DEL0021802MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. April 1955 Bekanntgemacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, zum Steuern des Einschaltbeginns und der Einschaltdauer des Heizleiterstromes bei
Einrichtungen zum induktiven Erhitzen S chad tlineale vorzusehen, die von dem Fühler eines Tastschalter
abgetastet werden. Der Tastschalter ist hierbei mit der Bewegungsvorrichtung für den
Heizleiter verbunden bzw. mit der Bewegungsvorrichtung für das Werkstück, falls mit stillstehendem
Heizleiter gearbeitet wird. In gleicher Weise kann durch die Schaltlineale und Tastschalter
auch der Vorschub von Heizleiter oder Werkstück gesteuert werden. .
Sollen mit ein und derselben Einrichtung verschiedenartige
Werkstücke, beispielsweise zum Zwecke des Härtens, erhitzt werden, so müssen die
Schaltlineale bei jedem Wechsel der Werkstückart ausgetauscht werden, um den Steuerungsvorgang
dem jeweils zu behandelnden Werkstück anzupassen. Die Verschiedenartigkeit der Werkstücke
kann hierbei durch Unterschiede in der äußeren Gestalt oder durch unterschiedliche Materialeigenschaften
bedingt sein, Jedes Auswechseln, der Schaltlineale hat ein zeitweiliges Außerbetriefosetzen
der Induktionserhiteungsein.rich.tung und damit Arbeitsausfälle zur Folge. Der Erfindung
liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Steuerungsvorrichtung zu schaffen, die es gestattet, bei einem
Wechsel der zu erhitzenden Werkstückart die
609 658/377
L 21802 VIHd/21h
Schaltlineale in einfacher Weise und kurzfristig auszutauschen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Steuern des Einschaltbeginns und der Einschaltdauer
des Heizleiterstromes und/oder des Vorschubes von; Heizleiter oder Werkstück mittels
Schaltlineale und Tastschalter bei Einrichtungen zum induktiven Erhitzen verschiedenartiger Werkstücke,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß für jede
ίο Werkstückart ein Schaltlineal oder eine Gruppe von
Schaltlinealen zwangläufig beweglich angeordnet sind, die wahlweise mit dem Tastschalter bzw. den
Tastschaltern in Eingriff gebracht werden können.
Zweckmäßig sind hierbei die Schaltlineale käfigartig
um eine Schaltwelle herum angeordnet: und mit dieser fest verbunden,. Durch Drehen der
Schaltwelle kann dann das in Betracht kommende Schaltlineal bzw. die gewünschte Schaltlinealgruppe
den Fühlhebeln der Tastschalter zugeordnet werden.
Damit Zwischenstellungen der Schallwelle, in denen keine Berührung zwischen dem Fühlhebel eines
Tastschalters und: einem Schaltlineal erfolgt, vermieden,
werden, wird die Schaltwelle zweckmäßig mit einer Rastung versehen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus,führungsbeispiel
des Gegenstandes der Erfindung, und zwar zeigt , ·
Fig. ι die erfindungsgemäße Vorrichtung im
Längsschnitt,
Fig. 2 desgleichen in der Draufsicht.
Die drehbar gelagerte Schaltwelle 1 trägt zwei
mit ihr fest verbundene Scheiben 2 und 3, zwischen denen die Schaltlineale 4 käfigartig angeordnet sind.
Eine Gruppe dieser Schaltlineale wird, von den Fühlern 5 der Tastschalter 6 abgetastet, die mit der
Bewegungsvorrichtung für den Heizleiter bzw. das Werkstück kraftschlüssig verbunden sind. Die
Fühlers sind zweckmäßig mit Abtastrollen 7 ausgestattet.
Bei einem Wechsel der zu erhitzenden Werkstückart wirdi die Schaltwelle 1 mittels, des Stell-,
rades 8 über die Zahnräder 9 und 10 derart gedreht, daJ3 ein anderes Schaltlineal bzw. eine andere
Schaltlinealgruppe in den Bereich der Fühlhebel der Tastschalter 'gelangt. Eine Rastung 11 bewirkt
in Verbindung mit dem Zahnrad; 12, daß Zwischenstellungen, in denen dien Fühlhebeln keine Schaltlineale
zugeordnet sind, vermieden werden. Das S teilrad 8 weist vorteilhaft einen Zeiger 13 auf, der
dem Bedienenden die jeweils eiliges teil te Schaltlinealgruppe anzeigt.
Um zu verhindern, daß die Schaltwelle 1 während des Betriebes der Erhitzungseinrichtung, d. h.
während der Abtastung einer Schaltlinealgruppe durch die Tastschalter 6 unbeabsichtigt oder unbefugt
weiter geschaltet ■ wird,, ist ein die Be^
wegungen der Tastschalter mitmachendes. Sperrlineal 14 vorgesehen, das in, einen der Ausschnitte
15 der mit der Schaltwelle 1 verbundenen Sicherungsscheibe
16 eingreift, sobald,die Tastschalter. ihre Ruhelage verlassen. In dem gezeichneten Aus- "
führungsbeispiel ist dabei als Ruhelage die obere Endstellung der Tastschalter angenommen. Es ist
jedoch auch möglich, mehrere Ruhelagen, eine davon, beispielsweise in der unteren, Endstellung
der Tastschalter, und gegebenenfalls weitere Sperrlineaie vorzusehen. An die Stelle eines oder
mehrerer Sperrlineale kann, auch eine mechanisch oder elektromagnetisch zu betätigende Sperrklinke
treten.
Wie groß die Anzahl der unterschiedlichen Werkstückarten ist, die mittels einer mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestatteten, Erhitzüngsein-richtung bearbeitet werden können,
hängt von der Anzahl der zwischen den Scheiben 2 angeordneten Schaltlineale ab. Geht, man davon
aus, daß für die Erhitzung einer jeden. Werkstückart drei Schaltlineale benötigt werden, so können
beispielsweise bei sechsunddreißig vorgesehenen Schaltlinealen zwölf verschiedene Werkstückarten
mit derselben Induktionserhitzungseinrichtung1 behandelt werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Steuern, des Einschalt- beginns
und der Einschaltdauer des Heizleiterstromes ühd/oder des \f orschubes von-Heizleiter
oder Werkstück mittels Schaltlineale und; Tastschalter bei Einrichtungen zum induktiven
Erhitzen verschiedenartiger Werkstücke, dadurch gekennzeichnet, daß für jede AVerkstückart
ein Schaltlineal oder eine Gruppe von Schaltlinealen zwangläufigbeweglich angeordnet
sind, die wahlweise mit dem Tastschalter bzw. den Tastschaltern in Eingriff gebracht werden
können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltlineale käfigartig um eine Schaltwelle herum angeordnet und, mit
dieser fest verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltwelle mit einer Rastung versehen ist und in jeder eingerasteten
Stellung der Schaltwelle der Fühlhebel des Tastschalters auf einem Schaltlineal aufliegt
bzw. die Fühlhebel der Tastschalter auf einer Gruppe von Schaltlinealen aufliegen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sperrung der Schaltwelle
eine Sperrklinke oder ein oder mehrere Sperrlineale vorgesehen sind, die die Schaltwelle nur
in einer Ruhestellung der Tastschalter frei-, geben.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienungseinrichtung
für die Schaltwelle mit einer Anzeigevorrichtung für den Schaltzustand verbunden
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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