DEC0011972MA - - Google Patents

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DEC0011972MA
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smoke
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Februar 1955 Bekannitgemacht am 30. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, künstliche Nebel durch Verwendung geeigneter Chemikalien, wie z. B. Chlorsulfonsäure, Titantetrachlorid oder der sogenannten Berger-Mischungen, zu erzeugen;, wozu auch die sogenannten, ölnebel, hergestellt durch unvollständige Verbrennung von Ölen, rechnen. Die Anwendung solcher Nebel hat vorzugsweise für militärische Zwecke stattgefunden; für den Schutz frostempfindlicher Pflanzenkultuiren sind sie weniger geeignet. Für Frostschutzve'rnebelungen hat man, bereits vorgeschlagen, biologisch unschädr liehe hygroskopische verdampfbare hochsiedende mehrwertige Alkohole und deren Abkömmlinge mittels eines Stromes von Verbrennungsgasen zu vernebeln. Diese Nebel1 haben zwar, insbesondere bei einem Wassergeballt des Nebelmittels, eine gute abschirmende Wirkung gegen die Bodenausstrahlung, jedoch haben sie eine verhältnismäßig ,geringe Lebensdauer, die etwa 20 bis 25 Minuten nicht übersteigt.
Es wurde nun gefunden,, daß man mit Hilfe von gegebenenfalls wasserhaltigen Glykolen und deren Derivaten für F rostschutz ζ wecke hervorragend, geeignete Nebel mit einer außerordentlich großen Beständigkeit erhält, wenn man dem Nebelmittel geringe Mengen von die Oberflächenspannung herabsetzenden Stoffen zusetzt. Solche Stoffe sind z.B. Sulfonate aliphatischer, aromatischer oder araliphatischer Kohlenwasserstoffe, Alko'xylierungspTodukte aliphatischer oder aromatischer
609 616/115
C11972IVa/78d
Alkohole bzw. Säuren, Schwefelsäureester fetter Öle, Fetts äurealkanolaminsalze u. a. m. Sie werden den Nebelmitteki in Mengen von 0,5 bis io°/o, vorzugsweise 0,5 bis 2%, zugesetzt und bewirken eine1 erheblich geringere Teilchengröße der erzeugten Ärosole. Infolgedessen, sind die so^ hergestellten Nebel beträchtlich dichter und schwebefähiger. Beispielsweise sind derartig hergestellte Nebel 40 bis 60 Minuten beständig und haben ebensolange die für die Frostabschirmung erforderliche Dichte.
Die Glykole bzw. ihre Abkömmlinge, z. B. Äthylenglykole, Propylenglykole, Butylenglykole, Di- oder Triglykole, Diäthylenglykolmonoalkylester, Diäthylenglykolmonoalkyläther usw., werden vorzugsweise in mit Wasser verdünnter Form, angewendet, um die günstige Ultrarotreflexion, und damit die besonders hohe abschirmende Wirkung des Wassers weitestgehend auszunutzen. Es muß daher ein möglichst hoher Wassergehalt der Nebel angestrebt werden, d. h. detr Wassergehalt der Nebelmittel wird zweckmäßig so bemessen, daß der erzeugte Nebel, unter Berücksichtigung der jeweils vorhandenen! Luftfeuchtigkeit 5° bis 80% Wasser enthält.
In vielen Fällen ist es vorteilhaft, den Nebelmitteln gewisse Mengen, z.B. 5 bis 15%, pflanzliche, tierische und/oder mineralische Öle zur Regulierung der Verdunstungsgeschwindigkeit beizufügen. Weiter können ihnen gleichzeitig an, sich bekannte fungizide, insektizide oder bakterizide Wirkstoffe zugesetzt werden.
Die Anwendung der Nebelmittel geschieht im bekannter Weise, z. B. durch mechanisches Versprühen mit Hilfe von Düsen, Propellern usw., durch Verdampfen an Heizflächen, mittels eines Stromes von heißen Gasen, z. B. Heißluft oder Verbremnungsgasen, oder durch raschen periodischen Wechsel zwischen Unter- und Überdruck, z, B. mittels eines Ultraschallgenerators, oder eines . Schmidfcschen Rohrs.
Beispiel
Ein Grundstück von 70 · 70 m wird bei, einer Luftfeuchtigkeit von 80% mittels zweier Schmidtscher Rohre mit einer Ausstoßleistung von je 80 cm3 Nebelmittel pro Minute innerhalb 4 Minuten ■ vernebelt. Das Nebelmittel besteht aus, Diäthylenr glykolmonoäthylätheir und Wasser im Verhältnis ι : ι und enthält zur Regulierung der Verdunstungsgeschwindigkeit 10% Ricinusöl sowie 1% eines Oxäthylierungsprodüktes von, Laurylalkohol mit 7 Mol Äthylenoxyd.
Es entsteht eine etwa 3 m hohe Nebel schicht, die für 40 bis 50 Minuten die Wärmeausstrahlung des Bodens so weit verhindert, dlaß Frostschäden an den Pflanzen nicht eintreten. Einen, Nebel mit gleich guter Frostschuitzwirkung, mit dem aber gleichzeitig Schädlinge bekämpft oder vernichtet werden können, erhält man, wenn man, dem obengenannten Nebelmittel 10 Gewichtsprozent Hexachlorcyclohexan oder Dichllordip^henyltrichlorathan (DDT) zusetzt. Bei Verwendung dös gleichen NebelmitteliS, jedoch ohne den Zusatz des genannten Oxäthylierungsprodüktes des Laurylalkohole, beträgt unter sonst gleichen Bedingungen die Schutzwirkung nur etwa 20 Minuten.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Frositschutzvernebelung pflanzlicher Kulturen, durch Vernebeln von vorzugsweise wasserhaltigen Glykolen, derein Estern oder Äthern, dadurch gekennzeichnet, daß man den Nebelmitteln, garinge Mengen von die Oberflächenspannung herabsetzenden! Stoffen zusetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Nebelmittel zur Regulierung der Verdunstungsgeschwindigkeit pflanzliche, tierische oder mineralische Öle zusetzt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und! 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von fungi,-ziden, insektiziden und/oder bakteriziden Wirkstoffen zum Nebelmittel.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 883 160.
ι 609 616/115 8.56

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