DE97412C - - Google Patents

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DE97412C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C31/00Delivery of fire-extinguishing material

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem Oeffnen der Deckel der Ventilkasten •von Feuerspritzen haben sich bei Betriebsstörungen, wie sie z. B. besonders bei der oft nothgedrungenen Verwendung von unreinem, schlammigem, sandigem etc. Wasser durch Verstopfungen oder Versagen der Ventile u. s. w. leicht vorkommen, Uebelstände bemerkbar gemacht , welche in einem kritischen Augenblick des Brandes die bedenklichsten Folgen bezüglich der Gefährdung von Leben und Gut haben können. ■ Die Uebelstände sind eine Folge der bisherigen Verschlufsart der Ventilkastendeckel. Dieselben sind durch mindestens eine Schraubenmutter oder eine Schraube oder ein sonstiges .Verschlufsmittel verschlossen. Zum Lösen der Deckel mufs daher ein Schraubenschlüssel oder ein sonst passendes Werkzeug zur Hand sein, und es mufs das Werkzeug und das Verschlufsmittel sowie der gelöste Deckel sorgfältig bei Seite gelegt werden, derart, dafs diese Theile behufs Wiederverschliefsens des Deckels nach Beseitigung der Betriebsstörung, z. B. nach einem Reinigen oder Ausspülen des Ventilkastens, nach Herausnahme und Wiedereinsetzen der Ventile etc., sofort wieder gefunden und in vollkommen brauchbarem Zustande zum Wiederverschliefsen des Deckels benutzt werden können. Es kommt nun häufig vor, dafs in solchen kritischen Fällen,, des Abends oder Nachts, bei stürmischem, regnerischem Wetter, bei unzulänglicher Beleuchtung, bei der allgemeinen Verwirrung und bei der grofsen Hast, mit welcher die Betriebsstörung beseitigt werden mufs, der Schraubenschlüssel oder das sonst zum Lösen ■ des Deckels erforderliche Werkzeug nicht oder nicht gleich gefunden wird, dafs das Werkzeug und das Verschlufsmittel (Mutter, Schraube etc.) nach Lösen des Deckels verlegt wird oder verloren geht, dafs der weggelegte Deckel nicht gleich wiedergefunden wird oder dafs er bezw. seine Dichtungsflächen durch Schmutz, Erde, Sand u. s. w. verunreinigt, oder dafs die Dichtungsflächen durch irgend welche Umstände beschädigt werden, oder dafs der Deckel nicht sofort in seine richtige Lage gebracht werden kann u.s.w. Durch derartige Vorkommnisse wird die so nothwendige rasche und vollständige Beseitigung von Betriebsstörungen der Spritze aufgehalten oder auf längere Zeit verhindert, oft auch ganz unmöglich gemacht. Besonders können solche Betriebsstörungen bei Feuerspritzen bedenklich werden, bei welchen der Ventilkasten innerhalb des Wasserkastens angeordnet ist.
Die in der Zeichnung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulichte Verschlufsvorrichtung bezweckt, diese Uebelstände zu beseitigen, indem durch die Einrichtung des neuen Verschlusses sowohl die Anwendung eines besonderen Werkzeuges, wie die eines zu lösenden Verschlufsmittels überflüssig gemacht und die Weglegung des Ventilkastendeckels vermieden ist. Dieser Zweck ist dadurch erreicht, dafs die Verschlufstheile und ihre Lösungsbezw. Verschlufsmittel in zu einander unlösbarem Zusammenhang gebracht sind und bei ihrer Bethätigung in Verbindung mit dem
Gestell oder dem Wasserkasten der Feuerspritze verbleiben, wobei der Ventilkastendeckel senkrecht zu seinem Sitz hin- und hergeführt wird.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Feuerspritze mit innerhalb des Wasserkastens angeordnetem Ventilkasten. Als Ventile sind in diesem Falle Gummikugeln gewählt, doch können selbstredend auch anders geeignete Ventile Anwendung finden.
Der Ventilkasten G hat hier vier Kammern mit Gummikugelventilen v, welche durch eine gemeinsame Platte D mit vier daran angebrachten Verschlufsdeckeln d verschliefsbar sind. Die Platte D ruht auf zwei Führungsstangen F, die einerseits in dem Ventilkasten C, andererseits in der gegenüberliegenden Wand des Wasserkastens A gelagert sind. An diesen Führungsstangen kann die Platte D mit den Deckeln d senkrecht zum Ventildeckelsitz, hier in horizontaler Richtung geradlinig zurück- und vorbewegt werden, und ■ zwar mittelst der Spindel P, die an ihrem inneren Ende mit der Platte D drehbar verbunden ist, an ihrem äufseren Ende aber das Handrad R besitzt. Die Spindel P ist durch eine Stopfbüchse S2 hindurchgeführt,' und es ist diese letztere in ihrem äufseren Theil mit einigen Muttergewindegängen versehen, in die correspondirende Gewindegänge der Spindel P eingreifen, wie dies aus Fig. 3 zu ersehen ist. Dort sind die Deckel d in ihrer Verschlufsstellung gezeigt, und man sieht, dafs sich bei dieser Stellung die Gewindegänge der Spindel P in denen der Stopfbüchse S2 befinden, wobei durch die Gewindewirkung das dichte Anpressen der Deckel d an ihre Sitze erreicht wird.
Wenn nun eine Ausspülung der Ventilkammern oder ein Nachsehen der Ventile etc. erforderlich wird, so genügen zwei oder drei Umdrehungen des Handrades R, um die Kupplung zwischen der Spindel P und ihrer Stopfbüchse S2 zu lösen und gleichzeitig die Deckel d von ihren Sitzen abzuziehen. Jetzt kann die Spindel P geradlinig so weit herausgezogen werden , dafs die Nabe des Deckels D an der Stopfbüchse S2 zur Anlage kommt und das Innere des Ventilkastens frei liegt und bequem zugänglich ist. Soll nun z. B. ausgespült werden, so kann das Wasser von der Seite her ungehindert in die Ventilkammern eintreten, und es genügen wenige Hübe der Kolben zur Ausspülung der Kammern. Die letzteren werden dann zunächst durch'Heranschieben der Platte D mittelst geradliniger Bewegung der Spindel P wieder geschlossen, eine Arbeit, die ebenso wie das Oeffnen in Secunden ausführbar ist.
Wie ersichtlich, ist zum Oeffnen und Wiederschliefsen der Ventilkammern nicht ein einziges Werkzeug erforderlich, es wird nicht ein einziges Bauglied vollständig abgelöst, sondern alles bleibt in Verbindung mit einander und kann von dem Handrade R aus mit einer vordem noch nie erreichten Präcision und Schnelligkeit bethätigt- werden, was, wie gesagt, bei Feuersgefahr von höchster Bedeutung ist.
Es ist selbstverständlich, dafs in den Ausführungsformen der Stopfbüchse, der Spindel, des Handrades und der Geradführung Aenderungen eintreten können, ohne aus dem Rahmen der Erfindung herauszutreten. Wesentlich ist nur, dafs das Oeffnen und Schliefsen ohne Werkzeug durch senkrecht zum Sitz erfolgende Hin- und Herbewegung der Ventilkastendeckel geschieht.
C C1 sind die Pumpenstiefel und K die Kolben der Feuerspritze, S ist die Saugleitung mit dem Absperrhahn H, dessen oberer Theil zu einem Saugwindkessel W ausgebildet bezw. mit einem solchen verbunden ist. S1 ist die gegabelte Druckleitung mit dem Druckwindkessel W1, und H1 sind Absperrhähne in dieser Leitung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verschlufsvorrichtung für den Ventilkasten einer Feuerspritze, bei welcher das Oeffnen und Schliefsen des Ventilkastendeckels vermittelst einer mit ihm verkuppelten Spindel und mit senkrechter Führung zum Deckelsitz ohne Zurhülfenahme eines Werkzeuges und ohne gänzliches Ablösen oder Fortlegen des Deckels oder eines Verschlufsmittels erfolgt. ' ■
2. Verschlufsvorrichtung nach Anspruch i, bei welcher die mit dem Ventilkastendeckel verkuppelte Spindel durch die Wand des den Ventilkasten aufnehmenden Wasserkastens geführt.und die Spindel mit der in der Wasserkastenwand befestigten Abdichtungsvorrichtung durch Gewinde verbunden ist, so dafs der Deckel einerseits durch die Gewindewirkung fest an den Ventilkasten angeprefst, andererseits, nach dem Heraustreten des Gewindetheiles der Spindel aus dem Gegengewinde, geradlinig zurückgezogen werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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