DE971868C - Selbstdichtende Flanschverbindung - Google Patents
Selbstdichtende FlanschverbindungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L23/00—Flanged joints
- F16L23/02—Flanged joints the flanges being connected by members tensioned axially
- F16L23/024—Flanged joints the flanges being connected by members tensioned axially characterised by how the flanges are joined to, or form an extension of, the pipes
- F16L23/028—Flanged joints the flanges being connected by members tensioned axially characterised by how the flanges are joined to, or form an extension of, the pipes the flanges being held against a shoulder
- F16L23/0283—Flanged joints the flanges being connected by members tensioned axially characterised by how the flanges are joined to, or form an extension of, the pipes the flanges being held against a shoulder the collar being integral with the pipe
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flansch- oder Blindflanschverbindung, insbesondere für hohe
und/oder wechselnde Druck- oder Temperaturbeanspruchungen.
Es ist bekannt, daß bei hohem Innendruck in einer Rohrleitung die Flanschschrauben, die als
Spannelemente der miteinander zu verbindenden Flansche dienen, durch die große axiale Zugkraft
eine elastische und unter Umständen auch eine bleibende Dehnung erfahren. Durch hohe Temperatur
wird außerdem die Festigkeit der Schrauben herabgesetzt. Ihre Dehnung im Betriebszustand ist
dann um so größer. Auf diese Weise wird die beim Anziehen der Spannelemente erzeugte Vorspannung,
mit der die Flansche zum Zweck einer wirksamen Dichtung zusammengepreßt werden müssen,
im Betriebszustand abgebaut, wodurch die Verbindungsstelle undicht werden kann.
Durch die Erfindung wird ein Undichtwerden dadurch verhindert, daß die Flansche in an sich
bekannter Weise elastisch sind und nur an ihrem Außenrand oder in dessen Nähe mit ihren Stirnseiten
in an sich bekannter Weise dichtend aufeinandergepreßt sind und daß das Anpressen der
Flansche durch an sich bekannte starre Spannelemente erfolgt, und zwar auf einem Durchmesser,
der geringer ist als der Durchmesser, auf dem die Flansche dichtend aufeinanderliegen, wobei die
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Spannelemente die kreisringförmigen Flächen, auf denen die Flansche dichtend aufeinanderliegen, von
außen her übergreifen.
Die gleichzeitige Anwendung dieser Maßnahmen bewirkt, daß das durch die Spannelemente auf die
Flanschteller ausgeübte Biegemoment die Flansche elastisch verwölbt und die elastische Rückstellkraft
die Außenränder der Flansche auch dann noch dichtend aufeinanderpreßt, wenn die Spannelemente
im Betrieb durch hohen Druck und/oder hohe Temperatur eine Längung erfahren.
Es sind zwar bereits Flanschverbindungen bekannt, bei denen zwischen die Flansche dünne
Dichtelemente eingelegt sind, die außerhalb des Durchmessers, an dem die Spannelemente angreifen,
miteinander verschweißt werden. Diese Ausführung ist jedoch von dem vorgeschlagenen
Weg zur Vermeidung von Undichtheit insofern verschieden, als die Verschweißung nur eine zusätzliche
Sicherung darstellt, die aber nicht in der Lage ist, eine Anpressung der Flansche an der
Dichtungsstelle bei betriebsmäßiger Längung der Spannelemente aufrechtzuerhalten.
Das erfindungsgemäße Prinzip kann in vorteilhafter Weise dadurch verwirklicht werden, daß
die Spannelemente in an sich bekannter Weise an einem geeignet ausgebildeten Absatz der Rohrwand
angreifen und eine dem Verwendungszweck angepaßte Dichtung am Außenrand des Flansches angeordnet
ist. Der Absatz stellt dabei eine Querschnittsverstärkung der Übergangsstelle vom
Flanschteller zum Rohr dar.
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, und zwar
Abb. ι eine Flanschverbindung mit Schraubbolzen als Spannelemente,
Abb. 2 eine der Abb. 1 entsprechende Ausführungsform
mit einer abgeänderten Ausbildung des Dichtelementes,
Abb. 2 a und 2 b weitere Ausführungsmöglichkeiten von Dichtelementen für die Flanschverbindung
nach Abb. 2;
Abb. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Flanschverbindung;
Abb. 4 stellt eine Flanschverbindung nach der Erfindung mit Dichtschweißung dar.
In Abb. ι sind mit 1 die Absätze an den Rohren 2
bezeichnet; die Flansche 4 sind über ein Dichtungselement 3 gegeneinander abgestützt und gleichzeitig
abgedichtet. Zur Verbindung der Flansche dienen die an den Absätzen 1 anliegenden Losflansche
6, die durch eine ausreichende Anzahl kräftiger Flanschschrauben 5 miteinander verbunden
sind. Die Flansche 4 gehen ununterbrochen von der Rohrwand bis zum Dichtungselement 3
durch, die Anpreßkräfte greifen aber bei 1 an, so daß bei wachsendem Druck oder steigender Temperatur
trotz Längung der Schrauben 5 die Dichtungsstelle bei 3 nicht aufgeweitet, sondern im
Gegenteil wegen der elastischen Aufweitung des Rohres, der teilweisen Behinderung dieser Aufweitung
an der Stelle des Flanschansatzes und der daraus resultierenden Winkeldrehung der Flanschteller
die Dichtungskraft mit anwachsendem Innendruck oder steigender Temperatur erhöht wird,
wenn die Spannelemente starrer sind als die Flanschteller.
Gemäß Abb. 2 ist die Dichtung 3 derart ausgebildet, daß sie sich über die ganze Flanschfläche
erstreckt, so daß die Innenflächen der zu verbindenden Rohre glatt ineinander übergehen und eine
Störung der Strömung vermieden wird. Auch hier erfolgt die Abdichtung und Abstützung der beiden
Flansche an ihrem Außenrand, denn dort ist die Dichtung 3 besonders druckfest (vgl. zum Beispiel
Abschnitt 7 in Abb. 2 b), während der übrige Teil 8 der Dichtung nur eine nachgiebige Füllung
darstellt und dazu dient, einen glatten Übergang der Rohrinnenflächen zu schaffen und dadurch
Wirbelbildung im strömenden Medium oder Korrosion an der Übergangsstelle zu verhindern.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist die Verbindung mittels Schraubbolzen nach Abb. 1
und 2 durch zwei verwölbungssteife Schraubringe 6 ersetzt.
Abb. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei der die beiden Flansche 4 an ihrem Außenrand miteinander
dicht verschweißt sind, wobei sich die Flansche wieder an dieser Abdichtungsstelle gegeneinander
abstützen und durch die an den Absätzen 1 der Rohre 2 angreifenden Losflansche 6
aufeinandergepreßt werden.
Für besonders hohe Beanspruchungen kann das Aufeinanderpressen der sich an ihrem Außenrand
gegeneinander stützenden Flansche 4 in an sich bekannter Weise durch mehrere auf dem Umfang
der Flansche gleichmäßig verteilte biegesteife Spannelemente in der Form von Spannbacken oder
Klammern erfolgen. Die einzelnen Spannbacken können auch durch rotationssymmetrische Hülsen
von ähnlicher Querschnittsform ersetzt werden, die in gleicher Weise durch Schrauben gegeneinandergezogen
sind und sich an ihrem Außenrand gegeneinander abstützen. In beiden Fällen sind die
Schrauben nur auf Zug beansprucht.
Das erfindungsgemäße Prinzip ist in verschiedenen Ausführungen an Flanschen erläutert. Es
ist in entsprechender Weise für Blindflansche, Behälterdeckel usf. anwendbar.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Flansch- oder Blindflanschverbindung, insbesondere für hohe und/oder wechselnde Druck- oder Temperaturbeanspruchungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Flansche (4) in an sich bekannter Weise elastisch sind und nur an ihrem Außenrand oder in dessen Nähe mit ihren Stirnseiten in an sich bekannter Weise dichtend aufeinandergepreßt sind und daß das Anpressen der Flansche (4) durch an sich bekannte, starre Spannelemente (6) erfolgt, und zwar auf einem Durchmesser, der geringer ist als der Durchmesser, auf dem die Flansche (4) 1*5 dichtend aufeinanderliegen, wobei die Spann-elemente (6) die kreisringförmigen Flächen, auf denen die Flansche dichtend aufeinanderliegen, von außen her übergreifen.
- 2. Flansch- oder Blindflanschverbindung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (6) an einem Absatz (i) an der Wand des Rohres (2) angreifen, wobei der Absatz (1) eine Querschnittsverstärkung der Übergangsstelle vom Flanschteller zum Rohr darstellt
- 3. Flansch- oder Blindflanschverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise eine Dichtung (3) unter elastischer und/oder plastischer Verformung zwischen die tragenden Stirnflächen der Flansche (4) gelegt ist, wobei der an der Abstützstelle der Flansche liegende Ringteil (7) wesentlich druckfester ist als die Füllung (8).In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 437 728, ι 446 551, 1492377, ι 498 511, 1509253; USA.-Patentschrift Nr. 2422009;Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, 9. Auflage, Bd. I, S. 618/619;VDI-Richtlinien »Gestaltung und Anwendung von Gummiteilen«, Düsseldorf 1941, S. 16, Bild85; Normblatt DIN 2695, September 1944.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 809 765/34 4.59
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE971868C true DE971868C (de) | 1959-04-09 |
Family
ID=7214581
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE971868C (de) |
Citations (6)
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| DE1498511U (de) * | 1900-01-01 | |||
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| US2422009A (en) * | 1945-11-05 | 1947-06-10 | Johns Manville | Self-sealing ring-joint gasket |
-
1952
- 1952-09-05 DE DEK15385A patent/DE971868C/de not_active Expired
Patent Citations (6)
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|---|---|---|---|---|
| DE1446551U (de) * | 1900-01-01 | |||
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