DEB0031704MA - - Google Patents

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DEB0031704MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Juli 1954 Btekanntgemacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bei Särgen bekannt, die Griffe und andere Beschlagteile durch Schrauben oder Splinte mit den Holzteilen zu verbinden. Schrauben zur Befestigung der Beschlagteile sind verhältnismäßig teuer und haben daher keine Einführung in die Sargindustrie gefunden. Außerdem haben Särge verschiedene Wandstärken, so daß die Länge der Schrauben den Wandstärken jeweils angepaßt werden muß, bzrw. zu lange Schraubenbolzen
ίο nach dem Befestigen der Beschläge entfernt werden müssen, damit das Auekleiden der Särge durch die Schrauben nicht behindert wird. Man verwendet zur Befestigung der Beschläge, besonders Kiuir Befestigung der Griffe, daher zumeist Splinte, die duirch Bohrungen in den Beschlagen und durch Bohrungen in den Sargwänden hindurchgesteckt werden und an der Innenseite durch Umbiegen zu befestigen sind. Um besonders die als Griffe ausgebildeten Sargbeschläge unlösbar mit den Sargteilen zu verbinden und um zu verhindern, daß die Splinte beim Tragen des Sarges sich aus dem Holz herausziehen, ist bereits vorgeschlagen worden, die Enden der Splinte nochmals umzubiegen und. die umgebogenen Enden krampenartig in die Holzteile einzuschlagen, Dieses A^erfahren ist insofern nachteilig, als dadurch bei weichem Holz die umgebogenen krampenartigen Splintenden leicht die Wand durchdringen, da die genaue Stärke der Wände nicht bekannt ist. Bei hartem Holz lassen sich aber die Splinte nur schwer
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in die Holzwand eintreiben oder verbiegen sich. P'olglich ist eine sorgfältige Befestigung besonders der Griffe, die beim Tragen des Sarges zuweilen . große Kräfte aufnehmen müssen, mit bekannten Splintenanordnungen nicht möglich. Außerdem werden die Splinte an der Bohrung der Holzwand mit einem verhältnismäßigen großen Krümmungsradius abgebogen, wodurch das ungewollte Herausziehen der Splinte unter Belastung erleichtert wird,
ίο Letzteres' ist besonders deshalb der Fall, weil die Griffe der Särge mit hebeiförmigen Abwink- : lungen versehen sind, die zunächst durch die Splintösen an der Außenseite der Wandungen hindurchgesteckt werden und die beim Tragen des Sarges Zugkräfte auf den Splint ausüben.
Die Erfindung betrifft einen Sargbeschlag mit Splintbefestigung und besteht darin, auf die Splinte breitere Tragplatten aufzuschieben, die eine den zusammengelegten Splintschenkeln ,angepaßte Bohrung aufweisen. Über der Tragplatte werden nach der Erfindung die vorstehenden Splintschenkel abgebogen und die abgebogenen Splintschenkel durch abgebogene, auf die Splinte aufgedrückte frei über die Splintbreite überstehende Teile der Tragplatten gesichert.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß auf einfache Weise ein Sargbeschlag an einem Sarg auch aus weniger tragfähigem Holz befestigt werden kann, ohne daß der Splint während des Sargtransportes auch bei unerwartet auftretenden Belastungen abreißen kann; bzw. das Holz beschädigt wird. Durch die Erfindung wird eine wesentliche Verbesserung der bisher üblichen Splintbefestigungen an Sargbeschlägen erreicht, ohne jedoch die Befestigung izu verteuern. Nach einer bevorzugten Ausführungsform besitzt die Tragplatte an ihrer Unterlage sich einkrallende Vorsprünge. Im allgemeinem wird man mebreckige, z. B. rechteckige oder rhombische Tragplatten mit diagonalem Langloch auf die Splintschenkel aufschieben, die Splinte auseinanderbiegen und Ecken der Tragscheibe über die auseinandergebogenen Splinte legen. Es ist auch möglich, einander gegenüberliegende Ecken von eckigen oder rhombischen Tragplatten nach innen abzubiegen und die Tragplatten durch die abgebogenen Ecken mit der Sargwand zu verbinden, darauf die durch eine in der Diagonalen liegende Bohrung hindurchgesteckten Splintschenkel über der Tragplatte auseinaniderzuhiagen und die beiden anderen Ecken der Tragplatte über die auseinandergebogenen Splintschenkel zu legen. Es empfiehlt sich dabei zur Erleichterung der Biegearbeiten, Teile der Tragplatten, die über die gespreizten Schenkel gebogen werden, vor dem Anbringen vorzubiegen, z. B. senkrecht zu stellen.
Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, auf die hinter einer Bohrung der Tragplatte auseinandergebogenen Splintsehenkel eine Klammer mit Aufsichiebeschlitz aufzuschieben, die beide Splintschenkel überdeckt. Außerdem kann man auf einen über einer Bohrung einer Tragplatte abgebogenen Splintschenkel eine Hülse mit verlängertem Mantelteil aufschieben, der den anderen Splintschenkel überdeckt.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind, wie erwähnt, vor allem darin zu sehen, daß eine sichere Befestigung von Sargbeschlägen mit einfachen Mitteln erreicht wird, wobei zugleich jede Beschädigung'der Holzteile des Sarges verhindert wird. Insbesondere die Saarggriffe werden sicher festgehalten.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer Zeichnung, die nur ein Ausführungsbeispiel darstellt, ausführlicher erläutert; es zeigt
Fig. ι den Teil einer Holizwand ekues: Sarges im Querschnitt mit durchgesteckten und umgebogenen Splinten in Ansicht,
Fig. 2, 3 und 4 verschiedene Stadien bei der Befestigung von Sargbeschlägen mit erfmdungsgemäßen Splinten mit Tragscheibe,
Fig. s einen Querschnitt durch eine Sargwand mit durchgestecktem und umgebogenem Splint sowie aufgeschobener Tragscheibe als Splintsicherung in perspektivischer Ansicht,
Fig. 6 und 7 Einzelteile von Sargbeschlägen gemäß Fig. 5,
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform von Sargbeschlägen mit erfindungsgemäßen Splinten und Tragscheiben im Querschnitt, g0
Fig. 9 und 10 verschiedene Stadien der Befestigung von Sargbeschlägen gemäß Fig. 8 und
Fig. 11 eine Tragscheibe erfindungsgemäßer Sargbeschläge in perspektivischer Ansicht.
In Fig. ι ist auf einen Splint 1, der durch die Wandung 2 eines Sarges hindurchgesteckt ist, eine Tragscheibe 3 aufgesteckt, welche abgewinkelte Nagelecken 4 besitzt und damit in die Holizwand 2 eingetrieben ist. Wie Fig. 2 zeigt, werden zur Befestigung von Sargbeschlägen zunächst die Sehenkel 8 des Splintes 1 auseinandergebogen, so daß diese mit scharfem Knick 5 sich an der rechteckigen Ausnehmung 6 des Langloches der Tragscheibe 3 abbiegeni, und es wird, wie Fig. 3 zeigt, danach die Tragscheibe um eine Biegelinie 7, die das Langloch 1.05 teilweise überdeckt, über die abgewinkelten Schenkel 8 der Splinte gebogen. Diese werden in einem letzten Arbeitsgang über den abgebogenen, auf die Splintschenkel aufgelegten Teil 9 der Tragscheibe, wie es Fig. 1 zeigt, gelegt.
Nach Fig. 5 ist ein Splint 1 durch die Ausnehmung 10 einer Sargwandung 2 hindurchgesteckt. Seine Schenkel 8 sind auseinandergebogen, wie Fig. 6 zeigt. Danach ist eine Klammer 11, wie sie Fig. 7 darstellt, mit ihrem Schlitz 12 auf einen Schenkel des Splintes 1 aufgeschoben. Die Klammer 11 überdeckt mit ihrem Klammerteil 13 den anderen Schenkel des Splintes 1, hält so beide Splintschenkel in ihrer abgebogenen Lage und verhindert ein Lösen derselben. Die Klammer 11 weist an ihrem Klammerteil 13 zu dessen Verstärkung und Führung Abwinkelungen 14 auf.
In Fig. 8 ist die Befestigung eines Splintes 1 mittels einer rhombischen Tragscheibe 15 im Querschnitt dargestellt. Es ist zunächst, wie Fig. 9 zeigt, auf einen durch die Sargwandung 2 hindurch-
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gesteckten Splint ι eine Tragscheibe 15 aufgesteckt und mit abgewinkelten Nagelecken 4 in die Sargwand 2 eingetrieben. Danach werden die Splintschenkel 8, wie in Fig. 9 gestrichelt dargestellt ist, auseinandergebogen, und es wird, wie Fig. 10 zeigt, eine Ecke 16 der rhombischen Tragscheibe 15 über die auseinandergebogenen Schenkel 8 des Splintes 1 gebogen.

Claims (7)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Sargbeschlag mit Splintbefestigung, gekennzeichnet durch auf die Splinte aufgeschobene breitere Tragplatten (3) mit den zusammengelegten Splintschenkeln angepaßten Bohrungen (6) und Abbiegungen der über die Tragplatten (3) vorstehenden Splintschenkel (8) mit Sicherung der abgebogenen Splintschenkel durch abgebogene und auf die Splinte aufgedrückte, frei über die Splintbreite überstehende Teile (9) der Tragplatten (3).
2. Sargbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatten (3) in ihre Unterlage sich einkrallende Vorsprünge (4) aufweisen.
3. Sargbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehreckige, z. B. rechteckige oder rhombische Tragplatten (15) mit diagonalem Langloch (6) auf Splintschenkel (8) aufgeschoben, die Splinte auseinandergezogen und Ecken (16) der Tragscheiben (15) über auseinandergebogene Splinte (1) gelegt sind.
4. Sargbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einander gegenüberliegende Ecken (4) von eckigen oder rhombischen Tragplatten (1) nach·unten abgebogen, die Tragplatten durch abgebogene Ecken (4) mit der Sargwand (2) verbunden, die durch eine in der Diagonalen liegende Bohrung hindurchgesteckten Splintschenkel (8) über der Tragplatte (1) auseinandergebogen und Ecken (16) der Tragplatte (1) über die auseinandergebogenen Splintschenkel (8) gelegt sind.
5. Sargbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Teile (16) der Tragplatten (1), die über die gespreizten Sehenkel (8) gebogen werden, vor dem Anbringen zur Befestigung von Sargbeschlägen vorgebogen,
z. B. senkrecht gestellt sind.
6. Sargbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die hinter einer Bohrung (10) einer Tragplatte (1) auseinandergebogenen Splintschenkel (8) eine Klammer (11) mit Aufschiebeschlitz (12) aufgeschoben ist, die beide Splintschenkel (8) überdeckt.
7. Sargbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen über einer Bohrung (10) einer Tragplatte (1) auseinandergebogenen Splintschenkel (8) eine Hülse (11) mit verlängertem Mantelteil· (13) aufgeschoben ist, der den anderen Splintschenkel überdeckt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 908 316.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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