DE98653C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE98653C DE98653C DENDAT98653D DE98653DA DE98653C DE 98653 C DE98653 C DE 98653C DE NDAT98653 D DENDAT98653 D DE NDAT98653D DE 98653D A DE98653D A DE 98653DA DE 98653 C DE98653 C DE 98653C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- poles
- armature
- coils
- pole
- circuited
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 23
- 230000006698 induction Effects 0.000 claims description 15
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000001627 detrimental effect Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/12—Asynchronous induction motors for multi-phase current
- H02K17/14—Asynchronous induction motors for multi-phase current having windings arranged for permitting pole-changing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Elektromotoren für einphasigen und mehrphasigen Wechselstrom und bei Wechselstromapparaten
überhaupt, wo kurzgeschlossene Inductionsspulen verwendet werden, ist es unter Umständen nothwendig, in den Stromkreis
dieser Inductionsspulen Widerstände einzuschalten, um den Phasenwinkel zu modificiren,
besonders beim Anlassen von Motoren, um die Uinfangskraft zu erhöhen. Zu diesem Zwecke
werden bei mehrphasigen und auch bei Einphasen - Inductionsmotoren in der Regel Schleifringe am Anker (inducirte Armatur)
angebracht und mittelst Bürsten in den Stromkreis der Ankerwickelung Widerstände eingeschaltet,
welche wieder ausgeschaltet bezw. kurz geschlossen werden, sobald der Anker eine
entsprechende Umdrehungsgeschwindigkeit erreicht hat. .
Hierdurch wird der Bau des Ankers in verschiedener Hinsicht schlechter und verwickelter.
So wird z. B. die Herstellung der Ankerwickelung schwieriger, ihre Induction minder
wirksam, es werden Schleifringe, Bürsten und Verbindungen erforderlich u. s. w.
In anderen Fällen, namentlich bei einphasigen ' Wechselstrommotoren, will man in die Wickelung
des Ankers einen Stromwender einschalten, um mit dessen Hülfe durch Schrägstellen
und Kurzschliefsen von Bürsten eine bedeutende Umfangskraft zum Anlassen des Motors herzustellen. Die Führung der inducirten
Ströme durch Stromwender und Bürsten ist jedoch nur während der Ingangsetzung des Motors nothwendig und wird
unterbrochen, wenn der Anker eine gewisse Geschwindigkeit erreicht hat; von da ab wird
der Anker mittelst Induction der kurzgeschlossenen Ankerwindungen in Umdrehung gehalten, und sind während dieser Zeit die
Ströme im Stromwender und in den Bürsten nicht nur überflüssig, sondern auch nachtheilig.
Zur Beseitigung der erwähnten Mängel bei dem Bau und der Verwendung von Wechselstrommotoren
sind vorliegende Anordnungen erfunden worden, welche es möglich machen, die Widerstände oder Stromwender in sehr
einfacher Weise am Anker so anzubringen, dafs dieselben, ohne dafs besondere Leitungszuführungen von aufsen zu den Ankerdrä'hten
oder besondere ..Schaltevorrichtungen in der Ankerwickelung nöthig wären, nach Bedarf in
oder aufser Thä'tigkeit gesetzt, d. h. stromführend oder stromlos gemacht werden können.
In Fig. ι ist eine Gruppe von Windungen, in Fig. 2 eine solche von Spulen dargestellt,
welche auf dem Anker angebracht und. so verbunden werden, dafs sie, einem vierpoligen
Wechselfelde ausgesetzt (Fig. ib und 2b), die inducirten Ströme in Serie führen und einen
kurzgeschlossenen Stromkreis bilden, hingegen einem zweipoligen Wechselfelde ausgesetzt
(Fig. ιa und 2a), stromlos werden, weil in diesem Falle die Summe der in sä'mmtlichen
Windungen oder Spulen der Gruppe inducirten elektromotorischen Kräfte in jeder Lage gleich
Null ist.
Bei vierpoliger Induction wird der Stromlauf nach dem Schema 1-^-2^2-3-3^ 4j-4-1
(Fig. ib) erfolgen, und, wie leicht ersichtlich
ist, wird zwischen den Verbindungsstücken a und a, sowie Ci1 und ax keine Potentialdifferenz
auftreten; hingegen werden bei zweipoliger Induction zwischen α und a, sowie zwischen
Ci1 und U1 Potentialdifferenzen vorhanden sein.
Wenn man also die Punkte α und α oder ax
und ßj durch Leitungen verbindet, so werden in diesen bei zweipoliger Induction Ströme
fiiefsen und die Windungen oder Spulen auch in diesem Falle stromführend sein. . Die Verbindungsleitungen
werden aber stromlos werden, sobald die Induction von einem vierpoligen Felde ausgeübt wird.
Indem man nun auf dem Anker solche vierpolige , kurz geschlossene Windungen oder
Spulen anbringt und die Verbindungsstellen a a . .. mittelst entsprechend bemessener Widerstände
rr... verbindet, welche unveränderliche Bestandteile der Ankerwickelung bilden,
erreicht man, dafs die Widerstände bei zweipoliger Induction in Wirksamkeit sind und
den Eingangs erwähnten günstigen Einflufs in Bezug auf die Umfangskraft ausüben, dann
aber, wenn nach Erzielung der günstigen Geschwindigkeit die Induction vierpolig gemacht
wird, aufser Wirksamkeit gesetzt werden. Die Ankerdrähte werden natürlich bei zweipoliger
Induction besser ausgenutzt, wenn sowohl Widerstände zwischen den Punkten a a . . . als
auch zwischen den Punkten ax ax. . . eingeschaltet
werden, wodurch eine Art Verkettung der inducirten Windungen hergestellt wird.
Wie bei einphasigen Inductionsmotoren behufs Erzeugung einer Anfangskraft die Verbindung der
Ankerwindungen mit einem Stromwender nach dieser Methode hergestellt wird, zeigt schematisch
die Fig. 3. Hier werden die Verbindungsstellen der Windungen nicht, wie oben, zu einzelnen
geschlossenen Stromkreisen, sondern ähnlich wie bei der Trommelwickelung eines gewöhnlichen
Dynamoankers die Punkte a% B1 - b2
C1- C2 Ci1. . .Ti2Ci1 paarweise mit den Stromwenderstegen
verbunden. Es werden nämlich die einzelnen Vierdrahtwindungen wie einfache, diametrale Windungen betrachtet und in der
bekannten Weise zu einer fortlaufenden Ankerwickelung verbunden.
Auch in diesem Falle ist es zweckmäfsig, die Verbindungsdrähte zwischen den Punkten
abc. .. und den Stromwenderstegen aus Draht von entsprechend gröfserem Widerstände herzustellen,
um solcherart den für den kurzgeschlossenen Anker erforderlichen Schliefsungswiderstand
zu gewinnen und zugleich um die Funkenbildung an den Bürsten - Auf lagestellen zu vermeiden. Die Bürsten B B, welche bekanntlich
in schräger Lage zu dem Felde aufgelegt sind, werden dann mit einander kurz verbunden.
Wird ein so hergestellter Anker einem zweipoligen Wechselfelde ausgesetzt, dann
treten zwischen den Punkten α a2b b2 . . .
Potentialdifferenzen auf, es fiiefsen inducirte Ströme durch die Bürsten und erzeugen ein
Drehmoment, welches die Ingangsetzung des Ankers hervorruft. Ist die günstige Geschwindigkeit
erreicht, dann wird, wie oben, das Feld in ein vierpoliges verwandelt, die inducirten Ströme verlaufen jetzt in den kurzgeschlossenen Windungen ohne Widerstand
und erzeugen die Umfangskraft, welche den Anker in Umdrehung erhält. Zwischen den
Punkten α a.2 b b2 . . . herrscht nun keine
Potentialdifferenz, folglich besteht auch kein Strom in den Stromwenderstegen und Bürsten.
Um die Induction der Ankerwickelung vollkommener auszunutzen, . kann man auch zu
beiden Seiten des Ankers je einen Stromwender anbringen und jeden in der beschriebenen
Weise mit den ihm zugewendeten Punkten der Ankerwindungen entsprechend verbinden.
Um das Feld in allen erwähnten Fällen bald zweipolig zu machen, wie dies zum Anlassen des
Motors nothwendig·, bald auf ein vierpoliges umzuschalten, sobald die günstige Geschwindigkeit
erzielt ist, wird in der Feldwickelung, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt, ein Umschalter
U angeordnet. Die Pfeile in der Figur sollen hier die Richtung der magnetischen
Strömung andeuten. Durch entsprechende Stellung des Schalthebels in U wird entweder
α mit d und b mit c verbunden, was dem
zweipoligen Felde entspricht, oder α mit c und b mit d, wodurch ein vierpoliges Feld
erzeugt wird. Diese Darstellung bezieht sich auf die einphasige Wickelung des Motorfeldes,
die Anordnung kann aber auch mit entsprechend mehrfachem Umschalter entsprechend auf mehrphasige
Felder angewendet werden.
Die Umschaltung geschieht von Hand, kann aber auch selbstthätig erfolgen.
Der leichteren Verständlichkeit halber wurden in der Beschreibung immer zwei bezw.
■vier Wechselpole angenommen und demgemäfs auch die Anzahl der Windungen und Spulen
zu Grunde gelegt. Es kann aber selbstverständlich mit Benutzung der beschriebenen
Methoden zu dem gleichen Zwecke auch eine beliebige andere Polanzahl bezw. die vielfache
Anzahl derselben gewählt und die Wickelung von Feld und Anker dementsprechend angeordnet
werden.
Es ist zweckmäfsiger, die kleinere Polanzahl für die Anordnung zum Anlassen der Motoren
und die vielfache Polzahl für deren normalen Arbeitszustand zu gebrauchen, man kann aber
selbstverständlich die beschriebenen Wirkungen auch erzielen, wenn man umgekehrt die gröfsere
Polanzahl mit der kleineren Polzahl abwechselt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Ankerwickelung für ein-- oder mehrphasige, durch Veränderung, der Polzahl anzulassende Wechselstrommotoren mit Kurzschlufsanker, dadurch gekennzeichnet, dafs zwischen den Verbindungsstellen der zu einer Gruppe gehörigen Windungen oder Spulen Widerstandsdrähte derart eingeschaltet sind, dafs sie im.n-poligen Wechselfelde Strom führen, dagegen in einem Wechselfelde, dessen Polzahl ein Vielfaches oder ein Theil von η ist, stromlos werden, so dafs dann die in den Spulen inducirten Ströme kurzgeschlossen verlaufen, zum Zweck, die Widerstände zum Anlassen nutzbar zu machen, ohne die Induction bei normaler Polzahl und Umlaufsgeschwindigkeit zu beeinträchtigen.Ankerwickelung nach Anspruch ι für Wechselstrommotoren mit Stromwender und kurzgeschlossenen Bürsten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Stege des Stromwenders mit den Verbindungsstellen der zu einer Gruppe gehörigen Windungen oder Spulen ■■— zweckmäfsig durch Draht von hohem Widerstände — derart verbunden werden, dafs Stromwender und Bürsten bei einem n-poligen Wechselfelde Strom führen, dagegen in einem Wechselfelde, dessen Polzahl ein Vielfaches oder ein Theil von η ist, stromlos werden, so dafs dann die in den Spulen inducirten Ströme kurzgeschlossen verlaufen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98653C true DE98653C (de) |
Family
ID=369605
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98653D Active DE98653C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98653C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5249206A (en) * | 1989-08-11 | 1993-09-28 | International Business Machines Corporation | Fault-tolerant clock for multicomputer complex |
-
0
- DE DENDAT98653D patent/DE98653C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5249206A (en) * | 1989-08-11 | 1993-09-28 | International Business Machines Corporation | Fault-tolerant clock for multicomputer complex |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE98653C (de) | ||
| DE2556582A1 (de) | Verfahren und motor-vorrichtung zur erzeugung hoher drehzahlen | |
| DE220551C (de) | ||
| DE668019C (de) | Universalkleinmotor ohne Kompensationswicklung zum wahlweisen Anschluss an ein Gleich- oder Wechselstromnetz | |
| DE680281C (de) | Gleichstrom-Gleichstrom-Einankerumformer | |
| DE193392C (de) | ||
| AT83330B (de) | Synchronmotor. | |
| DE74462C (de) | Elektromotor für Wechselströme | |
| DE314918C (de) | ||
| EP0069044A1 (de) | Elektrischer Stromrichtermotor synchroner Bauart | |
| DE73119C (de) | Anordnung um den Anker gewickelter Anschlufsdrähte elektrischer Maschinen | |
| DE268695C (de) | ||
| DE145384C (de) | ||
| DE593774C (de) | Wechselstromkollektormaschine | |
| DE259760C (de) | ||
| DE167549C (de) | ||
| AT148427B (de) | Einphasen- oder Mehrphasenkollektormaschine mit mehrfach geschlossenen Ankerwicklungszügen. | |
| DE112094C (de) | ||
| DE217507C (de) | ||
| DE148362C (de) | ||
| DE197825C (de) | ||
| DE181015C (de) | ||
| DE110261C (de) | ||
| DE298278C (de) | ||
| DE145437C (de) |