DE970781C - Verfahren zur mehrstufigen Absorption nitroser Gase zwecks Herstellung von Salpetersaeure - Google Patents

Verfahren zur mehrstufigen Absorption nitroser Gase zwecks Herstellung von Salpetersaeure

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DE970781C
DE970781C DER363A DER0000363A DE970781C DE 970781 C DE970781 C DE 970781C DE R363 A DER363 A DE R363A DE R0000363 A DER0000363 A DE R0000363A DE 970781 C DE970781 C DE 970781C
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DE
Germany
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absorption
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stages
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gas
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Expired
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DER363A
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English (en)
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Dipl-Ing Friedrich Schnur
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Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/24Nitric oxide (NO)
    • C01B21/26Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur mehrstufigen Absorption nitroser Gase zwecks Herstellung von Salpetersäure Zur Herstellung von Salpetersäure durch Absorption ausreichend oxydierter nitrosehaltiger Gase, beispielsweise durch Absorption von oxydierten Ammoniakverbrennungsgasen, sind mehrstufig arbeitende Absorptionsanlagen bekannt. Hierbei hat man auch bereits mit einer Kühlung der für die Absorptionstürme verwendeten Berieselungsflüssigkeit gearbeitet und die Temperatur in jedem der hintereinandergeschalteten Absorptionstürme niedriger gehalten als im jeweils vorhergehenden Turm. Die in Gasrichtung letzten Türme wurden meist auf besonders tiefer Temperatur gehalten, was sich beispielsweise dadurch erreichen läßt, daß die Berieselungsflüssigkeit der letzten Absorptionstürme mit Hilfe von künstlich erzeugten Kältemengen abgekühlt wird. Auf die Stufengröße und Gasaufenthaltszeit der einzelnen Türme hat man hierbei keine Rücksicht genommen. Soweit hierbei Füllkörpertürme zur Anwendung kamen, wurde die Größe der in den einzelnen Turmräumen vorhandenen Füllkörper nicht derart gewählt, daß die letzten Türme besonders große Füllkörper enthielten.
  • Bei der Absorption von nitrosen Gasen hat man. auch bereits übereinanderliegende Absorptionsräume von zunehmender Größe verwendet. Die Berieselungsflüssigkeit durchfließt hierbei alle Absorptionsräume hintereinander. Ein besonderer Flüssigkeitskreislauf für jeden Absorptionsraum wurde nicht vorgesehen. Auch die Anwendung einer Mehrzahl kleiner Absorptionstürme, die mit großen Oxydationsräumen kombiniert sind, ist bereits bekannt. Diese Kombination von Absorptionsräumen und Oxydationsräumen wird hierbei in Richtung der Gasströmung mehrfach wiederholt, wobei die Oxydationskammern in Richtung der Gasströmung wachsende Dimensionen aufweisen können.
  • Auch wenn man bei einer Salpetersäureherstellungsanlage die hintereinandergeschalteten Absorptionsstufen oder Absorptionstürme, deren Größe in Richtung der Gasströmung zunehmen kann, mit fallender Temperatur betreibt, entstehen vornehmlich in den ersten Stufen der Nitroseabsorption verfahrenstechnische Mängel, die es praktisch unmöglich machen, daß Säurekonzentrationen von mehr als 45 bis 48 Gewichtsprozent H N 03 erreicht werden. Die bei der Absorption entstehenden Wärmemengen lassen sich nur dann mit möglichst geringer Temperatursteigerung der Berieselungsflüssigkeit abführen, wenn man zur gleichmäßigen Berieselung der Füllkörperschichten sehr große Flüssigkeitsmengen verwendet. Diese binden mit der Salpetersäure so viel Stickoxyde, daß sich die Konzentration der Säure beim Durchgang durch die aufeinanderfolgenden, im Gegenstrom zur Gasrichtung von der Absorptionsflüssigkeit durchlaufenen Türme nur unwesentlich erhöht. Mit einer siebenstufigen Absorptionsanlage von durchgehend gleicher Stufengröße, Gasaufenthaltszeiten je Turm von ungefähr 75 Sekunden und fallender Temperatur der Berieselungsflüssigkeit konnte im technischen Betrieb aus Ammoniakverbrennungsgasen beispielsweise nur eine 45°/oige Säure gewonnen werden, obgleich die in die Anlage eintretenden oxydierten Nitrosegase gleichgewichtsmäßig einer 54%igen Säure entsprachen.
  • Bei allen bereits bekannten Salpetersäureabsorptionsanlagen wird fast immer ein möglichst großer Absorptionsraum angestrebt, weil man bisher glaubte, daß nur durch Vergrößerung der Räume, in denen die nitrosen Gase mit der Berieselungsflüssigkeit in Berührung kommen, eine möglichst hohe HNO.- Konzentration erreichbar ist.
  • Es wurde gefunden, daß man höhere Säurekonzentrationen und verbesserte Absorptionsleistungen unter überraschender Verkleinerung des erforderlichen Absorptionsraumes erreichen kann, wenn bei gegebener Stufenzahl, annähernd gleichbleibender Gasgeschwindigkeit und in Richtung der Gasströmung fallender Temperatur der Berieselungsflüssigkeit mit fortschreitender Absorption Stufengröße, Füllkörpergröße und damit Gasaufenthaltszeit erhöht werden. Da die lineare Gasgeschwindigkeit im gesamten Bereich der Absorptionsanlage, abgesehen von der Volumenverminderung durch absorbierte Gasanteile und durch thermische Kontraktion, praktisch gleich bleibt, entspricht die Gasaufenthaltszeit der Größe der einzelnen Stufen. In Zonen großer Reaktionsgeschwindigkeit wird mit kleiner und in Abschnitten geringer Reaktionsgeschwindigkeit mit größer Gasaufenthaltszeit gearbeitet.
  • Es wurden auch bereits mehrstufig arbeitende Salpetersäureabsorptionsanlagen vorgeschlagen, deren erste Absorptionstürme in verhältnismäßig kleine Einzelabschnitte unterteilt sind, die mit gesonderten Flüssigkeitskreisläufen arbeiten. Der letzte Teil der Absorptionsanlage besteht jedoch meist aus einzelnen hintereinandergeschalteten großen Absorptionstürmen.
  • Eine auf Grund der erfindungsgemäßen Erkenntnisse hinsichtlich Stufengröße, Gasaufenthaltszeit und Füllkörpergröße aufgebaute und arbeitende Salpetersäureabsorptionsanlage erreicht bei gleichen Temperaturverhältnissen und gleicher Menge der Berieselungsflüssigkeit mit verringertem Turmgesamtvolumen in überraschenderweise die gleichen Betriebsergebnisse wie eine hinsichtlich des Turmvolumens um 6o0/, größere Anlage.
  • Die erfindungsgemäße Absorption von oxydierten nitrosen Gasen erfolgt am besten, wenn sich iri einer beispielsweise aus sieben hintereinandergeschalteten Stufen bestehenden Absorptionsanlage die Rauminhalte der einzelnen Stufen annähernd wie r : r : z z : 2 : 2 : 4 bis z : 1,25: 1,63: 2,z3: 2,75: 3,4: 6 verhalten. Hierbei ist der Gesamtraum der vier ersten Stufen insgesamt ungefähr gleich dem der fünften und sechsten Stufe. Die siebente Stufe ist wiederum gleich dem Gesamtraum der fünften und sechsten Stufe. Die einzelnen Stufen kann man bautechnisch entweder durch Unterteilung großer Absorptionstürme oder durch Hintereinanderschaltung von kleineren, einstufigen Türmen erreichen.
  • Die Größe der in den einzelnen Absorptionsstufen verwendeten Füllkörper muß in. Richtung der Gasströmung zunehmen. Die aufeinanderfolgenden Absorptionstürme können zu diesem Zweck in jedem Turm mit an sich gleichen, aber von Turm zu Turm größer werdenden Füllkörpern ausgestattet sein. Hierbei soll sich die Größe der Füllkörper annähernd verhalten wie der Rauminhalt der mit ihnen besetzten Türme. Man kann die Größe der Füllkörper aber auch innerhalb jedes Turmes in Richtung der Gasströmung allmählich oder schichtenweise größer werden lassen.
  • Die Menge der Berieselungsflüssigkeit wird je Zeiteinheit für alle Stufen ungefähr gleich hoch gehalten. Zweckmäßigerweise werden außerdem die Betriebsbedingungen jeder Absorptionsstufe in an sich bekannter Weise derart aufeinander abgestimmt, daß das Absorptionspotential möglichst konstant bleibt, d. h. sich vom Eintritt bis zum Austritt der Gase nicht wesentlich ändert. Unter Absorptionspotential versteht man dabei die für die Absorption wirksame Dampfdruckdifferenz der in der umlaufenden Flüssigkeit und im Gasraum vorhandenen Nitroseverbindungen.
  • Der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielbare Vorteil ist aus dem nachstehenden Vergleichsversuch ersichtlich.
  • Es wurde ein nitrosehaltiges Gas verarbeitet, das aus 47 % N0, 5,7 0/0 N02, 9,5 °/o 0, und 83,z 0/0 N, bestand (Volumprozent). Der Druck des in die jeweils erste Absorptionsstufe eintretenden Gases belief sich auf z,ix bis x,=5 ata. Der letzten Absorptionsstufe wurde jedesmal so viel frisches Wasser zugeführt, daß die Konzentration der aus der ersten Absorptionsstufe ablaufenden Salpetersäure sich stets auf mindestens 45 °/o (Gewichtsprozent) belief.
  • Die Absorptionsmessungen wurden in zwei verschiedenenAbsorptionsanlagen durchgeführt, diejedesmal aus sieben Absorptionsstufen bestanden. Hierbei wurde a). mit sieben gleich großen Absorptionsstufen und b) mit sieben Absorptionsstufen gearbeitet, deren Absorptionsvolumen und Füllkörpergröße in Richtung der Gasströmung zunahm.
  • Zur- Absorption der nitrosen Gase wurde stets eine außerhalb der Türme gekühlte Salpetersäure verwendet. ,Jede Stufe der beiden Absorptionsanlagen wurde mit stündlich 2 m3 Säure beaufschlagt. In beiden Fällen wurde der jeweils ersten Stufe die gleiche Gasmenge zugeführt, die sich auf stündlich 50 1113 belief.
  • Bei der Einrichtung unter a) hatten alle sieben Türme folgende Abmessungen
    Durchmesser. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6oo mm
    Raschigringdurchmesser . . . . . . . . . . . 7o mm
    Höhe der Raschigringschicht........ 3,70 m
    Absorptionsraum je Turm . . . . . . . . . . i,o5 m3
    Absorptionsraum von sechs Stufen .. 6,30 m3
    Absorptionsraum von sieben Stufen. . 7,35 m3
    Am Kopf der einzelnen Türme hatte die Berieselungsflüssigkeit nachstehende Temperaturen
    Absorptionsturm
    1 2 I 3 I 4 I 5 6 7
    Berieselungs-
    flüssigkeit,°C
    29 25 20 I 20
    5 15 5
    Bei diesem Versuch enthielt das aus dem sechsten Turm abströmende Gas noch 3,5 % der im Ausgangsgas enthaltenden Nitrose (berechnet als N O und N 02). Nach dem siebenten Turm war der Nitros#"gehalt auf 2,4°/0 (Volumprozent) gesunken. Die Konzentration der erzeugten Salpetersäure belief sich auf 46 Gswichtsprozent HN,03.
  • Die unter b) verwendete Absorptionsanlage bestand ebenfalls aus Türmen von 6oo mm Durchmesser. Die Höhe der einzelnen Türme und die Füllkörperdurchmesser wurden folgendermaßen gewählt:
    Absorptionsturm
    1 I 2 I 3 I 4 5 I 6 7
    Raschigringdurch-
    messer, mm . . . . . . . . 15 15 20 25 35 50 70
    Höhe der Schüttung, cm go 105 14o 190 245 28o 530
    Größe des Absorptions-
    raumes, m3 ........ 0,25 0,30 0,40 0,55 0.70 0>80 1,5
    Gesamter Absorptions-
    raum, m3 ......... 4@5
    Die Temperaturen der gekühlten Berieselungssäure wurden durch Einschaltung eines mit verdampfendem Ammoniak betriebenen Kühlers folgendermaßen eingehalten
    Absorptionsstufe
    1 I 2 I 3 I 4 I 5 f 6 I 7
    Säuretemperatur,
    C . . . . . . . . . . .
    29
    25 20 20 5 5
    5
    Bei diesem Versuch enthielt das Restgas der siebenten Stufe noch 2,8 bis 2,9 °/o der im Ausgangsgas vorhandenen Stickstoffoxyde. Mit sieben Stufen der erfindungsgemäßen Anlage wurde also unter den gleichen Temperaturbedingungen bereits in 4,5 1113 Absorptionsraum praktisch die gleiche Absorptionsleistung erreicht wie bei der vorbekannten Arbeitsweise in sieben Stufen mit einem Turmvolumen von 7,35 m3. Dies entsprach einer erfindungsgemäßen Absorptionsraumverminderung auf ungefähr 6o0/,. Die Konzentration der aus dem ersten Turm ablaufenden Säure ließ sich hierbei auf bis zu 49 0/" H N 03 steigern. Es ergab sich also nicht nur eine erhebliche Verminderung des erforderlichen Absorptionsraumes, sondern auch eine Erhöhung der Säurekonzentration.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur mehrstufigen Absorption nitroser Gase zwecks Herstellung von Salpetersäure, insbesondere aus Ammoniakverbrennungsgasen, die vorher ausreichend oxydiert wurden, rnit Hilfe einer mit mehreren Füllkörperstufen und in jeder Stufe mit getrenntem Flüssigkeitskreislauf unter Kühlung der Berieselungsflüssigkeit arbeitenden Absorptionsanlage, in der die Temperatur der Berieselungsflüssigkeit mit fortschreitender Absorption erniedrigt und die letzte Absorptionsstufe mit möglichst tiefer Temperatur betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegebener Stufenzahl und annähernd gleichbleibender Gasgeschwindigkeit sowie annähernd gleich hoher Menge der Berieselungsflüssigkeit je Zeiteinheit in allen Stufen mit fortschreitender Absorption Stufengröße, Füllkörpergröße und damit Gasaufenthaltszeit erhöht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rauminhalte der sieben ersten Absorptionsstufen sich in Richtung der Gasströmung annähernd wie 1 : 1 : 1 : 1 : 2 : 2 : 4 bis 1 : 1,25: 1,63: 2,13: 2,75: 3,4: 6 verhalten.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Füllkörper verwendet werden, deren Größe in den einzelnen Stufen allmählich oder schichtweise in. Richtung der Gasströmung zunimmt.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in den einzelnen Stufen unter sich gleiche, aber von Stufe zu Stufe größer werdende Füllkörper verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 636 487; französische Patentschriften Nr. 8,5 074, 469 649; britische Patentschrift Nr. 626 358; USA.-Patentschrift Nr. 1337 io6; Chemical abstracts, 40 (i946), S. 2227, 2228.
DER363A 1949-11-15 1949-11-15 Verfahren zur mehrstufigen Absorption nitroser Gase zwecks Herstellung von Salpetersaeure Expired DE970781C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169424B (de) * 1960-01-20 1964-05-06 Saint Gobain Bodenkolonne zur Absorption und Oxydation nitroser Gase im Zuge der Herstellung von Salpetersaeure

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