DEC0000445MA - Vorrichtung zur Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von Gasen mit FlüssigkeitenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Vorrichtungen zur Behandlung von Gasen oder Dämpfen mit Flüssigkeiten, wie z.B. an Waschtürmen, Destillierkolonnen, Kühltürmen und dergl. Für derartige Vorrichtungen werden als Füllelemente mit Vorteil wagerecht übereinander angeordnete Roste aus hochkantstehenden Streifen oder Leisten verwendet, die aus Metall, Steinzeug, Kohlenstoff, Holz oder sonstigen geeigneten, dem Angriff von Chemikalien widerstehenden Werkstoffen bestehen. Es ist üblich, in solchen Vorrichtungen aufeinander folgende Roste, die im rechten Winkel zueinander abwechseln, in senkrechten Reihen anzuordnen. Das Hauptproblem zur Erzielung der besten Ergebnisse aus der Verwendung solcher
Füllkörper bezw. Roste besteht dabei darin, sicherzustellen, dass das ganze Rostsystem gleichmässig benetzt wird. Ferner ist es wünschenswert, dass diese gleichmässige Benetzung mit einer Mindestmenge an durch die Vorrichtung herabrieselnder Flüssigkeit erreicht wird. Man hat es schon früher für vorteilhaft befunden, bei solchen Rostsystemen die Unterkante der Streifen oder Leisten eines jeden Rostes mit sägezahnartigen Vorsprüngen ( oder hervorstehenden Spitzen ) zu versehen, um dadurch sicherzustellen, dass die Flüssigkeit vom Rost richtig gelenkt abfliesst, aber bei diesen bisherigen Anordnungen war die Unterkante der Streifen oder Leisten eines jeden Rostes in dauernder Berührung mit den Streifen oder Leisten des nächsten darunterliegenden Rostes.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden bei Vorrichtungen der vorerwähnten Art, in welchen wagerecht übereinander Roste aus hochkant stehenden Streifen oder Leisten angeordnet sind, über die Flüssigkeitsfilme herunterrieseln, die Roste um einen kurzen Abstand, wie z.B. 6,35 mm, voneinander getrennt gehalten, so dass die von den Unterkanten eines Rostes abtropfende Flüssigkeit unter dem Einfluss der Schwerkraft frei herabfällt und auf die Oberkanten des darunter befindlichen Rostes mit einer solchen Geschwindigkeit oder Energie aufschlägt, dass der Film auf den Oberkanten des unteren Rostes eine nach aussen gerichtete Kräuselung erfährt.
Eine solche erfindungsgemässe Vorrichtung zur Behandlung von Gasen oder Dämpfen mit Flüssigkeiten besteht demgemäss
vorteilhafter Weise in der Hauptsache aus einem Turm mit wagerecht übereinander angeordneten Rosten, von denen jeder aus hochkant stehenden, parallel und in Abstand zueinander angeordneten Streifen oder Leisten gebildet ist, die an ihren Unterkanten Quernuten besitzen, welche nach unten zu hervorstehende und in Abstand zueinander befindliche Spitzen bilden, die ihrerseits wiederum durch einen kurzen Abstand von den Oberkanten des unmittelbar darunter befindlichen nächsten Rostes getrennt sind, so dass Flüssigkeitsfilme, die an den Oberflächen der erwähnten Leisten herabfliessen, an den erwähnten, nach unten zu vorstehenden Spitzen Tropfen bilden, welche frei auf die Kante der darunter liegenden Leiste fallen und so in dem sich auf den Oberkanten der darunter liegenden Leisten zu bildenden Flüssigkeitsfilm eine Kräuselung verursachen.
Die Wirkung des Tropfens und der Kräuselung besteht darin, dass der Film auf den senkrechten Flächen des unteren Rostes über eine sehr viel grössere Oberfläche ausgebreitet wird, als wenn die beiden Roste sich berühren würden, wodurch ganz allgemein der Wirkungsgrad des Turmes verbessert wird, insbesondere wenn es sich um Mindestmengen an Flüssigkeit handelt.
Die Unterkante jeder Leiste bezw. jeden Rostelementes wird vorzugsweise so gezahnt, dass die Flüssigkeit von einer Reihe von Spitzen abtropft, wobei diese Spitzen unmittelbar über den Rosten oder Leisten in der nächsten darunter liegenden Schicht ( die unter rechtem Winkel zu den Leisten des oberen
Rostes verläuft ) angeordnet und von ihnen durch einen Abstand von z.B. etwa 6,35 mm getrennt sind. Die Sägezahnungen können durch Kerben in der Unterkante der Leisten gebildet werden und diese Kerben können die Form von Dreiecken, Bogen oder sonstige geeignete Gestalt haben.
Die Oberkanten der Roste können eben sein oder flache Zahnungen oder Bogen besitzen, die in der Ebene des Rostes liegen, um den seitlichen Abfluß der Flüssigkeit von den Wellenkämmen oder Spitzen, an welchen die Flüssigkeitstropfen auf die Roste aufschlagen, zu unterstützen.
Es wurde festgestellt, daß die durch das Tropfen bewirkte verbesserte Verteilung am wirksamsten ist, wenn die Tiefe der Roste oder Leisten in jeder Schicht oder Fülleinheit etwa 25 mm nicht überschreitet.
Rostfüllungen aus geraden Leisten, die nach der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind, können in einem Turm in der üblichen Anordnung eingebaut werden, wobei die Roste jeder Schicht zu den unmittelbar darüber und darunter angeordneten Rosten im rechten Winkel stehen und die Leisten in jeder zweiten Schicht in der gleichen Vertikalebene liegen.
In manchen Fällen kann es von Vorteil sein, die Roste zu staffeln, so daß die Leisten in jeder vierten Schicht in der gleichen Vertikalebene liegen.
Die Natur der vorliegenden Erfindung und die Art ihrer Durchführung geht aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsformen noch näher hervor, wobei auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen wird.
Abb. 1 ist ein Aufriß zweier Roste, deren hochkant stehende Leisten im rechten Winkel zueinander verlaufen.
Abb. 2 ist eine perspektivische Ansicht in größerem Maßstabe und zeigt die Art und Weise, wie Distanzstücke die benachbarten Rosten auseinanderhalten.
Abb. 3 ist ein Aufriß ähnlich der Abb. 1 und zeigt eine andere Ausführungsform.
Abb. 4 ist eine perspektivische Ansicht der allgemeinen Anordnung, wobei die Vorderwände entfernt sind.
Die Abb. 1 und 4 zeigen, daß jeder Rost aus parallelen, hochkant stehenden Leisten 12 aufgebaut ist. Die Unterkante jeder Leiste besitzt bogenförmige Nuten 13, wodurch nach unten zu vorstehende, im Abstand voneinander befindliche Spitzen 14 gebildet werden. Die Leisten 12 des darunter liegenden Rostes liegen im rechten Winkel zu jenem des ersterwähnten Rostes. Bei der Anordnung nach den Abb. 1 und 4 sind die Oberkanten des unteren Rostes eben, wie bei 15 angegeben ist. Der Abstand einer nach unten zu vorstehenden Spitze 14 bis zur Oberkante der unmittelbar darunter liegenden Leiste beträgt 6,35 mm.
Aus Abb. 4 ist zu entnehmen, daß die senkrecht angeordneten Reihen wagrecht liegender Roste in einen Turm 17 eingeschlossen sind, dessen Höhe sich nach den besonderen darin vorzunehmenden Arbeitsgängen richtet. Zur Verteilung der Flüssigkeit auf dem obersten Rost benutzt man Tröge 21, welchen die Flüssigkeit zugeführt wird, und diese Tröge sind wie bei 22 geschlitzt, damit die Flüssigkeit zu den Oberkanten der Leisten des obersten Rostes abfließen kann.
Die Abb. 2 zeigt perspektivisch die Form eines Distanzstückes 18 mit einem Schlitz 19 zur Aufnahme einer Leiste eines oberen Rostes und mit einem Schlitz 20 zur Aufnahme einer Leiste eines unteren Rostes. Von diesen Distanzstücken werden nur ganz wenige benötigt, und zwar nur soviel, um den richtigen Abstand zwischen den benachbarten Rosten zu sichern.
Die Ausführungsform nach Abb. 3 zeigt die Leisten 12, deren Unterkanten bogenförmige Nuten 13 und Flüssigkeitssammelspitzen 14 aufweisen, genau wie vorher, aber in diesem Falle haben auch die Oberkanten jeder Leiste im Abstand zueinander befindliche bogenförmige Nuten 23 mit Wellenkämmen aufwärts gerichteter Spitzen 24 zur Aufnahme der von den Spitzen der nächsthöheren Leiste herabfallenden Tropfen.
Claims (5)
1.) Vorrichtung zur Behandlung von Gasen mit Flüssigkeiten, in welchen wagrecht übereinander Roste aus hochkant stehenden Streifen oder Leisten angeordnet sind, über die Flüssigkeitsfilme herunterrieseln, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste um einen kurzen Abstand (z.B. 6,35mm) voneinander entfernt sind, so daß die von den Unterkanten eines Rostes abtropfende Flüssigkeit unter dem Einfluß der Schwerkraft frei herabfällt und auf die Oberkanten des darunter befindlichen Rostes mit einer solchen Geschwindigkeit oder Energie aufschlägt, daß in dem Film auf den Oberkanten des unteren Rostes die Bildung einer nach außen gerichteten Kräuselung verursacht wird.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rost aus im Abstand zueinander befindlichen, parallelen Leisten aufgebaut ist, deren flache Seiten aufrecht stehen und deren Unterkanten Quernuten besitzen, welche im Abstand zueinander befindliche, nach unten zu vorstehende Flüssigkeitssammelspitzen bilden, wobei jede Spitze um einen kurzen Abstand von der Oberkante der unmittelbar darunter befindlichen Leiste entfernt ist.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung der Leisten eines Rostes im rechten Winkel zu der Richtung der Leisten des nächsten Rostes ist.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten bogenförmig ausgebildet sind.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberkante der Leisten bogenförmige Quernuten besitzen, welche nach oben zu vorstehende, im Abstand zueinander befindliche Spitzen oder Wellenkämme bilden, wobei jede solche Spitze bzw. jeder Wellenkamm senkrecht unter einer nach unten zu vorstehenden Spitze der darüber befindlichen Leiste angeordnet ist.
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