DEM0003663MA - Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilterasche. - Google Patents
Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilterasche.Info
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Description
Es ist bekannt, hydraulische Bindemittel aus gipshaltigen Braunkohlenflugaschen herzustellen. Die Zusammensetzung der bei Rauchgasreinigung z.B. durch Lurgi Filter anfallenden Filteraschen ist verschieden, sodass insbesondere der SO(sub)3 Gehalt dieser Aschen schwankt. Diese Schwankungen sind auf die Verschiedenartigkeit der verfeuerten Kohle und auch Betriebsschwankungen zurück zu führen. Die schwankende Zusammensetzung der Aschen verändert ihren Wert, da eine Asche, die an einem Tage einen brauchbaren Mörtel liefert, am nächsten Tage absolut unbrauchbar sein kann. Alle Braunkohlenfilteraschen haben den Nachteil, dass sie zu schnell abbinden und dadurch für die praktische Verarbeitung aussscheiden.
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, aus Braunkohlenfilterasche einen Mörtel herzustellen von gleichbleibender Beschaffenheit, hoher Festigkeit und einer ausreichenden für die Verarbeitung zu Mörtel erforderlichen Abbindezeit. Um einen solchen allen Erfordernissen genügenden Mörtel herzustellen, wird erfindungsgemäss die Braunkohlenasche mit Hochofenschlacke vermischt. Die Zumischung der auf Zementfeinheit vermahlenen Hochofenschlacke steigert wesentlich die Festigkeit und verhindert das durch hohen Gipsgehalt verursachte Aufblähen.
Die Menge der beizumischenden Hochofenschlacke richtet sich
nach der Beschaffenheit der verwendeten Braunkohlenfilterasche, sodass die Zusätze an Hochofenschlacke dem Charakter der jeweiligen Fitlerasche angepasst sind und entsprechend dosiert zugegeben werden. Durch eine schnell durchführbare Kurzanalyse lassen sich die erforderlichen Zusätze bestimmen, um die gewünschte Gleichmässigkeit des Endproduktes zu erreichen. Die Beigabenmenge der Hochofenschlacke regelt die Abbindezeit. Eine Steigerung der Beimischungsmenge ergibt höhere Festigkeiten.
Die Braunkohlenfilterasche des Rheinischen Braunkohlengebietes verlangt etwa eine 19,5ige Beimischung von Hochofenschlacke zur Asche.
Anstelle von Hochofenschlacke oder in Verbindung mit dieser Schlacke kann auch Bimsstein, Bimssteintuff, Trass oder dergl. als Beimischung zur Asche Verwendung finden. Als besonders geeignet hat sich bei den durchgeführten Versuchsreiben folgendes ergeben:
Die Herstellung eines Bindemittels durch Nassvermahlung von etwa 30 Teilen Braunkohlenfilterasche mit 60 Teilen Hochofenschlacke und 10 Teilen Trass.
Dieses so hergestellte Bindemittel weist eine Druckfestigkeit von etwa 400 kg/cm(max)2 auf gegenüber den bekannten etwa 70 kg/cm(max)2 Druckfestigkeit aufweisenden Sauerstoffen aus Mörteln aus Filterasche. Die erfindungsgemäss aus Asche, Hochofenschlacke und Trass hergestellten Bindemittel eignen sich vorzüglich für Unterwasserbauten, Talsperren oder dergl. Die Herstellung der Bindemittel aus den genannten Stoffen durch Nassvormahlung erfolgt an Ort und Stelle seiner Verwendung.
Das nach der Erfindung hergestellte Bindemittel weist
gegenüber bekannten Ausführungsformen eine ganze Reihe von Vorteilen auf. Zunächst ist es mit der Erfindung möglich, grosse Mengen Braunkohlenfilterasche einer nutzbringenden Verwertung zuzuführen, die sonst auf Halde gefahren und gespült werden müssen und deren Beseitigung nicht unerhebliche Kosten verursacht. Da bei der vorliegenden Erfindung nur ein Mahl- und Mischvorgang zur Herstellung der Bindemittel notwendig und kein Brennprozess erforderlich ist, verbilligt sich die Herstellung des Bindemittels wesentlich gegenüber der mit Hilfe von Kohle vorgenommenen Herstellung von Bindemitteln. Durch die Verbilligung der Herstellung des Bindemittels senken sich die Baukosten, was dem sozialen Wohnungsbau zu gute kommt, wodurch sich ein volkswirtschaftlicher Vorteil der Erfindung ergibt. Das nach der Erfindung hergestellte Bindemittel eignet sich für alle Mörtelarbeiten und zwar für Mörtel mit geringeren Festigkeiten als auch für Mörtel mit höheren Festigkeiten, wo also infolge höherer Beanspruchung verlängerter Zementmörtel vorgeschrieben ist. Daher benötigt man auf der Baustelle nicht mehr verschiedene Bindemittel und es braucht dort auch kein verlängerter Zementmörtel mehr vorhanden zu sein. Dadurch werden Irrtümer ausgeschaltet und die Bausicherheit wesentlich erhöht. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass das nach ihr hergestellte Bindemittel nagelbar ne ss grössere Löcher ausbrechen, wie das beim Kalk der Fall ist. Der herausgezogene Nagel hinterlässt nur ein Loch in der Stärke des Nagels. Der aus dem erfindungsgemäss hergestellten Bindemittel gefertigte Putz schwitzt
nicht und ist saugfähig. Schliesslich liegt ein Vorteil der Erfindung darin, dass das Bindemittel eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweist und Kältebrücken vermeidet.
Anstelle von Braunkohlenfilterasche können auch ähnliche Aschen Verwendung finden.
Claims (1)
1. Herstellung von Bindemitteln aus Braunkohlenfilteraschen, dadurch gekennzeichnet, dass der Braunkohlenfilterasche Zementstein<Nicht lesbar> Hochofenschlacke beigemischt wird.
2.) Herstellung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle von Hochofenschlacke oder in Verbindung mit dieser Schlacke Hüttenbimsstein, Trass oder dergl. Verwendung findet.
3.) Herstellung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Beimischungsmenge nach der Beschaffenheit der Asche richtet und dass je nach der prozentualen Beimischung der Hochofenschlacke Bindemittel von starker oder weniger starker Druckfestigkeit hergestellt werden.
4.) Herstellung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Braunkohlenfilterasche aus rheinischem Braunkohlengebiet 19, 5% Hochofenschlacke beigemischt werden.
6.) Herstellung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Nassvormahlung von 90 Teilen Braunkohlenfilterasche, 60 Teilen Hochofenschlacke und 10 Teilen Trass.
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