DE96864C - - Google Patents

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DE96864C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C23/00Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces
    • E01C23/14Auxiliary devices or arrangements for constructing, repairing, reconditioning, or taking-up road or like surfaces for heating or drying foundation, paving, or materials thereon, e.g. paint

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Repair (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbessern von Asphaitpflaster, in Verbindung mit den zur Ausführung eines solchen Verfahrens nöfhigen Vorrichtungen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι die schaubildliche Ansicht eines Rahmens, der auf den auszubessernden Theil des Pflasters gesetzt wird,
Fig. 2 die schaubildliche Ansicht eines Rahmens, welcher in den in Fig. 1 gezeichneten Rahmen hineingesetzt werden kann,
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. i, nachdem beide Rahmen in einander gesetzt wurden, und
Fig. 4 die schaubildliche Ansicht einer Vorrichtung, welche zur Ausbesserung von Rissen im Pflaster angewendet wird.
Wenn Asphaitpflaster längere Zeit in Benutzung ist, so wird es brüchig, sinkt an manchen Stellen ein und bedarf daher der Ausbesserung.
Zu solchen Ausbesserungen bediente man sich bisher gewöhnlich einer Flamme, um die Oberfläche des Asphaltes und die Ränder der auszubessernden Theile zu erhitzen, wobei die Flamme unmittelbar mit dem Asphalt in Berührung kam. Bei dieser Art der Erhitzung verbrennen aber natürlich stets bestimmte Mengen des Asphaltes und es mufsten diese verbrannten bezw. verkohlten Asphalttheile erst sauber entfernt werden, ehe man mit dem eigentlichen' Ausbessern des Pflasters beginnen konnte. Abgesehen davon, dafs das Entfernen des verbrannten Materials Zeit kostet, wird auch viel Asphalt auf diese Weise unbrauchbar gemacht.
Bei dem neuen Verfahren zum Ausbessern von Asphalt- und ähnlichen schmelzbaren Pflastern wird die auszubessernde Stelle mit einer heifsen, geschmolzenen Masse, z. B. mit geschmolzenem Blei, belegt und auf diese Weise jene Stelle so lange erhitzt, bis daselbst der Asphalt erweicht ist. Das geschmolzene Blei, welches, nach der Berührung mit dem Pflaster erhärtet, wird dann entfernt, und es wird nunmehr frische, geschmolzene Asphaltmasse auf die eben erhitzte Fläche gebracht, worauf sich dieser frische Asphalt sehr leicht und innig mit dem weichen Asphalt der ausT zubessernden Stelle verbindet. Um diese Verbindung vollkommen zu machen, wird die eben ausgefüllte Stelle endlich in bekannter Weise gewalzt und gestampft.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine Reihe von Vorrichtungen, welche zur Ausführung dieses Verfahrens angewendet werden können; natürlich kann man sich aber auch anderer geeigneter Vorrichtungen als der hier gezeigten bedienen.
Fig: ι zeigt einen vorteilhaft aus Metall hergestellten und mit Handhaben A1 A1 versehenen Rahmen A. Aufsen um den Rahmen und über den unteren Rand desselben vorspringend, sind Asbeststreifen B befestigt, auf denen der Rahmen ruht. :
Die Asbest streifen werden in ihrer Lage durch Platten B1B1 und Bolzen B2B2 gehalten.
Dieser Rahmen A wird über den auszubessernden Theil des Pflasters gestellt, sodann in ihn ein zweiter Rahmen C gesetzt. Der Rahmen C ist mit einem Netze C1 überspannt, welches stark genug ist, um das flüssige Material, das in später beschriebener Weise in diesen Rahmen gegossen wird, nach erfolgtem Erkalten tragen zu können. Der Rahmen C ist etwas kleiner als der Rahmen A (Fig. 3) und ist mit Handhaben C2 C2 von solcher Form versehen, dafs das Herausnehmen des Kastens C aus dem Kasten A leicht geschehen kann. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, bestehen diese Handhaben aus gebogenen Stäben, welche in die an dem Gefäfs C sitzenden Ringe Cs C3 eingesteckt sind.
In Fig.. 4 ist eine Vorrichtung gezeichnet, die zur Ausbesserung langer Risse im Pflaster angewendet wird. Bei dieser Vorrichtung sind die Asbeststreifen B zwischen je zwei Metallplatten B5 Bh so befestigt, dafs sie zwischen diesen unten hervorstehen, um die Vorrichtung, wie gezeichnet, zu tragen.
Mit den Platten B5 ist eine Handhabe D in passender Weise verbunden. Die Platten stehen vortheilhaft geneigt, um die Herausnahme des zwischen ihnen befindlichen Materials zu erleichtern.
In der Zeichnung ist der Kasten A mit senkrecht stehenden Seitentheilen dargestellt, man kann aber die Seiten auch geneigt anordnen , wenn man die Herausnahme des Rahmens C zu erleichtern wünscht.
Die. Anwendung und Handhabung der beschriebenen Vorrichtungen geschieht in folgender Weise:
Man stellt den Rahmen A über den auszubessernden Theil des Pflasters und setzt den Rahmen in den Rahmen A ein. Sodann wird geschmolzenes Metall, z. Ek Blei, in den Rahmen C gegossen.. Sobald das flüssige Metall mit dem Asphalt in Berührung kommt, erhitzt es das Asphaltpflaster an der auszubessernden Stelle, ohne irgendwie den Asphalt zu verderben.
Nachdem der Asphalt genügend erhitzt ist, wird der Rahmen C beseitigt und mit ihm das inzwischen erhärtete Blei, welches später umgeschmolzen und von neuem gebraucht werden kann. Ist der Asphalt durch das Blei noch nicht genügend erhitzt worden, so führt man ein erhitztes Eisen über den Asphalt hinweg,, bis dieser genügend heifs ist.
Der untere Rand des Rahmens A besteht, wie erwähnt, aus Asbest, da Asbest ein biegsames, dabei feuerbeständiges: Material ist, so dafs sich der Rahmen A auf die auszubessernde Fläche überall, dicht auflegen kann und ein Durchfliefsen des geschmolzenen Bleies unter dem Kasten verhindert ist.
Nachdem der Asphalt an der auszubessernden Stelle genügend heifs geworden und der Rahmen C, wie erwähnt, aus dem Rahmen A herausgehoben ist, wird auch letzterer entfernt, geschmolzene Asphaltmischung auf die auszubessernde Stelle gebracht und dieselbe so lange gewalzt und gestampft, bis die neue Asphaltmasse sich völlig mit der alten, erwärmten Masse verbunden hat und mit dem übrigen Theil des Pflasters eine ebene Fläche bildet.
Natürlich wird man die Gestalt der Rahmen "stets den obwaltenden Umständen anpassen.
Wenn man Risse im Pflaster ausbessern will, so wendet man die in Fig. 4 gezeichnete Vorrichtung an. Das geschmolzene Blei wird hier zwischen die Asbeststreifen gegossen und man verfährt dann in derselben Weise, wie eben beschrieben.
In Vorstehendem ist nur von der Ausbesserung von alten Pflastern die Rede gewesen , doch kann selbstverständlich das neue Verfahren und die neuen Vorrichtungen noch zu vielerlei anderen derartigen Pflasterarbeiten Anwendung finden, so z. B. zur Herstellung neuer Pflasterflächen, die eine ganze Strafse oder nur einen Theil einer Strafse einnehmen.
Wie Versuche bewiesen haben, zerstört das Blei den Asphalt nicht, wenigstens nicht in nennenswerthem Mafse. Wenn nun auch,, wie eingangs erwähnt,, der Hauptzweck des Verfahrens darin besteht,, das Verbrennen bezw. Unbrauchbarmachen und Entfernen von Theilen des. auszubessernden Pflasters zu vermeiden, so ist das Verfahren immer noch mit Vortheil anwendbar, selbst wenn dieses Verbrennen des Asphaltes nicht ganz ausbleiben sollte, da man auf einmal beliebig grofse Flächen des Pflasters erhitzen und aufweichen kann, wie dies mittelst einer Flamme nicht annähernd möglich ist.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zum Ausbessern von Asphaltpflaster und ähnlichen Pflasterarten, darin bestehend, dafs auf die auszubessernde Stelle eine heifse, flüssige, später erstarrende Masse, z. B. geschmolzenes Blei,, gegossen und so lange liegen gelassen wird, bis diese Stelle des Pflasters infolge der Hitze des- Bleies aufgeweicht, das Blei dagegen erhärtet ist,, worauf die Bleischicht entfernt und endlich das alte erweichte Pflaster nach Belieben,, durch Stampfen und Walzen, gewünschrenfalls unter Zugabe frischer Asphaltmasse geglättet wird.
  2. 2. Zur Ausführung des unter 1. genannten Verfahrens eine Vorrichtung,, bestehend aus
    zwei in einander einsetzbaren Rahmen (A und CJ, von denen der äufsere (A) mit einem nachgiebigen unteren Rand (B) und der innere (C) mit einem netzartigen Boden (C1) versehen ist, in der Weise, dafs nach Aufsetzen der Rahmen (A C) auf die auszubessernde Stelle des Pflasters und Eingiefsen des geschmolzenen Bleies in den Rahmen (C) der Rahmen (A) das Ausfliefsen des Bleies begrenzt, während sich an dem Boden (C1) das erstarrte Blei fest hängt und daher mit dem Rahmen (C) aus dem Rahmen (A) heraus und vom Pflaster abgehoben werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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