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Beschickungseinrichtung für Gaserzeuger Die Erfindung bezieht sich
auf Beschickungseinrichtungen für Gaserzeuger, deren Füllschacht am unteren Ende
einen höhenverstellbaren Abschlußkegel und am oberen Ende einen als gasdichter Abschluß
dienenden Deckel trägt und bei denen über dem Füllschacht ein Brennstoffbunker mit
verstellbarem Bodenabschluß angeordnet ist.
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Es ist bereits bekannt, zwischen Füllschacht und Brennstoffbunker
trichterförmige Meßgefäße oder Zwischenbunker vorzusehen, um auf diese Weise die
einzufüllende Menge dosieren zu können. Man rüstet diese Meßgefäße ebenfalls mit
einem verstellbaren Bodenabschluß aus. Bei derartigen Beschickungseinrichtungen
sieht man zweckmäßigerweise vor, daß die Abschlußorgane jeweils immer nur paarweise
betätigt werden, um stets den gasdichten Abschluß des Schachtinneren zu wahren.
Bei den bisher bekannten Anlagen waren die zwischen Füllschacht und Brennstoffbunker
angeordneten Meßtrichter immer feststehend angeordnet. Dies hat den Nachteil, daß
im allgemeinen immer nur die Menge eingeschleust werden kann, welche dem Inhalt
des Meßgefäßes entspricht. Will man geringere Mengen einführen, dann ist man gezwungen,
den Verschluß des Füllbunkers zu betätigen, während das Füllgut absinkt, was leicht
zu Verklemmungen führt und den Verschluß stark beansprucht.
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Die Vermeidung dieses Nachteiles, und zwar in einfacher Weise, ist
Gegenstand der vorliegenden Erfindung, welche darin besteht, daß bei einer Beschickungseinrichtung
für Gaserzeuger, deren Füllschacht am unteren Ende einen höhenverstellbaren Abschlußlcezel
und am oberen Ende einen zasd.ichten
Deckel besitzt, wobei über
dem Füllschacht ein Meßtrichter und darüber ein Brennstoffbunker, beide mit verstellbaren
Bodenabschlüssen, angeordnet sind, das zur Bestimmung der Einfüllmenge dienende
Meßgefäß zwecks Änderung der bei jedem Spiel der Abschlußorgane einzuschleusenden
Brennstoffmenge angeordnet ist. Auf diese Weise kann das Maß der einzelnen Füllungen
entsprechend der jeweiligen Höhenlage des Trichters und dem Schüttwinkel des aus
dem Bunker auslaufenden Brennstoffes innerhalb gewisser Grenzen beliebig eingestellt
werden.
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In der Zeichnung ist in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Beschickungseinrichtung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb.
i sämtliche Abschlußorgane in Schließstellung, Abb. 2 bis 4 .die Stellung der Abschlußorgane
während der einzelnen Stufen des Beschickungsvorganges.
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Der Gaserzeuger i ist an seinem oberen Ende mit einem zentralen Füllschacht
2 versehen, dessen Auslauf durch einen Aufgabetrichter i a des Gaserzeugers i gebildet
wird und durch einen höhenverstellbaren Abs,chlußkegel 3 verschlossen werden kann.
Der Oberrand des Füllschachtes 2 ist als Liderungsfläche 2 a ausgebildet, auf der
ein in waagerechter Richtung schwenkbarer Deckel 4 in seiner Schließstellung aufliegt.
An dem Füllschacht ist ferner ein hydraulisch betätigter Druckzylinder 5 vorgesehen,
dessen Kolbenstange 6 mit einer Nase 6a versehen ist. In der Schließstellung des
Deckels 4 vermag diese Nase 6 a über den Deckelrand 4 a zu greifen und drückt beim
Niedergang der Kolbenstange 6 den Deckel 4 fest auf die Liderungsfläche
2 a auf. Zur Verstärkung dieser Druckwirkung ist die Kolbenstange 6 durch
eine (nicht gezeichnete) in gleicher Richtung wirkende Feder belastet. Durch diese
Verriegelung des Deckels 4 wird in dessen Schließstellung ein einwandfreier gasdichter
Abschluß des Gaserzeugers i gewährleistet.
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Oberhalb des Füllschachtes 2 befindet sich ein höhenverstellbarer
Meßtrichter 8, dessen Auslauf durch einen als Abschlußorgan dienenden schwenkbaren
Rundschieber 9 abgeschlossen ist. Oberhalb des Meßtrichters 8 liegt ein Brennstoffbunker
io, dessen Auslauf mit einem ähnlich ausgebildeten Bodenabschluß i i versehen ist.
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Der Abschlußkegel 3 kann durch ein Gestänge 12 von einem hydraulischen
Druckzylinder 13 aus in der Höhe verstellt werden. Zum Ein- und Ausschwenken des
Deckels 4 dient ein weiterer hydraulischer Druckzylinder 14. Die Rundschieber 9
und i i endlich werden durch hydraulische Druckzylinder 15 und 16 betätigt. Alle
Zylinder 5,13,14,15 und 16 werden von einer (nicht gezeichneten) gemeinsamen Nockenwelle
aus gesteuert. Die Anordnung ist hierbei so getroffen, daß die Zylinder 13 und 16
bzw. 14 und 15 stets paarweise zusammenarbeiten, so daß auch die mit ihnen gekoppelten
Abschlußorgane 3 und i i bzw. 4 und 9 paarweise betätigt werden. Abb. i zeigt,den
Ruhezustand, in dem sich sämtliche Abschlußorgane 3, 4, 9 und i i in Schließstellung
befinden und der Deckel4 durch die Verriegelung 4a, 6a fest und gasdicht
auf die Liderungsfläche 2a aufgepreßt ist. Meßtrichter 8, der im Höchstfalle eine
dem Fassungsvermögen des Füllschachtes 2 entsprechende Brennstoffmenge aufzunehmen
vermag, ist gefüllt.
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Zum Beschicken des Gaserzeugers i mit Brennstoff werden Deckel 4 und
Rundschieber 9 geöffnet (Abb. 2), wobei sich der Inhalt des Meßtrichters 8 in den
Füllschacht 2 entleert. Darauf werden Deckel ¢ und Rundschieber 9 wieder geschlossen
(Abb.3) und der Deckel 4, wie vorstehend beschrieben, gasdicht verriegelt.
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Nunmehr werden die Abschlußorgane 3 und i i paarweise betätigt (Abb.4).
Durch Senken des Abschlußkegels 3 wird der im Füllschacht 2 befindliche Brennstoff
in das Innere des Gaserzeugers i eingeführt. Gleichzeitig wird durch Offnen des
Rundschiebers i i der Meßtrichter 8 von dem Brennstoffbunker io aus aufs Neue gefüllt.
Wie Abb. 4. erkennen läßt, wird dabei das Maß der Meßtrichterfüllung durch .dessen
jeweils gewählte Höhenlage einerseits und durch den natürlichen Schüttwinkel des
Brennstoffes andererseits bestimmt. Nach Schließen der Abschlußorgane 3 und i i
ist der Beschickungsvorgang beendet und der Ruhezustand (Abb. i) wieder erreicht.
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An Stelle einer hydraulischen Betätigung der Abschlußorgane 3, 4,
9 und i i sowie der Deckelverriegelung mit Hilfe der Drwckzylinde:r 5, 13, 14, 15
und 16 kann selbstverständlich auch jede beliebige andere automatische Betätigung
dieser Teile auf mechanischem oder elektrischem Wege vorgesehen werden. Die angegebene
paarweise Betätigung der Abschlußorgane soll nicht etwa besagen, daß deren jeweilige
Verstellung zu genau dem gleichen Zeitpunkt eingeleitet bzw. beendet werden soll.
So muß der Deckel 4 bereits vor Offnen des Rundschiebers 9 durch seitliches Ausschwenken
die Einfüllöffnung des Füllschachtes 2 freigelegt haben. Paarweise Betätigung der
Abschlußorgane bedeutet daher, daß, solange zwei Abschlußorgane entweder gleichzeitig
oder mit geringen zeitlichen Abständen voneinander automatisch geöffnet und wieder
geschlossen werden, die beiden anderen Abschlußorgane in ihrer Ruhe-, d. h. Schließstellung
verbleiben.