DE965548C - Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer Luftschutzraeume - Google Patents
Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer LuftschutzraeumeInfo
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Description
- Sand=, Erdfilter od. dgl. für Luftschutzräume Das Hauptpatent betrifft ein Sand, Erdfilter od. dgl. für Luftschutzräume. Gegenstand des Hauptpatents sind :derartige Filter, bei denen das Filtermaterial in einem zugleich als Notausstseg dienenden Schacht über eine von Hand entfernbare Auflageplatte gelagert ist. Bei dieserBauform wird der eine Ausgang gleichsam durch das Filtermaterial abgeschlossen, so daß dieAnordnung eines besonderen Abschlusses dieses Ausgangs in Form einer Tür, eines Verschlufjdeckels od. dgl. erspart wird. Wenn der Notausstieg benutzt werden soll, wird dieAuflageplatte desFiltermaterials aus ihrer Lagerung gezogen. Das Filtermaterial fällt in den Schacht nach unten und gibt dabei den Ausgang durch den Schacht frei. Der Schacht kann lotrecht oder auch schräg angeordnet sein. Als Filtermaterial kann jedes rutschfähige Material, insbesondere Sand, Erde oder auch anderes körniges Material, dienen.
- Die Auflageplatte kann horizontal angeordnet und das Filtermaterial kann über der Auflageplatte gelagert sein. Die Auflageplatte für das Filtermaterial kann zugleich einen Rost tragen, an den eine Luftansaugevorrichtung angeschlossen ist. Wenn die Auflageplatte nach unten fällt, fällt gleichzeitig auch der Rost nach unten.
- Die Auflageplatte kann. aber auch unterteilt. sein, wobei. nur der eine Teil von Hand entfernb.ar ist, während der andere Teil der Auflageplatte fest angeordnet ist. In einem solchen Fall kann beispielsweise die fest angeordnete Auflageplatte den Rost tragen.
- Eine Ausführungsform des Hauptpatents besteht weiterhin darin, daß die Auflageplatte um eine ihrer Kanten schwenkbar in dem Notausstieg angeordnet ist und, durch einen von Hand lösbaren Riegel in der Normallage gehalten wird. DerRiegel kann mit einem Zugorgan versehen sein, das in den Luftschutzraum führt. Wenn der Notausstieg benutzt werden soll, wird der Riegel vom Luftschutzraum aus gelöst, so daß die Auflageplatte unter dem Druck des auf ihr lastenden Filtermaterials um ihre eine Kante nach unten schwenkt und das Filtermaterial auf den Boden des Notausstieges fallen läßt. Wenn das Filtermaterial zu hoch angefüllt ist, so daß der Schacht nicht ohne weiteres begangen werden kann, kann ein Teil des Filtermaterials von Hand in den Luftschutzraum hineingezogen werden, so daß genügend Raum für das Begehen des Notausstieges entsteht. Die Auflageplatte kann auch verschiebbar ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Auflageplatte aus einem Schieber bestehen, der in den Luftschutzinnenraum hineingezogen werden 'kann, wobei das Filtermaterial dann auf den Boden des Schachtes hinabstürzt.
- Zweckmäßig ist der Schacht durch einen von innen abnehmbaren Deckel verschlossen, so daß das Filtermaterial normalerweise durch den Deckel vor Regen u. dgl. geschützt ist.
- Weiterhin ist es zweckmäßig, in dem Schacht Steigeisen anzuordnen, die das Begehen erleichtern. Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Hauptpatents und- besteht darin, daß der Notausstieg derart augebildet ist, daß beim Öffnen des Notausstieges das Filtermaterial derart abgesondert gelagert bzw. abgedeckt wird, daß die den Notausstieg begehenden Personen nicht mit dem Filtermaterial in Berührung kommen. Derart wird eine Vergiftungsmöglichkeit der den Filterschacht benutzenden Personen vermieden.
- Eine einfache Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß am unteren Ende des Notausstiegschachtes ein von dem Notausstiegschacht abgesonderter Raum angeordnet ist, in den beim Öffnen des Notausstiegschachtes das Filtermaterial hineinrutscht. Dazu kann in dem Notausstiegschacht eine Trennwand angeordnet sein, die den Schacht in zwei Räume unterteilt, wobei das Filtermaterial in den hinteren Raum fällt.
- Damit das Filtermaterial in den gesonderten Raum fällt, ist es weiterhin zweckmäßig, die Auflageplatte so auszubilden, daß sie beim Öffnen zunächst in eine geneigte Zwischenstellung fällt und als Rutsche die Verbindung zu dem gesonderten Raum herstellt. Hierzu kann die Auflageplatte an dem nach dem Schutzraum zu liegenden Ende um eine lösbare Achse schwenkbar sein, während das andere Ende der Auflageplatte beim Öffnen der Platte zunächst nach unten-fällt und sich auf eine Abstützung auflegt. Dabei kann die Abstützung für die Auflageplatte aus der - oberen Kante der Trennwand zwischen gesondertem Raum und Notausstiegraum bestehen. Nach dem Lösen der Entriegelung fällt die Klappe zunächst mit ihrem dem Schutzraum abgekehrten Ende bis zum Aufschlag auf die Halterung nach unten. Das Filtermaterial rutscht auf der Klappe entlang in den gesonderten Raum. Wenn das gesamte Filtermaterial abgerutscht ist, wird die lösbare Verbindung de Klappe an ihrer Schwenkachse gelöst, so daß die Klappe nunmehr in den Luftschutzraum herunterfallen kann und diesen freigibt.
- Die Klappe kann mit Seitenwänden versehen sein, die ein seitliches Abrutschen des Sandes in den Notausstiegschacht in der Zwischenstellung der Klappe verhindern. Vorteilhaft sind die Seitenwände so ausgebildet, daß sie in der Zwischenstellung der Klappe mit dem Boden des Filterraumes abschließen.
- Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der Schutzbau gegenüber dem Notausstiegsehacht durch eine um ihre untere Kante schwenkbare Klappe, ein Gitter od. dgl. abgeschlossen ist, die bzw. das nach dem Herunterstürzen des Filtermaterials auf den Boden des Notausstiegschachtes über das Filtermaterial gelegt wird. Auf diese Art und Weise wird auf das verseuchte Filtermaterial vor dem Begehen des Schachtes eine Abdeckung bzw. eine Brücke gelegt, so d.aß die Personen, ohne mit dem Filtermaterial in Berührung zu kommen, nach außen gehen können.
- Die Verbindungsöffnung zwischen Schutzraum und Notausstiegschacht kann mit einer Schwelle versehen sein, so daß eine. Grube auf der Seite des Notausstiegschachtes gebildet wird.
- Die Klappe bzw. das Gitter können weiterhin mit leiterartigen Querstäben versehen sein, so daß sie in einer schrägen Lage auf dem Filtermaterial aufliegend wie eine Leiter begangen werden können.
- Das Gitter kann auf seiner Unterseite mit einem gegen Giftstoffe schützenden Überzug, wie Gummiüberzug od. dgl., versehen sein. Eine einfache Bauform besteht darin, daß die Klappe aus einem leiterartigen Gestell gebildet wird, das mit einem gegen Kampfstoffe schützenden Gewebe auf der Seite des Notausstiegschachtes abgedeckt ist.
- Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß auf dem Notausstiegschacht rolloartig od. dgl. ein gegenKampfstoffe. schützenderStoff angebracht ist, der, nachdem das Filtermateriäl auf den Boden des Schachtes abgestürzt ist, über diesen hinweggezogen wird.
- Inder Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung schematisch im Schnitt dargestellt, und zwei zeigen Abb. r und 3 die Notausstiege in Normalstellung und Abb. 2 und q. den Notausstieg freigelegt.
- Der Raum z unter dem Grobsandfilter2 ist durch eine Zwischenwand 3 so geteilt, daß ein Sonderraum 4 gebildet wird. Dieser ist so bemessen, daß er die Sandfiltermasse 2 aufnehmen kann. Die Filtermasse 2 ruht auf der Klappe 5, die um die Achse 6 schwenkbar gelagert ist. Beim Lösen des Riegels 7 fällt das vordere Ende 8 der Klappe 5 auf die obere Kante der Wand 3. Die Filtermasse rutscht in den Raum 4. Die Abmessungen sind so getroffen, daß die Klappe 5 - wie Abb. 2 zeigt -mindestens bis zum Schüttwinkel geneigt ist, so daß das Filtermaterial abrutschen kann.
- Damit seitlich nicht Sand abrutschen und auf den Boden des Raumes i gelangen kann, ist die Klappe 5 mit Seitenwänden 9 versehen. Diese Seitenwände sind so ausgebildet, daß sie bei der Zwischenschaltung der Klappe nach Abb. 2 gerade mit dem Boden des Filterbehälters 2 abschließen. Die Seitenwände 9 verhindern das Abrutschen des Sandes nicht. Wenn der gesamte Sand abgerutscht ist, wird die lösbare Schwenkachse 6 gelöst, so daß die Klappe nunmehr in Richtung des Pfeiles io herunterfallen kann. Der Ausstieg ist begehbar.
- Bei der Bauform nach Abb. 3 und 4 ist zwischen dem Raum i und dem anschließenden Luftschutzraum eine erhöhte Schwelle ii hochgezogen, über die man noch hinwegsteigen kann. Dadurch wird in dem Raum i eine Grube 12 gebildet.
- Die Klappe 13 ist wie üblich ausgebildet. Nach dem öffnen der Notausstiegklappe fällt der Sand herunter und liegt - wie Abb. 4 zeigt - auf dem Boden. Der Notausstiegschacht ist so bemessen, daß über diesen Sand die Notleiter 14 gelegt werden kann, .die um die Achse 15 schwenkbar in Bereitschaftsstellung - wie Ab'b. 3 zeigt - den Notausstiegschacht verschließt. Die heruntergeklappte Leiter bildet eine Art Brücke, über die die Per= sonen, ohne den Filtersand zu berühren, heraussteigen können. Um die Personen zusätzlich zu schützen, kann an der Mauer 16 eine rolloartig aufgerollte Plane 17 angeordnet sein, die vor dem Herunterklappen der Leiter 14 auseinandergerollt wird und sich dabei über .den Sand decken läßt, wie die Plane i8 in Abb. 4 zeigt.
- Die Leitar 14 kann durch einen Riegelverschluß i9 so arretiert werden, daß zunächst die Verriegelung der Klappe 13 geöffnet werden muß, bevor die Verriegelung i9 das Herunterklappen der Leiter 14 freigibt. Auf diese Art und Weise wird eine Sicherung geschaffen, daß Personen unter den Raum der Klappe 13 gelangen können. Der Notausstiegschacht i ist dann eben erst begehbar, wenn die Klappe 13 heruntergefallen, ist.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE, i. Sand-, Erdfilter od. dgl. für Luftschutzräume nach Patent 951329, dadurch gekennzeichnet, daß der Notausstieg derart ausgebildet ist, daß beim öffnen des Notausstieges das Filtermaterial abgesondert gelagert bzw. abgedeckt wird, so daß die den Notausstieg begehenden Personen nicht mit dem Filtermaterial in Berührung kommen.
- 2. Filter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende des Notausstiegsehachtes ein von diesem abgesonderter Raum angeordnet ist, in den beim öffnen der Auflageplatte des Filtermaterials dieses hereinrutscht.
- 3. Filter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Notausstiegsc'hac'ht eine Trennwand angeordnet ist, die den Schacht in zwei Räume unterteilt, wobei das Filtermaterial in den - vom Luftschutzraum aus gesehen -hinteren Raum fällt.
- 4. Filter nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageplatte so ausgebildet ist, daß sie beim öffnen zunächst in eine geneigte Zwischenstellung fällt und als Rutsche eine Verbindung zu dem abgesonderten Raum herstellt.
- 5. Filter nach Anspruch 4,' dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageplatte an dem nach dem Schutzraum zu liegenden Ende um eine lösbare Achse schwenkbar ist, während das andere Ende beim öffnen der Platte in der Zwischenstellung sich auf eine Abstützung auflegt.
- 6. Filter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung für die Auflageplatte in der Zwischenstellung aus der oberen Kante der Trennwand zwischen dem abgesonderten Raum und dem Notausstiegraurn besteht.
- 7. Filter nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageplatte mit Seitenwänden versehen ist. $. Filter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet; daß die Oberkanten der Seitenwände der Auflageplatte in der Zwischenstellung der Auflageplatte mit dem Boden des Filterraumes abschließen. 9. Filter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzraum nach dem Notausstiegschacht zu durch eine um ihre untere Kante schwenkbare Klappe, ein Gitter od. dgl. abgeschlossen ist, die bzw. das nach dem Herunterstürzen des Filtermaterials auf den Boden des Notausstiegschachtes über das Filtermaterial zu liegen kommt. io. Filter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsöffnung zwischen Schutzraum und Notausstiegschacht mit einer Schwelle versehen ist, so daß eine Grube auf der Seite des Notau.sstiegschaehtes gebildet wird. i i. Filter nach Anspruch 9 oder i o, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe bzw. das Gitter mit leiterartigen Querstäben versehen ist, so daß sie bzw. es in einer schrägen Lage auf dem Filtermaterial aufliegend wie eine Leiter begangen werden kann. 12. Filter nach einem derAnsprücheg bis i i, -dadurch gekennzeichnet, daß das Gitter auf seiner Unterseite nrnit einem gegen Giftstoffe schützenden Überzug, wie Gewebe od. dgl., versehet ist. 13. Filter nach einem derAnsprüche 9 bis i i. dadurch gekennzeichnet, daß in dem Notausstiegschacht rolloartig od. dgl. ein gegen Kampfstoffe schützender Stoff angebracht ist, der, nachdem das Filtermaterial auf den Boden des Schachtes abgestürzt- ist, über diesen weggezogen wird. 1q.. Filter nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe, das Gitter od. dgl. derart verriegelt sind, daß diese Verriegelung erst geöffnet werden kann, wenn die Auflagefläche entriegelt wurde so daß das Filtermaterial auf den Boden des Notausstiegschaohtes abstürzen konnte. 15. Filter nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe bzw. das Gitter mit einer Verriegelung versehen sind, die derart mit der Verriegelung der Aufhängeklappe gekuppelt ist, daB beim Lösen der Verriegelungder Klappe bzw. des Gitters auch die Verriegelung der Auflagefläche für das Filtermaterial gelöst wird.
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| CH3073556A CH386254A (de) | 1955-05-12 | 1956-03-08 | Luftschutzraum mit mindestens einer Filteranordnung zur Filtration der einzuführenden Luft |
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| DE965548C true DE965548C (de) | 1957-06-13 |
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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1955
- 1955-05-12 DE DED20441A patent/DE965548C/de not_active Expired
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1956
- 1956-03-08 CH CH3073556A patent/CH386254A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH386254A (de) | 1964-12-31 |
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