DEC0005825MA - - Google Patents

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DEC0005825MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Mai 1952 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, Alkalialkoholate aus Alkohole«: und Alkaiihydroxyd'en duircb Destillation nach der
Gleichung MeOH + ROH » MeOR + H2O
herzustellen!. Die Umsetzung verläuft jedoch nur dann quantitativ, wenn das entstandene Wasser laufend entfernt wird. Man; hat daher bereits vorgeschlagen, eine alkoholische AlkalihydrOxydlosung1 mit entgegengesetzt strömendem Alkoholdampf in Wechselwirkung, gegebenenfalls, unter Mitverwendung einer indifferenten Hilfsflüssigkeit, die mit Wasser aizeotrope Gemische bildet, wie Kohlenwasserstoffe, zu bringen.
Es wurde nun gefunden, daß man Alkalialkoholate aus Alkoholen und Lösungen von Alkalihydroxyden besonders vorteilhaft kontinuierlich durch Destillation herstellen kann, wenn man eine wäßrige Alkalihydroixydloeung in: einer Destillationskolonne mit entgegengesetzt strömendem Alkoholdaimpf in der Wärme behandelt. Unter Alkoholen werden aliphaitische ein- und mehrwertige primäre, sekundäre und tertiäre Alkohole mit geraden oder verzweigten Ketten, sowie cycloaliphatische Alkohole verstanden, deren Siedepunkte vorzugsweise über dem dies Wassers liegen, z. B. Butanole, Pentanole, Hexanole, Heptanole, Octanote, Nonanole, Deoanole, Undecainole öder .Dodecianole, sowie Cyclopentanole und Cyclohexanole. Es lassen sich aber auch niedrigersiedende. Alkohole verarbeiten, wenn man dem Reaktioaisgemisch eine geeignete Hilfsflüssigkeit zum. Aiiskr eisen des Wassers, z. B. Benzol, zusetzt. Alkalihydroxyde im, Sinne der Erfindung sind Natriumhydroxyd, Kaliumhy-
509' 699/494
C 5825 IVb/12 ο
droxyd, Lithiumhydroxyd, Rubidiumhydroxyd und Cäsiurohydroxyd. Die verwendete Destillationskolonne, an deren. Fuß sich eine Destillierblase befindet, ist -vorzugsweise mit-'Füllkörpern gefüllt.
In der Desti-llierblase wird anfangs reiner Alko>hol, später die bei der''Uriisetzung1 entstehende alkoholische Alkalialkoholatlö'sung zum Sieden, erhitzt. Der aufsteigende Alkoholdaimpf heizt die Destillationskolonne so, daß das Wasser der oben,
ίο eingeführten wäßrigen, ζ weckmäß ig' hochprozentigen Alkalihydro'xydlösung' verdampft. Das •Alkalihydroxyd scheidet sich; in fester Form, auf den Füllkörpern ab, während das Wasser zusammen, mit einem, Teil des Alkohols als azeotropes, Gemisch dampfförmig entweicht. Uni die Abscheidung des festen Alkalihydiroxyds auf einen, größeren Bereich der Destillationskolonne zu verteilen,, kann es vorteilhaft sein, die -wäßrige' Alkalihydroxydlös-ung gleichzeitig an verschiedenen Stellen des oberen Teils der Destillationskolonne zuzuführen. Der ebenfalls im. oberen Teil der Destillationskolonne eingeführte Alkohol rieselt über die mit festem Alkalihydroxyd überzogenen! Füllkörper, löst einen Teil des Alkalihydroxyds auf und bildet mit diesem in bekannter Weise Alkalialkoholat. Das Alkalialkoholat sammelt sich als alkoholische Lösung in der Destillierblase und wird dort laufend, abgezogen. Die Konzentration der abgezogenen Lösung richtet sich nach der Temperatur, die man in. der Destil-Her blase einstellt. Das bei der Reaktion entstehende Wasser wird mit einem, Teil des Alkoholdampfes als azeoUropes Gemisch, entfernt. Das übergegan-' gene Wasser-Alkohol-Gemisch wird kondensiert und trennt sich bei der Verwendung höhersiedender und in Wasser schwer löslicher Alkohole nach der Kondensation in zwei Schichten, von denen die wäßrige- verworfen und die alkoholische zusammen mit frischem. Alkohol auf den Kopf der Kolonne zurückgegeben werden kann. Verwendet man niedrigsiedende Alkohole, die sich in Wasser leicht lösen, sol kann die Trennung' des Kondensates in zwei Schichten, durch Mitverwendung einer Hilfsflüssigkeit, z. B. Benzol, bei der Destillation erreicht werden. Das Verfahren kann bei Verwen,-dung niedrigsiedender Alkohole bei Überdruck und bei Verwendung' sehr hoch siedender Alkohole auch bei Unterdruck ausgeführt werden. Die erhaltenen alkoholischen. Alkalialkoholatlöeungen sind, alkalihydro'xydfrei und lassen sich, ohne Aufärbeitung für weitere Umsetzungen verwenden.
B β i s ρ i e 1 ι .
Auf den Kopf einer kupfernen Destillationskolonne von 1,40 m, wirksamer Länge mit einer Füllung von 7X7 mm großen Füllkörpern werden stündlich 96,5 Gewichtsteile1 5o°/oige Natronlauge und 415 Gewichtsteile n-Butanol aufgegeben., nachdem: man in einer 3 1 fassenden, unten an die D es ti 11 a,t ionskolonne anschl i eßenden D es t i 11 i er bl ase 200 Teile Butanoi vorgelegt und zum Sieden erhitzt hat. Durch den aufsteigenden Butanoi dampf wird die Natronlauge entwässert und wasserfreies Natriumhydro'xyd auf den Füllkörper abgeschieden.
Dieses NatriumhydirOxyd wird, von. dem''-herabrieselnden Butanoi gelöst und setzt sich, mit letzte- rem unter Wasserabspaltung zu, Natriumbutylat um. Das abgespaltene Wasser verläßt ebenso wie das aus der Natronlauge stammende Wasser die Destillationskolonne als dampfförmiges. Wasser-Butanol-Gemischi über Kopf. Nach der Kondensation trennt sich das Gemisch in zwei Phasen, von denen man die wäßrige verwirft, während die alkoholische zusammen mit frischem Butanoi in, die Destillationskolonne zurückgeführt wird. Das entstandene Natriumbutylat fließt- als alkoholische Lösung in die Destillierblase. Deren Temperatur wird, bis auf 131° gesteigert, dann wird mit der Abnahme des -Alkonolates begonnen. Man erhält stündlich 437 Gewichitsteile: einer 26,4°/oigen Na.-triumbutylatlösung. In der gleichen Zeit werden 72,3 Gewichtsteile Wasser ausgekreist.
..Beispiel 2
In der unter Beispiel 1 genannten Apparatur werden stündlich 515 Gewichtsteile 2-Äthylhexanol und 91,5 Gewichitsteile einer 50°/oigen Natronlauge eingesetzt. Bei einer Blasentemperatur von 1960 werden in der gleichen, Zeit 550 Gewichtsteile einer 30°/oigen Natriumoctylatlösung gewonnen, gleichzeitig 65 Gewichtsteile Wasser ausgekreist. ...■■·.
B e i si ρ i e 1 3
In der unter Beispiel 1 genannten Apparatur werden stündlich 92,4 Gewichtsteile einet 5o%igen"95 Natronlauge und; 690 Gewichtsteile sek-Butanol eingesetzt. Dabei wird zusätzlich· so> lange Benzol zugegeben, bis die Kopftemperatur der Kolonne 700 erreicht hat. Die Benzolzugabe wird notfalls bei einem, Anstieg der Kopftemperatur über 720 wiederholt. Das bei einer Sumpf temperatur von 1940 .erhaltene Alkoholat ist i8,2°/oig. Stündlich werden 611 Gewichtsteile Alkoholat erhalten und gleichzeitig 76 Gewichtsteile Wasser ausgekreist.
B e i si ρ i e 1 4
In der unter Beispiel 1 genannten Apparatur werden stündlich, 80,1 Gewichtsteile einer 50%igen Natronlauge und 320 Gewichtsteile 1, 6-Hexandiol bei einem. Druck von 50· Torr eingesetzt und. wie in Beispiel 1 zur Reaktion gebracht. Bei einer Sumpftemperatur von 1980 werden stündlich 330 Gewichtsteile 24,5%iges Alkoholat erhalten und gleichzeitig 68,2 Gewichtsteile Wasser a.usgekreist. ■

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: ■ :'
    Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Alkalialkoholaten aus Alkoholen und Alkaiihydroixydlösungen durch Destillation, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Alkalihydro'xydlö'Sung in einer Destillationskolonne mit entgegengesetzt strömendem Alkoholdampf in der Wärme behandelt.
    Angezogene Druckschriften: '<
    Deutsche Patentschriften Nr. 519443, 558469.

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