DEM0005897MA - Scheibenreibungskupplung, deren eine Kupplungshälfte zwei auseinanderspreizbare Reibscheiben gehäuseartig umfaßt - Google Patents
Scheibenreibungskupplung, deren eine Kupplungshälfte zwei auseinanderspreizbare Reibscheiben gehäuseartig umfaßtInfo
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Description
Scheibenreibungskupplungen, deren eine Kupplungshälfte zwei auseinanderspreizbare Reibscheiben gehäuseartig umfaßt, sind bekannt. Ferner wurde bereits vorgeschlagen, das Spreizen der Kupplungsscheiben durch Flüssigkeits- oder durch Gasdruck auszuführen. Hierbei ergaben sich jedoch Schwierigkeiten durch die starke Erwärmung, welche die Dichtungsteile zerstörte.
Bei bekannten Scheibenbremsen mit innerer Betätigung dienen Kugeln, die bei Verdrehung der nicht rotierenden Bremsscheiben gegeneinander auf Schraubenflächen auflaufen, als Spreizglied; dadurch wird die Wärmewirkung unschädlich, weil keine Dichtungsglieder für Flüssigkeiten oder Gase notwendig sind.
Erfindungsgemäß wird diese bei Bremsen bekannte Spreizvorrichtung durch Schaffung einer Betätigungsvorrichtung für Kupplungen anwendbar gemacht, bei der zwei durch Rückstellfedern außer Eingriff gehaltene Reibscheiben durch gegenläufiges Verdrehen gespreizt werden und die Verdrehung mittels eines Stößels bewirkt wird, der durch ein in der rotierenden Welle axial verschiebbares Kurvenstück radial zwischen keilförmig zueinanderliegende Führungsflächen der Reibscheiben geschoben wird. Zweckmäßig wird der Stößel mit allen zugehörigen Teilen mit einem solchen Gegengewicht versehen, daß sein Schwerpunkt beim Ein- und Ausrücken
in der Nähe der Drehachse liegt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Mittelschnitt durch die Kupplung im ausgerückten Zustand dar.
Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die Kugellaufbahnen im eingerückten und
Fig. 3 derselbe Schnitt im ausgerückten Zustand.
Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Ansicht durch Kupplungsmitte.
Von der Antriebswelle 18 mit Mitnehmern 21 werden die Reibscheiben 2 und 3 mit Reibbelägen 4 mitgenommen. Die Reibscheiben werden umfaßt von einem zweiteiligen Kupplungsgehäuse 1, von welchem aus der Abtrieb erfolgt. Die beiden Reibscheiben werden durch Federn 5 aneinander herangezogen und befinden sich dann in der in Fig. 3 gezeichneten Lage, wobei die Kupplung gelöst ist. Sind die beiden Reibscheiben gegeneinander verdreht, so wälzen sich die Kugeln 6 auf geneigten Wälzbahnen 7 in bekannter Weise ab und spreizen dabei die Reibscheiben (Fig. 2).
Die Verdrehung der Reibscheiben wird durch zwei Walzen 8 und 9 bewirkt, welche die Führungsfläche 10 der einen Reibscheibe und die (nicht gezeichnete) entsprechend keilförmig zu ihr angeordnete Führungsfläche der anderen Reibscheibe berühren. Die Walzen 8 und 9 sind in einem Lenker 11 gelagert, der gelenkig bei 20 mit einem Stößel 12 verbunden ist. An dem Stößel 12 ist ein Gegengewicht 13 angebracht, und in ihm ist eine Rolle 14 gelagert, die auf einem Kurvenstück 15 aufliegt, das sich in einer Bohrung der Welle 18 (vgl. Fig. 1) bewegt. Unter der Wirkung der Druckfeder 16 übt die Schrägfläche 19 des Kurvenstücks 15 einen Druck auf die Rolle 14 aus, wodurch der Stößel 12 und der Lenker 11 und die Walzen 8 und 9 nach außen gedrückt werden. Die Walze 8 läuft auf der Führungsfläche der Reibscheibe 3 und die Walze 9 auf der nicht gezeichneten Führungsfläche der Reibscheibe 2 auf. Dadurch werden die beiden Reibscheiben 2 und 3 gegeneinander verdreht.
Das Kurvenstück 15 kann in beliebiger Weise durch Federdruck, hydraulisch oder von Hand gesteuert werden.
Claims (4)
1) Scheibenreibungskupplung, deren eine Kupplungshälfte zwei auseinanderspreizbare Reibscheiben gehäuseartig umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibscheiben mit Schraubenflächen o.dgl., zwischen denen Kugeln laufen, aneinanderliegen und zwischen Anschlägen der zugehörigen Kupplungsnabe durch eine besondere Steuervorrichtung beschränkt gegeneinander verdrehbar sind.
2) Kupplung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Reibscheiben außer Eingriff haltende Rückstellfedern und einen durch ein axial verschiebbares Kurvenstück radial zwischen keilförmig zueinanderliegenden Führungsflächen der Reibscheiben geschobenen Stößel, der die Reibscheiben gegeneinander so verdreht, daß sie zum Eingriff gebracht werden, wobei das axial verschiebbare Kurvenstück durch eine die Rückstellfederkraft überwindende Druckfeder ständig im Eingriff gehalten wird, aber von außen zugänglich ist und axial so verschoben werden kann, daß der Stößel zurückgeführt und die Kupplung dadurch ausgerückt wird.
3) Kupplung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein die Fliehkraft ausgleichendes Gegengewicht des Stößels.
4) Kupplung zwischen einer Welle und einem auf dieser laufenden Zahnrad o.dgl. nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das axial verschiebbare Kurvenstück in das hohl ausgeführte Wellenende eingebaut ist.
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