DEF0016334MA - - Google Patents

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DEF0016334MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 22. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
In der Emailindustrie, besonders bei der Herstellung von Ofen- und Herdteilen, Badewannen u. dgl. nach dem Puderverfahren, wird das einzubrennende Puderemail mittels der bekannten »Puderhämmer« auf die glühenden Werkstücke verteilt. Dieses geschieht in der Weise, daß das auf einem beliebig geformten Schüttelsieb angehäufte Pulver mittels eines Drucklufthammers in Schwingungen versetzt wurde, indem ein Kolben längs zur Hauptachse des Gerätes durch Preßluft hin und her bewegt wird, dessen Schlagwege bzw. Bewegungen von einem Flatter- oder Rohrschieber gesteuert werden und dessen Schläge auf einen Zwischendöpper auf treffen. Der Zwischendöpper wird in einer Feder nach der Siebseite zu gehalten und dient entweder zur unmittelbaren Aufnahme des Schüttel- oder Pudersiebes, oder er wird in einem Verlängerungsrohr gelagert und geführt, an dem das Sieb befestigt ist.
Bei dieser Anordnung des Puderhammers tritt jedoch insofern ein Nachteil auf, als daß hierbei nur jeweils der Schlaghub des Kolbens ausgenutzt
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wird, wiiliii'iid der Rückhub von den Armen des Bedienungsmannes bzw. von dessen Körper als Rückstol.l aufgenommen werden muß.
Kin weilerer Nachteil ist der hohe Verbrauch an Druckluft, da jeweils nur jeder zweite Hub einen Arbeitshub darstellt.
Keiner bestellt der bisher bekannte eigentliche »I Iaminer« aus bedeutend mehr Einzelteilen als der erfinderische Siebvibrator. Schließlich treten bei den
ίο I laltefedern für den Zwischcndöpper infolge der hohen Selilagfrequenz von etwa f>ooo pro Minute vorzeitig Ermüduiigsbrüclie auf, was die Wirtschaftlichkeit der Anlage sehr herabsetzt.
Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß an Stelle des bisherigen auf- und abgehenden Drucklufthammers als Schwingungserzeuger für das Schüttelsieb ein ebenfalls mit Druckluft betätigter Vibrator verwandt wird, der gekennzeichnet ist durch einen in die Steuerkanäle eines
ao Scliwingkolbeiis geleiteten Luftstrom, der diesen innerhalb eines senkrecht zur Geräteachse angeordneten Zylinderraumes hin- und herschwingen und abwechselnd gegen die Innenflächen der Verschlußvcrschraubungen schlagen läßt.
Weitere Einzelheiten der Erfindungen sind bei der Erläulerung des Ausführungsbeispieles angeführt.
Der Krfiiidungsgegcnstand ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar in einem unbestimmten MaR-stab. Ks bedeutet
Abb. 1 einen Längsschnitt durch die gesamte Anordnung des Siebvibrators,
Abb. 2 die Seitenansicht des Schwingkolbens,
Abb. 3 eine Al terna ti vans füll rung des Dämpf ungseleinentes im Längsschnitt.
Der Aufbau und die Wirkungsweise des ErfiiHhingsgegenstandcs seien wie folgt erklärt: Das (ierät iK'Steht im wesentlichen aus dem eigentlichen Sieb, welches mit einem oder mehreren übereinan-(!erliegenden Drahtgeflechten mit feinsten Maschen ausgerüstet ist, ferner dem durch Druckluft gesteuerten Vibrator und dem zweiteiligen Luftzuführungs- bzw. llalterohr, in oder zwischen dessen Stücke ein Däinpfungselement eingebaut ist. An dem freien Ende des Rohres befindet sich der Schlauchanschluss. Die Luftzufuhr wird durch ein Absperrventil beliebiger Bauart geregelt.
Durch den Schlauchanschluß 1 tritt die Druckluft in ein llalterohr 2 ein und strömt von dort durch die Bohrung eines darangesetzten, beispielsweise sehlauehförinigeii Dämpfungselementes 3 bzw. elastischen (iliedes aus Gummi oder einem gummiälinlichen Werkstoff und durch das Verlängerungsrohr. J in den Körper des angeschraubten armaturcn- ähnlichen Siebvibrators 5, an dessen freiem Ende das I 'udersieb G starr befestigt ist.
In dem senkrecht zur Rohrachse im Zylinderkörper 5 angebrachten Zylinderraum 12 befindet sich; das eigentliche Schwingelement des Gerätes:
fio der selbststeuernde Scliwingkolben 7, dessen Hübe durch die beiden Versclilußverschraubungen 8 und 9 begrenzt werden und die gleichzeitig zum Verschließen (U1S Zvlinderraumcs 12 dienen.
Der Schwingkolben 7 wird durch die einströmende Druckluft, die über die Kolbcnbohrung ίο (Abb. 2) eintritt und den Zylinderraum 11 auffüllt, gegen die Verschlußschraube 8 getrieben. Die nunmehr zum Teil entspannte Luft im Zylinderraum 12 wird durch die Auspufföffnung 13 am Zylinderkörper 5 ins Freie gedrückt. Nachdem der Schwingkolben 7 an die Verschlußverschraubung 8 geschlagen hat, tritt die nachströmende Druckluft in die Kolbenbohrung 14 ein und läßt diesen in Richtung der Verschlußverschraubung 9 vorschnellen. Alsdann wird die ebenfalls zum Teil entspannte Luft aus dem Raum 11 über die Auspufföffnung 15 ins Freie gedrückt. Nach diesem Vorgang wiederholt sich das Hin- und Herschlagcn des Kolbens so lange, wie Druckluft nachströmt.
Die Sclilagfrequenz richtet sich nach der Höhe des Kolbenhubes und kann durch gleichmäßiges Verstellen der beiden Versclilußverschraubungen 8 und 9 festgelegt bzw. eingeregelt werden.
Da der Siebvibrator 5 mit dem Rahmen des I'udersiebes 6 starr verbunden ist, werden die durch das Hin- und Herschlagen des Kolbens erzeugten Schwingungen unmittelbar auf dieses übertragen, wodurch das zu verteilende Gut gerüttelt wird und fein zerstäubt und gleichzeitig auf das zu emaillierende, hoch erhitzte Werkstück fällt.
Um die auftretenden Vibrationen nicht an den Körj)er des Bedienungsmannes gelangen zu lassen, wird zwischen dem Halterohr 2 und dem Verlängerungsrohr 4 ein Däinpfungselement 3 angeordnet. Dieses Ixisteht beispielsweise in der einfachsten Darstellung aus einem Schlauch aus Gummi oder einem gummiartigen synthetischen Werkstoff mit oder ohne Einlagen, welcher in die gegenseitig zugekehrten öffnungen des Halterohrcs 2 und des Verlängerungsrohres 4 eingesteckt wird. Oder es besteht aus einem Schwingmetall 15 (Abb. 3), welches ebenfalls zwischen dem Halterohr 2 und dem Verlängerungsrohr 4 untergebracht ist und welches aus zwei flanschartig ausgebildeten Stahlscheiben 16 besteht, von denen jede mit je einem Flanschansatz am Halterohr 2 und am Verlängerungsrohr 4 fest verbunden ist und zwischen denen eine mit einem Durchgangsloch versehene starke Scheibe oder ein Puffer aus Gummi oder einem gummiartigen synthetischen Werkstoff anvulkaiiisiert ist. Der elastische Werkstoff dieser Schwingungsdämpfer nimmt während des Betriebes der Vorrichtung die vom Vibrator erzeugten Schwingungen zum größten Teil in sich auf, so daß praktisch nur gedämpfte, d. h. leichte Schwingungen an die Arme des Bedienenden gelangen können.
Um das Däinpfungselement 3 bzw. 15 vor starker Erwärmung durch die vom rotglühenden Werkstück ausgehenden Temperaturstrahluiigcn zu schützen, ist auf dem Halte- bzw. Verlängerungsrohr eine hülsenförmige Manschette 17 angebracht, wodurch die Lebensdauer des elastischen Materials wesentlich erhöht wird.
Die Vorteile des Erfindungsgegenstandcs sind daher folgende: Erhebliche Ersparnis an Druckluft, da jeder Kolbenhub ein Ar1>citshub ist.
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Weniger Einzelteile, daher geringeres Gewicht und niedrigere Gestehungskosten. Stark verminderte Erschütterung für den Bedienenden. Hohe Leistungsfähigkeit.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Mittels Druckluft angetriebener Siebvibrator mit frei schwingendem Kolben zur Erzeugung von Schüttelbewegungen und deren Übertragung auf ein Sieb, gekennzeichnet durch einen in die Steuerkanäle (io, 14) eines Schwingkolbens (7) geleiteten Luftstrom, der diesen innerhalb eines senkrecht zur Geräteachse angeordneten Zylinderraumes hin- und herschwingen und abwechselnd gegen die Innenflächen der Verschlußverschraubungen (8, 9) schlagen läßt.
  2. 2. Siebvibrator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder . Hub des Schwingkolbens (7) ein Arbeitshub ist.
  3. 3. Siebvibrator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz der Kolbenschwingungen durch Vergrößern oder Verkleinern des Zylinderraumes (11, 12) mittels der Verschlußverschraubungen (8, 9) einstellbar ist.
  4. 4. Siebvibrator nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erzeugten Schwingungen unmittelbar vom Zylinderkörper (5) auf den Rahmen des Siebes (6) übertragbar sind.
  5. 5. Siebvibrator nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein Dämpfungselement (3 bzw. 15), das die Schwingungen vom Halterohr (2) fernhält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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