DEM0003663MA - Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilterasche. - Google Patents

Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilterasche.

Info

Publication number
DEM0003663MA
DEM0003663MA DEM0003663MA DE M0003663M A DEM0003663M A DE M0003663MA DE M0003663M A DEM0003663M A DE M0003663MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blast furnace
furnace slag
binders
lignite
ash
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Heidelberg Muschick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date

Links

Description

Es ist bekannt, hydraulische Bindemittel aus gipshaltigen Braunkohlenflugaschen herzustellen. Die Zusammensetzung der bei Rauchgasreinigung z.B. durch Lurgi Filter anfallenden Filteraschen ist verschieden, sodass insbesondere der SO(sub)3 Gehalt dieser Aschen schwankt. Diese Schwankungen sind auf die Verschiedenartigkeit der verfeuerten Kohle und auch Betriebsschwankungen zurück zu führen. Die schwankende Zusammensetzung der Aschen verändert ihren Wert, da eine Asche, die an einem Tage einen brauchbaren Mörtel liefert, am nächsten Tage absolut unbrauchbar sein kann. Alle Braunkohlenfilteraschen haben den Nachteil, dass sie zu schnell abbinden und dadurch für die praktische Verarbeitung aussscheiden.
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, aus Braunkohlenfilterasche einen Mörtel herzustellen von gleichbleibender Beschaffenheit, hoher Festigkeit und einer ausreichenden für die Verarbeitung zu Mörtel erforderlichen Abbindezeit. Um einen solchen allen Erfordernissen genügenden Mörtel herzustellen, wird erfindungsgemäss die Braunkohlenasche mit Hochofenschlacke vermischt. Die Zumischung der auf Zementfeinheit vermahlenen Hochofenschlacke steigert wesentlich die Festigkeit und verhindert das durch hohen Gipsgehalt verursachte Aufblähen.
Die Menge der beizumischenden Hochofenschlacke richtet sich nach der Beschaffenheit der verwendeten Braunkohlenfilterasche, sodass die Zusätze an Hochofenschlacke dem Charakter der jeweiligen Fitlerasche angepasst sind und entsprechend dosiert zugegeben werden. Durch eine schnell durchführbare Kurzanalyse lassen sich die erforderlichen Zusätze bestimmen, um die gewünschte Gleichmässigkeit des Endproduktes zu erreichen. Die Beigabenmenge der Hochofenschlacke regelt die Abbindezeit. Eine Steigerung der Beimischungsmenge ergibt höhere Festigkeiten.
Die Braunkohlenfilterasche des Rheinischen Braunkohlengebietes verlangt etwa eine 19,5ige Beimischung von Hochofenschlacke zur Asche.
Anstelle von Hochofenschlacke oder in Verbindung mit dieser Schlacke kann auch Bimsstein, Bimssteintuff, Trass oder dergl. als Beimischung zur Asche Verwendung finden. Als besonders geeignet hat sich bei den durchgeführten Versuchsreiben folgendes ergeben:
Die Herstellung eines Bindemittels durch Nassvermahlung von etwa 30 Teilen Braunkohlenfilterasche mit 60 Teilen Hochofenschlacke und 10 Teilen Trass.
Dieses so hergestellte Bindemittel weist eine Druckfestigkeit von etwa 400 kg/cm(max)2 auf gegenüber den bekannten etwa 70 kg/cm(max)2 Druckfestigkeit aufweisenden Sauerstoffen aus Mörteln aus Filterasche. Die erfindungsgemäss aus Asche, Hochofenschlacke und Trass hergestellten Bindemittel eignen sich vorzüglich für Unterwasserbauten, Talsperren oder dergl. Die Herstellung der Bindemittel aus den genannten Stoffen durch Nassvormahlung erfolgt an Ort und Stelle seiner Verwendung.
Das nach der Erfindung hergestellte Bindemittel weist gegenüber bekannten Ausführungsformen eine ganze Reihe von Vorteilen auf. Zunächst ist es mit der Erfindung möglich, grosse Mengen Braunkohlenfilterasche einer nutzbringenden Verwertung zuzuführen, die sonst auf Halde gefahren und gespült werden müssen und deren Beseitigung nicht unerhebliche Kosten verursacht. Da bei der vorliegenden Erfindung nur ein Mahl- und Mischvorgang zur Herstellung der Bindemittel notwendig und kein Brennprozess erforderlich ist, verbilligt sich die Herstellung des Bindemittels wesentlich gegenüber der mit Hilfe von Kohle vorgenommenen Herstellung von Bindemitteln. Durch die Verbilligung der Herstellung des Bindemittels senken sich die Baukosten, was dem sozialen Wohnungsbau zu gute kommt, wodurch sich ein volkswirtschaftlicher Vorteil der Erfindung ergibt. Das nach der Erfindung hergestellte Bindemittel eignet sich für alle Mörtelarbeiten und zwar für Mörtel mit geringeren Festigkeiten als auch für Mörtel mit höheren Festigkeiten, wo also infolge höherer Beanspruchung verlängerter Zementmörtel vorgeschrieben ist. Daher benötigt man auf der Baustelle nicht mehr verschiedene Bindemittel und es braucht dort auch kein verlängerter Zementmörtel mehr vorhanden zu sein. Dadurch werden Irrtümer ausgeschaltet und die Bausicherheit wesentlich erhöht. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass das nach ihr hergestellte Bindemittel nagelbar ne ss grössere Löcher ausbrechen, wie das beim Kalk der Fall ist. Der herausgezogene Nagel hinterlässt nur ein Loch in der Stärke des Nagels. Der aus dem erfindungsgemäss hergestellten Bindemittel gefertigte Putz schwitzt nicht und ist saugfähig. Schliesslich liegt ein Vorteil der Erfindung darin, dass das Bindemittel eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweist und Kältebrücken vermeidet.
Anstelle von Braunkohlenfilterasche können auch ähnliche Aschen Verwendung finden.

Claims (1)

1. Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilteraschen, dadurch gekennzeichnet, dass der Braunkohlenfilterasche Zementstein<Nicht lesbar> Hochofenschlacke beigemischt wird.
2.) Herstellung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle von Hochofenschlacke oder in Verbindung mit dieser Schlacke Hüttenbimsstein, Trass oder dergl. Verwendung findet.
3.) Herstellung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Beimischungsmenge nach der Beschaffenheit der Asche richtet und dass je nach der prozentualen Beimischung der Hochofenschlacke Bindemittel von starker oder weniger starker Druckfestigkeit hergestellt werden.
4.) Herstellung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Braunkohlenfilterasche aus rheinischem Braunkohlengebiet 19, 5% Hochofenschlacke beigemischt werden.
6.) Herstellung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Nassvormahlung von 90 Teilen Braunkohlenfilterasche, 60 Teilen Hochofenschlacke und 10 Teilen Trass.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH678423A5 (de)
DE3433543C2 (de) Grundputz
DE2221678A1 (de) Daemmstoff und verfahren zu seiner herstellung
DE3127436C2 (de)
DEM0003663MA (de) Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilterasche.
DE3818774C2 (de) Hydraulisch abbindende Baustoffmischung und deren Verwendung
DD297632A5 (de) Verwendung von wirbelschichtasche in estrichmoertel
DE3113501C2 (de)
DE3539264C2 (de)
DE732110C (de) Decken- und Wandverputz
AT406864B (de) Verfahren zur herstellung eines leichtbetonelements
DE430873C (de) Herstellung feuerfesten Betons
DEP0030303DA (de) Herstellung von Leicht- und Isolierbaustoffen
DE3339575C2 (de)
DE727103C (de) Hydraulisches Bindemittel aus gipshaltiger Braunkohlenflugasche
DE692523C (de) Hochfeuerfeste Kittmehle und daraus bereitete Moertel, Stampf-, Flick- und Anstrichmassen
DE806953C (de) Verfahren zum Herstellen eines hydraulischen Bindemittels
DE816217C (de) Verfahren zur Herstellung von Baustoffen unter Verwendung von Braunkohlenasche
DE800218C (de) Verfahren zur Herstellung poroeser Baustoffe
DE1018775B (de) Bindemittel aus Anhydrit und Schlacke
DE639698C (de) Verwendung eines Betons mit Hartbrandkoerpern aus Ton oder Lehm als Zuschlag neben anderen harten Zuschlaegen
DD213420A1 (de) Bindemittelmischung
DE877429C (de) Masse fuer Duebelsteine
DE2638989A1 (de) Hydraulischer leichtbeton
AT119743B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserglas-Kitt oder -Kunststeinmassen.