DE975412C - Verfahren zur UEbertragung von auf einer Lochkarte dezimal festgelegten Informationen in ein binaere Multipletts speicherndes Speicherwerk und umgekehrt - Google Patents

Verfahren zur UEbertragung von auf einer Lochkarte dezimal festgelegten Informationen in ein binaere Multipletts speicherndes Speicherwerk und umgekehrt

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DE975412C
DE975412C DEI7878A DEI0007878A DE975412C DE 975412 C DE975412 C DE 975412C DE I7878 A DEI7878 A DE I7878A DE I0007878 A DEI0007878 A DE I0007878A DE 975412 C DE975412 C DE 975412C
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    • G06F3/06Digital input from, or digital output to, record carriers, e.g. RAID, emulated record carriers or networked record carriers
    • G06F3/08Digital input from, or digital output to, record carriers, e.g. RAID, emulated record carriers or networked record carriers from or to individual record carriers, e.g. punched card, memory card, integrated circuit [IC] card or smart card

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Description

AUSGEGEBENAM 23. NOVEMBER 1961
/ 7878IX c 142 m
Sindelfingen (Württ.)
und umgekehrt
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung einer in den Spalten und Zeilen einer Lochkarte dezimal festgestellten Information auf ein die Dezimalziffern in Form binärer Multipletts speicherndes Speicherwerk und umgekehrt ein Verfahren zur Übertragung einer in Form binärer Multipletts gespeicherten Information auf eine Lochkarte, in der die Information dezimal in Spalten und Zeilen festgelegt wird.
Die Technik der Tabelliermaschinen, welche den Informationsinhalt einer Lochkarte entnehmen, sieht vor, daß die Lochungen der Lochkarte zeilenweise, d. h. in Gruppen gleichen Wertes entnommen werden; zur Angabe des Wertes der jeweils entnommenen Zeilengruppe findet dabei ein Wegvergleich und eine Synchronisierung der Kartenabnahmebewegung und der Druckwerkbewegung statt. Es werden also alle Stellen gleichen Wertes der Lochkarte gemeinsam als geschlossene Gruppe abgefühlt und als solche zugleich mit einer den Ziffernwert kennzeichnenden Angabe von der Lochkarte auf das Druckwerk übertragen.
Die Erfindung wendet dieses Grundprinzip an, um die dezimal festgelegten Informationen einer
109 731/9
Lochkarte auf ein Speicherwerk zu übertragen, in welchem die Dezimalziffern in Form binärer Multipletts gespeichert werden.
Die Erfindung wendet das genannte Grundprinzip auch dann an, wenn Informationen von einem binäre Multipletts speichernden Speicherwerk auf eine Lochkarte übertragen werden sollen, auf der die Informationen dezimal in Spalten und Zeilen festgelegt werden,
ίο Das binäre Multipletts speichernde Speicherwerk kann dabei ein Trommelspeicher sein, auf dem in Spuren bzw. in Spurengruppen Dezimalzahlen in Form binärer Multipletts gespeichert werden; das Speicherwerk kann auch ein spaltenweise aufgebautes Speicherwerk sein, in welchem Dezimalzahlen als binäre Multipletts in Spalten oder Spaltengruppen gespeichert werden.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Übertragung einer in den Spalten und Zeilen einer Lochkarte dezimal festgelegten Information auf ein die Dezimalziffern in Form binärer Multipletts speicherndes Speicherwerk kennzeichnet sich dadurch, daß alle Stellen gleichen Ziffernwertes der Information gemeinsam abgefühlt werden und als geschlossene Stellenimpulsfolgegruppe gemeinsam mit einer den Ziffernwert kennzeichnenden Ziffernimpulsfolgegruppe dem Speicherwerk zugeführt werden, zu dem Zweck der Aufzeichnung in verschiedenen Speicherspalten bzw. Speicherspuren oder Speicherspaltengruppen bzw. Speicherspurengruppen.
Umgekehrt kennzeichnet sich ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Übertragung einer in den Spalten bzw. Spuren oder Spaltengruppen bzw. Spurengruppen in Form binärer Multipletts gespeicherten Information auf eine die Information dezimal in Spalten und Zeilen festlegenden Lochkarte dadurch, daß die Multipletts gleichen Ziffernwertes der Spalten bzw. Spuren oder Spalten-4.0 gruppen bzw. Spurengruppen des Speicherwerkes gemeinsam abgefühlt werden und durch ein den Ziffernwert kennzeichnendes Signal ausgewählt der Lochkartenanlage zugeführt werden, zu dem Zweck der Aufzeichnung in dezimaler Form in den Zeilen der verschiedenen Spalten der Lochkarte.
In neuerer Zeit werden in Verbindung mit Lochkartenanlagen und ähnlichen Anlagen elektronische Rechenmaschinen verwendet. Dabei tritt das Problem auf, wechselseitig Information zwischen-den Lochkarten bzw. der Lochkartenanlage einerseits, dem elektronischen Rechner oder einem Speicher andererseits zu übernehmen. Häufig ist dabei mit der Übernahme eine Wandlung der in Lochkartenanlagen üblichen speziellen Paralleldarstellung der Zahlen in eine Seriendarstellung für den elektronischen Rechner oder Speicher und umgekehrt durchzuführen.
Es sind Anordnungen bekanntgeworden, bei denen der Informationsinhalt einer Lochkarte zunächst in diskreten Speicherzellen gespeichert und dann mittels einer besonderen Abrufeinrichtung in den elektronischen Rechner übernommen wird bzw. die für eine Lochkarte bestimmte Information in diskreten Speicherzellen gesammelt und dann in die Lochkartenanlage übertragen wird.
Diese Verfahren werden sowohl bei Seriendarstellung als auch bei Paralleldarstellung der Information im elektronischen Rechner oder Speicher benutzt. Eine notwendige Codewandlung geschieht dabei häufig durch eine entsprechende Verdrahtung zwischen der Lochkartenanlage und den diskreten Speicherzellen.
Diesen Anordnungen haftet der Nachteil an, daß wegen der großen Informationskapazität einer Lochkarte eine sehr große Anzahl diskreter Speicherzellen erforderlich ist. Das führt zu einem sehr hohen Materialaufwand und damit zu einer gewissen Unsicherheit und Störanfälligkeit der Anordnung. Überdies liegt prinzipiell und wegen des hohen Materialaufwandes eine gewisse Bindung hinsichtlich der Wahl des Codes für den elektronischen Rechner oder Speicher bzw. auch für die Lochkartenanlage vor.
Diese Nachteile werden durch die Vorrichtung nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß eine oder mehrere-Abfühlvorrichtungen, eine Verteilungsvorrichtung Und "eine Vorrichtung zur Erzeugung von Ziffernimpulskombinationen derart angeordnet und miteinander verbunden sind, daß bei der Abfühlung eines Informationsträgers, Speichers oder Zählers Impulskombinationen erzeugt werden, die alle Stellen mit gleichem Wert angeben und die gemeinsam als geschlossene Gruppen oder Teilgruppen verarbeitet werden, indem statt der zu übernehmenden Information in gegebener Stellenfolge diese Stellenimpulskombinationen und die jeweils dazugehörige Wertangabe übertragen werden, und daß die durch die Stellenimpulskombination gesteuerte Verteilungsvorrichtung die stellenrichtige Aufteilung der Wertangaben vornimmt. Die Wahl des Codes bzw. der Zahlendarstellung für den elektronischen Rechner oder Speicher ist dabei völlig frei und" für die Lochkartenanlage in weiten Grenzen frei. Ferner sind bei Erweiterung einer Lochkartenanlage durch einen elektronischen Speicher oder Rechner im allgemeinen keine Veränderungen an der Lochkartenanlage nötig.
Nachstehend werden an Hand der Zeichnungen Ausführungs- und Anwendungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert, und zwar zeigt
Abb. ι ein Anwendungsbeispiel, bei dem eine Information aus Lochkarten in einen "serienmäßig arbeitenden Magnettrommelspeicher zu übernehmen ist, wobei statt eines Magnettrommelspeichers jedoch auch andere serienmäßig arbeitende Speicher verwendet werden können,
Abb. 2 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsegenstandes, bei dem von einem Stellenimpulsfolgen-Geber Gebrauch gemacht wird, der keine speichernden Elemente enthält, und
Abb. 3 ein weiteres Anwendungsbeispiel, bei dem eine Information von einem elektronischen Rechner oder Speicher in eine Lochkartenanlage zu übernehmen ist.
In· den einzelnen Abbildungen bedeutet: A Lochkartenabfühlung, B Kette diskreter Speicherzellen,
C Vorschubimpulsleitung, D Schreibverstärker, E Schreibkopf, F Ziffernimpulsfolgen-Geber, G Magnetspeichertrommel, IΛ Vorschubimpuls-Verstärker, H Stellenimpulsfolgen-Geber, / elektronischer Speicher oder Rechner, Ä' Vergleichsschaltung, L Stellenverteiler, M Lochkartenanlage.
Im ersten Anwendungsbeispiel (Abb. i), bei dem es sich darum handelt, Information aus Lochkarten in einen serienmäßig arbeitenden Magnettrommeleingangsspeicher zu übernehmen und bei dem grundsätzlich statt eines Magnettrommeleingangsspeichers auch andere Speichertypen herangezogen werden können, schließen bei der zeilenweisen Abfühlung einer Lochkarte Bürsten, von denen jeder Spalte der Lochkarte eine zugeordnet ist, an den durchlochten Stellen der Karte einen Kontakt. Somit sind bei einer entsprechenden dezimalen Verschlüsselung auf der Lochkarte durch die während des Durchganges der ersten Zeile geschlossenen Kontakte alle diejenigen Stellen gekennzeichnet, denen laut Informationsinhalt der Karte beispielsweise die Ziffer 1 zuzuordnen ist. Durch die während des Durchganges der zweiten Zeile geschlossenen Kontakte sind alle diejenigen Stellen gekennzeichnet, denen beispielsweise die Ziffer 2 zuzuordnen ist usw. Wie in Abb. 1 schematisch dargestellt, werden beispielsweise zu Beginn der Abtastung einer Zeile in einer Kette diskreter Speicherzellen B, z. B. einer Kette aus Kernen mit rechteckiger Hysteresisschleife, diejenigen Stellen gespeichert, die in der entsprechenden Zeile der Karte gelocht waren, z. B., wenn es sich um die Abtastung der ersten Zeile handelte, alle diejenigen Stellen, denen eine 1 zuzuordnen ist. Nach abgeschlossener Speicherung wird die erwähnte Kette durch eine von der Magnettrommel G zu einer bestimmten Zeit über C gelieferte oder synchronisierte Serie von Vorschubimpulsen entleert und damit für eine neue Speicherung frei gemacht. Dabei fallen am Ausgang der Kette Impulse an, die zeitlich in richtiger Zuordnung zur Stellung der Magnetspeichertrommel gegenüber einem Schreibkopf E diejenigen Stellen anzeigen, an denen auf der Magnettrommel die der abgetasteten Zeile entsprechende Ziffer zu speichern ist. Die so gelieferten Impulse werden dazu benutzt, einen Schreibverstärker D jeweils für die Zeit von beispielsweise vier Dualen, welche für die duale Verschlüsselung einer Dezimalziffer benötigt werden, zu entsperren. Der Schreibverstärker wird von einem Ziffernimpulsfolgen-Geber F gesteuert, wobei der Ziffernimpulsfolgen-Geber (seinerseits durch den Kartenvorschub gesteuert) nach Übernahme der ersten Zeile in diesem Beispiel eine der 1 entsprechende Impulsfolge, nach Übernahme der zweiten Zeile eine der 2 entsprechende Impulsfolge usw. liefert. Nach Abtastung der ganzen Karte ist auf diese Weise deren Informationsinhalt unabhängig davon, ob es sich um Zahlen oder sonstige Merkmale handelt, in den Magnettrommeleingangsspeicher übernommen. Dabei ist offensichtlich kein Synchronismus zwischen Lochkartenanlage und Speichertrommel erforderlich. Vielmehr muß nur die Bedingung erfüllt sein, daß zwischen den Stellenspeicherungen zweier Zeilen die Kette diskreter Speicherzellen einmal entleert werden kann.
Dazu ist es häufig zweckmäßig, den Informationsinhalt mehrfach hintereinander auf eine Spur des Magnettrommeleingangsspeichers zu schreiben, um hinsichtlich der Impulsdichte auf der Trommel und der Drehzahl der Trommel freie Hand zu haben. Hierzu kann so vorgegangen werden, daß der Magnettrommeleingangsspeicher als Umlaufspeicher ausgebildet wird oder mehrere Köpfe auf einer Spur angeordnet werden.
Selbstverständlich braucht die Informationsübernahme nicht unmittelbar von der Lochkartenabfühlung zu geschehen, sondern kann auch von anderen Stellen in der Lochkartenanlage, z. B. Zählwerken, erfolgen. Ferner ist es auch möglich, die Anordnung so zu gestalten, daß die einzelnen Dualen einer Dezimalen parallel, die Dezimalziffern aber in Serie gespeichert werden oder die einzelnen Dualen einer Dezimalen in Serie und die Dezimalziffern parallel gespeichert werden oder sowohl die Dualen einer Dezimalen als auch die Dezimalen parallel gespeichert werden.
Die so nach Abtastung einer Karte in den Eingangsspeicher übernommene Information läßt sich beliebig weiterverarbeiten, also etwa in ein Rechenwerk überführen oder in andere gewöhnliche Speicherzellen umschreiben. Der Eingangsspeicher wird dann für die nächste Übernahme frei.
Bei dem in Abb. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird von einem Stellen- impulsfolgen-Geber Gebrauch gemacht, der keine speichernden Elemente enthält. Der Stellenimpulsfolgen-Geber kann aus einer Reihe, z. B. U-förmiger Magnetkerne, aus einem weichmagnetischen Werkstoff bestehen, die entlang dem Umfang oder einem oder mehreren Teilen des Umfanges oder gegebenenfalls auch einer Mantellinie einer Trommel, die zweckmäßig mit der Magnetspeichertrommel identisch sein kann, in kleinem Abstand von dieser und untereinander und mit ihren Polen zur Trommel gerichtet angeordnet sind. Die Trommel selbst, die nicht aus einem ferromagnetischen Werkstoff besteht, trägt ein oder mehrere Joche, die bei Rotation der Trommel nacheinander, gleichzeitig oder teilweise gleichzeitig die aus den U-förmigen Magnetkernen gebildeten magnetischen Kreise schließen, also ihren magnetischen Widerstand stark herabsetzen. Die U-förmigen Magnetkerne tragen beispielsweise zwei Wicklungen, von denen die eine als Erregungswicklung und die andere als Induktionswicklung dient. Jeder Bürste, also auch jeder Spalte der Lochkarte, ist ein U-förmiger Magnetkern zugeordnet. Die Erregungsströme der einzelnen Magnetkerne werden über die Abfühlbürsten der Lochkartenanlage gesteuert. Bei Abtastung einer Zeile werden dann diejenigen Magnetkerne erregt, welche den in der betreffenden Zeile gelochten Stellen zugeordnet sind. Bei Rotation der Trommel wird beim Vorbeilauf der Joche an einem erregten Magnetkern in dessen Induktionswicklung ein Spannungsimpuls induziert. Werden die Induk-
tionswicklungen zusammengeschaltet, ζ. B. in Serie, so läßt sich an den zusammengeschalteten Induktionswicklungen eine zum ersten Beispiel analoge Stellenimpulsfolge abgreifen, die wie im ersten Beispiel weiterverarbeitet wird. Hierbei ist die richtige Zuordnung zwischen den Plätzen der Eingangsspeicherspur und den Lochungen der Karte zwangläufig gegeben.
Genau wie im ersten Beispiel ist auch hier offensichtlich kein Synchronismus zwischen Lochkartenanlage und Speichertrommel erforderlich, vielmehr muß nur die Bedingung erfüllt sein, daß während des Abfühlens einer Zeile jeder Magnetkern mindestens einmal durch ein Joch geschlossen wird. Im übrigen gilt sinngemäß dasselbe, was zum ersten Beispiel gesagt wurde.
Statt des beschriebenen Stellenimpulsfolgen-Gebers lassen sich natürlich auch andere Einrichtungen dieser Art verwenden. Diese können mit Röhren oder Schaltmatrizen aus Gleichrichtern und Widerständen ausgerüstet sein oder lichtelektrisch arbeiten und von einem Taktgeber gesteuert werden. Die Anzahl der diskreten Speicherzellen im Falle des ersten Beispiels und die Anzahl der U-förmigen Magnetkerne im Fall des zweiten Beispiels ist nicht an die Anzahl der Spalten auf der Lochkarte gebunden, sondern es kann die Anzahl der Speicherzellen bzw. U-förmigen Magnetkerne auch beispielsweise größer gewählt werden als die Anzahl der Lochkartenspalten und dabei z. B. mit Hilfe eines Kreuzschienenverteilers eine beliebige Zuordnung hergestellt werden.
Ein drittes Anwendungsbeispiel wird nunmehr an Hand der Abb. 3 erläutert werden. Hierbei handelt es sich darum, Information von einem elektronischen Rechner oder Speicher in eine Lochkartenanlage zu übernehmen. Die Stellenimpulsfolge wird aus den vom elektronischen Speicher oder Rechner / gelieferten Zahlenimpulsfolgen durch beständiges Vergleichen mit den vom Ziffernimpulsfolgen-Geber F gelieferten Ziffernimpulsfolgen gewonnen. Der Ziffernimpulsfolgen-Geber wird z. B. von der Lochkartenanlage M derart gesteuert, daß er 1-Folgen liefert, wenn in die Lochkartenanlage Einsen übernommen werden sollen, 2-Folgen liefert, wenn in die Lochkartenanlage Zweien übernommen werden sollen usw. Die Vergleichsschaltung K, die ein Netzwerk aus Gleichrichtern und Widerständen oder eine Röhrenschaltung sein kann, ist derart beschaffen, daß sie ein Signal, z. B. einen Impuls, abgibt, wenn Ziffern der Zahlenimpulsfolgen mit denen der Ziffernimpulsfolgen übereinstimmen. Diese Signale, z. B. Impulse, ergeben aneinandergereiht die Stellenimpulsfolge, also eine Impulsfolge, welche die Informationsstellen gleichen Wertes anzeigt. Zur Verteilung der Stellenimpulsfolge auf die Stellen der Lochkartenanlage dient ein Stellenverteiler L. Dieser kann z. B. eine Kette diskreter Speicherzellen sein von der Art, wie sie im ersten Beispiel beschrieben wurde, in welche die Stellenimpulsfolge in Serie hineingegeben und aus welcher sie parallel herausgenommen wird. Er kann aber z. B. auch eine Anordnung aus U-fÖrmigen Magnetkernen sein, ähnlich der, welche im zweiten Beispiel beschrieben wurde. Bei der Verwendung einer solchen Anordnung als Stellenverteiler können mit der Stellenimpulsfolge die zusammengeschalteten Wicklungen gespeist werden. Eine wesentliche Übertragung auf die andere Wicklung eines Magnetkernes findet nur dann statt, wenn dieser Kern durch ein Joch geschlossen ist. An diesen Wicklungen läßt sich die verteilte Stellenimpulsfolge abgreifen. Damit die Verteilung eindeutig ist, muß zwischen dem Stellenverteiler und den elektronischen Speichern oder Rechnern eine eindeutige Zuordnung bestehen. Diese ist z. B. gegeben, wenn der Stellenverteiler mit einem Magnettrommelspeicher starr verbunden ist.
Statt der als Beispiel besprochenen Stellenverteileranordnung lassen sich auch andere Anordnungen verwenden. Diese können z. B. mit Röhren oder Schaltmatrizen aus Gleichrichtern und Widerständen ausgerüstet sein oder lichtelektrisch arbeiten.
Die wie oben beschriebenen verteilten Stellenimpulsfolgen einer Informationsübernahme können z. B. zur Kartenablochung in der Lochkartenanlage vorgespeichert oder in der Lochkartenanlage weiterverarbeitet werden. go
Auch bei der im letzten Beispiel beschriebenen Übernahme ist offensichtlich kein Synchronismus zwischen dem elektronischen Speicher oder Rechner und der Lochkartenanlage erforderlich. Es muß vielmehr nur gewährleistet sein, daß die zu einer Informationsübernahme gehörende Zahlenimpulsfolge während der Aufnahmebereitschaft der Lochkartenanlage für die Stellen einer Zeile mindestens einmal ausgeliefert wird. Im übrigen gilt sinngemäß das in den ersten beiden Beispielen Gesagte, insbeson- too dere auch im Hinblick auf die Zahlendarstellung.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Übertragung einer in den Spalten und Zeilen einer Lochkarte dezimal festgelegten Information auf ein die Dezimalziffern in Form binärer Multipletts speicherndes Speicherwerk, dadurch gekennzeichnet, daß alle Stellen gleichen Ziffernwertes der Information gemeinsam abgefühlt und als geschlossene Stellenimpulsfolgegruppe gemeinsam mit einer den Ziffernwert kennzeichnenden Ziffernimpulsfolgegruppe dem Speicherwerk zugeführt werden, zu dem Zweck der Aufzeichnung in verschiedenen Speicherspalten bzw. Speicherspuren oder Speicherspaltengruppen bzw. Speicherspurengruppen.
  2. 2. Verfahren zur Übertragung einer in den Spalten bzw. Spuren oder Spaltengruppen bzw. Spurengruppen in Form binärer Multipletts gespeicherten Information auf eine die Information dezimal in Spalten und Zeilen festlegenden Lochkarte, dadurch gekennzeichnet, daß die Multipletts gleichen Ziffernwertes der Spalten bzw. Spuren oder Spaltengruppen bzw. Spurengruppen des Speicherwerkes gemeinsam abge-
    fühlt werden und durch ein den Ziffernwert kennzeichnendes Signal ausgewählt der Lochkartenanlage zugeführt werden, zu dem Zweck der Aufzeichnung in dezimaler Form in den Zeilen der verschiedenen Spalten.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellen gleichen Ziffernwertes in geschlossenen Gruppen auf Zwischenspeicherzellen übertragen werden, die ihrerseits den Fluß der zu den Ziffernstellen gehörigen Ziffernwerte in die Speicher- oder Rechenregister steuern.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellen gleichen Ziffernwertes über eine beispielsweise magnetische oder lichtelektrische Impulserzeugungsvorrichtung Stellenimpulsfolgen erzeugen, die ihrerseits den Fluß der zu den Ziffernstellen gehörigen Ziffernwerte in die Speicher- oder Rechenregister steuern.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Vergleich der zugehörigen Ziffernwerte gespeicherte Informationen gleichen Ziffernwertes in geschlossenen Gruppen über Zwischenspeicherzellen in die Lochkartenanlage geleitet werden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gespeicherten Informationen gleichen Ziffernwertes über magnetische oder lichtelektrische Verteileranordnungen in die Lochkartenanlage geleitet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509 656/230 1.56 (109 731/9 11.61)
DEI7878A 1953-11-07 1953-11-07 Verfahren zur UEbertragung von auf einer Lochkarte dezimal festgelegten Informationen in ein binaere Multipletts speicherndes Speicherwerk und umgekehrt Expired DE975412C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3437763A1 (de) * 1984-10-16 1986-04-24 Gunold & Partner, 8751 Stockstadt Vorrichtung zur aufnahme von informationen fuer datenverarbeitungsanlagen sowie einrichtung zu deren verarbeitung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3437763A1 (de) * 1984-10-16 1986-04-24 Gunold & Partner, 8751 Stockstadt Vorrichtung zur aufnahme von informationen fuer datenverarbeitungsanlagen sowie einrichtung zu deren verarbeitung

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