DED0019635MA - - Google Patents
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- dextrose
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Januar 1955 Bekanntgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von haltbarem, hochverzuckertem Stärkesirup,
der bei einer hohen DE. (Prozent reduzierende Zucker in der Trockensubstanz als Dextrose
berechnet) einen vergleichsweise niedrigen Gehalt an Dextrose und vergleichsweise hohen Gehalt an
Maltose und höhermolekularen reduzierenden Zuckern aufweist.
Bisher ist es nur auf dem Wege der enzymatischen Naohverzuckerung eines durch Säurehydrolyse
aus Stärke hergestellten Sirups möglich, haltbare, hochverzuckerte Erzeugnisse herzustellen.
Man verwendet hierfür insbesondere Präparate auf der Basis, von Malz- und Schimmelpilzdiastase.
Durch ausschließliche Säurehydrolyse lassen sich dagegen haltbare Erzeugnisse mit einer DE. von
über etwa 53 bis 55°/o nicht herstellen, weil sie während der Lagerung infolge Auskristallisierens
von Dextrose trüb werden. Ein durch enzymatische Nachverzuckerung hergestellter hochverzuckerter
Stärkesirup ist dagegen noch bei einer DE. von über 60% haltbar, weil er einen im Verhältnis
zum Dextrosegehalt vergleichsweise hohen Gehalt an Maltose und höhermolekularen reduzierenden
Zuckern aufweist, die ein Auskristallisieren von Dextrose verhindern.
509 697/233
D 19635 IVa/89ί
Die technische Herstellung von Stärkesirup erfolgt normalerweise mit Salzsäure oder Schwefelsäure
bei erhöhter Temperatur, einem Druck von etwa 2,5 Atm. und einem pH-Wert von 1,5 bis 2.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Säurehyd'rolyse bei einem pH-Wert von 2,3 bis 3, also
mit sehr geringen Säuremengen, durchzuführen. Für die Herstellung von hochverzuckerten Erzeugnissen
scheidet dieser Weg -jedoch aus, weil die
to Behandlungsdauer im Konverter dadurch zu sehr
verlängert wird und in stärkerem Maße Verfärbungen infolge der Bildung von intramolekularen
Zersetzungsprodukten, wie Oxymethylfurfurol, Lävulinsäure und Ameisensäure, auftreten.
An die Herstellung von hochverzuckertem Stärkesirup wurde außerdem damals noch nicht gedacht.
Auch mangelte es an geeigneten Analysenmethoden, um die inzwischen wichtig gewordenen hochverzuckerten
Erzeugnisse zu analysieren.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, Stärkesirup mit einer DE. von 56 bis 6o°/o dadurch
herzustellen, daß man die Säurekonizentration der Stärkesuspension für die Konversion auf 0,012 bis
0,018 η-Salzsäure einstellt und gleichzeitig mindestens 0,5% Aktivkohle zusetzt. Außerdem ist es
bereits bekannt, Stärkesirup mit einer DE. von 50 bis 6o°/o und höher bei einem pH-Wert von
1,8 bis 2 herzustellen. Unter diesen Bedingungen, lassen sich haltbare hochverzuckerte Stärkesiruperzeugnisse
jedoch nicht herstellen.
Die Erfindung zeigt nun den Wieg, wie nur durch
eine Säurehydrolyse, d. h. also unter Ersparung der enzymatischen Nachverzuckerung, haltbare
hochverzuckerte Stärkesirupe mit vergleichsweise niedrigem Gehalt an Dextrose und vergleichsweise
hohem Gehalt an Maltose und höhermolekularen reduzierenden Zuckern erhalten werden können.
Das neue Verfahren besteht darin, daß die Verzuckerung unter technisch üblichen Temperatur-
und Druckbed'ingungen (etwa 2,5 atü und etwa 1380 C) in einiem pH-Bereich von 2 bis 2,4 ohne
jeden weiteren Zusatz und die nachfolgende Neutralisation und Raffination in üblicher, d. h. ein pH
von 5 nicht übersteigender Form durchgeführt wird. Dabei soll die Verzuckerungsdauer mindestens
60 Minuten betragen. Obwohl man bisher allgemein der Ansicht war, daß sich durch Änderung
der Reaktionsbedingungen bei der Säurehydrolyse der Stärke keine Verschiebung des
Verhältnisses Dextrose zu Maltose und höhermolekularen Zuckern erreichen läßt, wurde überraschenderweise
gefunden, daß sich durch Herabsetzung der Säuremenge bis zu einem pH von
2 bis 2,4 bei der Herstellung von hochverzuckertem Stärkesirup eine deutliche Verschiebung zugunsten
der Maltose und höhermolekularen Zuckern . erzielen läßt. Eine gleichzeitige Erhöhung oder
Erniedrigung von Temperatur und Druck bewirkt dagegen nur eine Verkürzung bzw. Verlängerung
der Konversionsdauer, ohne einen Einfluß auf die Zusammensetzung der reduzierenden Zucker auszuüben.
Oberhalb des pH-Bereiches von 2 bis 2,4 ändert sich das Verhältnis Dextrose zu Maltose
und ihöhermolekularen Zuckern nur noch unwesentlich und ergeben sich gleichzeitig für die
technische Durchführung zu lange Konversionszeiten.
Durch die Erfindung wird es möglich, haltbare, hochverzuckerte Stärkesiruperzeugnisse mit einer
DE. von mindestens 55 bis über 60% herzustellen,
die weder trüb werden noch auskristallisieren, Sie besitzen ähnliche Eigenschaften wie dde durch
enzymatische Nachverzuckerung hergestellten hochverzuckerten Erzeugnisse.. Während es sich im
letzteren Falle jedoch um ein zweistufiges Verfahren handelt, ist der technische Fortschritt des
neuen Verfahrens vor allen Dingen darin zu erblicken, ,daß es einstufig und weniger kostspielig
ist.
Hochverzuckerte Stärkesiruperzeugnisse mit niedrigem Dextrosegehalt und hohem Gehalt an
Maltose und höhermolekularen reduzierenden Zuckern eignen sich unter anderem besonders für
die Herstellung von Marmeladen, Kompottfrüchten, Speiseeis, Likör und gesüßter Kondensmilch.
2000 g handelsübliche Maisstärke mit einem Wassergehalt von 14% wurden in 4000 ml Wasser
suspendiert, dem 5 ml 3'6,4°/oige Salzsäure zugesetzt
waren. Der pH-Wert der Suspension vor der Konversion
lag bei 2,10 (Glaselektrode). Es wurde 70 Minuten bei 2,5 Atm. (1380) konvertiert. Nach
dem Neutralisieren mit Sodalösung auf pH 5, FiI-trieren,
Eindampfen im Vakuum bei 400 auf etwa 300 Be, Behandlung mit Entfärbungskohle, Filtrieren
und Eindampfen im Vakuum auf 42 bis 45° Be wurde ein farbloser, klarer Sirup mit einer DE.
von 58% und Gehalten von 39% Dextrose und 38% Maltose und höhermolekularen reduzierenden
Zuckern erhalten, der auch bei längerer Lagerung nicht auskristallisierte oder trüb wurde. Ein in
normaler Weise bei pH 1,8 unter sonst gleichen
Bedingungen und einer Verzuckerungsdauer von etwa 40 Minuten hergestellter Sirup enthält bei
einer DE. von 58% demgegenüber etwa 43V0 Dextrose
und etwa 3o°/o Maltose und höhermolekulare ,reduzierende Zucker und ist nicht lagerfähig.
110 Beispiel 2
2000 g handelsübliche Milostärke mit einem Wassergehalt von 14% wurden in 4000 ml Wasser
suspendiert, dem 3 ml 36,4%ige Salzsäure zugesetzt
waren. Der pH-Wert der Suspension vor der Konversion lag bei 2,35 (Glaselektrode). Es wurde
110 Minuten bei 2,5 Atm. (138°) konvertiert.
Nach der wie in Beispiel 1 erfolgten Aufarbeitung wurde ein farbloser, klarer Sirup mit einer DE.
von 62% und Gehalten von 34'% Dextrose und
56% Maltose und höhermolekularen reduzierenden Zuckern erhalten, der auch bei längerer Lagerung
nicht auskristallisierte oder trüb wurde. Ein in ,normaler Weise bei pH 1,8 unter sonst gleichen
Bedingungen und einer Verzuckerungsdauer von
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etwa 55 Minuten hergestellter hochverzuckerter Stärkesirup enthält bei einer DE. von 62% demgegenüber
etwa 48% Dextrose und 28% Maltose und höhermolekulare reduzierende Zucker und ist
nicht lagerfähig.
2000 g handelsübliche Kartoffelstärke mit einem Wassergehalt von 20% wurden in 3500 ml Wasser
suspendiert, dem 4 ml . 36,4%ige Salzsäure zugesetzt waren. Der pH-Wert der Suspension vor
der Konversion lag bei 2,21 (Glaselektrode). Es wurde 90 Minuten bei 2,5 Atm. (1380) konvertiert.
Nach der wie im Beispiel 1 erfolgten Aufarbeitung wurde ein farbloser, klarer Sirup mit einer DE.
von 6o°/o und Gehalten von 37% Dextrose und
46% Maltose und höhermolekularen Zuckern erhalten. Ein in normaler Weise bei-vpn 1,8 unter
sonst gleichen Bedingungen und einer Verzuckerungsdauer von etwa 48. Minuten hergestellter
Stärkesirup enthält bei einer DE. von 6o°/o demgegenüber etwa 45% Dextrose und 30% Maltose
und höhermolekulare reduzierende Zucker und ist nicht lagerfähig.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von haltbarem, hochverzuckertem , Stärkesirup mit einer DE.
von mindestens 53 bis über 60%, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzuckerung unter
technisch üblichen Temperatur- und Druckbedingungen (etwa 2,5 atü und etwa 1380 C)
in einem pH-Bereich von 2 bis 2,4 ohne jeden weiteren Zusatz und die nachfolgende Neutralisation
und Raffination in üblicher, d. h. ein pfj
von 5 nicht übersteigender Form durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzuckerungsdauer mindestens 60 Minuten beträgt.
Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 383 914, 2 395 938.
USA.-Patentschriften Nr. 2 383 914, 2 395 938.
"© 509 697/233 3.56
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