DE959998C - Vorrichtung zur spanlosen Herstellung von Drallnuten in Laeufen von innen her - Google Patents
Vorrichtung zur spanlosen Herstellung von Drallnuten in Laeufen von innen herInfo
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- DE959998C DE959998C DEB33770A DEB0033770A DE959998C DE 959998 C DE959998 C DE 959998C DE B33770 A DEB33770 A DE B33770A DE B0033770 A DEB0033770 A DE B0033770A DE 959998 C DE959998 C DE 959998C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
- B21C37/06—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
- B21C37/15—Making tubes of special shape; Making tube fittings
- B21C37/152—Making rifle or gun barrels
- B21C37/153—Making tubes with inner or outer guides
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 14. MÄRZ 1957
B 33770 Ib/?b
Die Züge im Geschütz- bzw. Gewehrlauf, die sich in das Geschoßmaterial eindrücken und infolge
ihres Steilgewindes dem Geschoß Rotation verleihen, werden im allgemeinen zerspanend hergestellt.
Eine durch Prägepolitur etwa verdichtete und daher widerstandsfähigere innere Oberfläche
solcher Rohre wird durch diese Zerspanung also wieder zerstört.
In jüngster Zeit hat sich auch das Hämmern der ίο Züge durchgesetzt. Bei diesem Verfahren wird in
die vorbereitete, von jeglichen Oberflächenmängeln befreite, kaliberhaltige Bohrung des zukünftigen
Drallaufes ein kurzer Dorn an einer Führungsstange eingefügt, der das Drallzugprofil, also das
Negativ des Steilgewindes auf seiner Oberfläche trägt. Von außen wird der Gewehrlauf dann im
Bereich dieses an seiner Verlängerungsstange gehaltenen Negativbolzens gehämmert, so daß das
ihm zugekehrte Laufmaterial bestrebt ist, die entsprechende Form anzunehmen. Da der Negativbolzen
und die Hämmerbacken jeweils in gleicher Höhe sich befinden, das zu drallende Rohr aber
laufend vorgeschoben wird, so läßt sich das Drallprofil über die ganze Rohrlänge auf diese Weise
erzeugen.
Um das Material auch in allen tiefen Profilkanten des Negativbolzens eindringen zu lassen, nämlich
an jene Stellen, die später die aktiven Drallkanten
des Laufes darstellen, ist das Hämmern solcher Läufe mit großer Energie durchzuführen, wobei
das Laufmaterial gegenüber seinem früheren entspannten Zustand mit so starken Spannungen
durchgesetzt wird, daß es nach jedem späteren zerspanenden äußeren Bearbeitungsgang in einem
bisher nie gewohnten Maße nachzurichten ist. Dieses vielfache Richten ergibt an den entsprechenden
Stellen Gefügeveränderungen im Material, so to daß sich Waffen, die mit solchen Läufen ausgerüstet
sirfd, durch Stoß oder sonstige Erschütterung in der Treffpunktlage erheblich verändern, auch
besonders dann, wenn sie warmgeschossen werden. Es ist schließlich bekanntgeworden, die Drallzüge
dadurch zu erzeugen, daß man einen Verdrängerkörper mit dem entsprechenden Profil
durch die vorbereitete Laufbohrung zieht, der das Material verdrängt bzw. so plaziert, wie es den
Erfordernissen nach notwendig ist. Allerdings verao mag- man mittels dieser Einrichtung nur sehr
wenig tiefe Züge zu erlangen, da sonst die verhältnismäßig dünne Ziehstange wegen Überlastung
abreißt.
Weder bei dem zuerst beschriebenen Ziehverfahren, wie auch bei dem beschriebenen Hämmerverfahren
noch bei dem zuletzt beschriebenen Verdrängerverfahren ist es möglich, dem Lauf eine
erwünschte geringe innere Konizität zu verleihen. Es ist ferner vermittels der bekannten Verfahren
nicht möglich, kleine innere Lunkerstellen zu beseitigen oder gar progressiven Drall zu erzeugen.
Zum Zweck der Herstellung von Zügen nach der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der in seinem
Innern bereits zylindrisch prägepolierte, in seiner Bohrung angesenkte Lauf auf den vorteilhaft senkrecht
angeordneten Prägekopf a — in entsprechenden Führungen gestützt — gestellt. Der Prägekopf
α ist mit dem Halterohr b stumpf verschweißt, welches an seinem in der Zeichnung nicht dargestellten
anderen Ende mit dem Maschinenbett fest verbunden ist. Die Stange c mit ihrem Schlankkonus
d macht eine geschwinde auf- und abwärts gehende Bewegung, die von einem an sich bekannten
Hubtrieb hergeleitet ist, der am Maschinenbett in Achsrichtung oder in seinen Hubanschlägen
veränderlich angeordnet ist. Zwischen α und d sowie
zwischen α und dem Laufmaterial e befindet sich ein geeignetes Schmiermittel.
Läuft der hochtourige Hubtrieb, so bewegt sich die Stange c und damit der Schlankkonus d um
ein Maß hin und her, das dem Vielfachen der Zugtiefe und dem Mehrfachen des Laufkalibers entspricht.
Hierdurch wird der nach innen unter Vorspannung stehende Prägekopf α in seinem Kaliber
entsprechend der Steigung des Konus d laufend verändert, und zwar fällt er bei Bewegung der
Stange c in Richtung des doppelten Zeigers im Kaliber zusammen, so daß das senkrecht darüberstehende
Rohr ihm entgegenfällt, während er bei der Bewegung der Stange c in Richtung des einzelnen
Zeigers sein äußerstes Kaliber annimmt, womit das Ausprägen der Züge vermittels der harten
Prägenocken f, die in ihrer Schräge ^1 in Achsrichtung
selbsthemmend sind, erfolgt. Die Werkzeugpartie g ist mit einem der Drallsteigung entsprechenden
Steigungswinkel versehen, so daß die bereits geprägte Laufpartie hier die Drallsteigung
abtastet und der Lauf, sich entsprechend drehend und sich durch seine eigene Schwere zustellend
über den Prägekopf α und das Stützrohr b hinwegbewegt, während er bei voller Erhaltung der durch
Prägepolitur verfestigten Oberfläche sein vollständiges Drallprofil auf diese Weise eingeprägt
erhält.
Da das mit Drall zu versehende Rohr durch den Prägevorgang nur im Bereich der Dralltiefe mit
Spannungen der Kaltverformung durchsetzt wird, bedarf es praktisch keines Nachrichtens, so daß
auch die Gefügeveränderungen und die daraus resultierenden behandelten Nachteile entfallen.
Um progressiven Drall zu erzeugen, wird der Lauf e entsprechend zusätzlich und progressh
gedreht.
Um ferner dem Lauf Konizität zu verleihen, wird der in der Zeichnung nicht dargestellte
mechanische, hydraulische oder elektrische Hubtrieb, der die Stange c und damit den Schlankkonus
d in Längsbewegungen versetzt, während des Prägevorganges auf dem Bett der Maschine
— der Notwendigkeit entsprechend — zurück- g0
bewegt, so daß der Schlankkonus d den Prägekopf α nicht mehr sein volles Kaliber erreichen
läßt.
Die schlanke Form des Konus d wurde gewählt, um die Resultierende, die den Kopf α an der
Stumpfschweißstelle vom Stützrohr b abzureißen bestrebt ist, möglichst gering zu halten.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur spanlosen Herstellung von Drallnuten in Läufen von innen her, gekennzeichnet
durch einen geschlitzten Kopf (α) mit Prägenocken (/^lundeinem innenliegenden, axial
oscillierend angetriebenen Schlankkonus (d).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Weite der oscillierenden Bewegung des Konus einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß die Weite der oscillierenden Bewegung des Konus stetig oder unstetig geändert
steuerbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 917225;
USA.-Patentschrift Nr. 1339065.
Deutsche Patentschrift Nr. 917225;
USA.-Patentschrift Nr. 1339065.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
3 609 618/142 9.56 (609 835 3.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB33770A DE959998C (de) | 1954-12-16 | 1954-12-16 | Vorrichtung zur spanlosen Herstellung von Drallnuten in Laeufen von innen her |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB33770A DE959998C (de) | 1954-12-16 | 1954-12-16 | Vorrichtung zur spanlosen Herstellung von Drallnuten in Laeufen von innen her |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE959998C true DE959998C (de) | 1957-03-14 |
Family
ID=6964122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB33770A Expired DE959998C (de) | 1954-12-16 | 1954-12-16 | Vorrichtung zur spanlosen Herstellung von Drallnuten in Laeufen von innen her |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE959998C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0241833A1 (de) * | 1986-04-11 | 1987-10-21 | Inco Alloys International, Inc. | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren aus Metallpulver |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1339065A (en) * | 1918-11-15 | 1920-05-04 | Walter H Mcevilla | Shaving-brush |
| DE917225C (de) * | 1944-07-28 | 1954-08-26 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Einrichtung zum Biegen von Rohren, insbesondere fuer den Flugzeugbau |
-
1954
- 1954-12-16 DE DEB33770A patent/DE959998C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1339065A (en) * | 1918-11-15 | 1920-05-04 | Walter H Mcevilla | Shaving-brush |
| DE917225C (de) * | 1944-07-28 | 1954-08-26 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Einrichtung zum Biegen von Rohren, insbesondere fuer den Flugzeugbau |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0241833A1 (de) * | 1986-04-11 | 1987-10-21 | Inco Alloys International, Inc. | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren aus Metallpulver |
| US4722209A (en) * | 1986-04-11 | 1988-02-02 | Inco Alloys International, Inc. | Apparatus and method for processing powder metallurgy tubing |
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