DE1904728C3 - ölabscheidevorrichtung - Google Patents
ölabscheidevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine ölabscheidevorrichtung
zum Abscheiden von öl, das leichter als die gereinigte Flüssigkeit ist, bestehend aus einem Behälter
mit einem ölabscheider, der voneinander abgetrennte, von geneigten und in Abständen übereinander angeordneten
Wänden gebildete Durchflußwege für die Flüssigkeit besitzt, aus einem Zulauf für die zu
reinigende Flüssigkeit an einer Seite des Abscheiders und einem Ablauf für die gereinigte Flüssigkeit an
dessen anderer Seite, sowie aus einem Überlauf zwischen dem Abscheider und dem Ablauf.
Es sind derartige Vorrichtungen bekannt, bei denen die zu reinigende Flüssigkeit der Oberseite des
ölabscheider zuläuft und das abgeschiedene öl
aufwärts entgegen der Strömungsrichtung der Flüssigkeit abfließt, wobei die geneigten Wände des Abscheiders
von gewellten Platten gebildet werden. Zur Erzielung einer genügenden Abscheidung müssen diese
bekannten Vorrichtungen verhältnismäßig lang sein, weil die abwärts strömende Flüssigkeit bestrebt ist, das
Ö! wieder mit sich fortzuführen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Abscheidevorrichtung zu schaffen, die bei kürzerer
Länge eine bessere Abscheidung bewirkt. Dies wird erfindungsgemäß in erster Linie dadurch erreicht, daß
ίο die Wände an ihrem oberen Ende mit sich verjüngenden,
Öffnungen zwischen sich aufweisenden Fingern versehen sind und der Flüssigkeitszulauf am unteren
Ende der Wände liegt.
Hierdurch ist es möglich, das öl mit Hilfe der aufwärts gerichteten Strömung einer Transportrinne zuzuleiten und eine Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit am Abflußende des ölabscheider zu vermeiden.
Hierdurch ist es möglich, das öl mit Hilfe der aufwärts gerichteten Strömung einer Transportrinne zuzuleiten und eine Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit am Abflußende des ölabscheider zu vermeiden.
Vorzugsweise stein in der senkrechten Ebene jeder Finger in einem Winkel zu den ihm benachbarten
ίο Fingern. Dadurch wird die Strömungsgeschwindigkeit
im oberen Bereich des ölabscheider noch weiter verlangsamt und auf diese Weise die Abscheidungssirecke
wesentlich verkürzt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die einzelnen, voneinander getrennten Durchflußwege
weiterhin durch Trennwände quer unterteilt, wodurch ein besseres Strömungsbild der Flüssigkeit durch den
Ölabscheider hindurch mit im wesentlichen gleichförmiger Strömungsgeschwindigkeit erhalten wird. Dies
fördert ebenfalls die Abscheidung.
Vorzugsweise besteht das Gebilde von Wänden, Fingern und Trennwänden aus übereinander angeordneten
Reihen von nebeneinander angeordneten umgedrehten U-förmigen Kanälen, wobei die Schenkel der
U-Profile die Trennwände und die Verbindungen der Schenkel der U-förmigen Kanäle einer Reihe die
Wände bilden und die Finger ebenfalls umgekehrte U-Form haben und von Verlängerungen der Wände
gebildet sind.
Hierdurch wird eine sehr einfache Konstruktion des Ölabscheider erhalten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer ölabscheidevorrichtung nach der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
F i g. I einen Längsschnitt durch eine Ölabscheidevorrichtung,
Fig. 2 eine Reihe von nebeneinander angeordneten,
umgekehrt U-förmigen Kanälen mit Fingern, in vergrößerter perspektivischer Darstellung,
F i g. 3 das Geschwindigkeitsbild in einem Kanal ohne Trennwände und in einem Kanal mit Trennwänden.
Die Ölabscheidevorrichtung der F i g. 1 besitzt einen Behälter 1 mit einem ölabscheider 2. Der Behälter 1 ist
mit einem Zulauf 3 für die zu reinigende Flüssigkeit und einem Ablauf 4 für die gereinigte Flüssigkeit versehen.
Die durch den Zulauf 3 zugeführte, zu reinigende Flüssigkeit strömt zunächst in einer Kammer 5 durch ein
Sieb 6 für feste Bestandteile hindurch, wonach die Flüssigkeit durch eine Leitung 7 in den Behälter 1
gelangt und sodann den Ölabscheider 2 durchfließt.
Nach Durchströmen des ölabscheider 2 fließt die gereinigte Flüssigkeit unter einer Zwischenwand 8
entlang und danach über einen Überlauf 9 zu dem Ablauf 4 für die gereinigte Flüssigkeit.
Das in dem ölabscheider 2 abgeschiedene öl, das ein
geringeres spezifisches Gewicht hat als die gereinigte Flüssigkeit, schwimmt auf dieser Flüssigkeit und kann
abgeführt werden, beispielsweise mittels eines einstell-
baren Abschöpfers 10.
Der ölabscheider 2 besitzt parallele, einen Abstand
voneinander aufweisende Wände II, die in einem Winkel χ gegenüber der horizontalen Ebene stehen.
Diese Wände 11 bilden voneinander getrennte und übereinander liegende Durchflußwege mit einer Höhe,
die kleiner ist als die Gesamthöhe des Abscheiders 2. Infolgedessen müssen die ölpartikel nicht so weit
aufsteigen wie in einem gebräuchlichen offenen Abscheider. Ei findet also schon eine grobe Abscheidung
des abzuscheidenden Öls bei schwereren, tiefer liegenden Partikeln und bei leichteren, höher liegenden
Partikeln statt.
Die Anordnung des Abscheiders 2 mit einem Neigungswinkel hat den Vorteil, daß die aufwärts
gerichtete Strömung die ölpartikel dem Abschöpfer 10
zuleitet. Infolgedessen findet die Abscheidung in <ler Strömungsrichtung des Flüssigkeits-Öl-Gemisches siatt,
wodurch die Abscheidungszeit und die Länge der Vorrichtung wesentlich verkürzt wird. ίο
Die Bemessung des Winkels α richtet sich danach,
was voneinander getrennt und abgeschieden werden soll, sowie von den Aufwendungen für die Abscheidevorrichtung,
d. h. von den Abmessungen des Behälters 1. Der Winkel liegt zwischen 30° und 45°.
Vorzugsweise sind die getrennten, übereinander liegenden Durchflußwege außerdem in Seitenrichtung
durch Trennwände 12 unterteilt, wie F i g. 2 zeigt, um ein besseres Strömungsbild zu erhalten, wie F i g. 3 veranschaulicht.
Hierdurch wird anstelle der ursprünglichen Parabel im Falle des NichtVorhandenseins von Trennwänden
eine Anzahl von schmaleren Parabeln erhalten, die eine sehr gleichförmige Geschwindigkeit in dem
Ölabscheider 2 ergeben, wodurch die von der Geschwindigkeit abhängende ölabscheidung begünstigt
wird.
Der ölabscheider 2 besitzt eine Anzahl von
übereinander angeordneten Reihen, in F i g. 1 beispielsweise 8 Reihen, von umgedrehten und nebeneinander
liegenden U-förmigen Kanälen, wobei die Schenkel der U-Profile in jeder Reihe die Trennwände 12 und die
Verbindungen der Schenkel in jeder Reihe die Wände 11 bilden. Die Reihen können in einfacher Weise
miteinander verbunden werden, um in senkrechter Richtung voneinander getrennte Durchfiußwege zu
bilden, indem die Trennwände an ihren freien Enden mit nicht näher dargestellten abgebogenen Stellen versehen
werden oder dort Winkeleisen angeordnet werden.
Da die Eintrittsöffnung an der unteren Seite des Ölabscheider 2 der Austrittsöffnung an dessen oberer
Seite entsprechen soll und da das abgeschiedene öl in den Kanälen im wesentlichen bis /u dem Flüssigkeitsspiegel
hochzulühren ist. weil sotisl die Strömung der
gereinigten Flüssigkeit das ah^eschiedenc Öl wieder
mitnehmen würde, sind <!ie Kanäle an der Oberseite mit
Fingern 13 versehen, die das Öl zur Flüssigkeitsoberfläche
leiten, wobei zwischen den fingern cine· Öffnung
vorhanden ist. um es der Flüssigkeit /u ermöglichen. ohne Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit /u
fließen.
Dadurch, daß jeder Finger 13 einen anderen Winkel gegenüber der Vertikalen hat als die beirichbarten
Finger, ist es sogar möglich, die Sirömungsgesc hwmdigkeit
im oberen Bereich des Ölabscheider zu verringern. wodurch die Ölabscheidung gefördert wird.
Fig. 2 zeigt, daß die Oberseite eines Fingers 13.7 in
der gleichen Ebene liegt wie die Wand 11 des Kanals und daß der Finger 13i>
um die Linie 14 nach unten gebogen ist.
Die Finger 13 leiten das öl zur Flüssigkeitsoberfläche.
Dazu können sie ebenfalls mit umgekehrter U-Form ausgebildet werden.
Die Dicke der ölschicht nimmt von den oberen
Fingern zu den unteren Fingern hin zu. Deshalb müssen die Finger in der gleichen Richtung einen zunehmenden
Abstand von der Flüssigkeitsoberfläche aufweisen, wie
in Fig. 1 mit dem Winkel β angegeben ist. Dieser Winkel β kann 4° bis 20" betragen in Abhängigkeit
unter anderem vom Winkel <x, wobei der Winkel β mit größer werdendem Winkel α größer wird.
Die Gesamtlänge der geneigten Kanäle und Finger ist an der Unterseite größer als an der Oberseite.
Infolgedessen haben die im allgemeinen am Einlaß des Abscheiders in tieferen Schichten anwesenden schwereren
ölpartikel einen längeren Weg zurückzulegen, so daß für alle Partikel die beste Abscheidungslänge zur
Verfugung steht.
Die erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung iu!
folgende Vorteile:
Aufgrund der Finger 13. die das Öl im wesentlichen bis zur Flüssigkeitsoberfläche leiten, wird die Abscheidung
in Strömungsrichtung der /11 reinigenden Flüssig keit ermöglicht. Dadurch, daß ι \-r Finger gegenüber
den benachbarten Fingern in einem Winkel steht, wird
die Abflußgesch Bindigkeit vom Abscheider 2 herabgesetzt, was die Abscheidung steigert. Dadurch, daß die
Abscheidestrecke für schwerere Partikel lang und für leichtere Partikel kurz ausgestaltet ist. ergibt sich für
alle Partikel die beste Abscheidungslänge.
Durch die seitliche Unterteilung der Durchflußwege mittels der Trennwände 12 wird ein besseres .Strömungsbild
ohne große Spitzenwerte erhalten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. (^abscheidevorrichtung zum Abscheiden von öl, das leichter als die gereinigte Flüssigkeit ist,
bestehend aus einem Behälter mit einem ölabscheider, der voneinander abgetrennte, von geneigten
und in Abständen übereinander angeordneten Wänden gebildete Durchflußwege für die Flüssigkeit
besitzt, aus einem Zulauf für die zu reinigende Flüssigkeit an einer Seite des Abscheiders und einem
Ablauf für die gereinigte Flüssigkeit an dessen anderer Seite, sowie aus einem Überlauf zwischen
dem Abscheider und dem Ablauf, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (11) an ihrem
oberen Ende mit sich verjüngenden, Öffnungen zwischen sich aufweisenden Fingern (13) versehen
sind und der Flüssigkeitszulauf am unteren Ende der Wände liegt.
2. ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichne!, daß in senkrechter Ebene
jeder Finger (\3a) in einem Winkel gegenüber den
ihm benachbarten Fingern (13/^steht.
3. ölabschcidevorrichiung nach Anspruch ! oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (λ) der Wände (11) gegenüber der horizontalen
Ebene JO" bis 45° beträgt und daß die durch die oberen Enden der Finger (13) der Wände gelegte
Ebene einen Winkel (ß) zwischen 4° und 20° gegenüber der horizontalen Ebene aufweist.
4. Ölubseheidevorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußwege seitlich durch Trennwände (12)
unterteilt sind.
5. ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (11), Imger
(13) und Trennwände (12) aus übereinander angeordneten Reihen von nebeneinander angeordneten
umgekehrt U-förmigen Kanälen bestehen, wobei die Schenkel der U-Profilc die Trennwände (12) und
die Verbindungen zwischen den Schenkeln der U-förmigen Kanäle jeder Reihe die Wände (11)
bilden, und daß die Finger (13) gleichfalls umgekehrt U-förmig ausgebildet und von Verlängerungen der
Wände (11) gebildet sind.
6. Ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kanal mit wenigstens zwei Fingern (13) versehen ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6801614 | 1968-02-05 | ||
| NL6801614A NL6801614A (de) | 1968-02-05 | 1968-02-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1904728A1 DE1904728A1 (de) | 1969-09-04 |
| DE1904728B2 DE1904728B2 (de) | 1976-12-23 |
| DE1904728C3 true DE1904728C3 (de) | 1977-10-27 |
Family
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