DEM0000252MA - Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz sowie nach diesem Verfahren hergestellte Vollkronen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz sowie nach diesem Verfahren hergestellte Vollkronen.

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DEM0000252MA
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Germany
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crown
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crowns
dentures
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Expired
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English (en)
Inventor
Karl Möhle
Heinz Ohmke
Original Assignee
Möhle, Karl, Wittingen
Ohmke, Heinz, Wittingen
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Description

Zur Wiederherstellung zerstörter Zahnkronen verwandte man bisher Porzellan-Mantelkronen und in jüngster Zeit die Kunststoff-Mantelkronen. Bei Verwendung dieser Kronen war der Praktiker gezwungen, ein großes Lager davon zu unterhalten, oder den Zeitverlust in Kauf zu nehmen, eine ungefähr passende Krone im Dental-Depot zu bestellen, wobei ihm auch dann nur ein geringer Raum in der Variierung der Kronen in Bezug auf Größe, Form und evtl. auch Farbe übrigblieb. Die Erfindung besteht nun in der Hauptsache in einem Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Zahnersatzkörper die Form des zu ersetzenden Zahnes nur annähernd aufweisen und erst bei Gebrauch von dem Behandelnden durch Nacharbeiten, z. B. durch Schleifen und Polieren in die endgültige, jeweils individuell erforderliche Form gebracht werden.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
Diese erfindungsgemäße Verwendung eines Kunststoff-Rohkörpers bedeutet eine umwälzende Neuerung und Vereinfachung.
Jeder Praktiker wird durch die Erfindung in die Lage versetzt, mit Hilfe eines geringen Sortiments an Kunststoff-Rohkörpern sich selbst jede beliebige Zahnform und Größe herzustellen. Ganz gleich, ob Schneide- Eckzahn oder Prämolar, ganz gleich, ob rechts oder links, ob Ober- oder Unterkiefer, alle diese Formen lassen sich aus dem einen Rohkörper zurechtformen.
In der Farbgebung den bisher bekannten Zahnfarben angepaßt, stellt der Rohkörper nach einer Ausführungsform der Erfindung einen auf der einen Seite offenen Kunststoff-Hohlkörper dar. Die offene Seite dient zur Aufnahme des Zahnstumpfes, während die geschlossene Seite die Schneidekante bildet.
Die Verwendung des Rohkörpers als Zahnkrone geht folgendermaßen vor sich: Der Praktiker wählt einen in der Zahnfarbe dem natürlichen Zahn entsprechenden Rohkörper aus und stellt, z. B. mit Hilfe von Schleifinstrumenten, die gewünschte Zahnform her. Der Hohlraum des Rohkörpers wird nötigenfalls erweitert, so daß dieser auf den Zahnstumpf paßt. Die nun somit hergestellte Krone wird poliert und mit Selbstpolymerisat auf dem Zahnstumpf befestigt.
Um auch bei nicht mehr vorhandenem Zahnstumpf eine Zahnkrone wieder herstellen zu können, wird eine Roh-Kunststoff-Vollkrone mit eingepreßtem Stift verwendet. Diese Roh-Kunststoff-Vollkrone weicht von dem vorher beschriebenem Mantelkronen-Rohkörper insofern ab, als sich an Stelle des Hohlraumes ein eingepreßter Metall-Wurzelstift befindet. Diese Roh-Kunststoff-Vollkrone mit Wurzelstift findet speziell bei Zahnwurzeln Verwendung. Die Form dieser
Roh-Kunststoff-Vollkrone ist so gestaltet, daß die Vertiefung am Kronenhals als Wurzelkappe dient oder durch Ausarbeiten als solche erfindungsgemäß präpariert werden kann. Diese Roh-Kunststoff-Vollkrone stellt eine Neuheit und einen Fortschritt gegenüber den bisher bekannten Porzellan-Vollkronen sämtlicher Systeme dar.
1.) Der Stift ist fest mit der Krone verbunden.
2.) Durch die Roh-Form ist es möglich geworden, jede Zahnform und Zahnstellung selbst zurecht zu schleifen.
3.) Durch die Möglichkeit den Kronenhals kappenförmig auszuschleifen, wird ein einwandfreier Randschluß gewährleistet sowie jedes Drehmoment ausgeschaltet.
Es liegt auch im Sinne der Erfindung, die Vollkrone zweiteilig herzustellen, und zwar aus einer Mantelkrone und einem Kern mit Wurzelstift. Dabei können ein oder beide Bauelemente wegen des guten Zusammenpassens aus Werkstoff hergestellt sein. Der Kunststoff-Kern hat u.a. auch den Zweck, ein Durchscheinen des Metalles zu verhindern und und eine homogene Verbindung zwischen Kern und Mantelkrone herzustellen.
Weiter kann der Aufbau der Vollkrone aus zwei Bauelementen schlechthin in dem Sinne erfindungsgemäß ausgenutzt werden, daß man zur Erzielung einer bestimmten Farbgebung entsprechend gefärbte Bauelemente verwendet. Durch die Veränderung der Materialstärke ist es möglich, den einen oder den anderen Farbton bevorzugt zur Geltung zu bringen. Wird beispielsweise die Wandstärke dünn gehalten, so wird der Farbton des Kernes an den dünnen Stellen, z. B. am Zahnhals besonders stark in Erscheinung treten. Schließlich liegt es auch im Sinne der Erfindung, die Rohkörper aus stangen- oder plattenförmig vorgearbeitetem Material dem Praktiker zur Verfügung zu stellen.
In der anliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einigen Ausführungsformen erläutert und zwar zeigt:
die Abb. 1 einen Vollkronen-Rohkörper mit Stift, (Längsschnitt)
die Abb. 2 eine Vollkrone mit Stift, fertig bearbeitet und auf eine Wurzel aufgesetzt. (Längsschnitt)
Die Abb. 3 stellt eine Mantelkrone (Rohkörper) dar,
die Abb. 4 einen Kunststoff-Kern mit Stift (Längsschn.) und
die Abb. 5 eine Mantelkrone sowie einen Kern mit Stift auf eine Wurzel aufgesetzt. (Längsschnitt)
Zeichenerklärung:
a - Vollkronen-Rohkörper
b - Wurzelstift
c - fertig bearbeitete Kunststoff-Vollkrone mit Stift.
d - Zahnwurzel
e - Hohlraum im Mantelkronen-Rohkörper
f - Mantelkronen-Rohkörper
g - Kunststoff-Kern

Claims (7)

1.) Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz, wie Mantelkronen, Teilmantelkronen oder Vollkronen aus Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnersatzkörper die From des zu ersetzenden Zahnes nur annähernd aufweisen und erst bei Gebrauch von dem Behandelnden durch Nacharbeiten, z. B. Schleifen und Polieren in die endgültige, jeweils individuell erforderliche Form gebracht werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere zur Herstellung von Mantelkronen oder Teilmantelkronen, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohkörper mit einem Hohlraum hergestellt wird.
3.) Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohkörper aus einem in der endgültigen Form als Kern dienenden Körper mit Wurzelstift besteht.
4.) Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohkörper verschiedene Farben oder Schattierungen aufweisen.
5.) Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbgebung durch mechanisches oder optisches Zusammenpassen verschiedenfarbiger Mantelkronen oder Kernkörper erzeugt wird.
6.) Vollkrone, dadurch gekennzeichnet, daß die Krone aus einem Mantel und einem Kern mit Wurzelstift besteht und daß mindestens ein Teil aus bearbeitbarem Werkstoff hergestellt ist.
7.) Vollkrone, dadurch gekennzeichnet, daß die Krone aus bearbeitbarem Werkstoff mit eingepreßtem Wurzelstift besteht.

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