DE99679C - - Google Patents

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/12Treating moulds or cores, e.g. drying, hardening

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein durch Druckluft betriebener Ofen zum Trocknen von Gufsformen u. dgl.
Derselbe unterscheidet sich von ähnlichen Apparaten (beispielsweise D. R. P. Nr. 57214 und Nr. 74254, engl. Patent Nr. 5409/1895, Schweiz. Patent Nr. 12978) dadurch, dafs die eigentliche Mischung der zur Erhitzung der Trockenluft dienenden Feuergase mit dieser kalt zuströmenden Trockenluft selbst im seitlich zur Feuerung angeordneten Abzugskanal für die Feuergase stattfindet, während in diesem Kanal eine Anordnung getroffen ist, welche nicht nur eine weitgehende Aenderung der Temperatur der zur Trocknung der Gufsformen zu benutzenden Luft, sondern auch eine besonders innige Mischung der Feuergase mit der atmosphärischen Luft ermöglicht.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand durch die Fig. 1 bis 4 zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt:
Fig. ι den Trockenofen im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt desselben nach Linie G-M der Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt des Gasabzugskanals,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie O - R der Fig. 1.
Der Trockenofen besteht im Wesentlichen aus einem aus Eisenblech f und feuerbeständigem Material η hergestellten Mantel A, in welchem sich das zur Erzeugung der Feuergase nolhwendige Material, z. B. Koks u. s.w., befindet. Der für die Verbrennung der im Feuerungsmaterial befindlichen Gase erforderliche, kalte Luftstrom wird auf bekannte Weise theils durch den Windzuleitungskanal L, theils durch den Rost B denselben zugeführt.
An der anderen, und zwar auf der dem Kanal L gegenüberliegenden Seite befindet sich ein aus feuerbeständigem Material hergestellter Kanal D, in welchem die eigentliche Mischung der zur Erhitzung der Trockenluft dienenden Feuergase stattfindet.
Zu diesem Zweck münden in die dem Schacht A zugelegene Seite des Abzugskanals D mehrere, z. B. vier, Schlitzdüsen d, welche mit einer Rohrleitung V in Verbindung stehen. Durch diese Rohrleitung V, welche sich an ihrem einen Ende an eine Windregulirungsklappe b anschliefst, wird dem Kanal D mittelst der Schlitzdüsen d die zur Erzielung der heifsen Trockenluft erforderliche Menge atmosphärischer Luft zugeführt.
Die innige Vermengung der Feuergase mit der durch die Schlitzdüsen d eintretenden atmosphärischen Luft wird nun durch die aus der Fig. 1 zu ersehenden Zungen e bewirkt, welche derart in dem Kanal D zu einander versetzt angeordnet sind, dafs sie abwechselnd auf der einen und anderen Seite desselben den Kanalquerschnitt verengen und infolge dessen den Gasen an diesen Stellen nur eine kleine Durchgangsöffnung lassen. Zwischen je zwei Zungen e mündet eine Schlitzdüse d.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende.
Die aus dem Schacht A herausströmenden Feuergase werden zuerst mit der aus der obersten Düse d austretenden atmosphärischen Luft gemengt und dieses Luftgemisch durch den von der obersten Zunge e gebildeten
schmalen Spalt in den von den beiden obersten Zungen gebildeten Raum hineingedrängt. Hier vermengt sich dieses Luftgemisch mit dem durch die zweite Düse d eintretenden Luftstrom, wird durch denselben in Wirbelungen gebracht und gelangt durch den von der zweiten Zunge e gebildeten Spalt in den darunter befindlichen Raum, in welchem wiederum eine Mischung mit der aus der dritten Düse d eintretenden Luft stattfindet und das Gemisch von neuem durchwirbelt wird. Dieser Vorgang kann sich, wie die Zeichnung erkennen lä'fst, noch einige Male wiederholen.
Der auf diese Weise hergestellte Trockenluftstrom besteht aus einer aufserordentlich innigen Vermischung von Feuergasen mit reiner Luft, er kann daher auch nur durchweg eine gleiche Temperatur besitzen und dementsprechend alle Flächen der Gufsform, mit denen er in Berührung kommt, gleichmäfsig beheizen, und zwar im Gegensatz zu den erwähnten bekannten Constructionen, bei denen die innige Mischung nicht gesichert ist und also auch nicht dieselbe gleichmäfsige Beheizung der Gufsform stattfindet. Das erzeugte Gemisch gelangt dann durch den am unteren Ende des Abzugskanals D angeordneten Stutzen K in die zu trocknende Gufsform.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch:
    Ofen zum Trocknen von Gufsformen u. dgl. mit seitlich zum Ofenschacht angeordnetem Gasabzugskanal, dadurch gekennzeichnet, dafs dieser Kanal (D) durch in demselben versetzt zu einander angebrachte Zungen (e) sich verengende Gasabzugsöffnungen erhält und in einzelne Räume getheilt wird, in welche die mit einem Luftrohr (V) in Verbindung stehenden Schlitzdüsen (d) ausmünden, zu dem Zweck, die Feuergase auf einem zickzackförmigen Wege mit der frischen Luft in Berührung zu bringen und dadurch eine innige Durcheinanderwirbelung des entstehenden Gemisches zu erzielen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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