DEE0010405MA - - Google Patents

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DEE0010405MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. März 1955 BekaiMitgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist eine Abdichtung für Rohrverbindungen, bei der zwischen einem Degen- und einem Hülsenrohr in einer Stahl-, Guß-, Steinzeug-, Kunststoff- oder Betonrohrleitung ein Dichtungsring liegt, der die flüssigkeits- oder gasdichte Abdichtung der Verbindung bewirkt. Die Dichtungsringe solcher Rohrverbindungen liegen in einer keilförmigen Dichtungskammer zwischen einem festen Flansch des einen Rohrteiles und einem beweglichen Druckring, der im Bedarfsfalle auch ein Nachziehen der Dichtung gestattet, z. B. wenn nach längerer Lagerzeit die Abdichtwirkung durch Nachgeben des Materials .nachlassen sollte. Um den Abdichtungsdruck nach beiden Seiten auch noch durch den Betriebsdruck des abzudichtenden Mediums zu verstärken, hat man den Dichtungsring auch schon mit einem ringförmigen Hohlraum ausgerüstet, der nach der Seite des abzudichtenden Mediums offen ist. Solches Dichtungsringmaterial mit seinem in Längsrichtung glatt durchgehenden, einseitig offenen Hohlraum läßt sich in fortlaufender Länge nach dem Strangpreßverfahren herstellen und nach Abschneiden der dem jeweiligen Rohrdurchmesser angepaßten Länge zur Ringform zusammenlegen und leicht montieren.
Hohldichtungen dieser Art haben aber den Nachteil, daß bei zu starkem Anziehen des Druckringes der Ringhohlraum oder sein seitlicher Ausgang zusammengequetscht wird, so daß die erstrebte Verstärkung des Abdichtungsdruckes durch den vom
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Innern der Dichtung aus wirksam werdenden Betriebsdruck verlorengeht. Dieser Fall kann schon eintreten bei der Montage, leichter aber noch beim Nachziehen des Druckringes, was besonders bei großen Rohrquerschnitten nach gewisser Zeit notwendig wird und bei dem in verlegtem Zustand der Leitung, also z. B. im Rohrgraben, eine genaue Kontrolle der anzuwendenden Druckkräfte nicht möglich ist.
ίο Diesem Mangel hilft die Erfindung dadurch ab, daß. der ringförmige Hohlraum des Dichtungsringes eine feste Einlage enthält, die infolge ihrer Starrheit ein Zusammendrücken des Ringraumes verhindert, der Fortpflanzung des Betriebsdruckes von Seiten des Druckmediums in das Innere des Ringraumes aber keinen Widerstand entgegensetzt. Dadurch ist also gewährleistet, daß auch bei übermäßigem Anziehen des Druckringes der gewünschte Hohlraum in der Dichtung erhalten bleibt. Andererseits ist nach wie vor die Möglichkeit des Nachziehens der Dichtung gegeben. Und schließlich erfährt auch, die vom wirtschaftlichen Standpunkt aus so wichtige Herstellung des Dichtungsmaterials in fortlaufender Länge keine Beeinträchtigung, wenn die starren Stützeinlagen in den durchgehenden Hohlraum der Dichtung eingebracht werden.
Hierin liegt auch ein wesentlicher technischer Fortschritt gegenüber bekannten Dichtungsringen für Rohrverbindungen, die ebenfalls einen nach der Druckseite offenen Innenhohlraum besitzen, in den Versteifungsrippen aus demselben Material wie der Dichtungsring selbst ragen: Einmal verhindert die Anordnung solcher quer liegenden Versteifungsrippen die wohlfeile Herstellung des Dichtungsmaterials im Strangpreßverfahren; und weiter besitzen solche aus dem nachgiebigen Dichtungsmaterial selbst bestehenden Versteifungsrippen auch nicht eine starken Verschraubungsdrücken standhaltende Stützwirkung für die Freihaltung des Dichtungshohlraumes, wie sie durch die starren Einlagen im durchgehenden Hohlraum der Dichtungen nach der Erfindung erzielt wird. Aus diesem Grunde hat man solche Dichtungsringe mit angeformten Versteifungsrippen aus dem Werkstoff des Dichtungsmaterials selbst auch nicht für solche Rohrverbindungen verwenden können, bei denen ein Nachziehen der Dichtung durch Festerschrauben eines Druckringes möglich ist, wie bei den Rohrverbindungen, auf die sich die Erfindung bezieht.
Die Möglichkeit, die Dichtungen unbesorgt nachziehen zu können, ohne befürchten zu müssen, daß dadurch der Hohlraum des Dichtungsringes zusammengequetscht wird, ist besonders wichtig im Rohrleitungsbau bei größeren Nennweiten, etwa von 1000 bis 2000 mm Rohrdurchmesser, vor allem wenn es sich um Leitungen handelt, die in Erde verlegt sind, oder bei denen das Nachziehen in beengten Räumen stattfinden muß, wobei den Anzugskräften für die Schraubverbindungen verhältnismäßig weite Toleranzen einzuräumen sind. Vorteilhaft bei Rohrverbindungen dieser Art ist auch, daß das Degenrohr und das Hülsenrohr durch die ge- schilderte Ausgestaltung der Abdichtung eine gewisse Bewegungsfreiheit zueinander, und zwar auch im Sinne eines gewissen Winkelspiels, behalten, ohne daß die Abdichtwirkung beeinträchtigt wird.
Geeignete Werkstoffe für das eigentliche Dichtungsmaterial sind je nach den Gegebenheiten des Einzelfalles thermoplastische Dichtungsmittel, wie sie z. B. unter den warenzeichenrechtlich geschützten Namen »Guttasyn« oder »Perbunan« verschiedener Qualitäten bekannt sind, oder Naturkautschuk, oder sonstige handelsübliche Gummisorten.
Für die Einlage im Kernhohlraum der Dichtung können Stützeinlägen in Form von Schraubenfedern, von.rundem oder eckigem Querschnitt verwendet werden, desgleichen Stützeinlagen aus einzelnen Ringen oder Rohrstücken; oder auch schlauchartige, auf ihrem Umfang mit Durchbrechungen oder Bohrungen versehene Einlagen, die zwar biegsam sind, aber die zur Ausübung der Stützwirkung ausreichende Starrheit in radialer Richtung besitzen. Als Werkstoff für die Einlagen kann Stahl, Gußeisen, Buntmetall, Steinzeug, Porzellan oder Kunststoff verwendet werden.
Einige Ausführngsbeispiele werden an Hand der Zeichnungen beschrieben. In diesen stellt dar
Fig. ι einen Querschnitt durch die Dichtungskammer (Längsschnitt durch die Rohrachse),
Fig. ι a dieselbe Dichtungskammer in noch nicht voll angezogener Lage,
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung des,Hohldichtungsringes mit einer Schraub- oder Schlauchfedereinlage,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Dichtungsring mit einer derartigen Federeinlage,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen Dichtungsring mit Stützeinlagen in Form von Rohrhülsen,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen Hohldichtungsring mit einer Schraubenfedereinlage von rechteckigem Querschnitt des Federmaterials,
Fig. 6 einen Längsschnitt des Hohldichtungsringes mit gelochter Schlaucheinlage und
Fig. 7 ein Einbaubeispiel der Dichtung im Längsschnitt längs der Rohrachse.
Die in den Fig. 1, 1 a und 7 dargestellte Dich- n0 tungskammer wird gebildet durch das abgeschrägte Hülsenrohrende 1, durch die Außenfläche des Degenrohres 2 und durch die Andruckflächen des profilierten Druckringes 3, der mittels Schrauben und Muttern oder Spindeln gegen den auf dem ng Hülsenrohr festsitzenden Flansch 3a gezogen wird. In der Dichtungskammer liegt die Hohldichtung 4, deren Hohlraum 7 durch einen seitlichen Ausgang mit dem unter dem Druck des Betriebsmediums stehenden Raum 6 in Verbindung steht.
In dem Ringraum 7 des Dichtungsringes befindet sich die Stützeinlage 5 (Fig. 1), durch die verhindert wird, daß durch übermäßiges Anpressen des Druckringes der Hohlraum 7 durch die Elastizität und Nachgiebigkeit des Dichtungsmaterials zusammengequetscht wird. In den Fig. 2
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bis 6 sind verschiedene Arten solcher Stützeinlagen veranschaulicht: Die Fig. 2 und 3 zeigen eine Schraubenfedereinlage 5a von rundem Querschnitt, und die Fig. 5 eine Schraubenfedereinlage 9 von eckigem Querschnitt. Die Stützeinlagen nach Fig. 4 bestehen aus Ringen oder Hülsen 8, z. B. aus Stahl oder Kunststoff, und die Stützeinlage nach Fig. 6 stellt eine biegsame Schlaucheinlage 10 ausreichender radialer Starrheit dar, welche auf ihrem Umfang eine größere Anzahl von Durchbrechungen oder Bohrungen 11 besitzt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: '
    i. Abdichtung für Rohrverbindungen, bei der die gegeneinander abzudichtenden und im Bedarfsfalle durch Anziehen eines Druckringes auch nachzudichtenden Rohre zwischen sich einen im Querschnitt keilförmigen Dichtungsring tragen, der einen in Umfangsrichtung glatt durchgehenden ringförmigen Hohlraum enthält, der nach der Seite des abzudichtenden Druckmediums offen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Hohlraum eine feste Einlage enthält, die infolge ihrer Starrheit ein Zusammendrücken des Ringraumes verhindert, der Fortpflanzung des Betriebsdruckes von Seiten des Druckmediums in das Innere des Ringraumes aber keinen Widerstand entgegensetzt.
  2. 2. Hohldichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinlage als Schraubenfeder von rundem oder eckigem Querschnitt ausgebildet ist (Fig. 2, 3, 5).
  3. 3. Hohldichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinlage aus einzelnen Ringen oder Rohrstücken besteht (Fig-4)·
  4. 4. Hohldichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinlage aus einem schlauchartigen, auf seinem Umfang mit Durchbrechungen oder Bohrungen versehenen Körper besteht (Fig. 6).
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 608 557;
    USA.-Patentschrift Nr. 2 443 145.
    Hierzu, 1 Blatt Zeiichnunigen

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