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Verfahren zur Verbesserung des Wärmeaustausches im Flüssigkeitswärmewechsler
von mit Hilfsgas arbeitenden Absorptionskälteapparaten Die Erfindung bezieht sich
auf Absorptianskälteapparate mit Hilfsgias, die aus einer Anzahl von im wesentlichen
in senkrechter Richtung verlaufenden Leitungen, einem wärmeabgebenden Schornstein
und einem Flüssigkeitstemperaturwechsler bestehend, der in den unteren Teil eines
das Kochersystem einschließenden Isolationskörpers eingebaut ist. Es ist, solange
diese Art von Absorptionskälteapparaten. besteht, üblich gewesen, die vom Absorber
zum Kochersystem strömende reiche Absorptionslösung mit der vom Kocher zum Absorber
fließenden armen Lösung in Wärmeaustausch zu setzen. Dabei wird im Kochersystem
nicht nur das Kältemittel, sondern bekanntlich auch ein Teil des Absorptionsmittels
ausgekocht und damit die Flüssigkeitsmenge vermindert, die durch den Temperaturwechsler
.dem Absorber zufließt. Ein noch so guter Temperaturwechsler kann aber nicht mit
roo°/o Wirkungsgrad arbeiten, wenn durch ihn in der einen Richtung eine größere
Gewichtsmenge von Flüssigkeit transportiert wird als in der anderen.
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Es ist bisher noch nicht versucht worden,, diesen durch die unvollkommene
Arbeit des Temperaturwechslers bedingten Wärmeverlust zu kompensieren. Statt dessen
hat man versucht, die durch die Verdampfung des Absorptionsmittels im Kocher unnötig
anfgevendete Wärmemenge zurückzugewinnen.
Diese Versuche haben zu
der Konstruktion des sogenannten Dreifachwärmewechsels geführt, in welcher Kocherdämpfe,
arme und reiche Lösung Wärme tauschen. Dieser Gedanke stellt eine theoretisch ausgezeichnete
Lösung des Problems dar, läßt sich aber praktisch reicht verwirklichen, weil die
Rückgewinnung der Rektifikationswärme zu verwickelte Einrichtungen verlangt.
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Die Erfindung betrifft ein. Verfahren zur Verbesserung des Wärmeaustausches
im Flüssigkeitswechsler von mit Hilfsgas arbeitendernAbsorptionskälteapparaten,
deren Kochersystem aus einer Anzahl im wesentlichen. senkrecht verlaufender Leitungen
sowie einem Schornstein. und einer Umlaufpumpe für Absorptionslösung besteht und
bei denen der Unterschied zwischen dem Wärmeinhalt der vom Absorber zum Kocher strömenden
reichen und der ihr im um den unteren Teil des Schornsteines schraubenförmig gewickelten
und in die Kocherisolation eingeschlossenen Wärmewechsler entgegengesetzt strömenden
armen Lösung ganz oder teilweise durch Wärmezufuhr innerhalb des Höhenbereiches
der Flüssigkeitssäule nm Kocher ausgeglichen wird, und besteht im wesentlichen darin,
daß Wärme vom Schornstein und/oder von dem Dampfraum des Kochersystems an einen
der beiden Ströme, vorzugsweise. den Strom armer Lösung, außerhalb des Wärmewechslers
übertragen und dieser Lösungsstrom unmittelbar zum Wärmewechsler derart geführt
wird, daß auch noch bei etwa gleichbleibender Konzentration der Lösung in dem Strom
enthaltene Gasblasen in den Gasraum des Apparates entlüftet werden.
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Gemäß der Erfindung wird die zur Kompensation herangezogene Wärme
von dem Schornstein und/ oder von dem Dampfraum des Kochersysterns innerhalb eines
Höhenabschnittes entnommen, der niedriger liegt als die obere Mündung der Flüssigkeitsumlaufpumpe
des Apparates, und. einem Flüssigkeitszustrom zugeführt, der in den Temperaturwechsler
an. einem Punkt einfließt, wo die durch den Wechsler strömende Flüssigkeit eine
niedrigere Temperatur hat als die eintretende Flüssigkeit, wobei die im Temperaturwechsler
und in dem darin eintretenden Flüssigkeitsstrom gebildeten Gasblasen zum Dampfraum
des Kochersy stems entlüftet werden.
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Vier verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt.
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In Fig. i ist ein mit Hilfsgas arbeitender Absorptionskälteapparat
schematisch dargestellt, dessen Schornstein io aus einem Rohr besteht, dessen oberer
Teil bei elektrisch betriebenen Apparaten geschlossen sein kann, wobei eventuell
die Länge des Rohres herabgesetzt sein kann, so daß das obere Ende unter dem Flüssigkeitsniveau
A in dem Kocher i i des Apparates gelegen ist. Von dem Absorbergefäß 12 des Apparates
wird. reiche Absorptionslösung zum oberen Teil des Kochers i i durch die mit dem
Schornstein io, beibpiels,#,veis,e durch eine Schweißnaht 13, wärmeleitend verbundene
Flüssigkeitsurnlaufpumpe 14 gepumpt. Von. dem Kocher i i fließt arme Absorptionslösung
durch eine Leitung i 5 und den äußeren Mantel 16 des Flüssigkeitstemperaturwechslärs
sowie eine Leitung 17 in den luftgekühlten Absorber 18 hinein. Die in dem Kocher
i i ausgetriebenen Dämpfe werden durch eine Dampfleitung i9 zum Kondensator2o desApparates
geleitet. DerApparat ist ferner mit einem Temperatu.rwechsler2i und einem Druckausgleichsgefäß
22 versehen.
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Im übrigen entspricht das System hinsichtlich des allgemeinen Aufbaues,
z. B. des Verdampfersystems, Gas-, Flüssigkeits- und Kältemittelumlaufs, dem bekannten
Platen.-Munters-System, das beispielsweise mit Wasserstoff als Hilfsgas, Wasser
als Absorptionsmittel und Ammoniak als Kältemittel arbeitet.
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Der Kocher i i ist nach unten vorbei am Anschlußpu,nkt für die Leitung
15 verlängert, und der Temperaturwechsler ist in Form einer Spirale um den unteren
Teil des Kochers und den gleichfalls nach unten verlängerten. Schornstein io gewickelt.
Sowohl der Wechsler als auch die Rohrelemente io, i i und 14 sind in einer in der
Figur nicht gezeigten Wärmeisolation an und für sich bekannter Art eingebaut, um
die Strahlungsverluste des Kochersystems, das aus den genannten Rohrelementen besteht,
zu vermindern. Das Kocherrohr i i ist ebenso wie die Pumpe 14 längs einer mit dem
Schornstein io gemeinsamen Erzeugenden 23 mit diesem wärmeleitend verbunden. Die
Ausdehnung dieser wärmeleitenden Verbindungen 13 und 23 ist der Größe und den Betriebsverhältnissen.
des Apparates a,ngepaßt. Diese Begrenzung der wärmeleitenden Verbindung zwischen
dem Schornstein und den betreffenden Rohrelementen, die- gewöhnlich nur etwa 5 °/o
oder weniger des Umfanges des Rohres io beträgt, begünstigt die Entstehung von verhältnismäßig
hohen Temperaturen in gewissen Teilen des genannten Umkreises. Daraus ergeben sich
aber auch vergrößerte Strahlungsverluste durch den Isolationskörper des Kochers.
Besonders der Teil des Schornsteins, der nur mit der unter dem Anschlußpunkt des
Rohres 15 gelegenen Verlängerung 24 des Kochers wärmeleitend verbunden ist, zeigt
eine Temperaturverteilung, die bedeutende Verluste verursacht. Diese werden ferner
dadurch vergrößert, daß der genannte Teil des Kochers, um das Austreiben von Kältemitteldampf
aus der dort befindlichen, besonders armen Absorptionslösung zu ermöglichen, von
der im Schornstein befindlichen Heizquelle auf einer besonders hohen Temperatur
gehalten werden muß. In dem von dem genannten Koch:erteil-24 dargestellten Höhenabschnitt
liegen also besondere Möglichkeiten, Abwärme für den gemäß der Erfindung vorgesehenen
Zweck auszunutzen. Dies trifft auch in den Fällen zu, wo eine elektrische Wärmepatrone,
diie bekanntlich auf ihrem gewöhnlich zylindrischen Mantel ungefähr dieselbe Temperatur
aufweist, statt einer Gas- oder Ölflamme Verwendung findet.
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Die reiche Lösung wird von dem Absorbergefäß durch das Innenrohr 25
des Wechslers geführt, während die, arme Lösung aus dem Kocher i i durch den. äußeren
Mantel 16 des Wechslers fließt.
Die Temperatur der armen. Lösung,
die den Temperaturw echsler passiert, ist selbstverständlich am höchstem dort, wo
sie den Kocher verläßt, d. h. beim Anschlußpunkt des Rohres 15, aber auch dort muß
sie niedriger sein als die Temperatur des Hauptteiles des Längenabschnittes des
Schornsteins io. Gemäß der Erfindung kann deshalb die Temperatur der in dem Innenrohr
25 des Wechslers strömenden reichen Lösung noch über die Temperatur der armen Lösung
erhöht werden, dadurch, daß das Innenrohr 25 des Wechslers, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, mit dem Schornstein io durch eine den jeweiligen Verhältnissen angepaßte
Schweißfuge26 zwischen den genannten Rohrelementen wärmeleitend verbunden wird.
Bezüglich der Lage dieser wärmeleitenden Verbindung ist zu sagen, da.ß sie in dem
Gebiet des unteren Teiles des Schornsteins io gelegen sein soll, wo dieTemperatur
des Schornsteins am höchsten ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist dies
eine Erzeugende, die der das Kocherrohr i i mit dem Schornsteinrohr io verbindenden
Schweißfuge diametral gegenüberliegt. Man kann selbstverständlich die Lage und die
Form der wärmeleitenden Verbindung 26 variieren. So kann es manchmal zweckmäßig
sein, nicht einer geraden Erzeugenden zu folgen, sondern die Leitung 25- längs einem
längeren oder kürzeren Teil des Schornsteinumfanges anliegen. zu lassen.
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In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung schematisch
gezeigt, wobei dieselben Bezugszeichen wie in Fig. i für die verschiedenen Teile-
des Kochersystems verwendet sind. Die Vorrichtung gemäß Fig. 2 unterscheidet sich
von derjenigen gemäß Fig. i dadurch, daß Abwärme von dem Schornstein io der vom
Kocher i i abfließenden armen Lösung zugeführt wird, wobei eine wärmeleitende Verbindung
31 zwischen einer arme Lösung führenden Leitung 32 und denn Schornstein io
in einem Höhenabschnitt des letzteren gelegen ist, der zwischen dem Flüssigkeitsstand
A im Kocher i i und der die Pumpe 1.4 mit dem Schornstein io verbindenden Schweißnaht
liegt. Bei der Wahl der Lage der Schweißnaht können dieselben Gesichtspunkte beachtet
werden, die im Zusammenhang mit der entsprechenden Schweißnaht in Fig. i angeführt
sind. Beim Gas- oder Ölbetrieb ist die Temperatur in der genannten. Höhenzone des
Schornsteins gewöhnlich so hoch, daß sie die, Temperatur der den Kocher i i verlassenden
armen Lösung übersteigt und somit noch mehr Wärme an diese ab,gelyen kann.
In anderen Fällen. und besonders bei elektrisch betriebenen Apparaten mit begrenzter
Länge der elektrischen Wärmepatrone sollte man gemäß der Erfindung', bevor der wärmeleitende.
Kontakt 31 zwischen armer Lösung und dem Schornstein io hergestellt wird,
die Temperatur der Lösung durch einen vorhergehenden Wärmeaustausch mit zur Pumpe
14 strömender reicher Lösung herabsetzen. Dieses bedeutet, daß der Temperaturwechsler
in zwei Teile 33, 34 zerlegt wird und daß die arme Lösung nach dem Durchgang durch
den dem Kocher am nächsten liegenden Teil 33 durch die Leitung 32 aufwärts in wärmeleitendem
Kontakt mit dem Schornstein. io und danach abwärts durch eine Leitung 35 zum anderen
Teil34 des Temperaturwechslers geleitet wird. Je nach Bedarf und Zweckmäßigkeit
können diese beiden Leitungen 32, 35 mit dem Schornstein, wie in Fig. 2 gezeigt,
wärmeleitend verbunden sein. Um aber eine Ansammlung ,von Gas oder Dampf in den;
Leitungen 32 und 35 zu verhindern, ist eine in das Dampfrohr i9 des Kochers einmündende
Entlüftungsleitung36 vorgesehen. Durch die auf diese Weise erzielte Temperaturerhöhung
der armen Lösung kann in gewissen Fällen die Temperatur derselben nach Durchgang
durch das ganze Wechslersystem zu- hoch sein, so daß die Temperatur der armen Lösung
beim Eintritt in den Absorber des Apparates die Absorption beeinträchtigt. In solchen
Fällen wird die Leitung mit Kühlmitteln versehen, z. B. Kühlrippen 37 an sich bekannter
Art. Auch in Fig. i wird die Leitung 17
mit Rippen 37 versehen. Der mit Rippen
versehene Teil der Leitung liegt dann selbstverständlich außerhalb der Kocherisolation.
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Das Kochersystem in Fig.3 unterscheidet sich in mehreren wesentlichen
Punkten von dem oben beschriebenen System. Die Pumpe 14 ist hier nicht unmittelbar
an. den oberen Teil des Temperaturwechslers angeschlossen, sondern an das untere
Ende 24 des Kocherrohres i i. Die innere Leitung 25 in demTemperaturwechsler, durch
welche reiche Lösung strömt, ist durch eine Leitung 4i an das Kocherrohr i i angeschlossen,
das längs seinem mittleren Teil durch Schweißen 23 mit dem Schornstein io wärmeleitend
verbunden ist. Die von dem unteren Teil 24 des Kochers i i von der Pumpe 14 hochbeförderte
Lösung wird in ein mit dem Schornstein io nicht wärmeleitend verbundenes Standrohr
42 eingeführt, von welchem die arme Lösung durch den Außenmantel 16 des Wechslers
zum Absorber 18 des Apparates fließt.
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In dem Kocherrohr i i werden Kältemitteldämpfe ausgetrieben, und oberhalb
des in gleicher Höhe wie das Absorbergefäß 12 gelegenen Flüssigkeitsstandes B wird
ein Dampfraum 43 gebildet, der zur Vermeidung von Überhitzung des Dampfes von dein
Schornstein io thermisch getrenint ist.
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Um gemäß der Erfindung der armen Lösung Wärme zuzuführen, kann man,
wie in der Vorrichtung gemäß Fig. 2 geschieht, die Abwärme des oberhalb. der wärmeleitenden
Verbindung 13 der Pumpe 14 mit dem Schornstein io gelegenen Teiles des Schornsteins
io verwenden, besonders bei Gas-oder Ölbetrieb-. Man kann somit einfach. eine arme
Lösung führende Leitung 44 mit dem in dem ge@-nannte,n Längenabschnitt gelegenen
Teil des Schornsteins wärmeleitend verbinden, wobei durch passende Formgebung des
Rohres 44 auch eine mehr oder weniger spiralförmig verlaufende Schweißnaht 45 am
Schornsteinrohr und dadurch eineVerlängerung der Wärmelf#itungsnaht geschaffen werden
kann..
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Im allgemeinen und besonders bei elektrisch betriebenen Apparaten
ist es zweckmäßig, vor einer solchen Wärmezufuhr die Temperatur der armen Lösung
herabzusetzen durch Wärmeaustausch mit
reicher Lösung in derselben
Weise, wie dies mit Bezug auf Fig. 2 beschrieben worden ist. Der Wechsler ist somit
in zwei Teile 33, 34 geilt mit dazwischen, eingeschalteten Organen für eine solche
Wärmezufuhr.
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Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, liegt auch eine andere Möglichkeit
für eine solche Wärmezufuhr vor. Anstatt der Wärmezufuhr von. dem Schornstein-io
oder zugleich mit dieser kann eine solche Wärmezufuhr von dem Dampfraum 43 des Kochers
zur Leitung 46 stattfinden, die dann. mit dem Dampfraum durch eine Schweißnaht 47
wärmeleitend verbunden. ist, wobei gleichzeitig eine Rektifikation der Kocherdämpfe
erreicht werden kann. Wie ferner aus der Figur ersichtlich ist, ist die Leitung
46, durch: welche die arme Lösung nach dem Durchgang durch den ersten, Wechslerteil33
aufwärts strömt, mit dem Dampfraum 43 des Kochers längs der Schweißnaht 47 wärmeleitend
verbunden, während die Leitung 44, durch welche die Lösung zum anderen Wechslerteil34
abwärts strömt, mit dem oberen Teil des Schornsteins wärmeleitend verbunden ist.
In gewissen Fällen kann, abhängig von der Temperaturverteilung, eine entgegengesetzte
Strömungsrichtung vorteilhafter sein. Das. letztere kann besonders bei Gas- oder
Ölbetrieb in Frage kommen.
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Unter Beachtung der Temperaturverteilung im Kochersystem wählt man
ein solches Verhältnis zwischen der Länge des ersten und des zweiten Wärmewechslerteiles
33 und 34, daß die Temperatur der Lösung, die den ersten Teil verläßt, genügend,
niedrig ist, um eine Temperaturerhöhung derselben zu ermöglichen durch Aufnahme
von Wärme von dem Dampfraum des Kochers und/oder von. dem Schornstein.
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In Fig. 4 sind die Leitungen der Deutlichkeit wegen gewissermaßen
in einer Ebene ausgebreitet. Von dem Absorbergefäß 5o strömt reiche Absorptionslösung
durch eine Leitung 5 i und den Innenteil 52 des Flüssigkeitstemperaturwechslers
zum Kocher 53, der nach oben, verlängert ist und auch als Dampfleitung 54 dient,
wodurch in dem Kochersystem ausgetriebene Kältemitteldämpfe zum nicht gezeigten
Kondensatorsystem des Apparates geleitet werden. Der Kocher 53 ist z. B. durch Schweißen
mit einem als Wärmeübertragungsorgan wirkenden Mittelrohr 55 wärmeleitend verbunden,
in welchem eine nicht gezeigte elektrische Wärmepatrone eingeführt ist. Selbstverständlich
kann. auch das Mittelrohr als ein Schornstein für einen Gas- oder Ölbrenner ausgebildet
sein. An den unteren Teil des Kochers 53 ist die gleichfalls mit dem Mittelrohr55,
beispielsweise durch Schweißen, wärmeleitend verbundene Gasblasenpumpe, 56 des Apparates
angeschlossen. Die von. dem Absorbergefäß kommende, an Kältemittel reiche Absorptionslösung
geht durch den Kocher abwärts, während- Kältemitteldämpfe, äusgetrieben werden,
und wird danach mittels der Pumpe 56 in ein Standrohr 57 hochgefördert. Die warme
arme Lösung strömt von dem Standrohr 57 in einen ersten Aüßcüteil 58 des Flüssigkeitstemperaturwechslers
hinein, wo Wärme an die im Gegenstrom durch den Innenteil 52 fließende reiche und
verhältnismäßig kalte Lösung abgegeben wird. Die arme Lösung strömt danach durch
eine Leitung 59 zu einem um die Dampfleitung 54 angeordneten Mantel 6o. Die durch
die Dampfleitung gehenden Dämpfe haben eine höhere Temperatur als die teilweise
gekühlte arme Lösung im Mantel 6o, weshalb eine gewisse Wärmeübertragung hier stattfindet,
wobei gleichzeitig ein Teil des mit dem Kältemitteldampf abgehenden Absorptionsmitteldampfes,
z. B. Wasser, kondensiert und ausgeschieden wird. Die Lösung strömt danach durch
eine Leitung 61 zu einem zweiten Außenteil 62 des Flüssigkeitstemperatur-,vechslers,
der durch die Leitung 63 mit dem nicht gezeigten Absorber des Apparates in Verbindung
steht.
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Zur Entlüftung der in der Pumpe 56, in dem Standrohr 57 und dem ersten
Teil 58 des Außenteiles des Flüssigkeitstemperaturwechslers gebildeten Dämpfe führt
eine Leitung 64 von dem Standrohr 57 zum Kocher 53. Die Leitung 64 mündet
in den Kocher etwas unter dem dortigen Flüssigkeitsstand hinein, wodurch eine gewisse
Rektifikation erzielt wird. Auch füT die Entlüftung von Dämpfen, die in der Leitung
59 und dem zweiten Außenteil 62 des Flüssigkeitstemperaturwechslers, der Leitung
61 und dem Raum 6o gebildet sind, ist durch ein Entlüftungsloch 65 von dem oberen
Teil des Raumes durch die Wand der Dampfleitung 54 gesorgt.
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In der Figur wird ein Gehäuse 66 für eine das Kochersystem einschließende
Wärmeisolation 67 schematisch gezeigt: Die Leitungen sind, wie erwähnt, in der Figur
deutlichkeitshalber in einer Ebene ausgebreitet. Bei praktischer Verwendung der
Erfindung werden sie dagegen mehr oder weniger konzentrisch um das Mittelrohr oder
einen entsprechenden Schornstein angeordnet.
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Durch die Erfindung ist es möglich, die Ausnutzung der dem Apparate
zugeführten Wärmemengen in hohem Maße zu verbessern. Von dem Absorbergefäß
50 strömt kalte Absorptionslösung, die Kältemittel enthält, durch den Flüssigkeitstemperaturwechsler,
während dieser in entgegengesetzter Richtung nur von warmer Absorptionslösung passiert
wird, die unbedeutende Mengen von Kältemitteln enthält. Die Menge der warmen Lösung
ist somit kleiner als die Menge der kalten Lösung. Gemäß der Erfindung wird zuerst
die Temperatur der warmen armen Lösung herabgesetzt, die durch den ersten Außenteil
58 des Flüssigkeitstemperaturwechslers passiert. Danach wird die arme Lösung über
den Flüssigkeitsstand im Absorbergefäß des Apparates aufwärts geleitet und zum Wärmeaustausch
mit Kocherdämpfen in der Leitung 54 gebracht, wovon eine gewisse Menge von Kondensationswärme
von der Lösung aufgenommen wird, deren Temperatur hierdurch so viel erhöht wird,
daß der Wärmeaustausch, der danach zwischen der Lösung in dem zweiten Außenteil
62 des Flüssigkeitstemperaturwechslers und der Lösung in dem Innenteil 52 erfolgt,
unter bedeutend
verbesserten Bedingungen stattfindet. Somit kann
z. B. die Dampfleitung 5.4 auf dem Längenabschnitt, wo Wärmeaustausch mit armer
Lösung stattfindet, inwendig mit flächenvergrößernden Mitteln versehen werden.
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Wie aus den gezeigten Ausführungsformen der Vorrichtung gemäß der
Erfindung zu ersehen ist, liegt eine große Anzahl von Möglichkeiten zu einer Kompensierung
des Unterschiedes zwischen dem Wärmeinhalt in den beiden Flüssigkeitsströmen des
Temperaturwechslers vor. Diese Möglichkeiten sind besonders bezüglich der Verwendung
von Abwärme aus dem Schornstein unter anderem dadurch gegeben, daß nur ein Teil
des Schornsteinumfanges (der im großen und ganzen gleiche `'Wärmemengen durch jede
Flächeneinheit transportieren kann) mit den wärmeaufnehmenden, mit Flüssigkeit gefüllten
Organen des Kochersystems wärmeleitend verbunden ist. Der größte Teil des Rohrumfanges
nimmt deshalb oft eine besonders hohe Temperatur an, was selbstverständlich trotz
der Kocherisolation bedeutende Wärmeverluste verursacht. Es ist ein Teil dieser
Verluste, den man durch die Erfindung durch besonders einfache Mittel eliminieren
kann. Zu diesem Erfindungsgedanken kommt noch der, daß arme Lösung von niedrigeren
Teilen des Kochersystems an höher gelegene, mit einer besseren Temperaturverteilung
arbeitende Teile geleitet wird, wobei die obere Grenze bei dem Flüssigkeitsstand
A im Kocher bzw. Standrohr liegt. Hierdurch wird unter anderem ermöglicht, über
die Beseitigung der Schornsteinverluste hinaus noch Rektifikationswärnie zu gewinnen.
Die Erfindung kann vielfach im Rahmen des zugrunde liegenden Erfindungsgedankens
verändert werden, und die Erfindung ist deshalb nicht auf die gezeigten und beschriebenen
Ausführungsformen begrenzt.
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Die gewonnene und ausgenutzte Abwärme wird bei sämtlichen Ausführungsformen
selbstverständlich der zum Kocher strömenden reichen Lösung zugeführt. Bei den Ausführungsformen
gemäß Fig. ? bis .4 findet diese Wärmezufuhr durch Vcrmittlung der armen Lösung
statt, während bei der Ausführungsform gemäß Fig. i die Abwärme der reichen Lösung
unmittelbar zugeführt wird. Welches von diesen beiden Verfahren für sich allein
oder in Kombination zweckmäßig in jedem besonderen Fall zur Verwendung kommen soll,
hängt von der in verschiedenen Teilen des Kochersystems und des Schornsteins herrschenden
Temperaturverteilung ab, die unter anderem sehr bedeutend zwischen einerseits elektrisch
betriebenen und andererseits gas- oder ölbetriebenen Apparaten schwankt. Die verschiedenen
Fälle einzeln zu beschreiben, in welchen die eine oder andere Methode das beste
Ergebnis gibt, ist nicht erforderlich, weil man für jeden Einzelfall die Temperaturverteilung
berechnen kann und damit auch die Lage der Teile im System, wo Abwärme von passender
Temperatur zur Verfügung steht. Es sei nur erwähnt, daß man bei elektrisch betriebenen
Apparaten oft die Wärmepatrone so formt, daß die Wiederstandsspirale verhältnismäßig
hoch im Schornstein liegen wird, wobei man aber den gewöhnlich aus Steatit od. dgl.
hergestellten Isolationskörper abwärts verlängert bis an die untere Mündung des
dem Schornstein entsprechenden Mittelrohres. Die dortige Temperatur wird aber oft
besonders hoch und ergibt große Strahlungsverluste. Dieses Gebiet des Schornsteins
paßt also besonders für die Wärmezufuhr zur reichen Lösung, z. B. gemäß Fig. i.