DE973296C - Kolbenabdichtung - Google Patents

Kolbenabdichtung

Info

Publication number
DE973296C
DE973296C DEG15017A DEG0015017A DE973296C DE 973296 C DE973296 C DE 973296C DE G15017 A DEG15017 A DE G15017A DE G0015017 A DEG0015017 A DE G0015017A DE 973296 C DE973296 C DE 973296C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
piston
groove
support ring
rings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG15017A
Other languages
English (en)
Inventor
Felix Wankel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Original Assignee
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Goetzewerke Friedrich Goetze AG filed Critical Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Priority to DEG15017A priority Critical patent/DE973296C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE973296C publication Critical patent/DE973296C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J9/00Piston-rings, e.g. non-metallic piston-rings, seats therefor; Ring sealings of similar construction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

AUSGEGEBENAM 14. JANUAR 1960
G 15017 XII/47f
Kolbenabdichtung
Für die Abdichtung der Kolben von Brennkraftmaschinen hat man bereits Kolbenringe mit L-förmigem Querschnitt benutzt. Solche Ringe wurden entweder in Kolbennuten · eingelegt, deren Breite der größten axialen Abmessung des Ringes und deren Tiefe der größten radialen Abmessung des Ringes entsprach, oder aber der sich radial erstreckende Schenkel des Ringquerschnittes wurde in eine auf dem Grund einer der größten axialen Abmessung des Ringes entsprechenden Nut vorgesehene Nut eingelegt, deren Tiefe der größten radialenAbmessung des Ringes entsprach. Bei solchen Kolbenringen ist es ferner bekannt, den Gasdruck hinter den Kolbenring zu leiten, um. eine zusätzliche Anpressung des Dichtringes zu erhalten und dem sogenannten Ringflattern entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wurde entweder die Toleranz des Ringes in der Kolbennut entsprechend bemessen, oder es wurden in dem Kolben besondere Bohrungen bzw. Kanäle angebracht, durch die der Gasdruck hinter den Ring treten konnte.
Trotz dieser Maßnahme sind solche Ringe nicht flattersicher, da bei jedem Arbeitsspiel zeitweise ein gewisser Gleichgewichtszustand zwischen dem Gasdruck und den Massenkräften entsteht, so daß ein Durchlecken der Gase auftritt. Auch bezüglich guter Anschmiegsamkeit hat der L-Ring noch Mängel. Bei axial sehr langer Ausbildung ist zwar der
909 691/3
zylindrische Rand in seinem oberen, also stegentfernten Flächenbereich anschmiegsam, doch tritt trotzdem häufig eine unzuverlässige Anpressung des Ringes an die Zylinderwand ein. Umgekehrt verfügt der untere Flächenbereich des L-Randes infolge des an ihm befindlichen Ringsteges zwar über eine ausreichende Anpreßkraft, er ist aber radial wieder zu steif.
Auch ist es bekannt, zur Abdichtung von Kolben
ίο Ringe mit U- oder M-Querschnitt zu verwenden. Der Gasdruck wurde auch bei solchen Ringen schon zur Unterstützung des Anpreßdruckes des Kolbenringes an die Zylinderlauffläche herangezogen. Um ein Durchblasen der Gase hinter dem Kolbenring zu vermeiden, wurde ein Radialschenkel des Ringes mit nur so viel Spiel in eine Kolbennut eingesetzt, daß sowohl bei der Aufwärts- als auch bei der Abwärtsbewegung eine Abdichtung durch diesen Schenkel eintrat. Auch derartige Ringe sind aber
ao im oberen Drehzahlbereich nicht immer flattersicher und neigen leicht zum Brechen.
Ferner sind axial sehr schmale Kolbenringe bekannt. Durch das geringe Gewicht eines solchen Dichtringes tritt das Sichabheben des Ringes von der unteren Nutenseitenwand entgegen dem Gasdruck erst bei einem höheren Drehzahlbereich ein als sonst. Bei sehr schnell laufenden Motoren werden aber die Massenkräfte der axial sehr schmalen Ringe doch so groß, daß sich der Ring im oberen Drehzahlbereich von der Zylinderwand abhebt und dann Gasverlust durch Ringflattern verursacht. Als nachteilig hat es sich ferner herausgestellt, daß derartige Ringe eine zu geringe Ölkeilbildung haben und infolgedessen einen höheren Verschleiß der
Zylinderwand Verursachen. Auch ist die Anschmiegsamkeit an die Zylinderwand nicht immer befriedigend.
Bei einer weiterhin bekannten Abdichtung für Dampfkolben ist ein zweiteiliger Dichtungsring
unmittelbar in einer Kolbenringnut geführt und hinter den beiden Ringteilen ein Hilfsring angeordnet, der je nach der Beaufschlagungsrichtung des Kolbens nach der einen oder anderen Richtung als zusätzliche Abdichtung wirkt und zugleich bewirkt, daß stets nur einer der beiden Ringteile durch Dampfbelastung zum Anliegen an der
Zylinderfläche kommt. Diese Abdichtung ist für
Kolben von Brennkraftmaschinen nicht geeignet.
Schließlich ist bereits eine Kolbenringabdichtung für Brennkraftmaschinen vorgeschlagen worden, bei der in einem U-förmigen, radial dickeren Tragring ein radial dünnerer Hilfsring frei beweglich gelagert ist, der durch hinter denselben geleitete Gase gegen die Zylinderfläche gedruckt wird. Infolge seiner Nachgiebigkeit ist zwar ein dichtes Anliegen dieses Hilfsringes an der Zylinderwandung sichergestellt, jedoch ist keine Gewähr dafür gegeben, daß die hochgespannten Verbrennungsgase nicht an dem Tragring vorbei durchblasen, weil letzterer mit Spiel in der zugehörigen Kolbenringnut sitzen muß, um die Verbrennungsgase durch Ausnehmungen im Stegteil des Tragringes hinter den Hilfsring treten zu lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kolbenabdichtung zu schaffen, bei der die Nach- §5 teile der vorerwähnten bekannten Dichtungen vermieden sind und bei der sowohl eine unbedingt sichere Anlage der Dichtringe an der Zylinderfläche erzielt als auch ein Durchlecken der Verbrennungsgase an den Tragringen der Dichtringe vorbei mit Sicherheit vermieden wird. Das wird bei einer Kolbenabdichtung mit einem radial dünnen, an der Zylinderwand anliegenden Kolbenring und mindestens einem radial stärkeren Tragring, der durch über Bohrungen, Kanäle od. dgl. aus dem Druckraum hinter seine Rückenfläche geleitete Gase zusätzlich an die Zylinderwand gepreßt wird, gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch erzielt, daß Hilfsdichtringe vorgesehen sind, die das Entweichen der hinter den Tragring und/oder den Schmiegring geleiteten Gase verhindern.
Die Erfindung kann in einfacher Weise so durchgeführt werden, daß ein im Querschnitt rechteckiger Schmiegring in einer in ihrer Mitte tiefer ausgeführten Nut des Tragringes liegt, die über auf den Umfang verteilte, axial gerichtete Kanäle bzw. Nuten mit der dem Brennraum zugekehrten Stirnseite des Tragringes in Verbindung steht. An Stelle eines einzigen Tragringes für jeden Schmiegring können jedoch auch jeweils zwei Tragringe vorgesehen werden. In diesem Falle empfiehlt es sich, die Verbindung zwischen dem Schmiegring und den Tragringen so auszuführen, daß der Schmiegring mit den Tragringen verzahnt ist.
Der Schmiegring kann aus Stahl oder auch aus Leichtmetall hergestellt sein. Als Werkstoff für die Tragringe empfiehlt sich normaler Grauguß oder auch, da die Tragringe nicht auf Gleitreibung beansprucht werden, Stahl. Die Lauffläche des Schmiegringes kann mit einem Überzug aus Chrom oder einem anderen Werkstoff mit guten Gleit- und Verschleißeigenschaften versehen sein.
Der zusätzliche Hilfsdichtring, der das Entweichen der hinter den Kolbenring geführten Gase verhindert, kann vorteilhaft aus einer oder mehreren Stahllamellen bestehen. Die Anordnung wird dann nach der Erfindung so getroffen, daß die Hilfsdichtringe aus Stahllamellen in eine Nut der Rückenfläche des Tragringes und teilweise in eine Nut im Kolbennutengrund eingesetzt sind. Die Hilfsdichtringe aus Stahllamellen können wegen ihrer geringen axialen Stärke so eng in die Nuten eingepaßt werden, daß der infolge der Massenkräfte auftretende Nutenseitenwandwechsel keinen undichten Spalt ergibt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen rechteckigen Schmiegring in einer Laufflächennut eines Tragringes,
Fig. 2 eine im Querschnitt sägezahnförmige Verbindung zwischen Schmieg- und Tragring und
Fig. 3 einen Kolbenring, bei dem der Schmiegring durch zwei Tragringe angedrückt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 liegt ein geschlitzter, bandförmiger Schmiegring 1 von
rechteckigem Querschnitt in einer in ihrer Mitte tiefer ausgeführten Nut eines Tragringes 3, die über auf den Umfang verteilte axial gerichtete Kanäle bzw. Nuten mit der dem Brennraum zugekehrten Stirnseite des Tragringes 3 in Verbindung steht. Durch den Tragring 3 wird der Schmiegring 1 dichtend an die Zylinderwandung 2 gepreßt. Durch die Kanäle bzw. Nuten können die Brenngase in die Ringnut des Tragringes 3 und
damit hinter die Rückenfläche des Schmiegringes 1 treten, so daß dieser durch die Gase noch zusätzlich an die Zylinderw'and 2 angepreßt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel sind auch in der den Tragring 3 aufnehmenden Nut des Kolbens 5 auf den Umfang verteilt noch Kanäle vorgesehen, durch die die Brenngase auch hinter die Rückenfläche des Tragringes 3 gelangen können, so daß auch dieser Ring durch die Brenngase radial nach außen gedrückt wird. Das Entweichen der durch
ao die Kanäle hinter den Tragring 3 geleiteten Gase wird durch Hilfsdichtringe 4, 4' verhindert, die aus Stahllamellen bestehen und einerseits in eine Nut der Rückenfläche des Tragringes 3 und andererseits in eine im Kolbennutengrund vorgesehene Nut eingesetzt sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird ein dünner Schmiegring 1 durch zwei Tragringe 3 und 6, die je in einer besonderen Nut des Kolbens 5 gelagert sind, gegen die Zylinderwandung 2 gepreßt.
Der Schmiegring 1 ist in diesem Falle mit den Tragringen durch im . Querschnitt verzahnungsähnliche, ringartige Vorsprünge verbunden. Auch bei dieser Ausführungsform ist eine zusätzliche Anpressung des Schmiegringes 1 und der Tragringe 3 und 6 durch die Brenngase vorgesehen. Bei der den Tragring aufnehmenden Nut des Kolbens 5 sind entsprechende Durchtrittskanäle für die Gase vorgesehen. In diesem Falle ist die oben zu Fig. 1 bereits erläuterte Hilfsabdichtung durch Stahllamellenringe 4, 4' bei dem Tragring 6 vorgesehen.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 zeigt einen Schmiegring 1 von rechteckigem Querschnitt, der lose zwischen Schultern zweier Tragringe 3 und 6 eingelegt und so in axialer Richtung gesichert .ist. Im übrigen stimmt diese Ausführungsform mit dem Beispiel nach Fig. 2 überein.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Kolbenabdichtung mit einem radial dünnen, an der Zylinderwand anliegenden Kolbenring und mindestens einem radial stärkeren Tragring, der durch über Bohrungen, Kanäle od. dgl. aus dem Druckraum hinter seine Rückenfläche geleitete Gase zusätzlich an die Zylinderwand gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Entweichen der hinter den Tragring (3) und/oder den Schmiegring (1) geleiteten Gase durch Hilfsdichtringe (4,4') verhindert wird.
2. Kolbenabdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Querschnitt rechteckiger Schmiegring (1) in einer in ihrer Mitte tiefer ausgeführten Nut des Tragringes
(3) liegt, die über auf den Umfang verteilte axialgerichtete Kanäle bzw. Nuten mit der dem Brennraum zugekehrten Stirnseite des Tragringes (3) in Verbindung steht.
3. Kolbenabdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmiegring (1) mit den Tragringen (3, 6) verzahnt ist (Fig 2).
4. Kolbenabdichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Hilfsdichtringe aus Stahllamellen (4, 4') in eine Nut der Rückenfläche des Tragringes (3 bzw. 6) und teilweise in eine Nut im Kolbennutengrund eingesetzt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
DEG15017A 1954-07-31 1954-07-31 Kolbenabdichtung Expired DE973296C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG15017A DE973296C (de) 1954-07-31 1954-07-31 Kolbenabdichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG15017A DE973296C (de) 1954-07-31 1954-07-31 Kolbenabdichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE973296C true DE973296C (de) 1960-01-14

Family

ID=7120362

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG15017A Expired DE973296C (de) 1954-07-31 1954-07-31 Kolbenabdichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE973296C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3446691C1 (de) * 1984-12-21 1986-04-03 Goetze Ag, 5093 Burscheid Kolbenring

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3446691C1 (de) * 1984-12-21 1986-04-03 Goetze Ag, 5093 Burscheid Kolbenring

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2905867A1 (de) Dichtungsvorrichtung
DE1900922B2 (de) Kolben-Zylinder-Konstruktion
DE2933674C2 (de) Dichtungseinrichtung für hin- und hergehende Kolben von Motoren
DE69213219T4 (de) Mehrzylindrische zweitakt brennkraftmaschine
DE2643781C2 (de) Wellenstopfbüchse für die Antriebswelle einer mindestens einen Pumpenrotor aufweisenden Flüssigkeitspumpe
DE1237856B (de) Ringfoermige Innendichtung fuer Kolben von Rotationskolbenmaschinen, insbesondere-Brennkraftmaschinen
DE1975536U (de) Waelzlager, insbesondere kupplungsdrucklager.
DE973296C (de) Kolbenabdichtung
DE3207810C2 (de) Anordnung zur Abdichtung eines Kolbens in einem Zylinder
DE2538759B2 (de) Geschlitzter kolbenring fuer eine brennkraftmaschine
DE4129892A1 (de) Axialkolbenmaschine mit gleitring
DEG0015017MA (de)
DE1007580B (de) Kolbenabdichtung
DE2408198C2 (de) Zweiteiliger Kolbenring
DE3148488C2 (de)
DE911196C (de) Gleitlagerbuchsen aus Werkstoff mit Kapillaren
DE6944082U (de) Gleitringdichtung.
DE1001068B (de) Kolbenring
DE2211808A1 (de) Spitzendichtungsvorrichtung für eine Drehkolbenmaschine
DE2600382A1 (de) Verbrennungskraftmaschine mit isolierter dichtung
DE476297C (de) Kolbenring
DE2656919C3 (de) Rotationskolben-Brennkraftmaschine mit einem Gehäuse
DE2107563A1 (de) Kolbenring für eine Brennkraftmaschine
AT135259B (de) Liderung für Kolben von Kolbenmaschinen aller Art, insbesondere Dieselmotoren.
DE1451809A1 (de) Kreiskolbenmaschine,insbesondere Kreiskolben-Brennkraftmaschine