DEF0001300MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. April 1950 Bekanirotgemacfot am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine besondere Fördervorrichtung für Teigwaren-Trockenanlagen
mit einem endlosen flächigen Fördermittel für die geschnittenen Teigwaren und mit einem Trockengebläse.
Um bei solchen Anlagen zu einem verhältnismäßig schnellen Trockntingserfolg bei Anwendung
hoher Luftgeschwindigkeiten und verhältnismäßig hoher Trocknungstemperatüren kommen zu können
und die Trockenanlage so klein wie möglich zu halten, hat man insofern mit verhältnismäßig
großen Schwierigkeiten zu kämpfen, als bei Anwendung hoher Luftgeschwindigkeiten die Teigwaren
— mögen es nun kleinste Einzelstücke oder lange Stangen, z. B. Makkaroni, sein — leicht mitgenommen
oder mindestens zu einer Lageänderung veranlaßt werden,. Eine solche Lageänderung ist
nicht nur wegen des notwendigen späteren Ausrichtens des stangenförmigen Gutes unerwünscht,
sondern stört auch aufs empfindlichste dien stetigen
Durchlauf betrieb.
Um die erwähnte Gefahr zu vermeiden und trotzdem
hohe Luftgeschwindigkeiten bei hohen Temperaturen zur Anwendung bringen zu können, sieht
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die Erfindung über dem endlosen als Unterlage dienenden Förderband ein ebenso· endloses Abdeckband
var, dessen unterer Bandzug gleichsinnig und mit gleicher Geschwindigkeit wie der obere Bandzug
des Unterlagebandes umläuft, so· daß sich also ein die zu trocknenden Teigwaren, an einer nennenswerten
Lageveränderung oder an einem Herausblasen unter dem Einfluß des Trockenluftstromes
hindernder Förderkanal ergibt, den die zu trocknenden Teigwaren fest aufeinandergepaekt durchlaufen.
Wie die Lage;veränderung noch sonst zusätzlich verhindert wird, ist für die Erfindung in
allgemeinster Form nicht sosehr wesentlich.
Um die Fördervorrichtung so· kurz wie möglich
zu halten — in der Höhe ist meistens genug Platz vorhanden —, wirdlerfindüngisgemäß die gesamte
notwendige Trockri'ungsstrecke der erwähnten Kanalfördervorrichtung in mehrere Kurzstrecken
aufgeteilt, die durch mehrfache Übereinanderanordnung
von durch zusammenarbeitende Bandstrecken-., paare gebildeten Förderkanälen zu einem kurzen'
Aggregat zusammengestellt werden, dessen einzelne Förderkanäle im Zickzack von oben nach unten
durchlaufen werden. Dabei besorgen Umlenkbleche an den jeweiligen, Enden der Einzel strecken, die
... Überführung in.die,nächste Strecke. . .
Besonders wirksam gegen das seitliche Herausblasen der Teigwaren bei Anwendung eines quer
hindurchblasenden.Luftstromes wird eine derartige Kanalfördervorrichtung durch Zusammensetzen, der
Fördar- bzw. Abdeckbänder aus einzelnen ketten-
. .. förmig aneinandergereihten, paarweise zusammenarbeitenden',
brückenartigen Kastengruppen, wobei gegebenenfalls auch noch zusätzliche, die Kastengruppen
vorn und hinten schließende und zu Kästen ergänzende Querwände oder Querleisten Verwendung
finden können, die dann auf dem die Brückenstücke nicht enthaltenden, also im allgemeinen, dem
unteren Bandzug befestigt oder auf ihn aufgesetzt
werden müssen. ^-Ρ·: - -■■·
Zur Verbesserung der Festhaltewirkung des Abdeckbandes auf die Teigwarenmasse gegen die Blaswirkung
des Luftstromes wird erfindungsgetnäß vorgeschlagen, das Abdeckband mit einem Belag
aus Schaumgummi oder auch mit einem Luftpolster zu versehen, das eine leichte Überdruckfüllung erhalten
muß. Auf diese Weise kann ein gelinder Druck auf die noch weichen Teigwaren ausgeübt
werden, ohne ihre Form zu gefährden.
Eine Ausweichmöglichkeit für die Blasluft könnte
auch noch zusätzlich durch die luftdurchlässige Ausführung der den. Förderkanal oben und unten
begrenzenden Bänder geschaffen, werden, ebenso wie natürlich auch die Durchlässigkeit dieser Bänder
zur Einführung der Blasluft benutzt werden könnte. Zweckmäßigerweise wird eine derartige Fördervorrichtung
der immer 'vorhandenen Vorrichtung zum endgültigen Trocknen der Teigwaren, die eintrittsseitig
mit einer mechanischen Nachrichtevorrichtung versehen zu sein pflegt, entweder als Vortrocknungsanlage
oder nur. als die Teigwaren in geschlossener Form; zuführende Fördervorrichtung
vorgeschaltet. Es Könnte? aber auch die Nachschaltung einer derartigen Fördervorrichtung hinter der
Haupttrockenanlage vorgesehen werden, um die getrockneten Teigwaren der Verpackungsstelle schon
vorgeordnet zuzuführen.
Zur näherei! Erläuterung der Erfindung an Hand
von Ausführungsbeispielen wird nunmehr auf die Abbildungen der Zeichnung Bezug genommen,.
In der schematischen Darstellung nach Abb; 1 bezeichnet 1 die über Walzen 2 und 3 laufende endlose
Förderbahn, die auf ihrer freien, tragenden Länge durch eine eventuell mit Leitroillen ausgestattete
Gleitbahn 4 unterstützt ist. Auf der Tragfläche von 1 werden am rechten, Ende die zu trocknenden
Waren 5 aufgeschichtet gemäß einem Höhenmaß 6, welches gleichzeitig auch Richtmaß
für das ordnungsgemäße Legen der Waren senkrecht zur Transportrichtung sein kann. Oberhalb
der Förderbahn 1 ist die über Führungswalzen, 7 und 8 mitlaufende Gegenbahn aus flexiblem Werkstoff
9. angeordnet, welche an ihrem frei tragenden Teil nach oben durch die eventuell mit Rollen ausgestattete
Gleitbahn 10 abgestützt ist. Diese Rollen können dabei zweckmäßig in voneinander unabhängigen,
vertikal gegebenenfalls entgegen Kraftspeichern verschiebbaren Lagern geführt sein. 9 ist
mit seinem auf die Ware wirkenden Bahnteil gegenüber ι und 6 derart angeordnet, daß die Ware,
welche durch 1 und 6 hindurchgeführt worden ist und in den Bereich von 9 gelangt, von dieser Bahn
gefaßt und dadurch ausreichend gegen 1 zur Vorbeugung
einer Verlagerung durch den senkrecht zur Förderrichtung von 1 wirkenden künstlichen. Luftstrom
gehalten wird. Die Bewegung der Teile findet im Betriebe gemäß den eingetragenen Pfeilen statt.
Die eingetragenen Wände 11 und 12 sollen die seitlichen Grenzen andeuten:, zwischen denen die
Wirkungszone des künstlichen Luftstromes liegt. Dieser verläuft senkrecht zur Bildebene zunächst
zwischen 11 und 12 durch einen nicht besonders
angedeuteten,! den Abmessungen des Warenstapels
an seiner Auslaßöffnung angepaßten Schacht, dann durch den Trockengutstapel, und zwar bei aufgeschichteten
Makkaroni und ähnlichen. Waren parallel zu deren Längsrichtung sowie schließlich auf
der anderen, Seite des Warenstapels wieder in einem entsprechenden Ableitungsschacht. Am Ende
des Förderweges auf 1 wird die Ware durch freien
Fall über eine Leitfläche 13 der Inneneinrichtung der nachfolgenden Trockeneinrichtung 14 für die
weitere Trocknung mit mechanischer Wa.ren.nachrichtung zugeführt. Nach der Behandlung der
Ware in dieser Einrichtung bis zur ausreichenden Formsteifigkeit bei entsprechendem Trockemheitsgrad
wird die Ware wieder durch freien Fall eventuell über eine besondere Leitfläche freigegeben in
einen Behälter 15. Dieser kann als den Trockenweg abschließender Sammelbehälter des in der Trockeneinrichtung
behandelten Trockengutes gemäß dem eingetragenen Doppelpfeil für die Warenaufnahme
rhythmisch hin und her bewegt werden. Die in, den Behälter bzw. einen in diesem befindlichen auswechselbaren
Einsatz fallenden Waren, werden auf diese Weise, wie bereits anderweit bekannt, selbst-
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tätig lagerichtig eingerüttelt. Das ergibt eine leichte Entnahme der Teigwaren zur weiteren Behandlung,
insbesondere Verpackung.
Welchen Aufbau die Einrichtung 14 für die mechanische Nachrichtung der Teigwaren bei dem
in ihr stattfindenden Trockenprozeß hat, ist für die vorliegende Erfindung an sich gleichgültig. Es
können also' z. B. solche mit endlosen laufenden Bandsystemen mit überlagerter Rüttelbewegung
oder auch solche mit Schüttelrutschetisystemen benutzt
werden.
Die B'ahn 1 braucht auch durchaus nicht oberhalb der Einrichtung 14 als Zubringereinrichtung angeordnet
zu werden. Sie kann also· auch über einer anderen Grundfläche daneben angeordnet sein.
Weiterhin kann sie z. B. auch von der gleichen Ebene;, welche die Grundfläche von 14 enthält,
schräg nach oben verlaufen für die Beschickung des linken Endes von 14 über eine entsprechend gegenläufig
zu der Darstellung in der Abb. 1 mit ihrer konkaven Seite angeordnete Leitfläche nach Art
von 13.
Die Abb. 2 zeigt in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße,
in vertikaler Richtung mehrstufige Anordnung.
Es bezeichnen 16 die erste und 17 die zweite
Förderbahn im Zuge des Trocken- bzw. Förderweges. 18 ist die mitlaufende Gegenbahn zu 16 als
Förderbahn. Die an sich sonst leer zurücklaufende untere Bahn Ί6α von 16 bildet unmittelbar die mitlaufende
Gegenbahn zu 17 als Förderbahn. Zur Überleitung der Ware zwischen den Förderbahnen
16 und 17 dient unter Ausnutzung des freien, Falles
eine Leitfläche 19. Die Luftstromwirkungszone für die auf Bahn 16 bewegten Waren kennzeichnen, die
Wände 20 und 21, diejenige für die auf 17 geförderten
Waren die Wände 22 und, 23. Es ist ohne weiteres zu erkennen, daß sich die Stufenzahl einer
erfindungsgemäßen Anordnung beliebig erhöhen läßt entsprechend dem vorliegenden Bedarf. Ungeachtet
der gewählten Stufenzahl wird aber bei entsprechender gegenseitiger räumlicher Zuordnung
der Förderbahnen jeweils nur eine einzige reine Gegenbahn erforderlich.
Die Abb. 3 zeigt ein schematisches Ausführungs- - beispiel für eine Anordnung, bei welcher eine
Plattengliederkette als Gegenbahn, zur Förderbahn benutzt ist.
24 bezeichnet die über Rollen 25 und, 26 laufende
50' Förderbahn, welche auf ihrer frei tragenden Länge
wieder durch eine ortsfeste Führung 27 unterstützt ist. Auf die Förderbahn werden am rechten Ende
im Bilde, dem Anfang der Förderstrecke, Stege 28 in Gegenpassungen aufgesetzt und zwischen, je zwei
derselben dann die zu trocknende Ware eingeschüttet bzw. eingeschichtet. Oberhalb dieser bisher geschilderten
Anordnung läuft, durch drehbar um ihre zentrale Achse gelagerte Prismen. 29 und 30
geführt, eine Plattengliederkette 31, deren Teilung dem Abstand je zweier Stege 28 entspricht, jedoch
an sich auch mit einem gebrochenen oder ganzen A^ielfachen dieser Entfernung bemessen sein könnte.
Jede der Platten von 31 trägt noch zwei, luftdurchlässige
Seitenwände 3ia zur Bildung einer in, der
Abbildung sich in die Tiefenrichtung des Bildes erstreckenden U-Form. 32 und 33 sind Stützbahnen
der hin- und der zurücklaufenden Bahn von 31. Die Gelenke von 31 wirken mit Kerben am oberen Ende ■·■
der Stege 28 für einen gegenseitigen Eingriff zusammen.
Bei der kontinuierlichen Bewegung der Förderbahn 24 werden jeweils die die Rolle 25 passierenden
Sitze mit Stegen 28 besetzt. Alsdann wird ■ jeder auf diese Weise auf 24 gebildete Hordenraum
mit Trockengut beschickt. Die gefüllten Hordenräume gelangen dann in den' Bereich der auf sie
zu laufenden Gegenbahn, wobei jeweils von jedem Kettenglied zunächst das, Anfangsgelenk mit dem
entsprechenden Steg 28 an 24 in Eingriff kommt und anschließend das Plattenglied sich um dieses
Gelenk bis in die Horizontale bzw. die parallele Richtung zu 24 umlegt. Es entstehen dabei, die
quaderförmigen geschlossenen Hordenkästen für das bzw. mit dem Trockengut, die entsprechend der
vorgesehenen Richtung der Luftstromführung luftdurchlässige
Wände besitzen. In dem AusführungsbeiiSpiel sind die Stege 28 stärker bemessen als die
lichte Weite der zwischen je zwei benachbarten Seitenwänden 3I0 in deren Arbeitstage gegenüber
24 verbleibenden Lücke, so daß die über die Endflächen der Stege 28 greifenden Wände 3ia für einen
guten räumlichen Schluß zusammenwirken. Vor ■ dem Ende des Förderweges läuft jeweils ein
Plattenglied von der Förderbahn weg und gibt die von ihm bis dahin eingeschlossene Ware wieder
frei. Wird der entsprechende Steg 28 entfernt an 24, so kann die Ware gemäß den Ausführungsbeispielen
nach den Abb. 1 und 2 frei fallen bei der weiteren fortschreitenden Bewegung von 24. An
der zurücklaufenden Bahn von 31 könnten die iOo
Seitenwände 3I0 gegen die Bahnflächen an 31 in
eine Ruhelage umgelegt werden und würden, dann erst nach dem Passieren von 29 wieder in die Betriebslage
für das Zusammenwirken mit 24 aufzurichten sein.
Claims (6)
1. Fördervorrichtung für Teigwaren-Trocken- n0
anlagen mit einem endlosen flächigen Fördermittel für die geschnittenen Teigwaren und mit
einem Trockengebläse, gekennzeichnet durch ein über dem ersteren angeordnetes endloses Abdeckband,
dessen unterer Bandzug gleichsinnig und mit gleicher Geschwindigkeit wie der
obere Bandzug des ersterwähnten Fördermittels — unter Bildung eines die zu trocknenden Teigwaren
an einer nennenswerten Lageveränderung oder an einem Herausblasen, unter dem Einfluß
des Trockenluftstromes hindernden Förderkanals zwischen beiden — umläuft.
2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die mehrfache Übereinanderänordnung von durch zusammenarbeitende
Bandstreckenpaare gebildeten, im Zickzack
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durchlaufenden Förderkanälen mit Umlenkflächen
an den jeweiligen Enden.
3. Fördervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Zusammensetzung
der Förder- bzw. Abdeckbänder aus einzelnen, kettenförmig aneinandergereihten, brückenartigen,
paarweise zusammenarbeitenden Kastengruppen. (31 „) — gegebenenfalls unter Verwendung
von die Kastengruppen (3ia) zu auch vorn
und hinten geschlossenen Kästen ergänzenden, auf den unteren Förderbandzug (24) aufsetzbaren
Querwänden (28) oder Querleisten.
4. Fördervorrichtung nach einem der vorangehen den Ansprüche, gekennzeichnet durch einen
nachgiebigen Belag auf dem Abdeckband, z. B.
aus Schaumgummi, oder unter Anwendung eines Luftpolsters mit leichter Überdruckfüllung.
5. Fördervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die den. Förderkanal oben, und unten begrenzenden Bänder — bzw. nur eines von
ihnen — luftdurchlässig sind.
6. Fördervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einer Trockenvorrichtung mit mechanischer Nachrichtevorrichtung für die zu trocknenden
Teigwaren im Rahmen eines Vortrockners bzw. nur als Zuführungseinrichtung vorgeschaltet
oder auch zur Weiterförderung nachgeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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