DEF0008191MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEF0008191MA
DEF0008191MA DEF0008191MA DE F0008191M A DEF0008191M A DE F0008191MA DE F0008191M A DEF0008191M A DE F0008191MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyethylene
cable
welded
wires
veins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Januar 1952 Bekanntgeniacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Verwendung von polyäthylenisolierten, symmetrischen Trägerfrequenzkabeln mit Polyäthylenmantel, insbesondere als Seekabel, müssen auch die Spleißstellen der Kabel wasserdicht isoliert werden,, um damit den Hauptvorteil der polyäthylenisolierten Ader gegenüber der papierisolierten zu wahren, der in der Unempfindlichkeit der Isolierung gegen Feuchtigkeit besteht. Außerdem soll verhindert werden, daß infolge; eines Mantelfehlers die ganze Kabelstrecke voll Wasser läuft. Es müssen, also in möglichst geringen Abständen, wasserdichte Stopfen in, die Kabelstrecke eingebaut werden.
Die genannten, Forderungen werden gemäß der Erfindung dadurch erfüllt, daß die in bekannter Weise an ein, und derselben Stelle des Kabels verbundenen, Leiter derart mit Polyäthylen umspritzt werden, daß sowohl die Adern gegeneinander isoliert sind als auch ein Sperrstopfen, gebildet wird, der auf seinem Umfang mit den Enden von, zwei auf den, Stopfen aufgeschobenen Polyäthylenschläuchen verschweißt wird, die an ihren, anderen Enden, auf dem Kabelmantel aufsitzen und mit diesem verschweißt, werden.
Dabei wird also kein besonderes Muffengehäuse benötigt, was den, Vorteil hat, daß die Dicke der Verbindungsstelle ganz wenig über der des Kabels liegt. Gehäuselose Muffenverbindungen sind zwar schon, bekannt, doch ist hierbei die Muffenverbindung nur aus Gründen der Materialersparnis ge-
509 697/348
F 8191 VIHd/21 c
häuselos ausgeführt und dient vor allem nicht dazu, einen wasserdichten Stopfen in das Kabel einzubauen.
Die Erfindung wird an Hand der Figuren erläutert. In Fig. ι sind mit ι die beiden Kabelenden dargestellt, von denen der aus Polyäthylen bestehende Mantel sichtbar ist und aus dem die mit Polyäthylen isolierten Adern 2 herausragen. Auf die Kabelmäntel sind Schlauchstücke 3, ebenfalls
ίο aus Polyäthylen, bestehend, aufgeschoben. Die Kabeladern werden an den Enden 4 in üblicher ' Weise abisoliert und mittels der Löthülsen 5 miteinander verbunden. Gemäß der Erfindung wird nun auf diesen Stellen ein, Stopfen aus Polyäthylen aufgespritzt, durch welchen gleichzeitig die einzelnen Adern gegeneinander isoliert werden und ein längsuridurchlässiger Sperrstopfen hergestellt wird. Zu diesem Zwecke können auf die isolierten Adern, des Kabels Paßstücke6 aufgeschoben wer-, den, die aus Teilstücken, zusammengesetzt werden. Diese Teilstücke sind SO' bemessen und geformt, daß sie ohne wesentliche Verbiegung der aufgedrillten Kabeladern, zwischen diese eingeschoben werden können und daß diese in, die Nuten dieser Teilstücke paßrecht zu liegen, kommen.
In, der Fig. 2 sind zwei derartige Teilstücke beispielsweise gezeigt. Es stellen 2 die isolierten Adern dar, über bzw. unter welche die Teilstücke 6 derart geschoben werden, daß die Adern 2 in die Nuten 9 der Teilstücke zu liegen kommen. Über die Paßstücke 6 werden, die Kastenhälften 7 (Fig. 1) geschoben, welche die Paßstücke in ihrer Lage halten und die äußere Begrenzung für den zu spritzenden, Stopfen darstellen. Nach Verschrauben der beiden Kastenhälften 7 wird der Innenraum v durch den Spritznippel 8 mit Polyäthylen, ausgespritzt.
Statt der im allgemeinen aus Metall, vorzugsweise Eisen, bestehenden Paßstücke 6 können auch Polyäthylen scheiben verwendet werden, die paßrechte Bohrungen zur Aufnahme der Kabeladern 2 enthalten, und vor dem Verspleißen der Kabeladern auf diese aufgeschoben, werden. Diese Scheiben aus Polyäthylen bringen den, Vorteil mit sich, daß die oben beschriebenen, kostspieligen Paßstücke und das umständliche Einsetzen, derselben, vermieden wird.
In, der Fig. 3 stellt 1 wieder die Mäntel der
Kabel enden dar; 2 sind die isolierten Kabeladern.
Mit 10 ist der in der oben, beschriebenen, Weise hergestellte Stopfen aus Polyäthylen bezeichnet. 3 sind wieder die aus Polyäthylen bestehenden Schlauchstücke, die zuvor auf die Kabelenden aufgeschoben waren und nunmehr so- verschoben sind, daß ihre s Enden einerseits auf den Kabelenden liegen und andererseits mit geringem Abstand voneinander auf dem Kabelstopfen 10 aufliegen. Zur Herstellung eines feuchtigkeitsdichten Abschlusses werden, um die. Nahtstellen 11 zwischen, den Schlauchstücken, und den Kabelmänteln sowie an der Nahtstelle 12 auf dem Stopfen, Ringwülste aus Polyäthylen gelegt, welche durch Wärmebehandlung in bekannter Weise mit den, neben- bzw. aufeinanderliegenden. Teilen verschweißt werden.
Zum Spritzen, des Polyäthylens wird zweckmäßig eine . Handspindelpresse ähnlich, einer Fettpresse verwendet, wobei die Presse so bemessen ist, daß sie in einen handelsüblichen. Lötkolben, eingesetzt und von diesem beheizt werden kann. Die Spritzformen sind SO' ausgeführt, daß sie mit wenigen Handgriffen an, die Spritzapparatur angeschlossen '70 und nach dem Spritzen leicht geöffnet werden können,.
Die Konstruktion der Spritzformen sowie der Handspindelpresse ermöglicht die Verwendung eines verhältnismäßig hohen Spritzdruckes. Auf diese Weise wird, das Spritzmaterial gut mit der Aderisolierung bzw. dem Polyäthylenmantel verschweißt, ohne daß es nötig wäre, die Formen und die zu verschweißenden Teile vorzuwärmen.
Da der Spritzvorgang selbst nur Minuten, dauert, die Formen bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit geöffnet werden können, also1 das Abisolierung der Adern sehr schnell geht, und mehrere bzw. alle Adern des Kabels in einem Guß umspritzt werden, nimmt die Herstellung einer derartigen Verbindung zweier Kabel nicht mehr Zeit in, Anspruch, als für den entsprechenden Arbeitsvorgang an einem Kabel gleicher Viererzahl mit Papierluftraumisolierung gebraucht wird. Mehrere in. Gruppen aufgeteilte Adern können dabei sektorförmig oder in konzenirischen Zylindern zusammengefaßt werden. Darüber hinaus weist das Verfahren gemäß der Erfindung den Vorteil auf, daß durch ein und denselben Spritzvorgang nicht nur sämtliche Adern gegeneinander isoliert werden, sondern daß auch gleichzeitig ein Sperrstopfen geschaffen wird, der nach dem Verschweißen mit den aufgeschobenen Schlauchenden, nicht nur feuchtigkeitsdicht, sondern auch, gegenüber in dem Kabel auftretenden Gasdrücken mechanisch fest ist. Kabel mit gemäß der Erfindung hergestellten Sperrstopfen können daher auch mit Druckgäsüberwaehungseinrichtungen versehen werden, ohne daß ein Übertreten des Druckgases von, einem Prüfabschnitt in den anderen zu befürchten ist.

Claims (9)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung gegen. Wasser und Gas längsundurchlässiger Spleißstellen in symmetrischen Kabeln,, insbesondere Seekabeln mit Polyäthylen, als Aderisolierung und Kabelmantelmaterial, wobei alle zusammengehörenden Leiter der zu verbindenden. Kabel an ein und derselben. Stelle miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß die so verspleißten Adern derart mit Polyäthylen, umspritzt werden, daß sowohl die Adern (4) gegeneinander isoliert sind als auch ein Sperrstopfen (10) gebildet wird, der an seinem Umfang mit den Enden von zwei auf den Stopfen aufgeschobenen Polyäthylenschläuchen (3) verschweißt wird (12), die an ihren anderen, Enden mit dem Kabelmantel verschweißt werden. (11).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Adern des Kabels gleichzeitig mit Polyäthylen umspritzt werden.
697/348
F 8191YlUdI21c
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adern des Kabels in Gruppen aufgeteilt und diese Gruppen nacheinander umspritzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge;-kennzeichnet, daß die Adern sektorförmig oder in konzentrischen Zylindern zu Gruppen zusammengefaßt werden.
5. .Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur seitlichen Begrenzung der einzuspritzenden Stopfen, Paßstücke (6) verwendet werden, welche aus zwischen die aufgedrillten Adern, einschiebbaren Teilstücken bestehen und nach der Herstellung des Stopfens entfernt werden.
6. Verfahren nach, einem oder mehreren, der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur seitlichen. Begrenzung der einzuspritzenden Stopfen Polyäthylenscheiben verwendet werden, welche vor dem Verspleißen auf die mit Polyäthylen isolierten Adern aufgeschoben werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schlauchstücke (3) aus Polyäthylen, die vor dem Verspleißen der Adern über die Mantel der beiden Kabelenden (1) gesteckt werden, auf dem Stopfen (10) nicht ganz aneinanderstoßend zusammengeschoben werden und an dieser Stoßstelle sowie an den Stellen, wo· sie den Kabelmantel überlappen, mit Ringwülsten (11, 12) umspritzt und auf diese Weise mit dem Stopfen bzw. dem Kabelmantel verschweißt werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche:, dadurch gekennzeichnet, daß zum Spritzen des Polyäthylens eine Handspindelpresse benutzt wird, die so1 be^ messen und, beschaffen ist, daß sie in einen handelsüblichen Lötkolben eingesetzt und mit diesem beheizt werden kann.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyäthylen mit einem derart hohen Druck in die Formen gespritzt wird, daß eine Vorwärmung der Formen und der zu verschweißenden Teile nicht erforderlich ist.
Angezogene Druckschriften:
Zeitschrift »Elektrotechnik«, Nr. 10 (1951), S. 445, Abb. ι bis 4.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 697/348 3. 56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2345326A1 (de) Schutz- und isoliervorrichtung fuer eine verbindungsstelle zwischen leitungen und verfahren zur herstellung derselben
DE69203328T2 (de) Verfahren zum elektrischen Verbinden der Abschirmung mindestens eines geschirmten Kabels mit einem elektrischen Zwischenverbindungs-Leiter und durch dieses Verfahren erhaltene elektrische Verbindung.
DE102011117216B4 (de) Crimpbares isoliertes elektrisches verbindungselement
DE69003965T2 (de) Damm für Schirmanschlüsse.
DE19634065A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Spleißstelle für abgeschirmte Kabel
DE3115616A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verbinden der enden zweier hochspannungsfester koaxialkabel mit massivem dielektrikum
DE3001158A1 (de) Verfahren zur herstellung einer verbindung fuer hochspannungskabel und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE68918003T2 (de) Imidazochinoxalinverbindungen und ihre Herstellung und Verwendung.
DE202016102993U1 (de) Fixier- und Abdichtungsanordnung
DE975796C (de) Verfahren zur Herstellung gegen Wasser und Gas laengsundurchlaessiger Spleissstellenin symmetrischen Kabeln, insbesondere Seekabeln, mit Polyaethylen als Aderisolierungund Kabelmantelmaterial
DE102016121909B4 (de) Dichtung von Leitungsverbindern
DE2609078C3 (de) Übergangsmuffe
DE68916003T2 (de) Vorrichtung zur Entlastung von axialen Beanspruchungen.
DE1515513B1 (de) Verbindungsmuffe für mit Strömungsmittel imprägnierte Metallmantel-Starkstromkabel
DE3329904C2 (de)
DE2935824C2 (de) Kabelverbindung für mehradrige Kabel
DE902149C (de) Muffe fuer elektrische Kabel mit nichtmetallischen Maenteln
DE102019124741B4 (de) Verfahren zur herstellung eines flüssigkeitsdichten kabels, verwendung eines lötverbinders hierzu und flüssigkeitsdichtes kabel
DE2443656A1 (de) Kabelverbindung
DE1065912B (de) Anordnung zum Abdichten von einen Kunststoffmantel aufweisenden Fernmeldekabeln in Durchfuhrungselementen von Kabelgarnituren
DE2348087A1 (de) Muffenverbindung fuer starkstromkabel und verfahren zu deren herstellung
DE3738203C2 (de)
DE1933977C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer Verbindungsmuffe für Fernmeldekabel
DE582168C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungsstellen oelgefuellter Kabel
DE1765723A1 (de) Verfahren zur elektrischen Verbindung zweier Schichtenkabel