DE973019C - Photographisches Tele-Objektiv - Google Patents
Photographisches Tele-ObjektivInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein photographisches Objektiv
nach Art der Tele-Systeme, dessen bildseitige Schnittweite für das ferne Objekt deutlich kleiner ist
als die Hälfte seiner Äquivalentbrennweite. Objektive dieser Art sind grundsätzlich in der Weise aufgebaut,
daß ein zusammengesetztes und der Seite der längeren Strahlungsweite zugekehrtes Vorderglied von positiver
Gesamtbrechkraft durch einen großen Luftabstand von einem ebenfalls zusammengesetzten und auf der
Seite der kürzeren Strahlungsweite stehenden Hinterglied, welches eine zerstreuende Gesamtwirkung
besitzt, getrennt ist, wobei die Systemblende im allgemeinen in dem genannten großen Luftabstand
angeordnet ist. Der Telephoto-Effekt — als der Kehrwert des Verhältnisses der resultierenden bildseitigen
Schnittweite zur Gesamtbrennweite — liegt bei derartigen Systemen in der Nähe von 2,0.
Die vorbekannten Objektive dieser Art sind im allgemeinen derart aufgebaut, daß die Vorderglieder
nach Art des Fraunhoferschen Objektiv-Typs aus einer bikonvexen Sammellinse und einer nachfolgenden
ungleichschenkligen Zerstreuungslinse, die ihre stärkstgekrümmte überkorrigierend wirkende Zerstreuungsfläche
der Seite der längeren Strahlungsweite zukehrt, zusammengesetzt sind, während das im Sinne der
photographischen Aufnahme diesem sammelnden Vorderglied nachfolgende zerstreuende Hinterglied
vorwiegend dem Gauß-Typus angehört, wobei dann die dem Blendenort zugekehrte Linse dieses Hintergliedes
als stark zerstreuender Meniskus ausgebildet ist, dem eine ungleichschenklige Sammellinse unmittelbar
nachfolgt und damit das Gesamtobjektiv auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite begrenzt.
Es ist bereits gemäß älteren Vorschlägen versucht worden, die Gesamtleistung derartiger Tele-Ob j ektive
dadurch zu steigern, daß man eines oder mehrere dieser Bauelemente aufgespalten oder durch verkittete
Linsengruppen ersetzt hat. Es ist weiterhin versucht worden, die angestrebte Leistungssteigerung
durch die Einführung sehr stark gekrümmter Flächen, *o
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insbesondere sehr stark gekrümmter Kittflächen, zu erreichen. Auch diese Bemühungen führten im
allgemeinen nicht zum Ziele, da sehr starke Flächenkrümmungen insbesondere bei weitgeöffneten
Linsen immer mit großen Nachteilen behaftet sind.
Es ist weiterhin ein Tele-Ob j ektiv bekanntgeworden, bei dem ein zusammengesetztes, der Seite der längeren
Strahlungsweite zugekehrtes Vorderglied von positiver Gesamtbrechkraft durch einen großen Luftabstand
von einem ebenfalls zusammengesetzten und auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite stehenden
Hinterglied, welches eine zerstreuende Gesamtwirkung besitzt, getrennt ist. Bei diesem vorbekannten ObjektivistdemsammelndenVordergliedFraunhoferscher
Bauart ein zerstreuendes Hinterglied nachgeschaltet, bei dem der zwischen Vorder- und Hinterglied befindliche
große Luftabstand auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite von einer bikonvexen Sammellinse
begrenzt ist, welcher eine ungleichschenklige Zerstreuungslinse in kleinem Abstand nachfolgt, die
ihrerseits ihre am stärksten gekrümmte konkave Außenfläche auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite
besitzt, also dem Bild zukehrt. Auch dieses bekannte s5 Objektiv konnte nur einen Telephoto-Effekt von 1,96
erzielen.
Durch die Erfindung wird ein neuer Weg beschriften und damit das Ziel der Schaffung besonders leistungsfähiger
Tele-Ob j ektive in vollem Umfange erreicht, und zwar dadurch, daß in Übereinstimmung mit den
anspruchsgemäßen Erfindungsmerkmalen dem sammelnden Vorderglied (I, II) Fraunhoferscher Bauart
ein zerstreuendes Hinterglied (III, IV) derart nachgeschaltet ist, daß der zwischen Vorder- und Hinterglied
befindliche große Luftabstand auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite von einer bikonvexen
Sammellinse III begrenzt wird, der eine ungleichschenklige Zerstreuungslinse IV in einem endlichen
Abstande nachfolgt, die ihrerseits der voraufgehenden bikonvexen Sammellinse III ihre stärkstgekrümmte
Außenfläche als eine sehr stark zerstreuende Hohlfläche Rz zukehrt, die damit auch zugleich gegen das
im Sinne der photographischen Aufnahme einfallende Licht hohl ist. Durch die Anwendung dieses neuen
Konstruktionsprinzips gelingt es, Tele-Obj ektive zu schaffen, deren Telephoto-Effekt sogar deutlich größer
ist als 2,50. Damit ist durch diese neue Bauform von Tele-Obj ektiven gegenüber den bisher meist verwendeten
Tele-Obj ektivkonstruktionen — bei denen das Hinterglied eine Formgestaltung Gaußscher
Bauart aufweist, also aus einem negativen und einem positiven Meniskus zusammengesetzt ist, die beide
zusammen eine ebenfalls meniskenförmige und gegen die Blende hohle äußere Gestalt besitzen — ein überraschender
technischer Fortschritt erschließbar geworden. Diese neue Bauform eines Tele-Obj ektivs
erschließt aber außer der erwähnten Erhöhung des Telephoto-Effektes gleichzeitig auch noch die Möglichkeit,
daß die astigmatische Differenz erheblich herabgesetzt werden kann, z. B. bei gleicher Hauptstrahlenneigung
von 10° im Blendenraum gegenüber dem genannten vorbekannten System von etwa i°/0 auf
weniger als 1I3 0I0-
Es hat sich gezeigt, daß im Rahmen dieser neuen Bauform über die Erhöhung des Telephoto-Effektes
hinaus auch noch eine besonders zonenarme Korrektion der Öffnungsfehler weitgeöffneter Büschel in
und außer der Achse durch eine solche außerordentlich stark unterschiedliche Verteilung der Überkorrektionswirkungen
auf die beiden Hauptglieder des Objektivs, d. h. also auf das Vorderglied einerseits
und das Hinterglied andererseits, erreichbar ist. Das wird als weitere Ausbildung des vorgenannten
Konstruktionsprinzips bei der technischen Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes dadurch erzielt,
daß der gegen das sammelnde Vorderglied hohle und als Hauptträger der Überkorrektionswirkung im
Hinterglied dienende Zerstreuungsradius Rz der Negativlinse IV des Hintergliedes mindestens 20 °/0,
höchstens jedoch 60°/0 der Länge des gleichgerichteten
und damit gegen die Seite der längeren Strahlungsweite hohlen Vorderradius R3 der ungleichschenkligen Zerstreuungslinse
II als dem Hauptträger der Überkorrektionswirkung zur Herbeiführung einer gehörigen
Teilkorrektion, insbesondere eben dieser inner- und außeraxialen Öffnungsfehler, des Vordergliedes beträgt.
Diese zusätzliche Gestaltungsregel und ihre optische Bedeutung zur Erschließung einer besonders zonenarmen
Korrektion der Öffnungsfehler findet ihre Erklärung darin, daß im Falle einer Unterschreitung
des unteren Grenzwertes von 2o°/0 dieser charakteristisch
überkorrigierend wirkende Zerstreuungsradius Rz eine solch starke Krümmung und damit eine
solch starke Überkorrektionswirkung bekommen würde, daß dadurch die eine angestrebte Verminderung
der zonischen Zwischenfehler der sphärischen Aberration in Frage gestellt würde, da dann diese Zerstreuungsfläche
sich in ihrer Form der zerstreuenden Halbkugel zu sehr annähert. Andererseits würde bei
einer Überschreitung des oberen Grenzwertes von 60% R3 die Überkorrektionswirkung des Hohlradius
Rz so stark reduziert, daß eine sphärische Gesamtkorrektion für das ganze Tele-Obj ektiv nur
durch eine Erhöhung der Uberkorrektionswirkung im Vorderglied erreichbar wäre; das aber wäre mit
einem Ansteigen der zonischen Zwischenwerte der Aberration verbunden. Durch eine Befolgung der
vorstehenden Bemessungsregel jedoch wird eine besonders zonenarme Korrektion der Öffnungsfehler
technisch realisierbar, ohne daß auf extreme Flächenkrümmungen zurückgegriffen werden müßte.
Auch der Verlauf der sphärischen Korrektion und ihrer zonischen Abweichungen kann im Rahmen der
Erfindung bedeutend verbessert werden, indem diese charakteristische Hohlfläche Rz des Hintergliedes
außerdem derart in dem Strahlengang innerhalb des Gesamtobjektivs angeordnet wird, daß sie in einer
solchen Entfernung von dem sammelnden Vorderglied steht, daß der Flächenscheitel dieser Hohlfläche
(Rz = R7) von dem Scheitel der den großen Luftabstand
begrenzenden letzten Fläche des Vordergliedes (i?4) so weit entfernt ist, daß die Länge des
Krümmungsradius R7 dieser zerstreuenden Hohlfläche
Rz des Hintergliedes zwischen 25 und 75 °/0 eben dieses auf der optischen Achse gemessenen
Abstandes dieser beiden genannten Flächenscheitel
beträgt. Dadurch lassen sich diese Abweichungen auf weniger als die Hälfte gegenüber dem vorbekannten
System vermindern.
Die günstige Wirkung des vorgeschlagenen TeIe-Hintergliedes
mit einer zwischen dem Blendenort B und der charakteristischen Zerstreuungsfläche Rz des
Negativgliedes stehenden bikonvexen sammelndwirkenden Vorderlinse III läßt sich noch dadurch
steigern, daß zur Erschließung korrektionsmäßig
ίο günstig wirkender Strahlendurchstoßungshöhen an
den Vorderflächen der beiden Einzelglieder (III und IV) dieses Hintergliedes der Abstand des Scheitels
der Vorderfläche R5 dieser bikonvexen Sammellinse III
von dem Scheitel der nachfolgenden starkzerstreuenden Hohlfläche Rz des Negativgliedes IV einen Wert
besitzt, der zwischen 20 und 60% der Länge des Krümmungsradius A7 eben dieser charakteristischen
Hohlfläche Rz liegt. Es ist nämlich bekannt, daß für ein vorgegebenes System eine Steigerung der relativen
Öffnung im allgemeinen eine Vergrößerung der Zonenfehler unmittelbar nach sich zieht. Bei der Erfindung
ist außer der Steigerung des Telephoto-Effektes zugleich auch die relative Öffnung erhöht, im Beispielsfalle auf ι: 5,4, ohne daß jene genannten Nachteile
eintreten. Durch die vorgenannte Maßnahme gelang es, den Verlauf der Aberrationskurve demgemäß
zu strecken.
Zur Erzielung weiterer und über die Verminderung der zonischen Abweichungen in in- und außeraxialen
Büscheln hinausgehender besonderer Korrektionswirkungen, wie etwa einer extrem feinen Behebung
von chromatischen Abweichungen, können einzelne der Bauelemente des neuen Objektivs als Kittglieder
ausgebildet oder zu Kittgliedern erweitert sein. So kann auch für die vorliegenden Tele-Objektive nach
der Erfindung mit ihrem weit über 2 hinaus gesteigerten Telephoto-Effekt weiterhin beispielsweise von dem
— zu einer besonders feinen Korrektion der astigmatischen Einstelldifferenz bereits bei photographischen
Objektiven anderer Bauformen wiederholt verwendeten — Korrektionsmittel einer gegen die
Blende konvexen und zugleich deutlich sammelnden Kittfläche in einem der Blende nachgeordneten
Linsenglied auch bei diesen TeJe-Obj ektiven nach
vorliegender Erfindung erfolgreich Gebrauch gemacht werden. Die Anwendung derartiger zusätzlicher
Korrektionsmittel zur Verfeinerung der Bildleistung ist vor allem dann empfehlenswert, wenn es sich darum
handelt, solche Tele-Systeme mit verhältnismäßig hohen relativen Öffnungen auszustatten, ohne daß
zugleich eine Verminderung des nutzbaren Gesichtsfeldes in Kauf genommen werden soll.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand durch Linsenachsenschnitte dargestellt.
In der Fig. 1 ist zugleich das Bezeichungsschema eingetragen. Die zu beiden Seiten der mit B bezeichneten
Blende angeordneten Linsengruppen I, II und III, IV sind ebenso wie die Radien (R), Dicken (d)
und Luftabstände (a) der Reihe nach von der Seite der
längeren Strahlungsweite nach der Seite der kürzeren Strahlungsweite hin durchnumeriert. Die verwendeten
Gläser sind in gleicher Reihenfolge durch ihre mittleren, auf die gelbe Spektrallinie des Heliumlichtes
bezogenen Brechzahlen n& und in bezug auf ihre
Farbenzerstreuung durch ihren jeweils zugeordneten numerischen Wert der Abbeschen Zahl ν charakterisiert.
In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung für eine Äquivalentbrennweite von
f — 150 mm in natürlicher Größe angegeben, dessen relative Öffnung 1: 6,8 beträgt.
In Fig. 3 ist eine lichtstärkere Ausführungsform dargestellt, bei der in dem auf der Seite der kürzeren
Strahlungsweite stehenden Negativglied eine deutlich sammelnde und gegen die voraufgehende Blende
konvexe Kittfläche eingeführt ist. Die der Abbildung zugrunde gelegte Brennweite beträgt ebenfalls 150 mm
und gibt ein lichtstarkes System, dessen Öffnung ι: 5,4 beträgt und dessen Aufbau dem nachfolgenden
Zahlenbeispiel proportional ist.
Die Daten der Zahlentafel für diese Ausführungsform beziehen sich auf die Brennweite 1. Dementsprechend
sind auch die Radien der Linsen sowie die längs der optischen Achse gemessenen Linsendicken und Luftabstände in eben dieser gleichen
Einheit angegeben. Die nutzbare Öffnung beträgt 0,185. Die bildseitige Schnittweite ist mit f0' angegeben.
Der Telephoto-Effekt beträgt 2,615.
Zahlenbeispiel
f=l,0
0' = 0,38247
R1 == + 0,24249
R2= - 0,46572
R3= - 0,46572
Ri = + 0,95587
R2= - 0,46572
R3= - 0,46572
Ri = + 0,95587
R5 = + 0,95587
R6 = -1,20345
Rz = R7 = - 0,17794
Rk = R8 = + 0,41341
Rd = - 2,05432
Rd = - 2,05432
dx = 0,03716 M1 = 1,5836 V1 = 46,2
U1 = 0,00117 Luft
d2 = 0,01395 M2 = 1,72755 V2 = 28,4
a% = 0,27242 Blendenraum
ds = 0,02906 nz = 1,62355 η = 47.°
a3 = 0,04413 Luft
dt = 0,01741 M4 — 1,58264 vt = 42,1
d5 = 0,03098 M5 = 1,75512 V5 = 27,0
2?a und R3 sind bei dieser Beispielsform gleich groß
gestaltet, und zugleich ist die Typenerrechnung auf einen relativ sehr kleinen Luftabstand abgestellt
um so auch rein äußerlich zum Ausdruck zu bringen daß dieses sammelnde Vorderglied Fraunhoferscher
Bauart an dieser Stelle auch verkittet sein kann. Es ist im einzelnen:
R1 = Rz = 0,17794 und R3 = 0,46572
20% von R3 = 0,093144 60% von R3 = 0,279432
Zwischen diesen beiden Grenzwerten 0,093144 und 0,279432 liegt also der Absolutwert von Rz = 0,17794.
Der Abstand vom letzten Flächenscheitel 2?4 des
Vordergliedes zum Flächenscheitel der Hohlfläche Rz des Hintergliedes beträgt
a2 = 0,27242
d3 = 0,02906
a3 = 0,04413
d3 = 0,02906
a3 = 0,04413
a2 + d3 -f- a3 = 0,34561
25 °/0 von 0,34561 = 0,0864025
75% von 0,34561 = 0,2592075
Der Absolutwert von Rz = 0,17794 üegt ebenfalls
zwischen diesen beiden Grenzwerten 0,0864025 und 0,2592075.
Weiterhin beträgt der Abstand vom Scheitel der Vorderfläche R5 des Hintergliedes zum Scheitel der
nachfolgenden zerstreuenden Hohlfläche R1 = Rz
ds = 0,02906
a3 = 0,04413
a3 = 0,04413
d3 + a3 = 0,07319
20% von \RZ = 0,177941 = 0,035588
6o°/o von \Rz — 0,17794! = 0,106764
Der genannte Summenwert 0,07319 liegt also zwischen diesen beiden Grenzen von 0,035588 und
0,106764.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Photographisches Objektiv nach Art der Tele-Systeme, bei dem ein zusammengesetztes und der Seite der längeren Strahlungsweite zugekehrtes Vorderglied von positiver Gesamtbrechkraft durch einen großen Luftabstand von einem ebenfalls zusammengesetzten und auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite stehenden Hinterglied, welches eine zerstreuende Gesamtwirkung besitzt, getrennt ist, und bei dem dem sammelnden Vorderglied (I, II) Fraunhoferscher Bauart ein zerstreuendes Hinterglied (III, IV) derart nachgeschaltet ist, daß der zwischen Vorder- und Hinterglied befindliche große Luftabstand auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite von einer bikonvexen Sammellinse (III) begrenzt wird, welcher eine ungleichschenklige Zerstreuungslinse (IV) in einem endlichen Abstand nachfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die ungleichschenklige Zerstreuungslinse (IV) des Hintergliedes (III, IV) des Objektivs ihre am stärksten gekrümmte Außenfläche als konkave Fläche gegen die Seite der längeren Strahlungsweite hin der in einem endlichen Abstand voraufgehenden bikonvexen Sammellinse (III) als eine stark zerstreuende Hohlfläche (Rz) zukehrt, die damit dem endlichen Luftzwischenraum zwischen der bikonvexen Sammellinse (III) und der ungleichschenkligen Zerstreuungslinse (IV) die Form einer Sammellinse erteilt, wodurch die zwischen diesen beiden Gliedern (III und IV) eingeschlossene wesentliche Luftlinse eine zerstreuende Brechkraftswirkung besitzt.
- 2. Photographisches Tele-Objektiv nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß der gegen das sammelnde Vorderglied hohle Zerstreuungsradius (Rz) der Negativlinse (IV) des Hintergliedes eine Radienlänge besitzt, die mindestens 20°/0, höchstens jedoch 6o°/0 der Länge des gleichgerichteten und damit gegen die Seite der längeren Strahlungsweite hohlen Vorderradius (R3) der ungleichschenkligen Zerstreuungslinse (II) des Vordergliedes beträgt.
- 3. Photographisches Tele-Objektiv nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die stark zerstreuende und gegen die Blende konkave Hohlfläche (Rz) des Hintergliedes in einer solchen Entfernung von dem sammelnden Vorderglied angeordnet ist, daß der Flächenscheitel dieser Hohlfläche (R1) von dem Scheitel der den großen Luftabstand begrenzenden letzten Fläche des Vordergliedes (.R4) einen derartigen Abstand aufweist, daß die Länge des Krümmungsradius (R1) dieser zerstreuenden Hohlfläche (Rz) des Hintergliedes zwischen 25 und 75 % eben dieses auf der optischen Achse gemessenen Gesamtabstandes zwischen diesen beiden genannten Flächenscheiteln (R1 — R1) beträgt.
- 4. Photographisches Tele-Objektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Scheitels der Vorderfläche (R5) dieser bikonvexen Sammellinse (III) von dem Scheitel der nachfolgenden zerstreuenden Hohlfläche (Rz) des Negativgliedes (IV) derart bemessen ist, daß dieser längs der optischen Achse gemessene Scheitelabstand zwischen, den beiden vorgenannten Flächenscheiteln (A5 — R1) zwischen 20 und 6o°/0 der Länge des Krümmungsradius (R1) eben dieser charakteristischen Hohlfläche (Rz) beträgt.
- 5. Photographisches Tele-Objektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere der Bauelemente des Gesamtobjektivs als Kittglieder ausgebildet sind.
- 6. Photographisches Tele-Objektiv nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere der Systemelemente des Gesamtobjektivs zu Kittgliedern erweitert sind.
- 7. Photographisches Tele-Objektiv nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem der Blende auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite nachfolgenden Hinterglied eine gegen die Blendekonvexe Kittfläche (Rr) angeordnet ist, die insbesondere deutlich sammelnd wirkt.
- 8. Photographisches Tele-Objektiv nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem das Gesamtobjektiv auf der Seite der kürzeren Strahlungsweite begrenzenden ungleichschenkligen Zerstreuungsglied (IV) der gegen die Blende konkaven charakteristischen Hohlfläche (Rz) eine gegen eben diese Fläche konvexe Kittfläche (RK) von vorzugsweise deutlich sammelnder Wirkung nachgeschaltet ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Harting, Photographische Optik, 1925, S. 151,152; Handbuch der wissenschaftlichen und angewandtenPhotographie, herausgegeben von Alfred Hay, 1931, Bd. II, S. 306.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 909 645/46 11.59
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