
Chassis des Rundfunkgeräts unmittelbar an die Erdleitung angeschlossen ist. Erfindungsgemäß
ergibt sich ein wesentlich störungsärmerer und sogar ein völlig störungsfreier Empfang, wenn
das mit dem Mittelabgriff der Kondensatorschaltung verbundene Chassis des Empfangsgeräts über einen
Erdfilter an Erde angeschlossen wird, der die Störungen nicht durchläßt. Zwischen Chassis und Erdfilter
werden zwei hintereinandergeschaltete Kondensatoren \m von je 40000pF angeordnet. Der
Erdfilter hat in Reihe geschaltet als erstes Glied die Parallelschaltung des Regelwiderstandes "ja rnit
einem Kondensator 7 b und als zweites Glied die
Parallelschaltung einer unveränderlichen Kapazität, gebildet aus der Kapazität zwischen dem Gitter 2
und dem Widerstand 5, mit der Reihenschaltung aus dem festen Widerstand 5 und dem veränderlichen
Widerstand 4. Der Widerstand 5 bildet die eine Elektrode und das Gitter 2 die andere Elektrode
der Kapazität.
Das zweite Glied dieser Reihenschaltung ist in einem Glasgefäß g angeordnet, das drei Viertel voll
mit chemisch gereinigtem Transformatorenöl gefüllt ist. Das Gefäß ist mit einem Metalldecke!
bedeckt. In den Metalldeckel sind drei Telefonbuc'hsen isoliert geschraubt. In der Mitte des
Deckels ist ein veränderlicher Konstantan-Eiisendrähtwiderstand 4 mit Draht von 0,5 mm Durch-", messer
und eine in das Gefäß reichende Isolierröhre angeordnet, um die ein Nickelin-Widerstandsdräht
5 von 0,5 mm Durchmesser gewickelt ist. Das untere Ende der Isolierröhre ist mit einem kleinen
runden Metallblech /[c versehen. : Daran ist das
untere Ende des Nickelindrähtes angelötet. Das obere Ende der Nickelindrahtwicklung S ist an den
Konstantan-Eisendrahtwiderstaind 4 angelötet. Das Ende der Konstantan-Eisendrahtwiderstandswicklung
4 ist mit einer Telefonbuchse la des Metalldeckels
verbunden. Die zweite Telefonbuchse ij ist mit der ersten Buchse la metallisch überbrückt. Die
zweite Buchse i* ist mit einem Metallgitter 2 leitend
verbunden. Die dritte Buchse i/, ist mit dem kleinen
runden Blech 4c und damit mit dem Anfang der Nickelindrahtwicklung 5 metallisch verbunden. Die
erste Telefonbuchse ι α dient zum Anschluß an die vor
dem Chass'isanschluß liegende Kondensatorenkette im
von zwei hintereinandergeschalteten Kondensatoren von je 40 000 pF. Die dritte Telefonbuchse Ij1 wird
mit einem hochohmigen Reglerwiderstand 7 a, der in der Rückwand des Radiogehäuses eingebaut ist, verbunden.
Das andere Ende des Reglerwiderstandes wird mit Erde verbunden. Dem hochohmigen Reglerwiderstand
in der Rückwand des Radiogehäuses ist ein Kondensator 7 b parallel geschaltet.
Claims (2)
1. Netzentstöreinrichtung für Rundfunkempfangsgeräte,
bei der eine Hochfrequienzdro.ssel (3&) in jeder Zuleitung angeordnet ist und deren
Ausgangsseiten durch gleiche hintereinandergeschaltete Kondensatoren (ζα) überbrückt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß ihr gleichzeitig zum Anschluß des Empfangsgerätechaesis dienender
Mittelabgriff (5^) über die Parallelschaltung des
Regelwiderstandes (7«) mit einem Kondensator (7b) und über die damit in Reihe gelegte Parallelschaltung
aus einer unveränderlichen Kapazi'tät, gebildet aus der Kapazität zwischen dem
Gitter (2) und dem Widerstand (5), und aus der Reihenschaltung aus dem veränderlichen Widerstand
(4) und dem festen Widerstand (5) an Erde angeschlossen ist.
2. Netzentstöreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität zwischen
dem Gitter (2) und dem Widerstand (5) ein durchschlagsicherer Kondensator mit sehr
niedriger Kapazität, insbesondere mit einer Ölfüllung, ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: .
Fortschritte der Funktechnik, Bd. 5, S. 164, Abb. 170.
Fortschritte der Funktechnik, Bd. 5, S. 164, Abb. 170.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 577/338 7. 56
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