DE98342C - - Google Patents

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DE98342C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/27Rotating drums for treating leather

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, dafs man zur Erzielung eines sparsamen und schnellen Gerbens zweckmä'fsig die nach Art eines Bandes ohne Ende· vereinigten Häute in einem geeigneten Bad über mechanisch angetriebene Rollen laufen läfst, wodurch eine die Absorption des Tannins fördernde Bewegung erreicht wird. Solcher Art ist das von Käs, Lohgerberei, Seite 132, Abs. 3, beschriebene Verfahren.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein neues Verfahren für schnelles Gerben, welches sich von den vorgenannten Verfahren dadurch unterscheidet, dafs die Felle nicht nach Art eines Bandes ohne Ende an einander genäht werden, sondern vielmehr nach Art eines Bandes mit zwei Enden, bei welchen man fortgesetzt Felle wegnehmen und anfügen kann. Die so gebildete ununterbrochene Reihenfolge der Felle durchläuft nicht mehr wie früher nur ein Bad, sondern eine Reihe von Bädern mit abgestuftem Tanningehalt, wobei die Flüssigkeit in der der Fellbewegung entgegengesetzten Richtung fHefst, so dafs die neuen und concentrirtesten Lösungen auf Felle wirken, welche die ganze Reihe der Behälter durchlaufen haben und bereits annähernd mit Tannin gesättigt sind, worauf sie sich von einem Behälter zum anderen ergiefsen und dabei allmälig immer schwächer gegerbten Fellen begegnen, bis sie schliefslich fast tanninfrei auf Felle, welche noch nicht mit Tannin getränkt sind, einwirken.
Dieses Verfahren hat demnach den Zweck, die einfache Bewegung der Felle und der Tanninlösungen durch eine solche in entgegengesetztem Sinne zu ersetzen, wodurch das Tannin in den , Fellen allmälig vollständig niedergeschlagen wird.
Das Verfahren unterscheidet sich von den bisher bekannten ferner noch dadurch, dafs die Felle, statt in einem Bad nur von einer Rolle bewegt zu werden, zwischen Rollenpaaren laufen, welche so angeordnet sind, dafs die Felle einer andauernden Bearbeitung durch fortgesetztes Pressen und Strecken unterworfen werden, wodurch die Poren des Felles geprefst und geöffnet werden, so dafs die alte, an Tannin mehr oder weniger arme Flüssigkeit herausgeprefst wird und durch eine neue reichere ersetzt wird.
Die verschiedenen Operationen, die Ueberführung der Felle von dem einen Behälter iri einen anderen, der Umlauf der Tanninlösungen und der Felle in entgegengesetztem Sinne, die Arbeit des Walkens etc. lassen sich beispielsweise in einem Apparate, wie er in Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt ist, ausführen.
Die Figur zeigt eine Reihe von sieben numerirten Kufen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, welche terassenförmig angeordnet sind und mit einer
Tanninlösung gespeist werden, welche sich aus dem Behälter R in die oberste Kufe der Reihe Nr. 7 ergiefst. In dem vorliegenden Beispiel tritt die Tanninlösung von einer Kufe in die andere einfach durch ihre Schwere mittelst der Ausgufsrohre d, aber es ist leicht einzusehen, dafs man diese Anordnungen auch durch irgend ein anderes geeignetes Mittel leicht ersetzen könnte. Das Fell P durchläuft die Kufen im umgekehrten Sinne; es tritt in rohem Zustande in den Apparat bei dem Behälter ι ein und verläfst mit Tannin getränkt den obersten Behälter.
Die Rollen r, mit welchen die Behälter ausgerüstet sind, werden durch die gewöhnlichen mechanischen Hülfsmittel bethätigt. Sie bestehen aus Holz oder irgend einem Metall, welches durch die Tanninlösungen nicht angegriffen wird, wie z. B. Kupfer, Bronze oder Messing.
Um die abwechselnde Bewegung des Zusammenpressens und der Wiederausdehnung zu erhalten, durch welche das Eindringen der Gerbflüssigkeit in die Haut erleichtert werden soll, wird für jede Operation eine Gruppe aus zwei einander sehr genäherten Cylinderpaaren benutzt. Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung stellt eine dieser Gruppen aus zwei Cylinderpaaren rr und rV dar, welche die Zusammenpressung der Haut veranlassen. Zu diesem Zwecke wird das erste Cylinderpaar rr allein mechanisch bewegt, so dafs es die Haut mit sich zieht, die sich dann zwischen zwei Führungsbrettchen oder gelochte Bleche i legt, welche ein Entschlüpfen der Haut verhindern. Letztere tritt dann zwischen das zweite Paar von Cylindern r1 r1 ein, welches durch die Haut selbst, welche ihrerseits wieder durch die ersten Cylinder rr getrieben wird, in Bewegung gesetzt wird. Es ist leicht verständlich, dafs die Haut zwischen den beiden Cylinderpaaren r r und r1 r1 eine Zusammenpressung in sich erleidet und dafs diese Zusammenpressung während der ganzen Dauer des Durchganges des Streifens zwischen diese Cylinderpaare bestehen wird.
Die Aufhebung der Pressung oder' die'Ausdehnung der Haut wird in analoger Weise erreicht, indem man gleichfalls zwei Cylinderpaare rr und rV1 benutzt, deren Cylinder wiederum einander sehr genähert sind. In diesem Falle is.t es das äufsere Paar r1 r1 allein, welches mechanisch bewegt wird und so einen Zug auf die Haut ausübt, während das erste Paar einfach durch den Durchgang der Haut gezogen wird. Es wird so eine Ausdehnung der Haut erreicht, welche mit der Tangentialgeschwindigkeit der ziehenden Cylinder wechselt.
Um diese Operation bei der in der Arbeit befindlichen Haut wiederholen zu können, werden in den Behältern, in welchen die Häute circuliren, eine bestimmte Anzahl von Cylinderpaaren angeordnet, so dafs die Pressung und die Ausdehnung abwechselnd erreicht wird (siehe Fig. 3).
Um die Zeit des Aufenthaltes oder des Durchganges der Haut in dem Bade zu verlängern, kann man die Behälter so anordnen, dafs die Haut wiederholt umläuft, wie in der Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist. Hier circulirt die Haut in einem Gefäfs S, welches mit einer grofsen Anzahl von Cylinderpaaren r r1 ausgestattet ist. Je nach der Art der auszuführenden Arbeit kann man die Haut von einem Gefäfs in ein anderes überführen, indem sie in der Flüssigkeit bleibt, wenn man die Gefäfse mit einander verbindet und die Scheidewände weniger hoch macht wie die Längswände. Man kann auch eine längere oder kürzere Einwirkung der Luft auf die Haut bewirken, indem man die Haut, wenn sie von einem Gefäfs in das andere geht, mehr oder weniger lange Umläufe machen läfst, während welcher der atmosphärische Sauerstoff auf das Fell und den imprägnirenden Gerbstoff dann einwirkt.
Um die Bearbeitung und den Umlauf der Häute im Apparate zu erleichtern, werden dieselben durch theilweises Annähen oder dergl. auf Leinewand befestigt, welche zur Stützung und Führung dient.
An Stelle einer Reihe von Gefäfsen kann man auch einen einzigen Behälter, der mehr oder weniger lang ist, mit oder ohne Zwischenwände verwenden. In diesem Gefäfs bewegen sich Häute und Flüssigkeit wiederum in einander entgegengesetztem Sinne.
Es ist leicht einzusehen, dafs dieselbe Arbeitsweise und dieselben Apparate angewendet werden können bei der Flufsarbeit, bei dem Kalken, bei dem Gähren, indem man die Tanninlösung durch reines Wasser, Kalkmilch, angesäuerte Lohbrühe oder saure Lösungen ersetzt. ·

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Einweichen, Kalken und insbesondere zum schnellen Gerben von Häuten und Fellen, dadurch gekennzeichnet, dafs man die anzuwendenden Flüssigkeiten oder Gerblösungen und die Häute in entgegengesetzter Richtung durch geeignete Behälter laufen läfst, in denen die Häute einer fortlaufenden Bearbeitung durch Pressung und Streckung unterworfen werden können.
2. Die Ausführungsform des unter 1. ,genannten Verfahrens, darin bestehend, dafs
die Häute abwechselnd in horizontaler Richtung .zusammengeprefst und wieder gestreckt werden zwischen je zwei Paaren von einander genäherten Cylindern, von denen nur das eine Paar (das erste (r rj, wenn es sich um die Zusammenpressung, das zweite (rx rlj, wenn es sich um die Ausdehnung handelt) mechanisch angetrieben wird, während die Haut bei der Zusammenpressung eventuell zwischen zwei Führungen oder durchlochten Blechen geführt ist, die derartig angeordnet sind, dafs ein Entschlüpfen der Häute. zwischen den Cylinderpaaren nicht möglich ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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