DE950997C - Vorrichtung zur Entnahme von Fluessigkeitsproben in geologischen Formationen - Google Patents

Vorrichtung zur Entnahme von Fluessigkeitsproben in geologischen Formationen

Info

Publication number
DE950997C
DE950997C DES43558A DES0043558A DE950997C DE 950997 C DE950997 C DE 950997C DE S43558 A DES43558 A DE S43558A DE S0043558 A DES0043558 A DE S0043558A DE 950997 C DE950997 C DE 950997C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
borehole
hollow body
wall
geological formations
fluid samples
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES43558A
Other languages
English (en)
Inventor
Boris Schneersohn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Services Petroliers Schlumberger SA
Original Assignee
Societe de Prospection Electrique Schlumberger SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Societe de Prospection Electrique Schlumberger SA filed Critical Societe de Prospection Electrique Schlumberger SA
Application granted granted Critical
Publication of DE950997C publication Critical patent/DE950997C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B49/00Testing the nature of borehole walls; Formation testing; Methods or apparatus for obtaining samples of soil or well fluids, specially adapted to earth drilling or wells
    • E21B49/08Obtaining fluid samples or testing fluids, in boreholes or wells
    • E21B49/10Obtaining fluid samples or testing fluids, in boreholes or wells using side-wall fluid samplers or testers

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeitsproben in geologischen Formationen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeitsproben in geologischen Formationen. Es ist bereits eine Vorrichtung dieser Art in Vorschlag gebracht worden, die aus einem Hohlgeschoß besteht, das gegen die Formation, d. h. die Wand des Bohrlochs, wo man eine Flüssigkeitsprobe entnehmen will, abgeschossen wird. Ein solches Hohlgeschoß besitzt einerseits einen Verschluß, der sich selbst eindrückt, und andererseits ein Ventil, das sich nach dem Eindringen der Flüssigkeit wieder schließt, um diese während des Hochziehens des Geschosses an die Erdoberfläche zurückzuhalten. Hierbei bleibt das Geschoß in an sich bekannter Weise mit der Vorrichtung, von der aus der Abschuß bewirkt wurde, durch Kabel oder ähnliche Mittel verbunden.
  • Eine der Eigenheiten der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß der Vorderteil des Geschosses eine verhältnismäßig breite Aufschlagfläche und eine kegelstumpfförmige Gestalt mit großem Spitzenwinkel besitzt. Außerdem weist dieser Vorderteil eine Härte auf, die derjenigen der Formationen, gegen die das Geschoß gerichtet wird, angepaßt ist. Diese Eigenheit hat zur Folge, daß, wenn das Geschoß gegen die Wand des Bohrlochs abgeschossen wird, der Vorderteil sich eng an die Wand anzuschmiegen sucht und nicht etwa zurückprallt, so daß er durch die erzielte Dichtwirkung zu der Bildung einer Art Saugkopf führt, der die Dauer des Soges verlängert und den Zutritt der das Bohrloch anfüllenden Flüssigkeit zur Öffnung in das Geschoßinnere, währenddem nach dem Eindrücken des Verschlusses die Verbindung zwischen dem Geschoßinneren und der Wand des Bohrlochs offen ist, verhindert. Das Vorhandensein der Spülungskruste begünstigt im übrigen die Bildung einer natürlichen Abdichtung.
  • Die Erfindung bezweckt, diesen geschilderten Dichtungseffekt noch weiter zu vervollkommnen. Sie besteht im wesentlichen darin, in der Vorderfläche des Geschosses eine vorzugsweise kreisförmig verlaufende Rille vorzusehen, die die zum Eintritt der Flüssigkeit bestimmte Öffnung umgibt In diese Rille wird erfindungsgemäß bei einer bevorzugten Ausführungsform ein Dichtungsring eingelegt. Die Erfindung hat erwiesen, daß man auf diese Weise wesentlich günstigere Ergebnisse erzielen konnte, als dies bisher möglich gewesen ist.
  • In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
  • Fig. i ist ein waagerechter Schnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung, die sich im Innern eines Bohrlochs befindet, Fig.2 ist ein Längsschnitt durch ein. Werkzeug gemäß der Erfindung in vergrößertem Maßstab.
  • In der Fig. i bezeichnet i ein mit Spülung angefülltes Bohrloch, das in das Innere von Erdformationen 2 gebohrt ist, die beispielsweise Flüssigkeiten oder Gas führende Sandschichten darstellen mögen, von denen man Proben entnehmen will. In dieses Bohrloch ist die Vorrichtung 3 für die seitliche Probeentnahme hinabgesenkt, die in an sich bekannter Weise Aushöhlungen q. besitzt, um eine Pulverladung 5 aufzunehmen, die zum Abschießen der Probeentnahmewerkzeuge 6 gegen die Wand des Bohrlochs dient.
  • In der Fig. i, -die einen Querschnitt der Vorrichtung darstellt, ist nur ein einziges Probeentnahmewerkzeug ersichtlich, während das Gerät in der Praxis meist mehrere derartige übereinander angeordnete Werkzeuge trägt. Die Werkzeuge sind durch Kabel 7 mit dem Tragkörper der Vorrichtung verbunden, so daß, wenn man das Gerät über Tage fördert, die Werkzeuge mit herausgezogen werden. Diese Einrichtung ist im Grundprinzip, was die seitliche Entnahme von Proben angeht, bereits bekannt.
  • Das Probeentnahmewerkzeug, wie es im nachfolgenden des näheren beschrieben wird, hat die Aufgabe, Flüssigkeitsproben aus dem Bohrloch zu entnehmen. Zu diesem Zweck besteht es aus einem zylindrischen Hohlkörper (Fig. 2), der von zwei miteinander verschraubten Teilen 8 und 9 gebildet wird, um die Fertigung und Montage zu vereinfachen. Mit io ist die Innenkammer dieses Hohlkörpers bezeichnet, die zur Aufnahme der aus der betreffenden Erdformation entnommenen Flüssigkeit dient. Diese Kammer io ist nach vorn hin durch ein Ventil ii verschlossen, das aus einem zylindrischen Teil 12, der sich auf einem von dem Teil 9 unter Zwischenschaltung einer gelochten Scheibe 1q. getragenen feststehenden Kolben 13 verschieben kann,.. und einem Dichtungsring 15 besteht, der die Abdichtung zwischen dem Kolben und der Hohlkammer im Innern des Zylinders 12 gewährleistet. Nach vorn hin besitzt der Zylinder 12 weiterhin einen überstehenden Rand 16, der in einer Rille einen Dichtungsring 17 aufnimmt, der sich gegen die Wand 18 anlegt, die die Kammer io nach vorn hin begrenzt.
  • Ein Anschlag 27, der von dem Teil 8 des zylindrischen Körpers getragen wird, dient zur Begrenzung der Hubbewegung des Ventils ii.
  • Auf das Vorderende i9 des Teiles 9 ist das Frontelement 2o von gleichfalls zylindrischer Form aufgebracht, wodurch ein Hohlraum 21 zwischen dem Frontelement 2o und dem Vorderende i9 des Teiles 9 gebildet wird. Ein Dichtungsring 22 gewährleistet die Abdichtung zwischen den Elementen i9 und 2o.
  • Das Frontelement 2o besteht aus einem verhältnismäßig weichen Metall, wie feinem Aluminium. Es besitzt vorn eine Öffnung 23, die durch einen mit dem Frontelement 2o aus einem Stück bestehenden Verschluß 24 verschlossen ist. Der Teil dieses Elements 2o, der den Verschluß umgibt, ist verhältnismäßig breit gehalten, und seine Vorderseite 25 ist vorzugsweise unter Bildung eines großen Spitzenwinkels kegelstumpfförmig gestaltet. In diese Vorderseite ist gemäß der Erfindung eine ringförmige Rille 26 eingelassen, in die ein Dichtungsring 28 eingelegt ist.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist kurz folgende: Nachdem das Gerät in das Bohrloch bis auf die gewünschte Tiefe hinabgesenkt ist, wird in bekannter Weise durch Zündung der Pulverladung das Probeentnahmewerkzeug gegen die Wand des Bohrlochs abgeschossen. Das Werkzeug dringt nur verhältnismäßig gering in die Bohrlochwand ein, wie dies aus Fig. i ersichtlich ist, wobei die Eindringtiefe mit von der Struktur der Bohrlochwand abhängig ist. Durch den heftigen Aufschlag des Werkzeuges auf die Wand des Bohrlochs verformt sich die Vorderfläche 25 des Frontelements 2o und paßt sich hierbei in ihrer Verformung in gewissem Ausmaß den Konturen der Schichtstruktur der Bohrlochwand an, wodurch eine Abdichtwirkung erzielt wird. Dieser Effekt wird erfindungsgemäß durch den Dichtungsring 28 in der Rille 26 wesentlich gesteigert. Zugleich wird infolge des Außendruckes, der auf den Verschluß 24 zur Auswirkung kommt, dieser eingedrückt, und es findet dann der Einbruch der die Wand des Bohrlochs bildenden Substanz, beispielsweise mit Flüssigkeit getränkter Sand, in das Innere der Kammer 21 statt.
  • Dadurch, daß sich die Vorderfläche des Frontelements, wie. bereits ausgeführt wurde, an die Wand des Bohrlochs anschmiegt, kann die das Bohrloch anfüllende Flüssigkeit nicht zur Öffnung 23 gelangen, und in der Tat sind es fast ausschließlich von der Erdformation selbst herrührende Substanzen, die in j die Kammer 21 eindringen. Die so in die Kammer 21: eingedrungenen Substanzen drücken infolge des von ihnen ausgeübten starken Druckes das Ventil ii zurück und dringen schließlich in die Kammer io vor, die sie vollständig anfüllen. Diese Rückstoßbewegung des Ventils, die im übrigen durch den Anschlag 27 begrenzt ist, hat gleichzeitig zur Folge, daß ein Vakuum in dem Raum zwischen dem Kolben 13 und dem Boden des zylindrischen Teils i2 entsteht. Wenn sich der Raum io angefüllt hat, wird -das Ventil durch den von den eingedrungenen Substanzen nunmehr ausgeübten Gegendruck wieder geschlossen. Nach dem Hochziehen des Geräts an die Erdoberfläche stehen die in dem Hohlraum io enthaltenen Substanzen für die weiteren Untersuchungen z,ir Verfügung.
  • Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel, sondern diese umfaßt auch konstruktive Abänderungen, sofern sie im Rahmen des Erfindungsgedankens liegen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeitsproben in geologischen Schichten, insbesondere in der Seitenwand von Bohrlöchern, bestehend aus einem Hohlkörper, den man gegen die Formation, aus der man die betreffende Probe entnehmen will, durch Zündung einer Pulverladung beispielsweise abschießt, wobei dieser Hohlkörper einen Verschluß besitzt, der beim Aufschlagen gegen die Wand eingedrückt wird, um das Eindringen der aufzufangenden Substanzen zu ermöglichen, mit einem Ventil, das sich nach dem Anfüllen des Hohlraums des Hohlkörpers schließt, wobei der Vorderteil des Hohlkörpers eine verhältnismäßig breite Aufschlagfläche besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Vorderteil um den Verschluß herum eine vorzugsweise kreisförmige Rille eingelassen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rille ein Dichtungsring eingelegt ist.
DES43558A 1954-05-03 1955-04-19 Vorrichtung zur Entnahme von Fluessigkeitsproben in geologischen Formationen Expired DE950997C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR950997X 1954-05-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE950997C true DE950997C (de) 1956-10-18

Family

ID=9482023

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES43558A Expired DE950997C (de) 1954-05-03 1955-04-19 Vorrichtung zur Entnahme von Fluessigkeitsproben in geologischen Formationen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE950997C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2457501C2 (de) "Einrichtung zum Füllen und Verschließen einer eine Füllöffnung aufweisenden Druckkammer, insbesondere eines hydropneumatischen Speichers."
DE3343555A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur beschleunigung von fluessigkeitsmengen
DE2746559C3 (de) Gehäuse für eine Hohlsprengladung für Unterwassergebrauch und Verfahren zur Unterwasser-Sprengung
DE950997C (de) Vorrichtung zur Entnahme von Fluessigkeitsproben in geologischen Formationen
DE2636791B2 (de) Hydraulischer Grubenstempel mit Gebirgsschlagventilanordnung
DE2444377C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formteilen für Gießereien
DE69000789T2 (de) Vorrichtung zur gewinnung einer fluessigkeit aus einem langen rohr.
DE1300363B (de) Einrohrstossdaempfer mit Gasdruckfeder und Verfahren zum Fuellen desselben
DE634680C (de) Vorrichtung zur Entnahme von Bodenproben
DES0043558MA (de)
US2809807A (en) Formation fluid sample taking apparatus
DE4105446A1 (de) Vorrichtung zum verschliessen eines rohrdurchlasses
DE924142C (de) Grubenstempel
DE152821C (de)
DE1014045B (de) Vorrichtung zur Entnahme von Fluessigkeitsproben aus von einem Bohrloch durchteuften Erdformationen
DE69002370T2 (de) Seismische Pulserregung.
DE7902915U1 (de) Pumpe zum einspritzen von moerteln in ankerloecher
DE1098451B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verfestigen oder Abdichten von Bodenschichten durch Einpressen von erhaertenden Fluessigkeiten
DE489490C (de) Vorrichtung zum Schoepfen, Probenehmen usw. von Fluessigkeiten, Gasen usw. aus tiefen Bohrloechern, Schaechten, Meeren usw.
DE626234C (de) Geraet zur Entnahme von Proben aus der Seitenwandung von Bohrloechern
DE687881C (de) Wurzelbewaesserungsvorrichtung
DE929761C (de) Membranventil mit umkehrbarer Druckimpulssteuerung
DE655134C (de) Vorrichtung zur Aufnahme von in grosser Wassertiefe liegenden Gegenstaenden
DE679275C (de) Kernrohrartiges Geschoss zur Entnahme von Proben aus dem noch nicht verrohrten Teil von Bohrloechern
DE843815C (de) In den Loeschmittelbehaelter eines Feuerloeschers einzuhaengende Druckgasstahlflasche