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Verfahren zum Befestigen von Rahmen in Wandungsöffnungen, insbesondere
in horizontalen Wandungsöffnungen von Fahrzeugen Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Befestigen von Rahmen in Wandungsöffnungen, insbesondere in horizontalen Wandungsöffnungen
von Fahrzeugen. Die Erfindung betrifft ferner eine zur Durchführung dieses Verfahrens
besonders geeignete Anordnung.
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Will man beispielsweise eine Fensteröffnung in einer horizontalen
Wandung mit einem Rähmen auskleiden, so muß dieser Rahmen entweder zerlegt und in
seinen Einzelteilen in die Öffnung eingesetzt werden oder man muß den Rahmen, falls
man ihn im ganzen einbauen will, zum Befestigen in der Fensteröffnung durch Böcke
od. dgl. unterstützen. Solche Stützvorrichtungen hindern aber bei der Arbeit und
führen zu einer unsauberen Ausrichtung des Rahmens in der Öffnung.
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Das Problem des ungehinderten Einbaus und der Befestigung eines Rahmens
in einer horizontalen Wandung ist beim Einbau des Wasserrinnenrahmens in die Dachluke
starrer Schiebedächer für Kraftfahrzeuge von besonderem Interesse. Bei einer bereits
vorgeschlagenen Ausführungsform einer solchen Dachluke wird das Randblech der ausgeschnittenen
Öffnung um I8o° nach innen umgebördelt und nimmt ein Winkeleisen auf, an dem die
Wasserrinne mit .einer Seitenwandung durch Punktschweißung befestigt wird. Diese
Regenrinne soll genau ausgerichtet in der Dachluke sitzen, wobei
auf
ein geringes Gefälle in Richtung der Wasserablaufstutzen zu achten ist.
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Bisher wurde der Einbau des aus den Regenrinnenteilen gebildeten Rahmens
so vorgenommen, daß man -diesen Rahmen von unten her durch einen oder mehrere Böcke
:abstützte, worauf die eine Seitenwandung der Regenrinne mit dem unter dem umgebördelten
Lukenrad liegenden Winkeleisen verschweißt wurde. Neben der Gefahr der Beschmutzung
und sogar Beschädigung des Fahrzeuginneren durch die Stützböcke ist es für einen
Mann allein praktisch unmöglich, die Regenrinne sauber ausgerichtet einzubauen.
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Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren und eine Anordnung vorgeschlagen,
durch die die Befestigung von Rahmen oder ähnlichen großflächigen Gegenständen in
Wandungsöffnungen, insbesondere an horizontalen Wandungsöffnungen, beispielsweise
in den Fensteröffnungen solcher horizontaler Wandungen, bedeutend erleichtert wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren gibt eine Lösung dieses Problems, durch die ein völlig
sauberer und genau ausgerichteter Einbau solcher Rahmen od. dgl. möglich ist.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß am Rand der Öffnung
und am Rahmen od. dgl. einander gegenüberstehend angeordnete Streifen, Leisten od.
dgl. miteinander verklemmt werden, worauf gegebenenfalls unter mehr oder weniger
starkem Lockern einer oder mehrerer Klemmstellen der Rahmen ausgerichtet und nach
dem Anziehen der Klemmvorrichtungen in an sich bekannter Weise befestigt wird und
nach Lösen der verklemmten Leisten, Streifen od. dgl. diese weitestgehend beseitigt
oder unsichtbar gemacht werden.
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Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignetste
Anordnung besteht aus am Rahmen befestigten Streifen, Leisten od. dgl., denen entsprechende
Streifen, oder Leisten an der Öffnung gegenüberstehen. Ferner ist je eine Klemmvorrichtung
zum Verklemmen der sich gegenüberstehenden Streifen vorgesehen. Diese Klemmvorrichtung
kann beispielsweise darin bestehen, daß jeder Streifen eine Bohrung zur Aufnahme
einer Klemmschraube mit Mutter aufweist. Die Bohrung in wenigstens einer der dich
jeweils gegenüberstehenden Leisten ist dabei vorzugsweise als Langloch ausgebildet.
Zweckmäßig sitzt die Schraube mit ihrem Kopf fest in der anderen Leiste, so daß
ihr Gewindeschaft durch das Loch hindurchgreift und an ihrem Ende eine Flügelmutter
aufnehmen kann, die zum Verklemmen der beiden Leisten bestimmt ist. Zur besseren
Handhabung der gesamten Anordnung kann man das Langloch mit einer Ausweitung ausbilden,
deren Durchmesser im wesentlichen dem Durchmesser des Flügelmutterkopfes entspricht,
so daß die Schraube mit aufgesetzter Flügelmutter durch das Langloch in der anderen
Leiste gesteckt werden kann. Die Leisten selbst werden als dünne Blechstreifen ausgeführt,
die man leicht mit der Blechschere schneiden kann. Man kann diese Blechstreifen
jedoch auch am Rahmen bzw. der Kante der Öffnung so befestigen, daß die Befestigungsstelle
beim Zurückbiegen der Streifen nach beendigter Befestigung des Rahmens in der Lunkenöffnung
bricht. Die Befestigung der Streifen erfolgt zweckmäßig durch Löten oder Schweißen.
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Die Zeichnung zeigt die Anwendung des Erfindungsprinzips auf die Befestigung
eines Wasserrinnenrahmens in der Dachluke eines starren Schiebedaches für Kraftwagen.
Dabei zeigt Fig. I eine Draufsicht auf ein schematisch dargestelltes Fahrzeug mit
Dachluke und Fig. 2 den Schnitt längs der Linie II-II der Fig. I.
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Bei der in Fig. I dargestellten Draufsicht auf einen Personenkraftwagen
ist das Dach I bei 2 im wesentlichen rechteckig mit abgerundeten Ecken 3 ausgeschnitten,
wobei die entstandene Öffnung 2 zur Aufnahme des nicht gezeichneten Schiebedeckels
dient. Unter dem Rand der Öffnung 2 befindet sich das Wasserrinnensystem 4, 5, 6,
das zusammen einen Rahmen bildet. Die Rinnen 4, 5, 6 münden in Wasserablaufstutzen
7, 8, durch die das sich in der Rinne sammelnde Regenwasser abgeleitet wird. Zur
Befestigung dieser Wasserrinne sind unter dem zurückgebogenen Teil der Dachlukenöffnung
2 vier Streifen 18 angebracht.
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Fig. 2 zeigt die am Rand der Öffnung 2 bei 13 um I8o° umgebördelte
Dachhaut des Daches I, die dort einen Schenkel eines Winkeleisens 14 aufnimmt, dessen
nach unten ragender Schenkel 15 zur Befestigung der Regenrinne 4 dient, die mit
einer Seitenwandung 16 am Schenkel I5 festgeschraubt oder punktverschweißt wird.
Zur Erleichterung des Einbaus dieses aus den Wasserrinnenteilen 4, 5 und 6 gebildeten
Rahmens sind an der Seitenwandung 16 der Regenrinne 4, 5, 6 Streifen 17 befestigt,
denen je einer der Streifen 18 gegenübersteht, welche am Winkeleisen 14, 15 bei
19 befestigt sind. Diese Streifen 17 und 18 werden durch eine Klemmvorrichtung 2o
beim Einbau der Regenrinne unter die Lunkenöffnung miteinander verklemmt. Im Ausführungsbeispiel
besteht diese Klemmvorrichtung 2o aus einer Schraube 21 mit Mutter 22. Die Schraube
21 greift mit ihrem Schaft durch Löcher 23, 24 in den Streifen 17 und 18 hindurch,
und die Mutter 22, beispielsweise eine Flügelmutter, ist fest auf die Schraube 21
aufgeschraubt, so daß die Streifen 17 und 18 fest miteinander verklemmt werden und
der Rahmen 4, 5, 6 zum Verschweißen, zum Anbringen von Schraublöchern in der Seitenwandung
16 und dem Schenkel 15 genau ausgerichtet in seiner Lage gehalten wird.
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Die Löcher in beiden Streifen sind vorzugsweise als Langlöcher ausgebildet.
Beim Einsetzen des Regenrinnenrahmens 4., 5, 6 werden die entsprechenden -Teile
der Regenrinne behelfsmäßig durch Verklemmen der beiden Streifen 17 und 18 mit Hilfe
der Klemmvorrichtung 2o befestigt. Dann wird der Rahmen unter leichtem Lösen der
entsprechenden Klemmvorrichtung ausgerichtet. Kleinere Unausgeglichenheiten lassen
sich auch bei festgezogenen Klemmvorrichtungen durch leichtes Anschlagen mit einem
Hammer nachrichten. Nach genauem Ausrichten wird rings um die Dachlukenöffnung
der
Winkeleisenschenkel I5 mit der Seitenwandung I6 des entsprechenden Wasserrinnenteils
bei 25 punktverschweißt, verschraubt oder vernietet. Dann wird die Klemmvorrichtung
2o gelöst und die Streifen 17 und I8 werden entweder abgeschnitten oder durch starkes
Zuruckbiegen aus ihrer Befestigungsstelle gebrochen. Allenfalls verbleibende Reste
können bei dieser Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht storen, da unterhalb
der Wasserrinne der innere Dachhimmel verläuft und diese Reste verdeckt.
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Durch das an Hand der Befestigung eines Regenrinnenrahmens im Dachlukenausschnitt
für Kraftfahrzeuge mit starrem Schiebedach beschriebene erfindungsgemäße Verfahren
wird das Problem der Befestigung von weitausladenden Teilen, die naturgemäß noch
dazu neigen, sich zu verwölben, insbesondere an oder in horizontal verlaufenden
Wandungen in einfachster Weise gelost. Das erfindungsgemäße Prinzip ist nicht auf
die Anbringung von Wasserrinnen bei starren Schiebedächern beschränkt, sondern kann
ganz allgemein Anwendung finden.