DE965639C - Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen - Google Patents

Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen

Info

Publication number
DE965639C
DE965639C DER1091D DER0001091D DE965639C DE 965639 C DE965639 C DE 965639C DE R1091 D DER1091 D DE R1091D DE R0001091 D DER0001091 D DE R0001091D DE 965639 C DE965639 C DE 965639C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cast iron
iron
cast
stress
permanent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER1091D
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Rexroth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER1091D priority Critical patent/DE965639C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE965639C publication Critical patent/DE965639C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

  • Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugußstücke mit wahlweisem Gußgefüge in eisernen Dauerformen Es ist bekannt, daß Grauguß beim Gießen in eisernen Dauerformen dichte Gußstücke gibt.
  • Als Nachteil wurde seither betrachtet, daß diese Gußstücke bei gleicher Eisenmischung, besonders nach Erschmelzen im Gießereischachtofen, im Gußgefüge teils hart, teils kantenhart, teils weich ausfielen.
  • Man glühte deshalb diese Kokillengußstücke nach, wodurch sie zwar gut bearbeitbar, aber im Gefüge ganz verschieden wurden, nämlich teils rein ferritisch, teils ferritisch-perlitisch, teils rein perlitisch. Das Verhalten dieser nachgeglühten Gußstücke gegen Verschleiß, Zug-, Biegungs-, Stoß- und Wechselbeanspruchung ist infolge dieses verschiedenen Gefüges völlig verschieden. Man versuchte, diese Schwierigkeiten durch geeignete Gattierungen zu beheben, kam aber damit nicht zum Ziel. Man schlug z. B. folgende Gehalte im Gliß vor-
    Kohlenstoff ... 2,7 bis 3,6 %
    Silizium ....... 1,5 bis 3 0/0
    Mangan ...... 0,4 bis 1,2 0/0 und höher bis 6 0/,
    Phosphor ...... 0,05 bis 1,2 %
    Schwefel ...... o,o2 bis o,i2 0/,.
    Aber bei allen diesen Zusammensetzungen ergab sich keine Treffsicherheit betreffs des Gußgefüges.
  • Mangan in Mengen von 0,4 bis 1,2 wirkt nach Piwowarski: »Hochwertiges Gußeisen«, 1942, S. 170 unten, günstig. jedoch war es nicht bekannt, welche Mengen Mangan in diesem Bereich am günstigsten wirkten.
  • Auch betreffs der günstigsten Höhe des Kohlenstoffgehaltes war nicht viel bekannt. Wegen der Gießschwierigkeiten.verwendete man seither hochgekohlte dünnflüssige Eisenlegierungen.
  • Ferner war der in Dauerformen erzeugte Grauguß oft spröde, was auch durch nachträgliche Wärmebehandlung oft nicht behoben wurde und einen Hauptgrund für das Zögern vieler Gußverbraucher bildete, sich auf Kokillengrauguß umzustellen.
  • Dieser hohe Kohlenstoffgehalt der Schmelze bewirkte, daß der Kokillenguß ziemlich hart fiel und deshalb nachgeglüht werden mußte. Dazu trat an vorstehenden Kanten dieser Gußstücke nadlige Kristallbildung auf, die den Guß brüchig machte.
  • Man nahm diese Nachteile des hochgekohlten Kokillengraugusses seither in Kauf, weil man keine Möglichkeit hatte, dieselben zu ändern.
  • Erfindungsgemäß wird die Treffsicherheit des Kokillengraugußgefüges und der Fortfall der Gußsprödigkeit erreicht durch Verwendung eines Gußeisens mit ?"7 bis 3,2 0/, Kohlenstoffgehalt und eines je nach dem gewünschten Gefüge abgestimmten Mangan-Schwefel-Verhältnisses. Erfindungsgemäß wird der Mangangehalt zur Erzielung reinen Ferritgefüges im Grauguß auf das 3,5- bis 5fache des Schwefelgehaltes des Gusses abgestimmt und zur Erzielung von rein perlitischem Gefüge auf das 2- bis 3fache oder auf über das 7fache des Schwefelgehaltes des Gusses eingestellt. Bei dieser Zusammensetzung und angepaßtem Siliziumgehalt von 2,5 bis 3 0/, entsteht das gewünschte Gefüge bei einer Abkühlungsgeschwindigkeit von weniger als i5o' C/Minute in der Kokille, kann aber auch durch Nachglühen von schneller abgekühltem Kokillengrauguß erzielt werden. Bei zur Vermeidung des Verziehens sehr dickwandig gebauten Kokillen und beim Gießen von dünnen Stangen und schwachwandigen Gußstücken kann oft diese Abkühlgeschwindigkeit von weniger als 150' C/Minute nicht eingehalten werden. Erfindungsgemäß stellt sich aber auch bei dem bei rascherer Abkühlung entfallenden Hartguß das gewünschte Gefüge bei der obigen Gußzusammensetzung beim Nachglühen mit geringerer Abkühlgeschwindigkeit ein.
  • Der niedrige Kohlenstoffgehalt von 2,7 bis 3,20/" in Verbindung mit einem Siliziumgehalt von über 2,5"/" wurde seither bei Kokillenguß bewußt vermieden, weil dieses mit C und Si übersättigte Gußeisen besonders leicht zur Garschaumbildung neigt, welche das Gußstück blasig und unrein macht. Zur Vermeidung dieser Garschaumbildung wird diesem Kokillengrauguß mindestens 2501, Stahlschrott zugesetzt und im übrigen möglichst feingraphitisches Roheisen verwendet.
  • Das gemäß dem neuen Verfahren erzielte Kokillengußeisen ist spannungsfrei und hat stets das angestrebte Gefüge.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur treffsicheren Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugußstücke mit wahlweisein, Gußgefüge in eisernen Dauerformen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gußeisen mit mehr als 25 0/, Stahlschrottzusatz erschmolzen wird-, das 2,7 bis 3,2 0/,) Kohlenstoff und 2,5 bis 3 0/, Silizium mit einem auf das zu erzeugende Gefüge derart abgestimmten Mangan-Schwefel-Verhältnis enthält, daß der Mangangehalt zur Erzielung eines reinen Ferritgefüges im Grauguß das 3,5- bis 5fache und zur Erzielung eines rein- perlitischen Gefüges das 2- bis 3fache oder das mehr als das 7fache des Schwefelgehaltes des Gusses beträgt, und daß das Gußeisen langsamer als i5o' C je Minute in der Dauerform abgekühlt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußeisen schneller, als im Anspruch i angegeben, abgekühlt und zur Erzielung des gewünschten Gefüges nachgeglüht wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 512 391, 556 373; Buch E. Piwowarski, »Hochwertiges Gußeisen" Springer-Verlag, Berlin, 1942, S. 167, 168, 170, 247, 278 bis 29o.
DER1091D 1944-08-03 1944-08-03 Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen Expired DE965639C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER1091D DE965639C (de) 1944-08-03 1944-08-03 Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER1091D DE965639C (de) 1944-08-03 1944-08-03 Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE965639C true DE965639C (de) 1957-07-18

Family

ID=7395394

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER1091D Expired DE965639C (de) 1944-08-03 1944-08-03 Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE965639C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE512391C (de) * 1924-12-10 1930-11-10 Karl Emmel Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Grauguss
DE556373C (de) * 1926-01-22 1932-08-06 Karl Emmel Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken fuer hitzebeanspruchte Gegenstaende

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE512391C (de) * 1924-12-10 1930-11-10 Karl Emmel Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Grauguss
DE556373C (de) * 1926-01-22 1932-08-06 Karl Emmel Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken fuer hitzebeanspruchte Gegenstaende

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE965639C (de) Erzeugung spannungsfreier feinstgraphitischer Graugussstuecke mit wahlweisem Gussgefuege in eisernen Dauerformen
DE112008000392T5 (de) Hochgradig steifes und hochgradig dämpfendes Gusseisen
US1519388A (en) Alloy
US3282683A (en) Superior white cast iron
US1542440A (en) Iron alloy
JPS55115924A (en) Production of high toughness high tensile steel plate
US2659669A (en) Composition and method for the production of alloys
DE361094C (de) Bor- und kohlenstoffhaltige Legierung der Eisen- und Chromgruppe
DE878358C (de) Verfahren zur Herstellung eines Stahles mit niedrigem Stickstoffgehalt in der Thomasbirne
AT131586B (de) Verfahren zur Verbesserung von Aluminium bzw. von Aluminiumlegeirungen und aluminiumhaltigen Legierungen.
DE666627C (de) Eisen-Chrom-Legierung fuer gut bearbeitbare und hochverschleissfeste Gegenstaende
DE331864C (de) Verfahren zur Herstellung von saeurebestaendigen Eisenlegierungen
DE927693C (de) Herstellen eines insbesondere fuer Sandstrahlgeblaese verwendbaren Eisenschrotes
AT138737B (de) Verfahren und Gußeisen zur Herstellung von gußeisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen.
DE598707C (de) Saeurefeste silizium- und titanhaltige Eisenlegierung
DE519066C (de) Eisen-Silicium-Legierungen
DE350312C (de) Kohlenstoff-, chrom- und nickelhaltige Eisenlegierung, die mehr Chrom als Nickel enthaelt
DE890054C (de) Verfahren zum Reinigen und Entgasen von Eisen- und Metallschmelzen durch Zusatz von Nitriden
DE746141C (de) Herstellung von Lagerteilen aus Roh- oder Gusseisen
DE1758706A1 (de) Verwendung von Stahleisen als Werksotff fuer Stahlwerkskokillen
DE413000C (de) Verfahren zur Herstellung von phosphorhaltigen geschmolzenen Metallbaedern, besonders zum UEberziehen von Metallen mit Metall
AT91631B (de) Borhältige Kohlenstoff- und Legierungsstähle.
DE935794C (de) Weiss erstarrende Gusseisenlegierung sowie Verfahren zur Herstellung von Schnelltemperguss aus dieser
DE2015562B2 (de) Zusatzlegierung zur behandlung von kugelgraphit gusseisen
DE688517C (de) Durch Gluehfrischen hergestellte duennwandige Tempergussstuecke hoher Festigkeit, insbesondere fuer den Flugzeugbau