DE99554C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/40—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the arrangement of the magnet circuits
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft dynamoelektrische Maschinen derjenigen Art, bei welcher an dem
Anker Nebenspulen oder Stangen zu dem Zweck vorgesehen sind, um den Strom in den Ankerspulen
im Zeitpunkte der Stromwendung umzukehren. Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Maschine, bei welcher die Stellung der
Bürsten im wesentlichen unverändert bleibt und bei welcher eine Funkenbildung an den
Bürsten nicht vorkommt. Ein weiterer Zweck besteht darin, die Herstellungskosten der Maschine
zu verringern, wobei auch eine verbesserte Einrichtung der Polstücke getroffen
ist, wie weiter unten beschrieben.
Anker der vorerwähnten Art sind unter der Bezeichnung. S a y er s'sehe Anker und die Nebenspulen
unter der Bezeichnung Sayers'sche Spülen bekannt. Bei Polstücken der gewöhnlichen
Ausführungsform wird nur eine Seite der eine Sayers'sche Spule bildenden Drahtschleife
ausgenutzt, welch letztere dazu dient, ein Umkehren der Drehungsrichtung des Ankers
zu ermöglichen. Es wurden deshalb zwecks Ausnutzung beider Seiten der Schleife behufs
Erhöhung der Kraft der Maschine Nebenpole in dem Luftzwischenraum zwischen den gewöhnlichen
Polstücken vorgesehen. Diese Nebenpole werden entweder als Ansätze der
gewöhnlichen Pole ausgebildet, oder sie waren ■mit einem unabhängigen magnetischen Stromkreise
mit oder ohne magnetisirende Spulen versehen, wobei im einen wie im anderen Falle
Luftzwischenräume zwischen den gewöhnlichen und den Nebenpolen vorhanden wären. Im
Augenblick der Stromwendung befanden sich die gewöhnlichen Ankerspulen in einem von
diesen Zwischenräumen, so dafs sie von dem magnetischen Felde nicht beeinflufst wurden.
Diese Anordnung ist kostspielig und bietet mancherlei andere Nachtheile.
Nach vorliegender Erfindung kommen die Nebenpole in Fortfall und es werden statt
dessen die Hörner der gewöhnlichen Polstücke ausgenutzt, wobei diese so eingerichtet sind,
dafs elektromotorische Kräfte in den S aye rssehen Spulen während des Zeitpunkts der
Stromwendung inducirt werden, wodurch alsdann die vollständige Umkehrung des Stromes
in jeder von den damit verbundenen Ankerspulen veranlafst wird. Unter diesen Bedingungen
läuft die Maschine ohne Funkenbildung, sei es als Stromerzeuger oder als Treibmaschine
mit feststehend angeordneten Bürsten von Kupfer oder anderem zweckentsprechenden leitenden
Material bei allen Aenderungen in der Belastung, und es läfst sich mittelst geeigneter
Bürsten die Drehungsrichtung umkehren, ohne dafs man hierzu die Stellung der Bürsten zu
verändern oder irgend welche sonstigen baulichen Aenderungen vorzunehmen braucht. Die
Maschine kann auch, ohne dafs Funkenbildung eintritt oder die Stellung der Bürsten verändert
wird, über das gewöhnliche Mafs hinaus belastet werden, vorausgesetzt, dafs die Temperatur
des Ankers innerhalb bestimmter Grenzen erhalten wird.
Bei Anwendung der Erfindung wird der Abstand zwischen den Polhörnern dadurch
verringert, dafs man die Winkelbreite der Pole um so viel vergröfsert, bis die im Sinne des
Umfangs gemessene Entfernung durch den Luftraum zwischen den Polhörnern ein wenig
gröfser ist als die Winkelbreite einer Sayersschen Spule beim Anker, da hierbei die magnetische
Streuung etwas berücksichtigt werden mufs. Die Entfernung, über welche sich diese
Streuung (Fransenbildung) bei jedem Polhorne erstreckt, kann man als annähernd gleich dem
Spielräume zwischen Anker und Polstücken annehmen.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dafs, wenn die eine Seite einer Sayers'schen Spule
das magnetische Feld des einen . Polstückes verlassen hat, die andere Seite dieser Spule
bereits in das magnetische Feld des anderen Polstückes eingetreten ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine neuartige Ausführung der Polstücke, wobei deren Winkelbreite
in der nachstehend beschriebenen Weise mit Leichtigkeit verändert werden kann.
In den die Erfindung veranschaulichenden Zeichnungen stellt Fig. ι eine etwas schematisch
gehaltene Endansicht einer nach vorliegender Erfindung eingerichteten Dynamomaschine dar.
Fig. 2 und 3 sind weiter unten zu erläuternde schematische Ansichten und Fig. 4 ist eine
Endansicht eines Polstückes von verbesserter Ausführungsform, während Fig. 5 einen Schnitt
nach x-x der Fig. 4 darstellt.
A bezeichnet einen F'eldmagneten, B den
Ankerkern, C den Stromwender, D die gewöhnlichen Leiter des Ankers, E die Leiter
der Sayers'schen Spulen und F eine der Bürsten.
Nach Fig. 1 geht eine Say.ers'sche Spule E
von dem Stromwendersteg C1 aus, tritt durch einen Schlitz B1 im Ankerkern B und kehrt
durch einen in diesem befindlichen Schlitz B'2 nach oben zurück, wobei zwischen B1 und B2
fünf Zähne gelassen sind, und wobei zwischen zwei von diesen Zähnen die an die Sayers'sche
Spule angeschlossene Ankerstange D angeordnet ist. Nach der Zeichnung ist der Zwischenraum
zwischen den Polspitzen A1 und A2 etwas
gröfser als die Spannweite der Spule E, weil die magnetischen Kraftlinien, wie bei G durch
punktirte Linien angedeutet ist, von den Polspitzen aus sich aus einander spreizen oder
zerstreuen. Die.Zerstreuung des magnetischen Feldes richtet sich im Allgemeinen nach dem
Grade der magnetischen Sättigung der Ankerzähne unter den Polspitzen. Mit Rücksicht
auf diese Zerstreuung der Felder verläfst die eine Seite der Spule E thatsä'chlich das Feld
der einen Polspitze in demselben Augenblicke, in welchem die andere Seite der Schleife in
das Feld der anderen Polspitze . eintritt, und indem die eine Seite der Schleife thatsä'chlich
unwirksam wird, wird die andere vorausbefindliche Seite wirksam. Um diese Anordnung
etwas anschaulicher zu machen, ist in Fig. 2 die Abwickelung eines Ankers schematisch gezeigt,
wobei die Stromwendersectoren C1 C2
durch die Sayers'schen Schleifen E1E'2 an
die Ankerstangen D1 D2 angeschlossen sind.
Die Polstücke sind bei A3 punktirt angedeutet, wobei der Abstand der Polspitze A1 von derjenigen
A2 etwas gröfser ist als die Spannweite der Sayers'schen Schleife E5. Nach Fig. 3
sind zwei Sayers'sche Spulen E6 und E^
um die Polhörner herum symmetrisch angeordnet und befinden sich demnach in Thätigkeit.
Die Ankerspule Z)4, an welche die Sayers'schen Spulen i?5 angeschlossen sind,
befindet sich annähernd in der Mitte zwischen diesen Polhörnern und- somit aufserhalb des
magnetischen Feldes derselben.
Die Spannweite einer jeden von diesen Sayers'schen Spulen ist so eingerichtet, dafs
ein Mindestmafs von magnetischem Abflufs von den Polen aus nach dem Anker an derjenigen
Stelle stattfindet, an welcher die Hauptspule bei der Umkehrung vorbeigegangen ist, entsprechend
einer gröfsten Winkelbreite der Polstücke. Die Polhörner sind so eingerichtet,
dafs die Querschnittsgröfse quer zur Richtung des magnetischen Flusses ausreichend ist, um
den erforderlichen Flufs nach den unmittelbar unterhalb der Polspitzen befindlichen Stellen
des Ankers, woselbst die Sayers'schen Spulen während der Stromwendung vorbeigegangen
sind, zu leiten, damit die Umkehrung des Stromes in den Hauptspulen vollendet wird.
Dabei bleiben die hinter den Polhörnern befindlichen magnetischen Theile so weit wie
möglich von den Zwischenräumen der einander gegenüber befindlichen Polhörner entfernt,
so dafs ein möglichst geringer Abflufs nach dem Anker in diesen Zwischenräumen stattfindet, so weit dies mit Rücksicht auf die
allmälige Verringerung des Feldes behufs Vermeidung einer : übermäfsigen Empfindlichkeit
der Bürsten angängig ist. Die sonst noch hinsichtlich der beiden letztgenannten Bedingungen
bei bereits ausgeführten Sayers'schen Maschinen mit und ohne Nebenpole in Betracht
kommenden Erwägungen ähnlicher Art dürfen als bekannt vorausgesetzt werden. . . :
Die neue Ausführungsform der Polstücke, welche ein zweites Merkmal der Erfindung
bildet, ist insbesondere für Versuchsmaschinen bestimmt, sie kann indessen auch bei den gewöhnlichen
Maschinen Anwendung finden. Bei dieser in Fig. 4 und 5 dargestellten Anordnung bestehen die bogenförmigen Theile jedes dem
Anker gegenüber befindlichen Polstückes aus zwei entsprechend grofsen Platten H, wobei
die Theilungslinie zwischen diesen Platten zur Ankerwelle parallel verläuft. Die Platten umgreifen
die Pole und sind durch Zapfen, welche
durch bogenförmige Schlitze H2 hindurchtreten
, und durch aufgeschraubte Muttern befestigt. Sie können somit an den Polen verstellt
werden, um dadurch eine Aenderung der Winkelbreite der Polstücke zu erzielen. Der
kleine Zwischenraum, welcher entsteht, wenn man die Platten aus einander bewegt, hat nur
wenig oder keinen Einflufs auf die Wirkungsweise der Maschine.
Bei einer mit dieser Anordnung der Polstücke ausgestatteten Dynamo - oder Treibmaschine
kann man sehr leicht auf empirische Weise diejenige Winkelbreite der Polstücke bestimmen, welche die beste Wirkung ergiebt,
ohne zu diesem Zwecke die Streuung des magnetischen Feldes berechnen zu müssen.
In Verbindung mit den verbesserten Polstücken kann man abnehmbare oder verstellbare
Polspitzen anwenden, die so eingerichtet sind, dafs man mittelst entsprechender Schlitze
und Schliefsmuttern die Spitzen dieser Polstücke im erforderlichen Mafse verdicken und
die Querschnittsgröfse auf diese Weise im gleichen Sinne, wie vorher beschrieben, regeln
kann.
Die vorerwähnten Verbesserungen lassen sich sowohl bei Treibmaschinen als bei Stromerzeugern
anwenden, und es sind unter der Bezeichnung dynamoelektrische Maschinen beide Arten von Maschinen zu verstehen. Obgleich
in der Zeichnung eine zweipolige Maschine dargestellt ist, so soll die Erfindung nach dieser
Richtung nicht beschränkt sein, vielmehr läfst sich dieselbe auch bei Maschinen mit vier oder
mehr Polen anwenden.
Claims (2)
1. Eine dynamoelektrische Maschine, deren Anker zwecks Verminderung der Funkenbildung
mit Sayers'sehen Spulen versehen ist, gekennzeichnet durch einen Feldmagneten,
bei welchem die Winkelbreite der Pole eine solche ist, dafs der Abstand zwischen
dem vorderen Horn oder der Spitze des einen Poles und dem hinteren Hörne des
nächsten Poles annähernd gleich der Breite der Schleife einer Sayers'schen Spule ist,
so dafs die voraus befindliche Seite der Schleife das magnetische Feld des einen
Poles zu derselben Zeit erreicht, wo die nacheilende Seite der Spule das Feld des
nächsten Poles verläfst, wodurch beide Seiten der Schleife unabhängig von der
Drehungsrichtung des Ankers ausgenutzt werden.
2. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten
Maschine, bei welcher die Winkelbreite der Pole beliebig geändert werden kann, so dafs man dadurch die
am besten geeignete Polbreite durch Versuch feststellen kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99554C true DE99554C (de) |
Family
ID=370424
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99554D Active DE99554C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99554C (de) |
-
0
- DE DENDAT99554D patent/DE99554C/de active Active
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