DEG0010995MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1953 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Distanzscheibe aus Isoliermaterial für Dachst ander rohre
mit mindestens einer Schraubklemme zur Festlegung der einzelnen Leiter im Dachständerrohr.
Es sind Distanzringe oder Distanzsterne und auclh andere Isolierklemmen bekannt, die meist aus Porzellan bestehen und einfache Muttern aus Metall od. dgl. aufweisen, in denen die Klemmschrauben geführt sind. Diese Klemmschrauben
Es sind Distanzringe oder Distanzsterne und auclh andere Isolierklemmen bekannt, die meist aus Porzellan bestehen und einfache Muttern aus Metall od. dgl. aufweisen, in denen die Klemmschrauben geführt sind. Diese Klemmschrauben
ίο pressen beim Anziehen der Leitungen gegen aus
Porzellan bestehende Flächen des Körpers. Hierdurch ist der Nachteil gegeben, daß die Schrauben
nur so fest angezogen werden können, wie es das Material, z. B. Porzellan, zuläßt, ohne daß es durdh
das feste Anziehen der Schrauben zerplatzt. Man hat zur Vermeidung dieser Nachteile, insbesondere
bei Freileitungsklemmen mit Festklemmung der Kabel in einem Gehäusebügel, bereits vorgeschlagen,
das Mutterstück für die Drucksdhrau.be mit abgeflachten Zapfen für die Lagerstellen auszuführen,
so daß es durch entsprechend enge Schlitze im Gehäusebügel in einer um 900 gegenüber
der Gebrauchslage verdrehten Lage von oben in die Bügellager eingeführt werden kann. Auch bei
Seilverbindern hat man ähnliche Vorschläge gemacht, ohne zu dem gewünschten Erfolg zu
kommen. Bei Zimmerisolatoren für elektrische Leitungen mit im Isolierkörper des Isolators fest eingebetteter
Stahlnadel und einer von den Festklemmflanken der Festkiemmittel des Isolators gebildeten,
der Festklemmung des Leitungsdrahtes dienender ringförmiger Rille ist man so vor-
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gegangen, daß eine weitere ringförmige Rille durch eine senkrecht zur Isolierachse in den Isolierkörper
hineinragende ringförmige Ausnehmung gebildet wird.
Alle diese Vorschläge haben jedoch die bestehenden Nachteile nicht beseitigen können. Die
vorliegende Erfindung hat nun eine Distanzscheibe zum Gegenstand, wodurch diese Nachteile vermieden
werden. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß
ίο ein in der Distanzscheibe eingeschlossener U-förmiger
Klemmkörper in jedem Schenkel eine Bohrung und in diese Boh/rung radial hineinragende
spitze Vorsprünge oder Zacken besitzt, die im Zusammenwirken mit einer im Verbindungssteg
zwischen den beiden Schenkeln des Klemmkörpers gelagerten und parallel zu ihnen angeordnete
Druckschraube mit scharfer Spitze beim Anziehen der Druckscheibe die Isolation des zwischen den
Zacken und der Druckschraubenspitze befindlichen Leiters durchdringen, so daß dadurch der blanke
Leiter von den Spitzen festgehalten ist.
Dadurch, daß der aus starrem Werkstoff bestehende Klemmkörper sowohl die Klemmschraube
als auch die Leitungen hält, aber auch die Flächen besitzt, gegen welche dieLeitungen gepreßt werden,
wird die aus einem empfindlichen Werkstoff bestehende Distanzscheibe von den beim Festklemmen
der Schrauben auftretenden Beanspruchungen völlig entlastet, weil das Klemmstück alle hierbei auftretenden
Kräfte aufnimmt. Infolgedessen können nach der Erfindung ausgebildete Distanzscheiben
nunmehr verhältnismäßig flach ausgeführt werden. Das Klemmstück kann zwar aus dem Vollmaterial
herausgearbeitet sein, jedoch ist es vorteilhaft, wenn es aus einem U-förmig gebogenen Profilmaterial
aus Metall besteht, in dessen beiden Schenkeln die Führung bzw. Anlagefläohen für die
Leitung und in deren Verbindungssteg die Gewindebohrung für die Klemmschraube angeordnet
sind.
Die Führung für die Leitung kann aus einer etwa kreisförmigen Bohrung bestehen, die an einer der
Klemmschraube abgewendeten Stelle zwei winklig zueinander stehende gerade Flächen aufweist, die
als Anlagefläohen bzw. Führung für die Leitung dienen. Hierdurch wird, beim Anziehen der Klemmschraube
die Leitung in den durch die schräg zueinander stehenden Flächen gebildeten Winkel hineingepreßt,
wodurch ein außerordentlich fester Halt für die Leitung erzielt wird.
Damit die Klemmstücke in einfacher Weise in
der Distanzscheibe befestigt werden können, ist es nach der Erfindung zweckmäßig, wenn die Distanzscheibe
aus zwei miteinander zu verbindenden Teilscheiben besteht, zwischen denen die jeweils eine
Leitung ■ aufnehmenden Klemmetücke eingelegt werden. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn jede der
Scheiben in den gegenemanderliegenden Flächen sich gegenseitig ergänzende Abstufungen auf weist,
damit Überschläge vermieden werden können.
Die bei der Distanzsdheibe nach der Erfindung verwendeten Schrauben weisen einen Schaft aus
einem harten Werkstoff, insbesondere Metall, auf, während der Kopf aus einem Isoliermaterial besteht.
Um eine besonders gute Verbindung zwischen dem aus Metall bestehenden Schaft und dem aus
Kunststoff bestehenden Kopf erzielen zu können, ist das obere Ende des Schaftes aufgespalten und
gespreizt. Hierbei kann ein weiterer Vorteil erzielt werden, wenn der sich im Isolierteil befindliche
Schlitz der Schraube bis in den Spalt des Schraubenbolzenendes hineinreicht, ohne daß er bis
zu dessen Grund geführt ist. Dadurch wird beim Anziehen der Schraube ein Teil der am Kopf angreifenden
Kräfte auf den Metallteil übertragen, ohne daß eine ausgesprochene Kerb wirkung auf den
Isolierstoffkopf der Schraube ausgeübt wird.
Eine andere Ausführungsmöglichkeit besteht aber auch darin, daß eine einen Metallkopf aufweisende-Schraube
mit einem Isoliermaterial umgeben wird. Dies ist z. B. im Wege des Spritzens, Polymerisierens, gegebenenfalls auch des Tauchens
od. dgl., möglich.
Insbesondere die letztgenannte Ausführungsform hat den außerordentlich großen Vorteil, daß der
aus Metall bestehende Schaft der Schrauben genau so stark mechanisch beansprucht werden kann wie
bei einer ganz aus Metall bestehenden Schraube. Es ist also insbesondere in Verbindung mit dem
Klemmstück nach der Erfindung möglidh, die Schraube durch die Isolation der Leitungen hindurchdringen
zu lassen, so daß auch bei besonders hoher thermischer Beanspruchung, bei welcher die
Isolation weich oder gar zerstört wird, die Leitung gleichwohl in der betreffenden Distanzscheibe festgehalten
wird.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es
zeigt
Fig. ι eine Distanzscheibe mit Aufsicht auf die
untere Teilscheibe,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der
Fig. i,
Fig. 3 einen Schnitt' nach der Linie III-III der
Fig. i,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. i,
Fig. 5 ein Klemmstück in Ansicht,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der , Fig. 5,
Fig. 7 eine Schraube mit einem Kopf aus Isoliermaterial,
und
Fig. 8 eine ganz aus Metall bestehende Schraube, deren Kopf mit einem Isolierstoff überzogen ist.
Die als Ausführungsbeispiel der Erfindung in den Figuren beschriebene Distanzscheibe besteht
aus den beiden Teilscheiben 1 und 2, die getrennt voneinander hergestellt und zusammengesetzt
werden können. Sie bestehen im allgemeinen aus. Porzellan. Die gegeneinanderliegenden Flächen
dieser beiden Scheiben sind an den Stellen 3, 4, 5 und 6 abgestuft. Beide Scheiben 1 und 2 besitzen
eine mittlere Bohrung 7 bzw. 8, die beim Zu- · sammensetzen der beiden Scheiben miteinander
fluchten. Die Scheiben selbst können mittels eines Hohlnietes 9, einer Schraube oder einem ähnlichen
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Verbindungselement miteinander verbunden werden, welches durch die beiden Aussparungen io bzw. ii
'hindurchgesteckt werden kann (s. Fig. 4). Weiterhin besitzen beide Scheiben innere Aussparungen
12, deren Ausmaße etwa denjenigen des Klemmstückes 13 entsprechen (s. Fig. 6). Diese Kliemmstücke
13 sind auch in der Fig. 1 zu sehen, bei welcher nur die untere Scheibe 1 dargestellt ist.
Weiterhin'besitzen beide Teilscheiben 1 und 2 Bohrungen 14 und 15 zum Durchführen der Leitungen
durch die Distanzscheibe.
Im Wege dieser Bohrungen 14, 15 befindet sich
jeweils ein Klemmstück 13, weiches ein U-förmiges Profil aufweist. Dieses Klemmstück 13, das z. B.
j5 aus einem Blechstreifen od. dgl. gebogen werden
kann, besitzt zwei Schenkel 16, 17, die jeweils eine
Durchbrechung 18 bzw. 19 aufweisen. Diese Durchbrechungen
besitzen im wesentlichen eine kreisförmige Form, an den äußeren Enden der Schenkel
16, 17 jedoch zwei winklig zuemanderstehende
Flächen 21, 22. Im Verbindungssteg dieser beiden Schenkel ist ein-e Gewindebohrung 20 vorgesehen
zur Aufnahme einer Klemmschraube. Weiterhin ist aus den Flächen 21, 22 je. ein Zacken 23, 24 herausgebogen,
die etwa radial nach innen stehen.
Die Montage der Distanzscheibe erfolgt in der Weise, daß die Klemmstücke 13 in eine der Aussparungen
12 eingelegt werden. Danach wird die obere Scheibe 2 auf die untere Scheibe 1 aufgelegt,
wobei beide z. B. mittels eines Hohlnietes 9 miteinander verbunden werden. Nunmehr kann die
DiiStanzsoheibe zur Fixierung von durdh ein Rohr hindurchgeführten Leitern verwendet werden. Die
Leiter werden zu diesem Zweck durch die Bohrungen 14, 15 und 18, 19, gegebenenfalls auch
durch die mittlere Bohrung 7, 8 ihinduTohgesteckt. Dann wird eine Klemmschraube, gegebenenfalls
solche an sich bekannter Art, in die Gewindebohrung 20 eingedreht, bis sie die betreffende Leitung
in dem Klemmstück festklemmt. Je nach Ausbildung der Klemmschraube ist es hierbei möglich, die
Klemmschraube so weit einzudrehen, daß die beiden Zacken 23, 24, wie dies z. B. in den Fig. 1 und 3
dargestellt ist, in die Isolation 25 eindringen bis
zum Leiter 26, so daß der blanke Leiter 26 mit diesen Zacken und nicht mit den Flächen 21, 22
festgehalten ist. Ist die Klemmschraube 27, wie sie in der Fig. 3 dargestellt ist, mit einer entsprechenden
Spitze ausgestattet, so dringt auch diese in die Isolation 25 ein, so daß der Leiter 26 unabhängig
von der Isolation im Einsatzstück 13 festgehalten wird. Dies ist dann von großer Bedeutung, wenn
Leitungen in Rohren gebalten werden sollen, bei welchen eine solche Wärmeentwicklung eintritt,
daß die Isolation sich vom Leiter löst oder durchschmort.
Innerhalb der Klemmstücke 13 können zur Befestigung
der Leitung 25, 26 Klemmschrauben an sich bekannter Art verwendet werden. Von besonderer
Bedeutung ist es aber, Klemmschrauben zu verwenden, die einerseits eine sehr starke mechanische
und vor allem thermische Beanspruchung aushalten, deren Kopf aber andererseits isoliert ist.
Klemmschrauben aus einem Kunststoff erfüllen nur die letzte der genannten Bedingungen, jedoch sind
sie keinen größeren mechanischen und thermischen Beanspruchungen gewachsen.
Aus diesen Gründen ist es ratsam, Klemmschrauben zu verwenden, wie sie in den Fig. 7
und 8, zum Teil audh in der Fig. 1 dargestellt sind. Diese Klemmschrauben besitzen einen aus Metall,
z. B. Messing, bestehenden Schaft. Dieser Schaft
28 weist an seinem oberen Ende einen Schlitz 29 auf, wobei die beiden Schenkel 30, 31 vorzugsweise
auseinandergespreizt werden. An diesem Ende des Schraubenbolzens 28 ist ein Kopf 32 aus einem Isoliermaterial,
z. B. einem Kunststoff, befestigt. Dieser Kopf 32 weist einen Schlitz 33 auf, der vorzugsweise
um einen geringen Betrag in den Spalt
29 hineinreicht, so daß beim Eindrehen der Schraube die vom Schraubenzieher ausgehenden
Kräfte wenigstens zum Teil direkt auf die Schenkel 30, 31 übertragen werden.
Es ist aber auch möglich, die Schraube ganz aus Metall herzustellen, wie dies in der Fig.■ 8 an der
Schraube 34 gezeigt ist. Der Kopf 35 dieser Schraube wird mit einem Überzug 36 aus isolierendem
Material versehen, der eine solche Dicke aufweisen muß,,daß er auch bei hohen Belastungen eine genügende
Isolation gewährleistet. Es ist vorteilhaft, wenn dieser Überzug nicht in den Schlitz 37 hineinragt,
so daß alle vom Schraubenzieher ausgehenden Kräfte unmittelbar auf das Metall des Schraubenkopfes
35 übertragen werden.
Am vorderen Ende der Schraube 34, 28 bzw. 27 ist eine sich nach innen konisch verjüngende Aussparung
38 vorgesehen, so daß eine kreisförmig verlaufende Kante 39 entsteht, die sich beim Eindrehen
der Schraube in die Isolation 25 der Leitung eingräbt. Schrauben, wie sie in den Fig. 7 und 8
dargestellt sind, können bei jedem Klemmstück verwendet werden, bei welchem es darauf ankommt,
einerseits eine verhältnismäßig große mechanische Kraft, einen großen thermischen Widerstand zu
erzielen, auf der anderen Seite aber eine Isoliermöglichkeit mindestens des Kopfes zu bieten.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Distanzscheibe aus Isoliermaterial für Dachständerrohre mit mindestens einer Schraubklemme zur Festlegung der einzelnen Leiter im Dachständerrohr, dadurch· gekennzeichnet, daß ein in der Distanzscheibe (1, 2) eingeschlossenes U-förmiges Klemmstück (13) in jedem Schenkel (16, 17) eine Bohrung (18, 19) und in diese Bohrung radial hineinragende spitze Vorsprünge oder Zacken (23, 24) besitzt, die im Zusammenwirken mit einer im Verbindungssteg zwischen den beiden Schenkeln des Klemmstüoks gelagerten und parallel zu ihnen angeordneten Druckschraube (27) mit scharfer Spitze beim Anziehen der Druckschraube die Isolation (25) des zwischen den Zacken (23, 24) und der Druckschraubenspitze befindlichen Leiters durchdringen, so daß dadurch der blanke Leiter von den Spitzen festgehalten ist.605 618/346G 10995 VIIId/21c
- 2. Distanzscheibe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Leitungen (25, 26) aufnehmenden Bohrungen (18, 19) des Klemmstücks im wesentlichen kreisförmig ausgebildet sind, an der der Spitze der Druckschraube diametral gegenüberliegenden Seite jedoch zwei winklig gegeneinanderliegende Anlageflächen (21, 22), an deren die Vorsprünge oder Zacken (23, 24) angeordnet sind, für die Leitung aufweisen.
- 3. Distanzschei.be nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe aus zwei miteinander zu verbindenden Teilscheiben (1,2) besteht mit Aussparungen (12) für die Aufnahme der Klemmkörper (13).
- 4. Distanzscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Teilscheiben (1, 2) an den gegenüberliegenden Flächen sich gegenseitig ergänzende Abstufungen (3, 4, 5, 6) besitzt.
- 5. Distanzscheibe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (28, 34) der Druckschraube aus einem harten, z. B. metallischem Werkstoff besteht, während der Kopf (32, 35) derselben entweder ganz aus Isoliermaterial oder, mit einem Isoliermaterial (36) überzogen ist.
- 6. Distanzscheibe nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (35) der Druckschraube in an sich bekannter Weise mittels Kunstharz überspritzt ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 304 005, 363 830, 797, 657027;USA.-Patentschrift Nr. 2510693.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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