DEC0002709MA - Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln für die keramische Industrie und Brennhilfsmittel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln für die keramische Industrie und BrennhilfsmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln aller Art für die keramische Industrie und zeigt gleichzeitig ein nach dem Verfahren hergestelltes Brennhilfsmittel. Um den Brennofen voll auszunützen, benutzt man in der keramischen Industrie im allgemeinen Brennhilfsmittel in Form von Platten, Stützen o.dgl., die abwechselnd übereinandergebaut werden, so dass die Möglichkeit besteht, die zu brennenden Gegenstände auf einem geeigneten Wagen in mehreren Etagen übereinander durch den Ofen hindurch zu transportieren.
Um die Brennhilfsmittel gegen mechanische Beanspruchungen und gegen die Beanspruchungen der Hitzeeinwirkung widerstandsfähig zu machen, wurden die Platten und Stützen in erheblicher Stärke aus keramischen Material hergestellt. Dies hatte zur Folge, dass ein erheblicher Teil des Ofens von den Brennhilfsmitteln ausgefüllt und für das eigentliche Brennen der herzustellenden Gegenstände nicht benutzt werden konnte. Ein weiterer Mangel der bekannten Brennhilfsmittel bestand darin, dass trotz der starken Ausführung der einzelnen Platten usw., diese vielfach infolge der Belastung durchbrachen. Die Folge davon war, dass das gesamte aus Brennhilfsmitteln und Werkstücken auf dem Brennkammerwagen aufgebaute Gebäude in sich zusammensackte. Dadurch war ein grosser Verlust bedingt, da ja jeweils die auf den Brennhilfsmitteln transportierten Werkstücke mit zu Bruch gingen.
Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Brennhilfsmittel erfindungsgemäss dadurch behoben, dass bei der Herstellung der Brennhilfsmittel in die dazu verwendeten Materialien geeignete metallische Versteifungen eingebettet wurden. Um ein Anhaften der Masse an den Versteifungen während der Trocknung auszuschliessen, werden die Versteifungen vorzugsweise vor dem Einbetten in die Masse mit einem Überzug versehen, oder eienr anderen geeigneten Behandlung unterworfen.
Die Versteifungen lassen sich beispielsweise vorher gut einfetten, mit einem Graffitüberzug versehen o.dgl. Gegebenenfalls können sie aber auch mit einem wasserabstossenden Anstrich, wie Schellack o.dgl. versehen werden. Eine solche Behandlung hat zur Folge, dass sich beim Trocknen die keramische Masse zusammenzieht, ohne dass ein Festhaften auf den Versteifungen erfolgt. Nach dem Trocknen ragen diese über den äusseren Umfang der Platte, Stütze o.dgl. hinaus und werden hier erfindungsgemäss nach dem Brand in geeigneter Weise gesichert, was beispielsweise durch Anbringung von Verstärkungen, Köpfen, Querverbindungen o.dgl. geschehen kann. Die metallischen Versteifungen müssen selbstverständlich aus einem hochhitzebeständigen Material bestehen und auf ihrem äusseren Umfang völlig glatt und eben sein, damit tatsächlich keine Masseteilchen auf ihnen festhaften.
Vorzugsweise lassen sich die Versteifungen sowohl in der Längsrichtung als auch in der Querrichtung vorsehen, wobei aber die einzelnen Versteifungselemente untereinander nicht verbunden sein dürfen.
Der Erfindungsgedanke ist in der anliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Schemazeichnung über die Anwendung der Brennhilfsmittel,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines als Platte
ausgebildeten Brennhilfsmittels, teilweise im Schnitt.
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Ausführungsform einer Platte und
Fig. 4 einen Teilschnitt durch eine andere Ausführungsform der Platte.
Auf dem nicht weiter dargestellten Wagen, auf welchem das Brenngut durch den Ofen hindurchgefahren wird, sind abwechselnd Stützen (1) und Platten (2) übereinandergebaut, wobei die zu brennenden Werkstücke auf die Platten aufgebaut werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren bezieht sich in erster Linie auf die Ausgestaltung der Platten (2), doch können auch die Stützen (1) entsprechend ausgebildet werden.
Wie Fig. 2 erkennen lässt, wird die Platte (2) von parallel zueinander verlaufenden Versteifungsdrähten (3) durchsetzt. Am besten kann die Herstellung erfolgen, indem die Drähte von vorn herein etwas länger bemessen werden, als es der endgültigen Abmessung der Platte entspricht. Die Drähte können beispielsweise in einer entsprechenden Form in die Masse mit eingebettet werden. Für die Bildung der Platte kann man eine Gipsform verwenden, die an ihren Rändern Kerben oder Auflager für die einzubringenden Versteifungen aufweist.
Das Material der Platte kann aus einer Mischung von Schamotte, Steingut, Tonen und Talkum bestehen. Diese Masse wird eingesumpft und in die Gipsform eingedrückt. Die entsprechend länger bemessenen Drähte beispielsweise aus hochhitzebeständigem Draht von etwa 3 mm Durchmesser werden, nachdem sie gut eingefettet oder mit einem Graphitanstrich versehen worden sind, in die Form eingelegt, worauf die Platte durch Zufügen weiterer Masse fertiggestellt wird. Gegebenenfalls können aber die Versteifungen auch nachträglich in die noch nicht getrocknete Masse eingeführt oder in die Platte sonstwie eingebracht werden. Wenn die Platte trocknet, schrumpft die Masse zusammen. Nach dem Brand werden die aus der Platte vorstehenden Enden der Versteifungen (3) gesichert. Dies kann beispielsweise geschehen, indem auf die Enden ausserhalb der Platte (2) Köpfe (4) oder Querverbindungen (5) o.dgl. aufgeschweisst werden. Die Köpfe oder Querverbindungen bestehen selbstverständlich aus dem gleichen Material wie die Versteifungen. Ebenso ist auch das Schweissmittel entsprechend gewählt.
Wie Fig. (3) zeigt, kann die Ausbildung der Platte (2) so gewählt werden, dass die Versteifungseinlagen (3) in der unteren Plattenhälfte liegen, um die durch die Pfeile angedeutete Belastung als Zugspannung aufnehmen zu können. Es können aber auch gemäss Fig. 4 sowohl in der Längsrichtung verlaufende Versteifungen (3)
als auch quer dazu verlaufende Versteifungen (3') eingebracht werden, die vorzugsweise übereinanderliegen, aber untereinander nicht verbunden sein dürfen, um die Schrumpfung der Platte nicht zu verhindern.
So wie es an dem Ausführungsbeispiel gezeigt ist, können die verschiedensten Arten von Versteifungen sowohl bei Platten als auch bei Stützen zur Anwendung gelangen. Sinngemäss wird man die Versteifungen immer in die Zonen der Brennhilfsmittel legen, die die stärksten Beanspruchungen auszuhalten haben. Da für die Versteifungen hochhitzebeständiges Material verwendet wird und dieses ausserdem noch in der isolierenden keramischen Masse liegt, ist nicht zu befürchten, dass die Versteifungen bei den auftretenden Erwärmungen schmelzen oder verbrennen.
Claims (7)
1.) Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln aller Art für die keramische Industrie, dadurch gekennzeichnet, dass in die, die Brennhifsmittel bildenden Materialien metallische Versteifungen eingebettet werden.
2.) Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die metallischen Versteifungen vor dem Einbetten in die Masse mit einem Überzug versehen oder einer anderen geeigneten Behandlung unterworfen werden, so dass ein Anhaften der Masse an den Versteifungen während der Trocknung ausgeschlossen wird.
3.) Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungen länger bemessen werden als der Massekörper und nach dem Brand die Versteifungen ausserhalb des Massekörpers gesichert werden, z.B. durch Anbringung von Köpfen, Querverbindungen, Verstärkungen o.dgl.
4.) Verfahren zur Herstellung von Brennhilfsmitteln nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die, die Brennhilfsmittel bildenden Materialien sowohl in der Querrichtung als auch in der Längsrichtung verlaufende Versteifungen eingebettet werden, die untereinander nicht verbunden sind.
5.) Ein nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 4 hergestelltes Brennhilfsmittel für die keramische Industrie, gekennzeichnet durch eine Platte aus keramischen Materialien, in die metallische Versteifungen eingesetzt sind, welche ausserhalb der Platte, Stütze o.dgl. durch Verstärkungen, Köpfe, Querverbindungen o.dgl. gesichert sind.
6.) Ein nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 4 hergestelltes Brennhilfsmittel für die keramische Industrie, dadurch gekennzeichnet, dass in die das Brennhilfsmittel bildende Platte, Stütze o.dgl. sowohl in der Längsrichtung als auch in der Querrichtung verlaufende metallische Versteifungen eingesetzt sind, die untereinander nicht in Verbindung stehen.
7.) Ein Brennhilfsmittel für die keramische Industrie nach Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vesteifungen aus einem hochhitzebeständigem Draht von etwa 3 mm Durchmesser bestehen.
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