DE960435C - Schleifkoerper aus geschmolzenen Tonerdekoernern und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Schleifkoerper aus geschmolzenen Tonerdekoernern und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE960435C
DE960435C DEC7098A DEC0007098A DE960435C DE 960435 C DE960435 C DE 960435C DE C7098 A DEC7098 A DE C7098A DE C0007098 A DEC0007098 A DE C0007098A DE 960435 C DE960435 C DE 960435C
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Henry Russel
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Carborundum Co
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    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B33/13Compounding ingredients
    • C04B33/1315Non-ceramic binders
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
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    • B24D3/00Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents
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Description

  • Schleifkörper aus geschmolzenen Tonerdekörnern und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung betrifft glasartig gebundene Körper aus geschmolzener Tonerde, insbesondere Schleifkörper aus geschmolzener Tonerde, wie Schleifscheiben, Wetzsteine, Abziehsteine usw., die durch glasartige Borsilikate gebunden sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung.
  • Bindemittel aus Borsilikat wurden für die Herstellung von keramisch gebundenen Schleifprodukten bereits vorgeschlagen. Borsilikate hat man z. B. bereits zum Binden von Schleifkörpern aus Siliziumkarbid verwendet, die sich hierbei gut bewährten, sich jedoch für Körper aus geschmolzener Tonerde weniger gut eigneten. Dies war nicht weiter verwunderlich, da jahrelange Erfahrungen gezeigt haben, daß gute Bindemittel für bestimmte Schleifkörper oft nicht für die Bindung von anderen Schleifkörpern brauchbar sind, sondern nur geringe oder keine Bindekraft zeigen oder sogar die Schleifwirkung des Materials aufheben oder stören. Aus diesem Grunde überrascht es auch nicht weiter, daß zur Bindung von Siliziumkarbid brauchbare Borsilikate für die Bindung von körniger, geschmolzener Tonerde weniger geeignet waren. Auch zum. Binden von anderen Schleifmitteln einschließlich körniger Tonerde verwendete Borsilikate brachten kein restlos befriedigendes Ergebnis.
  • Die Erfindung befaßt sich deshalb nur mit der Bindung körniger, geschmolzener Tonerde mit Hilfe von speziellen Alkaliborsilikaten, die für geschmolzene Tonerdeteilchen besonders geeignet sind.
  • Bei der Herstellung von Schleifkörpern aus geschmolzener Tonerde ist es zunächst wünschenswert, daß das Bindemittel die Tonerdeteilchen gut benetzt und an ihnen so fest haftet, daß die Körper beim Schleifen nicht zerbrechen und die beim Schleifen erforderliche Geschwindigkeit aushalten. Außerdem muß das Bindemittel auch ohne besonders hohe Temperaturen oder übermäßig lange Brenndauer gründlich verglasen. Eine niedrige Brenntemperatur ist auch deshalb vorzuziehen, damit metallische Verstärkungseinlagen, wie Spindeln o der Wellen, in den Schleifkörpern während des anschließenden Brennens keine Schäden erleiden.
  • Weiter ist es wichtig, daß das Bindemittel zu den Teilchen aus Tonerde eine gewisse Affinität oder Haftfähigkeit besitzt und damit eine hohe Festigkeit des gebrannten Körpers bei geringem Gehalt an Bindemittel gewährleistet. Es ist auch wünschenswert, daß die glasartige Bindung eine ausreichende Härte besitzt, so daß die Herstellung von Schleifscheiben und anderen Gegenständen möglich wird, für die eine keramische Bindung mit wesentlich geringerer Härte zum Schleifen von vielen Materialien völlig ungeeignet sein würde: Die bisher verwendeten glasartigen Bindemittel für Schleiferzeugnisse aus Tonerde versagten in einer oder mehreren der obenerwähnten Eigenschaften.
  • Die Erfindung bezweckt die Erzeugung von glasartig gebundenen Körpern aus geschmolzener Tonerde, die als Bindemittel glasartige Borsilikate enthalten, die die Nachteile der Bindemittel früherer Art verringern oder ganz vermeiden und bessere Schleif- und Schrämeigenschaften besitzen.
  • Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß man hochwertige Schleifkörper bekommt, wenn ein beträchtlicher Anteil des Alkaligehalts des Bindemittels aus Lithiumoxyd besteht. Das Lithiumoxyd scheint dem Bindemittel eine unerwartet hohe Affinität zur Tonerde zu verleihen, so daß diese gründlich vom Bindemittel bei niedrigen Temperaturen, wie etwa Iooo° und niedriger, benetzt wird. Des weiteren erhalten die hier beschriebenen glasartigen Bindemittel durch Lithiumoxyd diese hohe Affinität und/oder Bindefähigkeit gegen körnige, geschmolzene Tonerde, selbst wenn sie einen hohen Prozentsatz an Kieselsäure, wie z. B. 6o% oder mehr, z. B. 69%, enthalten. Demzufolge ist es möglich, Körper aus Tonerde mit einer harten und glasartigen Bindung, die in nur geringem Maß Kristalle enthält, herzustellen, selbst wenn die Körper bei Iooo° und niedriger gebrannt werden. Wenn die Tonerdeteilchen durch lithiumoxydhaltige Borsilikate gebunden sind, ermöglichen die Fließbarkeit des Bindemittels bei der Brenntemperatur und die Benetzbarkeit und/oder ihr Anhaften an den Schleifkörpern aus Tonerde die Verwendung von geringeren Mengen an Bindemittel, als sie bisher für die hohe Festigkeit der Körper als notwendig erachtet wurden. Überdies verleihen große Mengen an Kieselsäure dem Bindemittel eine Härte, die bisher mit glasartigen Bindemitteln bei gleichen Brenntemperaturen nicht zu erreichen war. Die hier verwendeten Bindemittel enthalten im allgemeinen weniger als Io% Alkalioxyde, von denen etwa 1,5 bis 5% aus Lithiumoxyd bestehen. Das Bindemittel enthält außerdem bis zu 15% Boroxyd und über 6o% Kieselsäure. Wenn auch die Borsilikate der Erfindung gewöhnlich 6o °% oder mehr Kieselsäure enthalten, um eine Bindung mit großer Härte zu erzielen, können jedoch auch geringere Mengen Kieselsäure verwendet werden, wenn die Härte des Bindemittels nicht so von Bedeutung ist und besonders kurze Brennzeiten und geringe Brenntemperaturen wünschenswert sind und eine weichere Bindung zulässig oder sogar erwünscht ist. Das Lithiumoxyd übt in diesen weicheren Bindemitteln trotzdem seine benetzende Wirkung auf die Tonerdeteilchen aus und ermöglicht eine Herabsetzung der Bindemittelmenge, die sonst ohne Lithiumoxyd erforderlich wäre. Es ist empfehlenswert, der Mischung eine kleine Menge Tonerde mit etwas Erdalkali oder ein anderes Flußmittel zuzufügen.
  • Zum weiteren Verständnis sei auf die Zeichnungen verwiesen.
  • Fig.I stellt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäß hergestellte Schleifscheibe dar, in der ein Verstärkungsring eingebettet ist; Fig. 2 zeigt in Perspektive eine Schleifwalze der Erfindung; Fig. 3 stellt in starker Vergrößerung die Struktur eines Bruchstückes eines gebundenen Tonerdeschleifkörpers der Erfindung dar und zeigt die Anordnung des glasartigen Bindemittels und die leeren Räume zwischen den Körnchen des Körpers; Fig. 4 zeigt in gleicher Vergrößerung einen Schleifkörper aus Tonerde, in welchem ein typisches Bindemittel der früheren Art verwendet wurde.
  • Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung, sollen aber diese keinesfalls beschränken. Sie zeigen im speziellen die Art und Weise, in der die Schleifkörper aus glasartig gebundener, geschmolzener Tonerde erfindungsgemäß hergestellt werden. Beispiel I Rohmaterial Gewichtsteile Kieselsäure ..................... 750 Feldspat........................ Io Tonerde........................ 6 Borsäure ....................... 262 Kryolith........................ 98 Kaliumnitrat.................... 45 Flußspat ....................... 3 Talkum ........................ 28 Lithiumcarbonat .:.............. 9o Die Mischung obiger Zusammensetzung wird geschmolzen, so daß eine. homogene flüssige Masse entsteht, die durch Ausgießen in Wasser granuliert wird. Das granulierte Material wird dann getrocknet und bis zu einer Korngröße von etwa 75 Mikron und feiner gemahlen.
  • Aus diesem Material werden Schleifscheiben mit einem Durchmesser von io cm, 2,5 cm Dicke und einem Achsenloch von 1,27 cm Durchmesser wie folgt hergestellt. Es wird ein Gemenge zum Druckverformen aus einer Mischung der oben beschriebenen, pulverisierten, glasartigen Schleifteilchen aus Tonerde mit Dextrin in den folgenden Mengenverhältnissen hergestellt
    Gewichtsteile
    Schleifkörner aus geschmolzener Ton-
    erde (Korngröße etwa 250 Mikron) ... gi,o
    gepulvertes, lithiumoxydhaltiges Borsili-
    kat (wie oben) ................... 9,o
    Dextrin ........................... 1,5
    Wasser............................ 2,5
    Diese Mischung wird bei einem Druck von 105 kg/cm² zu einer Scheibe der gewünschten Größe und Form gepreßt, der entstandene Körper wird aus der Form herausgenommen, getrocknet und insgesamt Io Stunden bei Iooo° gebrannt. Eine geeignete Brennmethode besteht darin, daß die Körper im Verlauf von 4 Stunden auf Iooo° erhitzt werden, 2 Stunden auf dieser Temperatur gehalten und dann etwa innerhalb von 4 Stunden auf Zimmertemperatur oder etwas darüber abgekühlt werden. Die gebrannten Körper werden darauf aus dem Ofen genommen und in üblicher Weise abgezogen.
  • Die glasartige Bindung des fertigen Körpers besitzt der Analyse nach die folgende Zusammensetzung (als Oxyde berechnet) S'02 ................ 69,1o A1203 ................ 2,91 CaO ................. 0,33 MgO ................ o,63 K20 ................. 2,00 Nag 0 ................ 3,95 B203................. 12,96 Li2 0 ................. 3,35 F2 ................... 4,57 Fe. 0, ............... o,2o Beispiel 2 Verstärkte Schleifscheiben, wie sie in Fig. I gezeigt sind, bei denen der gebundene Schleifkörper 5 mit dem Achsenloch 6 durch einen Stahlring 7 verstärkt ist, wurden aus der Mischung von Beispiel I hergestellt und nach dem Verfahren von Beispiel I weiterverarbeitet, nur daß beim Einfüllen der Masse in die Form ein Verstärkungsring 7 aus Stahl eingebettet wird. Dieser Ring wird nach teilweiser Füllung der Form eingelegt und dann der Rest der Masse auf ihn gefüllt. Falls gewünscht, kann der zuerst in die Form eingefüllte Teil der Mischung einem geringen Druck ausgesetzt werden, so daß der danach eingelegte Ring eine genaue Lage erhält. Auch können ein oder mehrere Verstärkungsringe in gleicher Weise in der Scheibe während des Verformens eingebettet werden, oder es können die Verstärkungen aus anderen Formen, wie Stahlgestängen, -stäben, -geflechten usw., bestehen. Der Körper wird zum Schluß gepreßt, so daß der Ring oder dergleichen die gewünschte Lage annimmt, wie dies in den Zeichnungen angegeben ist. Die niedrige Brenntemperatur zur Verglasung der Bindung ist von besonderem Vorteil, da sie dem Verstärkungsring oder anderen Verstärkungsvorrichtungen nicht schadet, so daß deren ursprüngliche Festigkeit erhalten bleibt. Beispiel 3 Die gleiche Bindemittelzusammensetzung und Schleifmittelmischung der Beispiele I und 2 kann auch zur Herstellung von Schleifwalzen, wie sie in Fig. 2 gezeigt sind, verwendet werden, in der der gebundene Schleifkörper 9 um eine rostfreie Stahlspindel oder -welle, deren eines Ende während der Verformung sich innerhalb des Schleifkörpers 9 befindet, angeordnet ist. Dies läßt sich leicht bewerkstelligen, indem man den Boden der Form mit einer Öffnung im gleichen Durchmesser wie die rostfreie Stahlwelle versieht, so daß das Ende der Welle in einem Ausmaß aufwärts in die Form ragt, wie es zur Einlagerung der Welle wünschenswert ist. Die oben beschriebene Verfahrensweise zur Herstellung von Schleifkörpern ist der bisherigen Praxis bei der Herstellung von glasartigen Bindungen mit höheren Brenntemperaturen außerordentlich überlegen, bei denen es notwendig war, die Schleifkörper getrennt zu brennen und die Welle oder Achse in das Loch der gebrannten Form nachträglich einzukitten. Die Schwierigkeiten der letzten Verfahrensweise, nämlich die Achse genau zentral anzubringen, leuchten ohne Zweifel ein. Die Beseitigung derartiger Schwierigkeiten, ebenso wie die leichtere Verformung des vollständig montierten Körpers bedeuten weitere Vorteile außer den bereits genannten Vorzügen der vorliegenden Bindemittelzusammensetzung.
  • Fig. 3 der Zeichnung stellt schematisch die Struktur eines glasartig gebundenen, geschmolzenen Tonerdeschleifkörpers dar, der ein Bindemittel aus Borsilikat mit Lithiumoxyd enthält. Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, werden die Schleifkörner iII aus geschmolzener Tonerde durch ein glasartiges Bindemittel 12 zusammengehalten, das während des Brennens längs der Oberflächen der Schleifteilchen geflossen ist, diese gründlich benetzt hat und sie durch kleine Vorsprünge 13 verbindet, die sich in den kleinen Winkelräumen zwischen den Berührungspunkten oder Ecken der Schleifteilchen befinden. Die Anordnung des Bindemittels in der beschriebenen Weise läßt die breiteren Porenräume 14 des Körpers im wesentlichen offen und ungefüllt. Infolgedessen besitzt der Schleifkörper eine rasche, kühle und selbsttätige Schleifwirkung.
  • Im Vergleich hierzu zeigt Fig. q. einen Schleifkörper aus geschmolzener Tonerde in stark vergrößertem Maßstab, bei dem die Tonerdeteilchen 15 durch die gleiche Menge eines verglasten Bindemittels 16 gebunden sind, das kein Lithiumoxyd enthält und für die Zusammensetzung, wie sie bisher üblich war, typisch ist. Es ist aus der Struktur des Körpers von Fig. q. zu ersehen, daß das Bindemittel die Oberflächen der Schleifteilchen nicht wirksam benetzt, noch eine ausgesprochene Affinität zu diesen besitzt. Demzufolge fließt das Bindemittel nicht längs der Oberflächen der Schleifteilchen und sammelt sich nicht in den winkligen Räumen zwischen den sich berührenden Spitzen und Ecken der angrenzenden Schleifkörper,- vielmehr bleibt es in erheblichem Maße dort, wo es während des Verformens untergebracht war, verstopft die Poren und Räume zwischen den Körnern, wo es kaum eine fördernde Wirkung auf die Festigkeit des Körpers auszuüben vermag. Obwohl die gleiche Menge an Bindemittel wie bei der Herstellung der gebundenen Schleifkörper mit der Struktur der Fig. 3 verwendet wird, ist die Festigkeit wesentlich geringer. Nach Fig. 3 hat es den Anschein, als ob weniger Bindemittel vorhanden ist; dies liegt ohne Zweifel an der besseren Verteilung, die das Bindemittel erfahren hat, das gleichmäßig die gesamte Oberfläche der Schleifteilchen überzieht. Des weiteren enthält das Bindemittel in Fig. q eine beträchtliche Menge an feinem kristallinischem Material 17, so daß es sich nicht in völlig verglastem Zustand befindet. Wie bereits festgestellt, sind die Poren 18 zwischen den Körnchen so mit dem Bindemittel ausgefüllt, daß die selbsttätige Schleifwirkung und Kühle des Schliffs zum großen Teil verlorengegangen sind.
  • Die Schleifkörper aus gebundener, geschmolzener Tonerde der Erfindung, in denen das Bindemittel aus Borsilikat mit einem gewissen Gehalt an Lithiumoxyd besteht und einen hohen Gehalt an Kieselsäure besitzt, weisen eine höhere Lebensdauer auf, so daß mehr Stücke mit ihnen pro Scheibe geschliffen werden können, im Durchschnitt 2o bis 6o% mehr und selbst bis zu Ioo%, im Vergleich zu Schleifscheiben, die Bindemittel anderer Zusammensetzung enthalten. Diese längere Lebensdauer beruht auf der hohen mechanischen Festigkeit des Bindemittels, das vermutlich eine größere Affinität zu den Oberflächen der geschmolzenen Tonerde besitzt, was wiederum eine Einsparung an Bindemittel ermöglicht. Die scharfen Schleifkörner werden fest durch eine geringe Menge Bindemittel zusammengehalten und nutzen sich nur langsam ab, ehe sie von dem Bindemittel abgeschabt sind. Mehr Porenraum ohne Verlust an Festigkeit ergibt auch einen glasartig gebundenen Schleifkörper, der anfangs selbsttätig arbeitet und während seiner Benutzung nur in geringstem Maße ein Abziehen erfordert. Die nach der Erfindung verbesserte Schleifscheibenstruktur ergibt eine genauere Toleranz und eine bessere Oberflächenwirkung an den mit den Schleifscheiben bearbeiteten Flächen. Es ist auch möglich, Schleifscheiben zu erzeugen, die eine so vielseitige Struktur besitzen, daß die gleiche Scheibe für verschiedene Schleifarbeiten verwendet werden kann und man nur noch wenige Schleifscheibenmuster braucht.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schleifkörper aus geschmolzenen Tonerdekörnern und verglastem Borsilikat als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß ein beträchtlicher Anteil des Alkaligehaltes des Bindemittels aus Lithiumoxyd besteht.
  2. 2. Schleifkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Tonerdekörnern gleichförmig verteilte, bindemittelfreie Poren sind und das Bindemittel sich zum großen Teil als dünner, fest anhaftender Film auf der Oberfläche der Schleifkörner an ihren Berührungspunkten befindet.
  3. 3. Schleifkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel mindestens 6o% Kieselsäure, bis zu 15% Boroxyd und so viel Lithiumoxyd enthält, daß es beim Brennen bei Iooo° flüssig wird und an den Tonerdekörnern haftet.
  4. 4. Schleifkörper nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der Analyse nach (auf Oxyde umgerechnet) etwa 69% Kieselsäure, 13% Boroxyd und weniger als Io% Alkalioxyde mit einem Anteil von etwa 3% Lithiumoxyd enthält.
  5. 5. Schleifkörper nach den Ansprüchen I, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der Analyse nach (auf Oxyde umgerechnet) etwa 69% Kieselsäure, I3% Boroxyd, 3% Tonerde und weniger als Io% Alkalioxyde mit einem Anteil von etwa 3% Lithiumoxyd enthält.
  6. 6. Schleifkörper nach den Ansprüchen i und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel z,5 bis 5% Lithiumoxyd enthält.
  7. 7. Gebundene Schleifkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper auf einer Welle aus Metall oder rostfreiem Stahl angebracht ist. B.
  8. Schleifkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch metallische Einlagen verstärkt sind.
  9. 9. Verfahren zur Herstellung von Schleifkörpern nach den Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine feuchte Mischung von Schleifkörnern aus geschmolzener Tonerde mit einem Bindemittel, das lithiumoxydhaltiges Borsilikat enthält, hergestellt, die Mischung zu einem Schleifkörper um das Ende einer Stahlwelle verformt, getrocknet und bei einer Temperatur gebrannt wird, daß das Bindemittel ohne Schädigung der Stahlwelle verglasen kann. Io. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lithiumoxyd enthaltende Glasfritte aus Borsilikat pulverisiert und als Bindemittel verwendet wird. ii. Verfahren nach den Ansprüchen 9 und io, dadurch gekennzeichnet, daß man die Metalleinlagen vor dem Trocknen und Brennen einlegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 688 147; Zeitschrift »Angewandte Chemie«, Beiheft Nr. 38, 1940; Bulletin American Ceramic Society, 1954 S. 232, 233; Zeitschrift »Silicates Industriels«, 1952, S. 297 bis 299.
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