DE950671C - Gleitmittel - Google Patents

Gleitmittel

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DE950671C
DE950671C DEH18888A DEH0018888A DE950671C DE 950671 C DE950671 C DE 950671C DE H18888 A DEH18888 A DE H18888A DE H0018888 A DEH0018888 A DE H0018888A DE 950671 C DE950671 C DE 950671C
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DE
Germany
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mica
powder
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Expired
Application number
DEH18888A
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English (en)
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Erwin Hering
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ERWIN HERING
Original Assignee
ERWIN HERING
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M7/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made of other substances with subsequent freeing of the treated goods from the treating medium, e.g. swelling, e.g. polyolefins
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M2200/00Functionality of the treatment composition and/or properties imparted to the textile material
    • D06M2200/40Reduced friction resistance, lubricant properties; Sizing compositions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Gleitmittel Man hat zwecks besserer Fadenbildung im Streichgarn- oder Teilspiinnverfahren bereits eine Zugabe von geeigneten erdigen, pulverigen Stoffen: verschiedenster Art vorgeschlagen, um die von Natur ungenügend standfeste Kunstfaser anzufüllen und einzurunden, also kerniger und somit spinnfähiger zu machen.
  • Demgegenüber betrifft die Erfindung ein pulverförmiges Gleitmittel, das für das Streckspinnverfahren, also insbesondere in Baumwolle- und Zellwollespinnereien, zur Anwendung kommen und in solchen Betrieben an Stelle der üblichen Glättepulver, wie Talkum, Wiener-Kalkpulver oder Federweiß, treten soll. Solche Glättepulver kommen zwecks Beseitigung störender Erscheinungen, wie Kleben, zur Verwendung. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäß ausgebildeten Gleitmittels liegt darin, daß es auch unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen mit voller Wirkung sowie ohne Schädigung der Festigkeit der Faser zur Anwendung kommen kann.
  • Ferner ist das neue Gleitmittel auch durch seine antistatische Wirkung, z. B. bei der Verarbeitung von Zellwolle, ausgezeichnet.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, als Gleitmittel einen feinstpulverisierten Glimmer, also ein wasserhaltiges, elastisches, blättchenförmiges (monoklines) Silikat von Aluminium, Kalium und Natrium mit einer Härte von -2 bis 3 und einer Dichte von 2;7 bis 3,io als Gleitpulver zu verwenden. Die Überlegenheit eines solchen Glimmerpulvers gegenüber dem bisher verwandten Talkumpulver Mg. (O14)4 Si802o erklärt sich einmal durch diegrößere Härte des Glimmers, die eine feinste Mahlung mit äußerst geringer Teilchengröße ermöglicht, gegenüber dem erheblich weicheren und deshalb beim Vermählen schmierenden Talkum, andererseits durch die große Elastizität der Glimmerteilchen, die auch bei feinster Mahlung noch wirksam ist.
  • Wird der Glimmer, wie es zur Erzeugung höchster Glätteigenschaften sich als zweckmäßig erwiesen hat, bei niedriger oder nicht wesentlich erhöhter Temperatur einer längeren, zweckmäßig mehrstündigen Naßmahlung unterzogen, z. B. in einer gekühlten Kugelschwingmühle, in einer Kolloidmühle, wobei als indifferentes Verdünnungsmittel insbesondere Wasser verwandt werden kann, so erhält man ein hochdisperses, dem kolloiden Zustand sich mehr oder weniger in seiner Teilchengröße näherndes Pulver, das schon bei leichtester Luftbewegung zerstäubt und andererseits an der Oberfläche fester Körper in feinster Verteilung haftet, so daß es bei gleitender Bewegung solcher Körper aneinander die Gleitfähigkeit wesentlich verbessert, ohne iirgendwelche ungünstigen mechanischen oder sonstigen Einflüsse auf die betreffenden Körper auszuüben. Dies hat sich, wie bereits hervorgehoben, in vollem Maße bei der Verwendung als Glättepulver für alle Spinnereizwecke erwiesen, und zwar sowohl bei Tierwoll-, Baumwoll- wie auch bei Zellwollverarbeitung.
  • Man kann das erfindungsgemäß ausgestaltete Mittel im Spiünereibetrdeb z. B. zum Einstäuben der Spinnzylinder; der Spinnkannen, insbesondere der Spinnkannenränder, der Putztücher und Putzschläuche, der Zylinderputzhlättchen, der Putzwalzen an Vor- und Feinspinnmaschinen, vor allem an Strecken, Flyern und Ringspinnen verwenden. Insbesondere hat sich das Glättpulver beim Einlaufenlassen der genannten Maschinen nach der Montage oder Nachmontage, nach dem Großputzen und nach dem Wiederanlaufen nach Stillständen, z. B. am Morgen nach nächtlicher Unterbrechung des Betriebes, ferner zur Verhinderung produktionsmindernder Faserflugabgänge wie auch zur Verhinderung der dadurch verursachten Spinnzylinderwickel hervorragend bewährt: Im Gegensatz- zu den bisher gebräuchlichen Glättemitteln, wie Talkum, welche die Spinnzylinderbezüge, vor allem die teuren Spinnzylinderlederhülsen angreifen undvorzeitigunbrauchbar machen, zeigt das erfindungsgemäße Glättemittel keinerlei schädliche Einflüsse auf die Textilmaterialien selbst, wie auch nicht auf das Material der maschinellen Teile, die mit ihnen in Berührung kommen.
  • Im Sinne der Erfindung lassen sich auch Glimmer, die einen geringen Prozentsatz von Nebenbestandteilen, z. B. von Lithium oder Magnesium, enthalten, zu brauchbaren Glättepulvern verarbeiten. Es eignen sich insbesondere Muskovitglimmer (farbloser oder schwach gefärbter Kaliglimmer), wie er z. B. in Kanada, USA., Ostafrika und Ostindien vorkommt. An Stelle dieses natürlich gefundenen Glimmers kann man auch einen synthetisch hergestellten Glimmer, der z. B. aus einer Masse von Quarz, Bauxit, Fluorsilikat und anderen Bestandteilen erschmolzen ist, in hochdisperser Pulverform verwenden.
  • Gegebenenfalls kann man an Stelle des Pulvers auch eine Glimmerpaste verwenden, die z. B. durch Vermischung des Pulvers mit geeigneten Ölen, Fetten oder Wachsen hergestellt ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gleitmittel für die Herstellung von Fäden im Streckspinnverfahren, insbesondere in Baumwolle- und Zellwollespinnereien, gekennzeichnet durch einen Glimmer mit einer Härte von a bis 3 und einer Dichte von 2,7 bis 3,1, vorzugsweise Muskovitglimmer oder muskovithaltiger Glimmer, in Form eines hochdäspersen Pulvers oder eine Paste aus einem Gemisch des Glimmerpulvers mit an sich bekannten gleitfähigen Bindemitteln, wie Öl, Fett oder wachsartigen Stoffen.
  2. 2. Gleitmittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Glimmer einer Naßvermahlung bei niedriggehaltener Temperatur, zweckmäßig während mehrerer Stunden, unterzogen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 6z9 i8o; schweizerische Patentschrift Nr. 124 3z4.
DEH18888A 1954-01-06 1954-01-06 Gleitmittel Expired DE950671C (de)

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DEH18888A DE950671C (de) 1954-01-06 1954-01-06 Gleitmittel

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DE950671C true DE950671C (de) 1957-01-31

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR629180A (fr) * 1926-02-17 1927-11-05 Oberrheinische Handelsgesellsc Procédé de traitement des filés et tissus
CH124324A (de) * 1925-01-23 1928-01-16 Oberrheinische Handelsgesellsc Verfahren zur Behandlung von Stapelfaser aus Kunstseide.

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH124324A (de) * 1925-01-23 1928-01-16 Oberrheinische Handelsgesellsc Verfahren zur Behandlung von Stapelfaser aus Kunstseide.
FR629180A (fr) * 1926-02-17 1927-11-05 Oberrheinische Handelsgesellsc Procédé de traitement des filés et tissus

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