DEF0000433MA - Elektrische Freileitung - Google Patents
Elektrische FreileitungInfo
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Description
Elektrische Freileitungen müssen bekanntlich außer einem genügenden elektrischen Leitvermögen auch eine ausreichende Zugfestigkeit aufweisen. Diese muß so groß sein, daß das Freileitungsseil nicht nur das Eigengewicht tragen kann, sondern auch einer erheblichen zusätzlichen Belastung infolge Eisbildung und Winddruck usw. gewachsen ist. Zu diesem Zwecke hat man im allgemeinen derartige Seile aus zwei verschiedenen Materialien hergestellt. Von ihnen soll das eine den Strom leiten, wofür Kupfer und Aluminium besonders geeignet sind. Das andere soll die erheblichen Zugkräfte aufnehmen, wofür sich Stahl als geeignet erwiesen hat.
Gemäß der Erfindung wird bei derartigen Leitungen als Material für den die Zugkräfte aufnehmenen Teil Titan verwendet. Titan hat eine Festigkeit von ca. 60-80 kg/mm(exp)2. Es steht also gewöhnlichem Stahl an Festigkeit kaum nach. Hingegen beträgt das spezifische Gewicht von Titan nur etwa 4,5, also etwa 56% von dem des Stahls. Infolgedessen sind auch Leitungen, bei denen Titan statt Stahl verwendet ist, bedeutend leichter, ein Umstand, der in verschiedener Hinsicht ausgenutzt werden kann. So ist es z.B. möglich, den Querschnitt des leitenden Materials bei den erfindungsgemäßen Leitungen zu erhöhen oder infolge des geringeren Gewichtes der Leitungen den Querschnitt der den Zug aufnehmenden Titandrähte kleiner zu machen.
Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von Titan wird dadurch erzielt, daß Titan nicht ferromagnetisch ist. Infolge dieser gegenüber Stahl unterschiedlichen Eigenschaft treten in der Leitung auch keine zusätzlichen Verluste als Folge von magnetischen Feldern auf. Ein durch die Verwendung
des Titans erzielter wesentlicher Vorteil ist auch der, daß dieses Material gegenüber atmosphärischen Einflüssen völlig unempfindlich ist.
Die Anwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen Materials ist unabhängig von der jeweiligen Bauart der Freileitung. So können die zugfesten Drähte aus Titan unter oder über den stromleitenden Teilen angebracht sein. Auch ist es möglich, den zugfesten Teil als konzentrische Lage zwischen einer äußeren und einer inneren Lage von leitendem Material anzuordnen, wobei es gleichgültig ist, ob die stromleitenden Teile aus einzelnen Drähten zusammengesetzt oder als massives Rohr hergestellt sind. Die Erfindung bietet auch dort Vorteile, wo ähnlich den Kupferpanzerstahldrähten der stromleitende und der zugfeste Teil zu einer Einheit zusammengefaßt sind. Bei diesen Drähten ist bekanntlich das Kupfer als stromleitender Teil auf den tragenden Stahlkern aufgewalzt. Ersetzt man bei diesen Leitungen den Stahlteil in der erfindungsgemäßen Weise durch Titan, so erhält man Leitungen, die bei gleicher Zugfestigkeit leichter als die bisher üblichen Leitungen sind.
Bei dem erfindungsgemäß verwendeten Titan handelt es sich sowohl um technisch reines Titan wie auch um ein Material, das neben dem wesentlichen Bestandteil Titan noch technologisch wichtige andere Beimengungen enthalten kann, so z.B. mit <Nicht lesbar> Titan legiert sein könnte. Wesentlich ist nur, daß das erfindungsgemäße Material die oben angeführten besonderen Eigenschaften des Titans aufweist.
Claims (1)
- Elektrische Freileitung, welche einen stromleitenden Teil, vorzugsweise aus Aluminium, und einen die Zugkräfte aufnehmenden Teil enthält, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für den die Zugkräfte aufnehmenden Teil Titan verwendet wird.
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