DEC0008264MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 12. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Maischeböden von Destillierkolonnen u. dgl. verwendet man vielfach die sogenannten Glockenböden,
d. h. Böden, bei denen eine mittlere HaIsöffnung,
die die beiden Räume oberhalb und unterhalb des Bodens verbindet, durch einen gewölbten
Deckel, die sogenannte Glocke, abgedeckt wird. Diese Glocke läßt zwischen ihrem Rand und der
Fläche des Maischebodens einen gewissen Durchgangsspalt für die aufsteigenden Dämpfe frei.
In diesen Maischeböden ist außermittig je ein Verbindungsrohr vorgesehen, das in dem oberhalb.
des Bodens liegenden Raum als Überlaufrohr ausgebildet ist und als Füllrohr für die Maische bzw.
als Rücklauf rohr für das anfallende Kondensat u. dgl. in den unteren Raum reicht, wo es mit Abstand
von der Fläche des nächsten Maischebodens endet. Dieses untere Ende des Verbindungsrohres
mußte bisher tiefer liegen als der Rand der danebenliegenden Glocke des unteren Bodens, damit
der unmittelbare Übertritt des aus dem Glockenspalt austretenden Dampfes in das Verbindungsrohr
verhütet und damit eine Behinderung des Zulaufes oder Rücklaufes erschwert und vermieden
werden konnte. Wenn jedoch der Abstand zwischen dem Rohrende und dem benachbarten
Boden sehr klein ist, tritt trotzdem, insbesondere
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C 8264 IVa/6b
bei Dickmaische, eine Verstopfung der Rohrmündung oder zumindest eine ganz bedeutende
Erschwerung des Durchflusses ein. Wird dagegen bei größerem Abstand zwischen Rohrende und
Boden ein entsprechend größerer Abstand am Glockenrand gewählt, dann tritt eine mangelhafte
Durchdampfung ein.
Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß zwischen der Glocke und
ίο der unteren Ausmündung des Verbindungsrohres
des darüberliegenden Bodens, und zwar nur im Bereich dieser Ausmündung, an dem Maischeboden
ein Abschirmblech angebracht wird, dessen Höhe etwa gleich, vorzugsweise größer ist als der
Abstand des Verbindungsrohrendes von dem benachbarten Maischeboden.
Dieses Abschirmblech kann unmittelbar an dem Verbindungsrohr an der der Glocke zugekehrten
Seite angebracht sein. Vorteilhaft wird es jedoch etwa in der Mitte zwischen der Glocke und dem
Verbindungsrohr angeordnet. Zu beachten ist dabei, daß dieses Abschirmblech seitlich nicht über
die ganze Breite des Bodens an der betreffenden Stelle reichen darf, sondern an beiden Enden einen
freien Durchfluß für die Maische auf dem Boden frei lassen muß, da sonst eine Art Absperrwand
entsteht, die um das Rohrende herum ein geschlossenes Abteil bildet, das von dem übrigen
Bodenraum getrennt ist, sich schnell insbesondere bei Dickmaischen ader stark vcrkrustenden Rückläufen
bis zur Höhe der Absperrwand mit gestauter dickbreiiger Masse füllt und das Verbindungsrohr
unweigerlich verstopft. Die erfindungsgemäß frei zu lassenden Durchlässe an den Enden des Abschirmbleches ermöglichen das
dauernde Wegspülen solcher Maischen und Fremdteile und bewirken das Freihalten der Rohrmündung.
Infolge der abschirmenden Wirkung des Abschirmbleches,
das übrigens eben oder gewölbt ausgebildet sein kann, wird ein Höherlegen der unteren Rohrmündung ermöglicht. Unabhängig
davon kann jetzt der Glockenrand tiefer gesetzt werden, so daß der Glockenspalt so klein wird,
daß dem Dampfdurchgang ein größerer Widerstand entgegengesetzt und eine Aufkochung auch
der am Boden befindlichen Grundschicht, also eine bessere Entgeistung oder Verstärkung erzielt
wird.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung.
Fig. ι zeigt die Anordnung in einem Vertikälschnitt
und - ...
Fig. 2 im Schnitt nach der Linie II-II aus
Fig.x. . ■ .
In einem entsprechenden Gefäß 1 sind zwei Böden 2 und 3 angeordnet. In der Mitte der Böden
ist die übliche Halsöffnung 4 vorgesehen, die mittels der Glocke 5 abgedeckt ist. Außermittig
ist in den Böden je ein Verbindungsrohr 6 bzw. 7 angeordnet, das jeweils den Raum oberhalb des
Bodens mit dem darunter befindlichen Raum verbindet.
Die Rohre 6, 7 stehen nach oben über den zugehörigen Boden hinaus und dienen als
Überlaufrohr für zugeführte Frischmaische oder rücklaufendes Kondensat, während ihr unteres
Ende 8 oberhalb des benachbarten Bodens — hier vom Boden 3 — ausmündet.
Der Rand der Glocke S hat von dem zugehörigen
Boden einen Abstand, der einen Spalt 9 für den Durchgang der aufsteigenden Dämpfe entstehen
läßt.
Zwischen dem Rand der Glocke 5 und dem benachbarten unteren Ende 8 des vom oberen
Boden 2 kommenden Verbindungsrohres 6 ist am Boden 3 ein Abschirmblech 10 angeordnet, das
nach Fig. 2 eben ausgebildet ist. Die Höhe des Bleches to ist größer als der Abstand zwischen
dem Rohrende 8 und dem benachbarten Boden 3, und seine Breite ist so bemessen, daß es den
geraden Weg der aus dem Glockenspalt 9 hervorquellenden Dämpfe zum unteren Rohrende 8
unterbricht, jedoch zwischen seinen Enden und der Gefäßwand Durchlässe für den Durchgang der
Maische aus dem Rohr 6 und deren gleichmäßige Verteilung über den ganzen Boden 3 frei läßt.
Der Glockenspalt 9 ist erfindungsgemäß kleiner als der Abstand des Rohrendes 8 vom Boden 3.
Bisher war die Glocke S in der Regel schwach gewölbt, was zum Festsetzen und Verkrusten der
Maische auf der oberen Glockenfläche Gelegenheit gab. Erfindüngsgemäß wird die Glocke insbesondere
bei Maischeentgeistungssäulen gemäß der Zeichnung dachförmig mit großer Neigung
nach allen Seiten ausgeführt, so daß die Maische verläßlich auf den Boden abgleitet.
Claims (4)
1. Maischeboden für Destilliereinrichtungen, bei dem eine mittlere Halsöffnung durch eine
sogenannte Glocke abgedeckt ist und ein außermittig angeordnetes, als Füll- und Rücklaufrohr
dienendes Verbindungsrohr die Räume oberhalb und unterhalb des betreffenden Maischebodens verbindet und etwas oberhalb
des darunterliegenden Bodens ausmündet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Glocke (5) und der unteren Ausmündung (8) des Verbindungsrohres (6) des darüberliegenden
Bodens (2), und zwar nur im Bereich dieser Ausmündüng, an dem Maischeboden (3)
ein Abschirmblech (10) angebracht ist, dessen Höhe etwa gleich, vorzugsweise größer ist als
der Abstand der Ausmündung (8) vom benachbarten Boden (3).
2. Maischeboden nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abschirmblech (to) etwa in der Mitte zwischen der Glocke (5) und
der Rohrausmündung (8) angeordnet ist.
3. Maischeboden nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der den Durchtrittsspalt
(9) für die aufsteigenden Dämpfe
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bestimmende untere Rand der Glocke (5) tiefer angeordnet ist als die Ausmündung (8)
des Verbindungsrohres.
4." Maischeboden nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
der Glocke (5) in Form eines Daches mit starker Neigung ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 744 364, 861 544.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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