DE950309C - Elektrische Nachlaufsteuerung - Google Patents

Elektrische Nachlaufsteuerung

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DE950309C
DE950309C DEA2455D DEA0002455D DE950309C DE 950309 C DE950309 C DE 950309C DE A2455 D DEA2455 D DE A2455D DE A0002455 D DEA0002455 D DE A0002455D DE 950309 C DE950309 C DE 950309C
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DE
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voltage
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DEA2455D
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English (en)
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Dr-Ing Konrad Beyerle
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Raytheon Anschuetz GmbH
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Anschuetz and Co GmbH
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D3/00Control of position or direction
    • G05D3/12Control of position or direction using feedback
    • G05D3/14Control of position or direction using feedback using an analogue comparing device
    • G05D3/18Control of position or direction using feedback using an analogue comparing device delivering a series of pulses

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Position Or Direction (AREA)

Description

  • Elektrische Naclilaufsteuerung Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Nachlaufsteuerung zum Antrieb schwerer Gegenstände, z. B. Scheinwerfer, Entfernungsmesser od. dgl., bei welcher das Drehmoment des Nachlaufmotors aus einer dem Stellungsunterschied entsprechenden, am besten verhältnisgleichen Hauptkomponente lind aus einer etwaige Pendelbewegungen dämpfenden, dem Geschwindigkeitsunterschied entsprechenden Hilfskomponente zusammengesetzt ist.
  • Eine .derartige Steuerung, bei welcher die Hilfskomponente dem Nachlaufmotor über einen eigenen, die Hauptkomponente nicht beeinflussenden Verstärker zugeführt wird, dessen Ausgangsgröße in jedem Augenblick dem nach der Zeit gemessenen Differentialquotienten der Hauptkomponente proportional ist, wobei die Hilfskomponente in verstärktem Zustand zur Hauptkomponente addiert wird, bildet den Gegenstand eines älteren Patentes.
  • Es sind auch Anordliungen bekanntgeworden, bei denen eine erheblich größere Anzahl von Hilfskomponenten zur Steuerung auf den Motor einwirkt (vgl. die französische Patentschrift 823 3g8). Hierbei werden neben der Hauptkomponente noch deren erste und zweite Ableitung nach .der Zeit, ferner noch die Geschwindigkeit und Beschleunigung von Geber und Empfänger dem Steuermotor zugeführt. Beiden nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen hat sich aber gezeigt, daß eine einzige in der nachstehend beschriebenen Weise erzeugte Hilfskomponente ausreicht.
  • Die dämpfende Wirkung der Hilfskomponente beruht darauf, daß sie die Kraft beeinflußt, die auf den schweren Gegenstand wirkt, wenn dieser der Sollstellung zustrebt oder wenn er sich von ihr entfernt: Die Kraft wird verringert und unter Umständen sogar umgekehrt, wenn sich der Gegenstand der Sollstellung nähert, und sie wird vergrößert, wenn er sich von ihr entfernt. Ohne den dämpfenden Einfluß der Hilfskomponente würde der Gegensund über die Sollstellung hinausschießen, dann wieder zurückkehren, also Pendelbewegungen c.m die Sollstellung ausführen. Durch die Wirkung der Hilfskomponente wird er aber pendelfrei in die Sollstellung geleitet, wobei es gleichgültig ist, ob der Stellungsunterschied zwischen Soll- und Iststellung durch Bewegungen des schweren Gegenstandes oder durch Veränderungen der Sollstellung bedingt ist. Nachstehend wird die vom Stellungsunterschied abhängige Hauptkomponente als statische und die vom Geschwindigkeitsunterschied abhängige Hilfskomponente als dynamische Komponente bezeichnet. Zur Erzielung hoher Genauigkeit, also zur Begrenzung des Stellungsunterschiedes auf einen sehr kleinen Winkel von. beispielsweise ± I Bogenminute, ist es erwünscht, daß der Nachlaufmotor sein volles Drehmoment entwickelt, wenn der Stellungsfehler de Grenzen dieses Winkels überschreitet, was vorübergehend, etwa bei schnellen Änderungen der Sollstellung, unvermeidlich ist. Dann soll der Motor mit seinem vollen Drehmoment den Gegenstand in Richtung auf die Sollage antreiben. Wenn nun aber die Wirkung der dynamischen Komponente auf den kleinen Winkelbereich des zulässigen Stellungsunterschiedes beschränkt bliebe, dann könnte sie auch bei noch so günstiger Bemessung die im Nachlaufmotor aufgespeicherte kinetische Energie nicht aufheben, so daß es zum Durchlaufen der Sollstellung und damit .zu den zu verhindernden Pendelurigen kommen würde. Auch führt die Notwendigkeit einer sehr hohen Bemessung der dynamischen Komponente dazu, daß das zwischen Motor und' schwerem Gegenstand eingeschaltete Getriebe stoßartig beansprucht wurde, was unerwünscht ist.
  • Diese Nachteile zu vermeiden, ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung. Diese Aufgabe wird nun dadurch gelöst, daß, solange der Stellungsunterschied bestimmte Grenzen überschreitet, nur die Hilfskomponente des Drehmomentes veränderlich ist, die Hauptkomponente aber im wesentlichen ihren bei übi@rschreiten der Grenzen. erreichten Höchstwert beibehält. Der für gewöhnlich im Btetrieb zulässige Stellungsunterschied- mag sich auf ± öl belaufen. Bei besonderen, nur gelegentlich vorkommenden Retriebszustäriden, bei denen die Änderung der Sollstellung so schnell erfolgt, daß der Nachlaufmotor nicht mitkommen kann, steigt aber der Stellungsunterschied auf größere Winkel, die den Wert ± n.öi erreichen. Hierbei entwickelt nun nach der Erfindung der Nachlaufmotox ein Drehmoment, das sich mit der Geschwindigkeit ändert, mit der sich der Gegenstand der Sollstellung nähert. Der Gegenstand wird. daher rechtzeitig abgebremst. Erst beim Einlaufen in den engeren Bereich ± öl ändert sich die statische Komponente, um beim Erreichen der Sollstellung ganz zu verschwinden.
  • Wenn aber der Stellungsunterschied den Grenzwinkel zz-öl überschreitet, dann. verschwindet vorzugsweise die Hilfskomponente vollständig. Das hat die Wirkung, daß der Gegenstand bei größeren Stellungsunterschieden so lange mit dem vollen Motordrehmoment in Richtung auf die Sollstellung angetrieben und beschleunigt wird, bis er .den Bereich n - öl erreicht. Erst dann wird er durch den Einfluß der dynamischen Komponente abgebremst.
  • Die Erfindung eignet sich insbesondere für die elektrische Fernübertragung von Winkelbewegungen mittels Gebers und Empfängers, die eine mit dem Stellungsunterschied zunehmende Wechselspannung erzeugen und nach Art von Drehtransformatoren aufgebaut sein können. Bei einer bekannten Steuerung dieser Art (USA:-Patentschrift i 554 b9&) wird diese Wechselspannung zunächst gleichgerichtet. Von der Gleichspannung wird dann eine ihrer zeitlichen Änderung verhältnisgleiche Hilfsspannurig zur Beeinflussung eines Verstärkers abgezweigt.
  • Von dieser bekannten Maßnahme wird bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ebenfalls Gebrauch gemacht. Erfindungsgemäß wird; hierbei jedoch in der Weise verfahren, daß von der gleichgerichteten Wechselspannung eine zusätzliche Steuerspannung mittels eines sie begrenzenden Schaltmittels für einen zweiten Verstärker abgezweigt wird, der innerhalb des Bereiches ± öl voll ausgesteuert wird, und daß die beiden Verstärker in additivem Zusammenwirken einen gemeinsamen Kraftverstärker zum Speisen des Nachlaufmotors steuern. Im Gegensatz hierzu dient bei der bekannten Fernübertragungsanlage die dynamische Hilfsspannung- lediglich dazu, dien Verstärkungsgrad eines Verstärkers zu beeinflussen, .der die vom Stellungsunterschied abhängige statische Komponente verstärkt und dem Nachlaufmotor zuführt. Dabei werden die beiden Komponenten also nicht addiert. Es läßt sich dabei zwar erreichen, daß das bei einem gegebenen Stellungsfehler erzeugte Drehmoment größer ist, wenn der Fehler wächst, und kleiner ist, wenn der Fehler abnimmt. Doch gestattet die bekannte Schaltung nicht, ein dem Überschleudern entgegenwirkendes Drehmoment zu erzeugen, wenn der schwere Gegenstand durch seine Sollstellung hindurchgeht und wenn daher die statische Komponente verschwindet. Bei additiver Überlagerung der beiden Komponenten kommt aber in diesem Falle die dynamische Komponente zur Wirkung und bremst den. nachlaufenden Gegenstand ab.
  • Die beschriebene Schaltung erfordert sowohl für die statische als auch für die dynamische Komponente einen Gleichstromverstärker, da beide Komponenten von der gleichgerichteten Wechselspannung abgeleitet sind. Das additive Zusammenwirken der beiden Verstärker erfordert aber, daß die verschiedenen Gitter-Kathoden- und Anodenspannungen von unabhängigen Stromquellen geliefert werden:, was die Anlage verteuert. Diese Nachteil wird bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung vermieden. Bei dieser werden die .der zeitlichen Änderung des Stellungsunterschiedes entsprechende Hilfsspannung und die außerhalb des Bereiches ± öl auf einen bestimmten Wert begrenzte Hauptspannung addiert und modulieren gemeinsam eine Hilfswechselspannung. Diese modulierte Spannung steuert dann über einen Vorverstärker und einen Gleichrichter ihrerseits einen den Empfängermotor speisenden Kraftverstärker.
  • Zum Begrenzen der dem Stellungsunterschied entsprechenden Steuerspannung kann eine Glimmröhre dienen.
  • In den Zeichnungen zeigt Fig. i Kennlinien der statischen und dynamischen Komponente in Abhängigkeit vom Stellungsunterschied des nachlaufenden schweren Gegenstandes von der jeweiligen Sollstellung, Fig. 2 eine Schaltungsanordnung mit getrennter Verstärkung der dynamischen und der statischen Komponente und Fig. 3 eine abgeänderte Schaltung, bei der beide Komponenten gemeinsam verstärkt werden.
  • In Fig. i gibt die Abszisse den Stellungsunterschied zwischen dem nachlaufenden Gegenstand und,der Sollstellung wieder, während die Ordinaten der Kennlinien das vom Nachlaufmotor entwickelte Drehmoment bzw.dessen Komponenten in der Weise darstellen, daß in Pfeilrichtung wirkende Drehmomente durch negative Ordinaten und entgegen der Pfeilrichtung wirkende Drehmomente durch positive Ordinaten dargestellt sind. Bei a ist die statische Komponente des entwickelten Drehmomentes dargestellt. Man sieht, daß diese Komponente sich innerhalb des Bereiches ± öl des Nachlauffehlers längs einer steil verlaufenden Geraden ändert und zu Null wird, wenn der Stellungsfehler verschwindet. Sobald dieser aber über den Wert dl im einen oder anderen Sinne wächst, bleibt das statische Drehmoment auf seinem Höchstwert, wird also durch eine waagerechte Linie dargestellt.
  • Bei b ist angegeben, welchen Wert die dynamische Komponente annimmt, wenn sich der Stellungsfehler mit gleichbleibender Geschwindigkeit verändert. Das wäre z. B. der Fall, wenn die Sollstellung unverändert bleibt, der Gegenstand aber zwangsweise mit gleichförmiger Geschwindigkeit durch die Sollstellung hindurchbewegt wird. Erfolgt diese Bewegung von links nach rechts, dann nimmt die dynamische Komponente den Verlauf des oberen Linienzuges, bei der Bewegung von rechts nach links aber den Verlauf :des unteren Linienzuges. Solange der Stellungsfehler also den Wert ± n # öl wesentlich überschreitet, ist die dynamische Komponente verschwunden. Sie beginnt erst mehr oder weniger steil, kurz bevor sich der Stellungsunterschied auf den Wert n - öl verringert hat, und erreicht dann einen der Geschwindigkeit entsprechenden Betrag, wobei sie von rechts nach links wirkt, also den Gegenstand abzubremsen sucht. Insbesondere ist dieses Bremsmoment beim Durchlaufen der Sollstellung voll wirksam. überschreitet .dann der Stellungsfehler wieder die Grenze n ° öl, so verschwindet -die dynämische Komponente wieder.
  • Bei c .ist nun gezeigt, wie sich das Gesamtdrehmoment aus dem additiven Zusammenwirken der beiden Komponenten gestaltet, wenn der nachgedrehte Körper mit gleichbleibender Geschwindigkeit zwangsweise durch die Nullstellung hindurchbewegt wird. Zunächst sei die Bewegung des Körpers von links nach rechts betrachtet, bei welcher der Kräfteverlauf durch den oberen Linienzug wiedergegeben ist. Solange der Stellungsunterschied .den Wert n - 81 noch wesentlich überschreitet, sich z. B,: auf -I- 82 beläuft, ist lediglich die statische Komponente wirksam. Sie beläuft sich auf den negativen Wert 22, der, durch die statische Komponente bedingt, den Gegenstand in Richtung auf die Sollstellung antreibt und gegebenenfalls beschleunigt. Sobald sich nun der Stellungsunterschied unter dem Einfluß dieser Bewegung dem Wert -I- n - öl nähert, wird das Drehmoment unter dem Einfluß der dynamischen Komponente -negativ und erreicht den Bremswert 23, der zunächst konstant bleibt. Beim Durchlaufen des Winkels -I- öl wird der Bremswert aber noch um den vollen Wert der statischen Komponente verstärkt und erreicht daher den Betrag 2q.. Beim überschreiten der Grenze -n-b. fällt dann der Bremswert wieder auf den Betrag 22 ab. Die Bremsarbeit, welche dem Zweck dient, die kinetische Energie des nachgedrehten Gegenstandes und der mit ihm gekuppelten Massen, vor allen des Motorankers, aufzuzehren, wird durch die schraffierte Fläche oberhalb der Abszisse wiedergegeben.
  • Für die vorliegende Erfindung ist es nun kennzeichnend-, daß die dynamische Komponente über den weiten Bereich ± n - öl wirksam ist, der den Wirksamkeitsbereich öl der statischen Komponente um ein Vielfaches übertrifft. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Vergrößerung der schraffierten Fläche und. somit der wirksamen Bremsarbeit, die bei .dem gegebenen Höchstwert 2q. des Drehmomentes erzielt werden kann. Man bemißt nun die Größe der dynamischen Komponente so, daß der schwere Gegenstand möglichst aperiodisch in die Sollstellung einläuft und in dieser zur Ruhe kommt. Für die Bewegung von rechts nach links ergibt sich dann alrs Bremsarbeit die bei d gestrichelt gezeichnete Fläche, wobei freilich wiederum eine gleichbleibende Laufgeschwindigkeit vorausgesetzt ist, die in Wirklichkeit allmählich bis auf Nuli abnimmt. `Beachtlich ist, daß .der Höchstwert der statischen Komponente wesentlich unter dem Grenzwert des Motordrehmomentes liegt. Dieser Grenzwert kann zum Erreichen einer bestimmten B@remsleistung erheblich niedriger genalten werden, weil .der Wirkungsbereich der dynamischen Komponente um das n-fache vergrößert ist.
  • Während die bei a gezeigte statische Komponente .des Drehmomentes hinsichtlich des Winkelbereiches keiner Beschränkung unterliegt, ist die Wirksamkeit der dynamischer Komponente auf den Winkelbereich n - öl beschränkt. Infolgedesse setzt das Bremsmoment erst ein, wenn sich de nachlaufende Gegenstand seiner Soilstellung bi etwa auf den Wert ya-öl genähert hat. Bis dahin wird er durch das statische Drehmoment beschleu nügt. Allerdings kann die Begrenzung des Winkel Bereiches der dynamischen Komponente fehlen ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung wer ändert würde. Doch würde dann beim Auftrete großer Stellungsunterschiede der Rücklauf de Gegenstandes in die Sollstellung übermäßig wer zögert werden, weil dann das Bremsmoment übe, den ganzen Rücklaufweg in Erscheinung tretet würde. Daher empfiehlt sich die Begrenzung d,ei dynamischen Komponente auf den Bereich n - öl.
  • In Fig.2 ist das Schaltbild einer bevorzugter Ausführungsform der Erfindung wiedergegeben Der nach Art eines Drehtransformators aufgebaute Empfänger z steht durch drei Phasenleitungen mit dem die Sollstellung vorschreibenden, nicht näher dargestellten Geber in Verbindung, der ebenfalls nach Art eines Drehtransformators aufgebaut ist. In der Läuferwicklung 25 des Gebers wird dabei eine Wechselspannung erzeugt, die nach Größe und Phase der Winkelabweichung von der durch den Geber vorgeschriebenen. Sollstellung entspricht. Dieser Läufer ist sowohl mit dem fernzusteuernden schweren Gegenstand als auch mit einem Nachlaufmotor 17 gekuppelt, und zwar durch eine schematisch bei i8 dargestellte Einrichtung, zu der auch ein Getriebe gehören kann. Die in der Läuferwicklung 25 des Empfängers induzierte Wechsel-. spannurig (im nachstehenden Fehlerspannung genannt) dient zur Ableitung der statischen und dynamischen Komponente. Sie wird zunächst in einem Röhrenverstärker 2 vorverstärkt und dann in verstärktem Zustand einem phasenempfindlichen Gleichrichter 3 zugeführt. Dieser erzeugt für positive Stellungsunterschiede eine Gleichspannung an den Klemmen 26 und für negative Stellungsunterschiede eine Gleichspannung an den Klemmen 27. Diese Gleichspannungen entsprechen der Größe des Stellungsunterschiedes. Zu diesem Zweck sind vier Graetz'sche Vollweg-Gleichrichterbrücken 5 in der dargestellten Weise an die Ausgangswicklungen eines Wandlers angeschlossen, dem die verstärkte Fehlerspannung zugeführt wird. Zusätzlich aber werden den Gleichrichterbrücken 5 Hilfsspannungen zugeführt, die mit der Fehlerspannung gleichfrequent und gleichphasig sind. Diesem Zweck dienen, die vier Ausgangswicklungen 4 eines Wandlers, dessen Eingangsseite 28 durch dieselbe Wechselstromquelle gespeist wird wie der Geber.
  • Von der Gleichspannung an den Klemmen 26 bzw. 27 ,werden nun die statische Komponente und die dynamische Komponente abgeleitet, getrennt verstärkt, addiert und dann dem Endverstärker zugeführt.
  • Zur Erzeugung der statischen Komponente dient ein Gerät io. In diesem werden die Gleichspannungen je über einen Widerstand 12 an eine Glimmlampe i i angelegt, welche die Größe der Spannung auf den Wert 22 (Fig. i) beschränkt. Die In dieser Weise begrenzten Gleichspannungen gelangen dann in den Vorverstärker 13.
  • Zur Ableitung der dynamischen Komponente werden die Gleichspannungen der Klemmen 26 und 27 je in einem Gerät 6 über einen Widerstand 8 an einen Kondensator 7 angelegt. Der Ladestrom dieses Kondensators ist dann der Geschwindigkeit verhältnisgleich, mit der sich die Gleichspannungen ändern. Der Ladestrom ist also der zeitlichen Ableitung des Stellungsunterschiedes verhältnisgleich. Das gilt jedoch nur ännerhalb des Bereiches n- B. Wächst der Stellungsunterschied über diesen Wert hinaus, dann wird der Vorverstärker 2 voll ausgesteuert. Die Gleichspannungen an den Klemmen 26 und 27 können nun auch. bei immer größer werdendem Stellungsunterschied nicht mehr anwachsen. Der Ladestrom der Kondensatoren 7 bleibt also gleich Null, d. h., es kann ein dem Differentialquotienten des Stellungsunterschiedes proportionaler Spannungsabfall am Widerstand 8 nicht mehr gebildet werden. Die Hilfskomponente wird also bei Überschreitung dieses Bereiches n-8 zu Null. Statt der Kombination von Kondensator 7 und Widerstand 8 können zur Erzeugung der Hilfskomponente auch andere bekannte Differenzierschaltungen, z. B. unter Verwendung von Transformatoren, verwendet werden.
  • Der Ladestrom erzeugt also im Widerstand 8 einen ihm selbst und damit der zeitlichen Ableiturig # des Stellungsunterschiedes proportionalen Spannungsabfall, welcher dem Eingang eines Verstärkers 9 zugeführt wird. Für jede der beiden Nachlaufrichtungen sind also zwei Verstärker, 13 und 9, vorhanden, von denen der erste die statische Komponente und der zweite die dynamische Komponente liefert. Beide Verstärker sind ausgangsseitig in Reihe geschaltet, so daß sich ihre Aus- i gangsspannungen addieren. Es ergeben sich daher zwei Gesamtspannungen an den Klemmenpaaren 29 und 3o. Die Spannung an dem Klemmenpaar 29 muß das Drehmoment in der einen Richtung und das Klemmenpaar 3o das Drehmoment in der anderen Richtung steuern. Ist der Motor 17 ein Gleichstrommotor, so kann für diese Steuerung die folgende Schaltung gewählt werden: Der Gleichstrom-Wendemotor 17 wird von zwei Verstärkerröhren 15 des Endverstärkers 14 gespeist, und zwar in der Weise, daß sein Anker zwischen zwei Verbindungen 31 vnd 32 eingeschaltet ist, die sich je von der Anode der einen Röhre zur Kathode der anderen erstrecken -und die Anodenstromquellen 16 enthalten. Den Gittern der beiden Röhren werden die Gleichspannungen. der Klemmenpaare 29 und 30 zugeführt." Jede der beiden Röhren 15 speist den Motor nur für eine bestimmte Drehrichtung, und zwar mit einem Strom, der den Steuerspannungen der Klemmen 29 und 30 verhältnisgleich ist-und ihnen ohne Verzögerung folgt.
  • Die Vorverstärker 9 und 13 sind Gleichstromverstärker. Ihre zum Zweck der Addition der beiden Komponenten erforderliche Reihenschaltung erfordert einen erheblichen Aufwand an unabhängigen Stromquellen, welche im Schaltbild nur schematisch angedeutet sind. Zur Vermeidung dieses Nachteils kann man einen Kunstgriff verwenden, der in Fig. 3 dargestellt ist. Die Geräte i und 2 sind hierbei unverändert geblieben. Das Gerät 3 is-t insofern vereinfacht, als es nur eine einzige Gleichspannung zu liefern braucht, die nach Größe und Polarität der Fehlerspannung entspricht. Von dieser Gleichspannung werden zwei Gleichspannungen abgeleitet, deren eine an den Ausgangsklemmen 33 und deren andere an den Klemmen 34 erscheint. Die Spannung an den Klemmen 33 ist der dynamischen Komponente verhältnisgleich. Sie ist, wie beschrieben, im Gerät 6 durch den Kondensator 7 und den Ladewiderstand 8 erzeugt. Die Gleichspannung an den Klemmen 34 ist der statischen Komponente verhältnisgleich. Sie ist im Gerät io durch Begrenzung mittels der Glimmlampe i i hinter dem Widerstand 12 gewonnen.. Diese beiden Gleichspannungen werden nun durch Reihenschaltung der beiden Geräte 6 und io addiert und ergeben eine Gesamtspannung an den Klemmen 35. Diese Spannung, die also der Summe der dynamischen Komponente und der statischen Komponente verhältnisgleich ist, wird der Eingangsseite eines Modulators 43 zugeführt und moduliert dort eine den Klemmen 36 zugeführte Hilfswechselspannung. Der Modul'ator, der in bekannter Weise eine Gleichrichterbrücke i9 enthält, liefert an den Ausgangsklemmen 37 eine Wechselspannung, die der Summe der statischen und der dynamischen Komponenten entspricht. Diese Wechselspannung kann nun @in einem verhältnismäßig einfachen Vorverstärker 2o verstärkt werden. Von der verstärkten Wechselspannung werden dann wiederum die an Klemmenpaaren 29 und 3o benötigten Gleichspannungen zur Steuerung des Endverstärkers 14 abgeleitet, der denselben Aufbau wie in Fig. 2 hat. Hierzu dient ein Gleichrichter 18, der den Ausgangsstrom des Vorverstärkers 2o phasenempfindlich .gleichrichtet und denselben Aufbau hat wie der Gleichrichter 3 der Fig.2.
  • Bei der Ausführungsform der Fig. 3 erfolgt also abweichend von derjenigen der Fig.2 die Verstärkung der beiden Komponenten in dem gemeinsamen Vorverstärker 2,o. Um die beiden Komponenten in ihrem Verhältnis regeln zu können, kann der Kondensator 7 oder der Widerstand 8 regelbar sein. Das bietet die Möglichkeit, die dynamische Komponente nach Wunsch zu verstärken oder zu schwächen. Entsprechende Einrichtungen können dem Zweck .dienen, die Bereiche $ und n - ö verstellbar zu machen.
  • Die Erfindung kann in mannigfacher Hinsicht abgeändert werden. So ist es bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ohne weiteres möglich, als Nachlaufmotor einen Asynchronmotor mit Kurzschlußanker zu verwenden, dessen Wendephase eine Wechselspannung zugeführt wird, die durch Endverstärkung der vom Vorverstärker 2o gelieferten Wechselspannung gewonnen wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische Nachlaufsteuerung zum Antrieb schwerer Gegenstände, insbesondere zum Fernübertragen von Winkelbewegungen mittels Geber und Empfänger, bei welcher das Drehmoment des Nachlaufmotors aus einer dem Stellungsunterschied entsprechenden Hauptkomponente und aus einer Pendelbewegungen dämpfenden, dem Geschwindigkeitsunterschied entsprechenden Hilfskomponente zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß, solange der Stellungsunterschied bestimmte Grenzen überschreitet, nur die Hilfskomponente des Drehmomentes veränderlich ist, die Hauptkomponente aber im wesentlichen ihren bei Überschreiten - der Grenzen erreichten Höchstwert beibehält.
  2. 2. Nachlaufsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskomponente verschwindet, wenn der Stellungsunterschied Grenzwinkel überschreitet, deren Bereich: sich auf ein Vielfaches der im Anspruch i erwähnten Grenzen beläuft.
  3. 3. Nachlaufs.teuerung nach Anspruch i oder 2, bei der Geber und Empfänger, die vorzugsweise nach Art von Drehtransformatoren aufgebaut sind, eine mit ihrem Stellungsunterschied zunehmende Wechselspannung erzeugen, von der nach Gleichrichtung eine .ihrer zeitlichen Änderung verhältnisgleiche Hilfsspannung zur Beeinflussung eines Verstärkers abgezweigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß von der gleichgerichteten Wechselspannung eine zusätzliche Steuerspannung mittels eines sie begrenzenden Schaltmittels für einen zweiten. Verstärker- abgezweigt wird, der innerhalb der im Anspruch i angegebenen Grenzen des Stellungsunterschiedes voll ausgesteuert wird, und daß die beiden Verstärker in additivem Zusammenwirken einen gemeinsamen Kraftverstärker zum Speisen des Nachlaufmotors steuern.
  4. 4. Nachlaufsteuerung nach Anspruch i oder 2, ,dadurch gekennzeichnet, daß die der zeitlichen Änderung des Stellungsunterschiedes entsprechende Hilfsspannung und die außerhalb .der im Anspruch i angegebenen Grenzen auf einen bestimmten Wert begrenzte Hauptspannung addiert werden und gemeinsam eine Hilfswechselspannung modulieren, die über einen Vorverstärker und einen Gleichrichter ihrerseits einen den Empfängermotor speisenden Kraftverstärker steuert.
  5. 5. Nachlaufsteuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, .daß zum Begrenzen der dem Stellungsunterschied entsprechenden Steuerspannung eine Glimmröhre dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 823 338; USA.-Patentschrift Nr. 1 554 698.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1554698A (en) * 1923-12-22 1925-09-22 Gen Electric Surge preventer
FR823338A (fr) * 1936-06-22 1938-01-18 Sperry Gyroscope Co Ltd Perfectionnements aux systèmes de contrôle

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