DE941040C - Verfahren zur Herstellung von licht- und wetterechten, goldgelb bis dunkelbraunen Faerbungen auf anodisch oxydiertem Aluminium und seinen Legierungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von licht- und wetterechten, goldgelb bis dunkelbraunen Faerbungen auf anodisch oxydiertem Aluminium und seinen Legierungen

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DE941040C
DE941040C DED14638A DED0014638A DE941040C DE 941040 C DE941040 C DE 941040C DE D14638 A DED14638 A DE D14638A DE D0014638 A DED0014638 A DE D0014638A DE 941040 C DE941040 C DE 941040C
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DE
Germany
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aluminum
permanganate
light
alloys
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DED14638A
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Willy Dr Dietrich
Karl Speiser
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Durand and Huguenin AG
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Durand and Huguenin AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/04Anodisation of aluminium or alloys based thereon
    • C25D11/18After-treatment, e.g. pore-sealing
    • C25D11/24Chemical after-treatment

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  • Metallurgy (AREA)
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  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von licht- und wetterechten, goldgelb bis dunkelbraunen Färbungen auf anodisch oxydiertem Aluminium und seinen Legierungen Das Färben von oxydischen Schutzschichten auf Aluminium und seinen Legierungen kann sowohl mit organischen Farbstoffen wie auch mit anorganischen Pigmentfarben durchgeführt werden. Der Färbemethode mit organischen Farbstoffen gibt man wegen ihrer wesentlich einfacheren und sicheren Anwendungsweise den Vorzug, jedoch muß man die beschränkten Echtheiten, im besonderen die Licht- und Wetterechtheit, in Kauf nehmen. Zur Herstellung von Färbungen mit höchster Licht- und Wetterechtheit ist man aber bis heute auf die Anwendung von anorganischen Pigmentfarben angewiesen. Die Erzeugung von anorganischen Pigmentfarben in der Oxydschicht bietet aber bekanntlich ziemliche Schwierigkeiten und erfordert @-iel Geschick und große praktische Erfahrung. Auch ist es sehr schwierig, bei Wiederholung des gleichen Färbeverfahrens mit anorganischen Pigmentfarben wieder genau .den gleichen Farbton zu crhalten wie bei der ersten Färbung.
  • In der Praxis sind licht- und wetterechte Goldbis Brauntön-- auf Aluminium sehr ,gesucht; zu deren Herstellung ist man .gezwungen, sich fast ausschließlich der anorganischen Farbstoffe zu bedienen. Zur Herstellung von echten Farbtönen mit anorganischen Pigmentfarben wird meistens so vorgegangen, daß das Farbpigment in der auf dem Aluminium haftenden, oxydischen -Schätzschicht durch Umsetzung von zwei Metallsalzlösungen erzeugt wird. Die Bildung des Farbpigmentes in der Oxydschicht geschieht meistens -schlagartig, was zur Folge hat, daß die Oxydschicht sehr ungleichmäßig gefärbt ist, wobei zudem schon nach kurz-er-Zeit durch das wechselweise Behandeln des Aluminiumgegenstandes in den Metallsalzlösungen die Bäder vorzeitig zerstört werden, sofern nicht zwischen. den beiden Arbeitsgängen sehr gut gespült wird. In der englischen Patentschrift 381402 wird ein Verfahren beschrieben, gemäß welchem braune Färbungen auf an Aluminium anhaftenden oxydischen Schutzschichten durch Behandeln derselben miteiner Permanganlatlösungerhalten werden. Dieses Verfahren gibt aber, sowohl in bezug auf Nuance als auch auf Stärke, ,sehr ungleichmäßige braune Färbungen auf anodisch erzeugten Oxydschichten auf Aluminium und seinen Legierungen; dies rührt wohl daher, daß das Mangandioxyd zu rasch und zu grobkörnig gebildet wird und dadurch ungleichmäßig und zu flach in die Poren der Oxydschicht eindringt.
  • Es wunde nun gefunden, .daß .man licht- und wetterechte, goldgelb bis Färbungen auf anodisch oxydiertem Aluminium und seinen Legierungen erzeugen kann, wenn man den mit einer anodisch erzeugten Oxydschicht versehenen Aluminiumgegenstand in eine wäßrge Lösung, welche mindestens ein hydrol'ysiertes Kollagen, vorzugsweise Leim, abgebauten Leim, Gelatine usw., enthält, einlegt, gegebenenfalls mit Wasser spült und anschließend :in ein Bad, welches ein wasserlösliches Permanganat, beispielsweise Kalium-, Natrium- oder Calciurnpermanganat, enthält, so lange eintaucht, bis der gewünschte Farbton erreicht ist, und wie üblich nach vollzogenem Färbeprozeß nachdichtet. -' Die Verwendung von Kollagen beim Anfärben von anodisch oxydiertem Aluminium wird zwar bereits in der deutschen Patentschrift 835 8o beschrieben. Es handelt sich dabei aber um organische Farbstoffe, und zwar wird durch den Zusatz des Kollagens zum Färbebad :das Aufziehvermögen von Estersalzen der. Leukoküpenfarbstoffeerhöht. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dient das vorher eingelagerte Kollagen nicht zur Erhöhung der Affinität, sondern zur günstigen Beeinflussung der Umwandlung von Permanganat zu Mn 02.
  • Ein weiterer grundsätzlicher Unterschied besteht darin, daß der deutschen Patentschrift 835 68o zufolge das Kollagen dem Färbebad zugesetzt werden kann, während im Gegensatz dazu bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Kollagen nicht der anorganischen Farbstofflösung zugesetzt werden darf, da sonst eine Ausfällung eintritt, die das Färbebad unbrauchbar macht.
  • Der Gehalt an hydrölysiertem Kollagen in der zur Anwendung gebrachten wäßrigen Lösung beträgt vorzugsweise 0,05 bis roo/o und derjenige der wäßrigen Permanganatlösung o,or bis zoo/o. Die Wahl der Temperatur der beiden Lösungen ist von untergeordneter Bedeutung itnd kann nach Belieben erfolgen, d. h. es kann sowohl kalt wie auch heiß, d. h. bei einer Temperatur zwischen der Gefriertemperatur des Bades und zoo°,:gefärbtwerden, wobei vorzugsweise zwischen 50 und 70° gearbeitet . wird. Nach dem neuen Färbeverfahren- kann jede in der Praxis für Färbereizwecke gebräuchliche anodisch erzeugte Oxyd"schicht auf Aluminium und seinen Legierungen gefärbt werden; .die besten Resultate erhält man, bei Anwendung von Oxydschichtdicken zwischen so und 35 Mikron.
  • Die Einwirkung des-hydrolysierten Kollagens in der anödisch erzeugten, Aluminiumoxydschicht auf das Permanganat bewirkt vermutlich in derselben eine äußerst feine und verlangsamte Ausfüllung des Mangandioxyds und erlaubt demzufolge, ganz gleichmäßige Farbtöne von Goldgelb bis Dunkelbraun zu erzeugen. Das Eintauchen des Aluminiumgegenstandes ,in .die wäßrige Lösung eines hydrolysierten Kollagens und in die wäßrige Lösung eines Permanganats ist an und für sich an keine bestimmte Reihenfolge gebunden und kann mehrmals und abwechslungsweise erfolgen. Die Behandlung in den wäßrigen Lösungen wird so lange durchgeführt, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Je nach der Wahl der Konzentration der beiden Lösungen sowie der Einwirkungszeit und der angewandten Temperatur können alle- Farbtöne, ob schwach oder stark, zwischen Goldgelb und Dunkelbraun erzeugt werden. Wird die Behandlung in schwach konzentrierten Lösungen und während nur 'kurzer Dauer vorgenommen, so resultieren goldgelbe Farbtöne, während bei Anwendung von stärker konzentrierten Lösungen, längerer Einwirkungsdauer undloder höheren Temperaturen gelb- bis dunkelbraune Farbtöne erhalten werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich gegenüber den in der Praxis gebräuchlichen anorganischen Färbeverfahren dadurch aus, daß dessen Ausführung einfach ist und zudem dem Färber die Möglichkeit geboten wird, immer wieder den gleichen Farbton zu erzeugen, indem es gelingt, den anläßlich der wiederholten wechselweisen Behandlung des mit anodisch erzeugter Oxydschicht versehenen Aluminiumgegenstandes in den Permanganat- und - Kollagenlösungen zunehmenden Verfärbungsgrad genau zu kontrollieren. Ferner liegt ein weiterer Vorteil gegenüber den bekannten Verfahren darin, daß das Aluminiumgebilde beim Badwechsel nicht oder nur sehr kurz mit kaltem Wasser gespült werden muß; ein weiterer Vorteil besteht schließlich in der Haltbarkeit der erfindungsgemäß zur Anwendung .gelangenden Bäder.
  • Die Licht- und Wetterechtheit der auf diese Weise hergestellten Färbungen - und im besonderen der gelbbraunen Farbtöne-ist hervorragend und übertrifft bei weitem die Licht- und Wetterechtheit von mit organischen Farbstoffen erzeugten Färbungen; ferner besitzen die kräftigen Färbungen eine hervorragende Hitzebeständigkeit.
  • Es besteht ferner die Möglichkeit, die nach dem erfindungsgemäßenVerfahren hergestellten,Färbungen durch überfärben mit organischen Farbstoffen zu nuancieren, wodurch stark rotstichige Orange, verschiedene Grün, Olivegrün und andere Farbtöne erzielt werden können.
  • Das Verfahren wird durch die folgenden Beispiele illustriert, jedoch nicht begrenzt; die Teile bedeuten Gewichtsteile.
  • Beispiel i Ein mit einer anodisch erzeugten Oxydschicht von etwa io Mikron Dicke versehener Aluminiumgegenstand wird während io Minuten bei 20° C in eine Lösung von ioo Teilen abgebautem Leim in iooo Teilen Wasser ohne Spülen und anschließend während 5 Minuten bei 30° C in eine Lösuhg von 2o Teilen Kaliumpermanganat in iooo Teilen Wasser eingetaucht, mit Wasser gespült und auf bekannte Weise während 30 Minuten in kochendem Wasser nachgedichtet.
  • Der so behandelte Aluminiumgegenstand weist eine goldgelbe Färbung auf, die eine gute Licht-und Wetterechtheit besitzt.
  • An Stelle einer 2oo/oigen Kaliumpermanganatlösun.g kann man mit gleichem Erfolg auch eine aus 2 Teilen Kaliumpermanganat und iooo Teilen Wasser bestehende Lösung verwenden und im übrigen in der gleichen Weise wie im obigen Beispiel arbeiten.
  • Beispiel 2 Ein anodisch oxydiertes Aluminiumgebilde mit einer Oxydschichtdicke von etwa 27 Mikron wird während 15 Minuten bei 6o° C in eine Lösung von ioo Teilen Leim in iooo Teilen Wasser eingetaucht, kurz in kaltem Wasser gespült und in einer Lösung von ioo Teilen Natriumpermanganat in iooo Teilen Wasser während 15 Minuten bei 6o' C weiterbehandelt und auf übliche Weise nachgedichtet.
  • Die so erzeugte dunkelbraune Färbung besitzt eine hervorragende Lichtechtheit (nach den Normen der Deutschen Echtheits-Kommission, Note = 8) und eine vorzügliche Wetterechtheit.
  • Beispiel 3 Ein anodisch oxydierter Aluminiumgegenstand, dessen Oxydschic'htdicke etwa 27 Mikron beträgt, wird während i Minute bei 8o° C in eine. Lösung von 5o Teilen Gelatine in iooo Teilen Wasser getaucht und während 2 Minuten bei 95° C in eine Lösung von 5o Teilen Calciumpermanganat in iooo Teilen Wasser eingetaucht und auf übliche Art nachgedichtet.
  • Die erhaltene Färbung ist hellgelbbraun und besitzt eine sehr gute Licht- und Wetterechtheit. Anstatt, wie im obigen Beispiel, eine 5o/oige Gelatinelösung zu verwenden, kann man auch, und dies ebenfalls mit Erfolg, eine o,5o/oige Gelatinelösung verwenden.
  • Beispiel 4 Ein anodisch oxydiertes Aluminiumgebilde, dessen Oxydschichtdicke etwa 20 Mikron beträgt, wird während 15 Minuten bei 5o° C in eine Lösung von 5o Teilen abgebautem Leim in iooo Teilen Wasser (Bad A) eingelegt, mit Wasser leicht gespült und während 5 Minuten bei 5o° C in eine Lösung von einem Teil Kaliumpermanganat in iooo Teilen Wasser (Bad B) eingetaucht und nochmals, wie -soeben angeführt, iin Bad A und anschließend in Bad B behandelt. Diese wechselweise Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden, bis der gewünschte Farbton erreicht ist; so wird z. B. bei viermaliger wechselweiser Behandlung des Aluminiumgebildes ,ein bräunlich,gelber Farbton von sehr guter Licht-und Wetterechtheit erhalten.
  • Beispiel 5 Ein anodisch oxydierter Aluminiumgegenstand, welcher eine Oxy.dschichtdicke von etwa 27 Mikron aufweist, wird während i Minute bei 95° C in eine Lösung von 25 Teilen Gelatine und 25 Teilen Leim in iooo Teilen Wasser eingetaucht, mit kaltem Wasser kurz :gespült und während i Minute bei 8o° C in eine Lösung von io Teilen Natriumpermanganat in iooo Teilen Wasser eingetaucht und mit kochendem Wasser nachgedichtet.
  • Die so erhaltene braunstichiggelbe Färbung besitzt .eine sehr gute Licht- und Wetterechtheit.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von licht- und wetterechten, goldgelben bis dunkelbraunen Färbungen auf Gegenständen aus anodisch oxydiertem Aluminium bzw. dessen Legierungen mittels einer wäßrigen Permanganatlösung, dadurch gekennzeichnet, daß der anodisch oxydierte Aluminiumgegenstand vor oder nach dem Eintauchen in die Permanganatlösung in eine wäßrige Lösung von mindestens einem hydrolysierten Kollagen eingetaucht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiumgegenstände mindestens zweimal abwechslungsweise mit der Kollagen- bzw. P.ermanganatlösung behandelt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt der wäßrigen Lösung an hydrolysiertem Kollagen o,o5 bis io Gewichtsprozent und der Gehalt' der wäßrigen Lösung an Permanganat o,oi bis io Gewichtsprozent beträgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiumgegenstände mindestens einmal mit einer wäßrigen Lösung von abgebautem Leim und mindestens einmal mit einer wäßrigen Lösung von Kaliumpermanganat behandelt werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 835 68o; britische Patentschrift Nr. 559 394.
DED14638A 1952-05-15 1953-03-24 Verfahren zur Herstellung von licht- und wetterechten, goldgelb bis dunkelbraunen Faerbungen auf anodisch oxydiertem Aluminium und seinen Legierungen Expired DE941040C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB559394A (en) * 1942-08-15 1944-02-17 Ernest Windsor Bowen Improvements in and relating to photographic processes
DE835680C (de) * 1946-10-26 1952-04-03 Durand & Huguenin Ag Verfahren zum Faerben eines oxydischen oder opaken oxydischen Films auf Aluminium oder Aluminiumlegierungen mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen der Indigoreihe

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB559394A (en) * 1942-08-15 1944-02-17 Ernest Windsor Bowen Improvements in and relating to photographic processes
DE835680C (de) * 1946-10-26 1952-04-03 Durand & Huguenin Ag Verfahren zum Faerben eines oxydischen oder opaken oxydischen Films auf Aluminium oder Aluminiumlegierungen mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen der Indigoreihe

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