DE939963C - Verfahren und Einrichtung zur Regelung von Motorverdichtern mit frei fliegenden Kolben - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Regelung von Motorverdichtern mit frei fliegenden Kolben

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DE939963C
DE939963C DEJ9336A DEJ0009336A DE939963C DE 939963 C DE939963 C DE 939963C DE J9336 A DEJ9336 A DE J9336A DE J0009336 A DEJ0009336 A DE J0009336A DE 939963 C DE939963 C DE 939963C
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DE
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Ludwig Dipl-Ing Wagenseil
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JUNKERS MASCHINEN U METALLBAU
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JUNKERS MASCHINEN U METALLBAU
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B71/00Free-piston engines; Engines without rotary main shaft
    • F02B71/04Adaptations of such engines for special use; Combinations of such engines with apparatus driven thereby
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
    • F02C5/06Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the working fluid being generated in an internal-combustion gas generated of the positive-displacement type having essentially no mechanical power output
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Regelung von Motorverdichtern mit frei fliegenden Kolben Es ist bekannt, bei Freifluglcolben-Motorverdichtern zur Regelung, d. h. zur selbsttätigen Anpassung der vom Verdichterteil geförderten Preßluftmenge an den jeweiligen Bedarf, folgende Einrichtung vorzusehen : Ein Kraftglied (Kolben, Membran, Wellrohr od. dgl.) ist einerseits durch die Kraft einer Feder, andererseits durch den auf der Verdichterförderseite (z. B. im sogenannten Entnahmebehälter) herrschenden Druck (Förderdruck) belastet, so da;ß es bei jeder Veränderung dieses Druckes eine entsprechende Verstellung erfährt; ferner ist dieses Kraftglied mit einem die Treibstoffzufuhr zum ?Motorteil beeinflussenden Glied (Treibstoffregelglied) so verbunden, daß diese Zufuhr bei steigendem Förderdruck verringert, bei sinkendem Förderdruck verstärkt wird.
  • Die Wirkung ist folgende: Eine Verringerung der Preßluftentnahme hat, da der Verdichter zunächst noch die bisherige Preßludtmenge fördern will, ein Ansteigen des Förderdruckes zur Folge; durch das Kraftglied wird daher die Treibstoffzufuhr zum Motorteil vermindert; dies bewirkt eine Verkürzung des Flugmassenhubes und somit eine Verringerung der vom Verdichter ausgeschobenen, also nach außen geförderten Preßluftmenge. Die Förderdruckzunahme erreicht ihre obere Grenze, wenn die Preßluitentnahme bis auf den Wert Null abgesunken ist (Leerlauf) ; hierbei verringert das Kraftglied die Treibstoffzufuhr bis auf den für die Aufrechterhaltung des Leerlaufs erforderlichen Betrag. Steigt die Preßluftentnahme hingegen an, so sinkt dementsprechend der Förderdruck etwas ab, das Kraftglied verstellt also das Treibstoffregelglied im Sinne erhöhter Treibstoffzufuhr, der Flugmassenhub wird daher größer, und die Preßluftförderung nimmt zu. Es wird so mit verhältnismäßig einfachen Mitteln eine völlig stufenlose Regelung über den ganzen Bereich zwischen Leerlauf und voller Förderung erzielt.
  • Diese Regelung ist stabil, weil hier - ebenso wie bei einem üblichen Drehzahlregler - eine Verstärkung des die Regelung bewirkenden Zustandes (Ansteigen des Förderdruckes bzw. Erhöhung der Drehzahl) eine Verminderung der zu regelnden Größe (der Treibstoffzufuhr) herbeiführt.
  • Um eine gute Stabilität zu gewährleisten, darf die Spanne zwischen dem bei voller Förderung und dem bei Leerlauf sich einstellenden Förderdruck nicht zu gering sein. Bei Verdichtern mit 6 kg/cm2 Förderdruck bei Vollförderung beträgt sie zweckmäßig etwa r kg/cm2, so daß bei Leerlauf im Entnahmebehälter ein Druck von etwa 7 kg/ei-n2 herrscht.
  • Für manche Preßluftanwendungsgebiete ist es jedoch erwünscht, daß der Preßluftdruck von der jeweiligen Fördermenge unabhängig ist, also wenigstens angenähert konstant bleibt.
  • In anderen Fällen wiederum ist es von Vorteil, wenn der Förderdruck bei geringer Entnahme von Preßluft niedriger ist als bei starker Entnahme. Letzteres ist z. B. dann der Fall, wenn ein Teil der geförderten Preßluft zum Antrieb von Hilfseinrichtungen, insbesondere von Kühlgebläsen und -pumpen, dient, weil dann die Stärke der Kühlmittelströme sich völlig selbsttätig dem jeweiligen Belastungszustand des Motorverdichters anpaßt, derart, daß diese Ströme bei Vollbelastung am stärksten, bei geringerer Preßluftförderung aber entsprechend der Förderdruckabnahme schwächer sind.
  • Außerdem begünstigt ein bei Verringerung der Preßluftentnahme abnehmender Förderdruck das erwünschte Gleichbleiben der sogenannten Rückführarbeit, das ist die Arbeit, die von der nach Vollendung des Verdichtungs- und Ausschubhwbes in den Verdichtertoträumen zurückbleibenden Preßluft auf die Flugmassen übertragen wird und diese in ihre Ausgangslage (bei Beginn der Verdichtung in den Verdichterzylindern) zurückführt. Bei diesem Rückhub findet die Verdichtung der Ladung des Motorzylinders statt. Diese Verdichtung soll möglichst immer in gleicher Stärke erfolgen, und dies wird durch Gleichbleiben der Rückführarbeit erreicht.
  • Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Regelung für Freiflugkolben-Motorverdichter, deren Stabilität nicht an eine Steigerung des Förderdruckes bei zunehmender Preßluftentnahme gebunden, sondern auch dann vorhanden ist, wenn der Förderdruck bei abnehmender Entnahme gleichbleibt oder sogar sinkt.
  • Die Erfindung.umfaßt ferner Maßnahmen, um die Gesetzmäßigkeit, nach welcher sich der Förderdruck in Abhängigkeit von der Stärke der Preßluftentnahme ändert, zu beeinflussen.
  • Nach der Erfindung wird in dem Strom der vom Verdichter zu fördernden Luft durch eine Strömungsbeeinflussung am Ort dieser Beeinflussung eine Absenkung des statischen Druckes hervorgerufen und dieser verringerte Druck zur Einwirkung auf ein federbelastetes Kraftglied (Kolben, Membran, Wellrohr od. dgl.) gebracht, welches so auf die Treibstoffzufuhr zum Motorteil des Verdichters einwirkt, daß es diese (wie bei der bekannten Regelung) bei steigendem Druck verringert, bei abnehmendem Druck vergrößert.
  • Die Strömungsbeeinflussung kann erfolgen, indem der Luftstrom durch eine Leitungsverengung geführt wird, die z. B. nach Art einer Venturidüse gestaltet ist; in dieser Verengung erfährt der gesamte Luftstrom eine Geschwindigkeitssteigerung, und diese bewirkt eine Absenkung des statischen Druckes an dieser Stelle.
  • Es ist eine Regelungseinrichtung für Freiflugkolben-Motorverdichter bekannt, bei welcher die Verdichterförderleitung eine düsenartige Einschnürung aufweist. Diese bildet jedoch eine mittels eines verschiebbaren Dorns in ihrem Querschnitt veränderliche Drosselstelle; der Dorn ist selbst ein Teil der Regeleinrichtung und wird bei jeder Änderung der Preßluftentnahme mittels eines druckbelasteten Kolbens verstellt. Den Regelgliedern wird der vor der Drosselstelle herrschende Druck zugeleitet.
  • Bei der erfindungsgemäßen Regelung ist keine Drosselstelle vorgesehen, deren DuTchflußquerschnitt im Betrieb fortwährend verändert wird, sondern eine reine Durchflußdüse; außerdem wird zur Regelung nicht der vor einer Drosselstelle herrschende, sondern der in der Leitungsverengung sich einstellende Druck benutzt.
  • Eine andere Möglichkeit der Beeinflussung des gesamten Preßluftstromes besteht darin, diesen Strom in einem sogenannten Rohrknie scharf umzulenken. Hierbei stellt sich an der Innenseite des Rohrknies eine Druckabsenkung ein.
  • Die Strömungsbeeinflussung kann auch so erfolgen, daß sie praktisch nur einen Teil des Gesamtluftstromes erfaßt, z. B. kann in die Luftleitung ein deren Onerschnitt nur unbeträchtlich verengender Körper eingebaut sein, der eine örtliche Einschnürung des Luftstromes bewirkt oder der eine nach außen gewölbte (konvexe) Oberfläche aufweist. In beiden Fällen ruft der Einbaukörper eine örtliche Geschwindigkeitssteigerung und somit eine Druckabsenkung hervor. Ein solcher Einbaukörper kann ferner so gestaltet sein, daß an ihm ein Abreißen der Strömung stattfindet; auf der im Strömungsschatten liegenden Seite eines derartigen Körpers stellt sich ebenfalls eine Druckabsenkung ein.
  • Im allgemeinen wird man die Stelle der Strömungsbeeinflussung in der die Preßluft vom Verdichter fortführenden Leitung vorsehen. Sie kann aber auch - bei Mehrstufenverdichtern - in einer zwei aufeinanderfolgende Stufen verbindenden Leitung liegen, und zwar vorteilhaft zwischen zwei Behältern, welche die Strömungsschwankungen ausgleichen. Die letztgenannte Möglichkeit kommt z. B. bei Hochdruckverdichtern in Frage, wenn man den hohen Enddruck von der Regeleinrichtung fernhalten will.
  • Die Gesetzmäßigkeit, nach welcher sich der Förderdruck in Abhängigkeit von der Stärke der Preßluftentnahme ändert, kann dadurch beeinflußt werden, daß die Größe der bei Vollförderung erzielten Druckabsenkung verändert wird.
  • Die Erfindung sei nun an Hand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigt Bild i schematisch einen Freiflugkolben-Motorverdichter mit der erfindungsgemäßen Regelung, Bild 2 die Regeleinrichtung in größerem Maßstabe, Bild 3 ein Regeldiagramm, Bild 4 ein Verdichterdiagramm, Bild 5 eine Sonderbauart der Durchflußdüse, Bild 6 eine weitere Ausgestaltung dieser Düse, Bild 7 Einbaukörper mit örtlicher Stromeinschnürung, Bild 8 Einbaukörper mit konvexer Umströmungsfläche, Bild 9 Einbaukörper, die ein Abreißen der Strömung bewirken.
  • In Bild i bedeutet i den Motorzylinder, 2 und 3 die Motorkolben, 4. und 5 die Verdichterzylinder, 6 und 7 die Verdichterkolben, 8 und 9 die Verdichter arbeitsräume, i o und i i die Spülpumpenarbeitsräume, 12 die Saugventile, 13 die Druckventile des Verdichters, 14 die Saugventile, 15 die Druckventile der Spülpumpen, 16 den Spülluftaufnehmer, 17 die Einlaßschlitze, i8 die Auslaßschlitze des Motorzylinders i, i9 die Treibstoffeinspritzdüse, 2o die Treibstoffpumpe, 21 die TreibstoffdruckleitUng, 22 den das Kraftglied enthaltenden Teil der Regeleinrichtung, 23, 24 die Verdichterförderleitung, 25 den Nachkühler, 26 das Druckhalteventil, 27 die Durchflußdüse, 28 die Verbindungsleitung zwischen Durchflußdüse und Kraftgliedgehäuse, 29 den Entnahmebehälter, 3o die Preßlufteiitnahmehähne. Die beiden je von einem Motorkolben und einem Verdichterkolben gebildeten Flugmassen 2, 6 und 3, 7 sind durch ein - nicht dargestelltes - Getriebe so verbunden, daß sie sich stets im Gleichtakt gegenläufig bewegen. Dieses Getriebe dient auch zum Antrieb der Treibstoffpumpe 20. Das Druckhalteventil 26 hat die Aufgabe, den Verdichterauslaß während des Anlassens so lange abzusperren, bis der für die Aufrechterhaltung der Flugmassenbewegung erforderliche Druck im Verdichterauslaß erreicht ist, und ferner, diesen Druck auch bei übermäßiger Druckluftentnahme aufrechtzuerhalten, z. B. beim Platzen eines die geförderte Druckluft fortleitenden Schlauches. Während des normalen Betriebes (auch bei Leerlauf) bleibt dieses Ventil ständig offen. Auf die Regelung hat es daher keinen Einfluß. Es ist daher auch gleichgültig, ob die Durchflußdüse 27 vor oder hinter dem Druckhalteventil 26 eingebaut wird. Jedoch soll zwischen dem Verdichterauslaß und der Durchflußdüse 27 ein größerer Raum (z. B. der Nachkühler 25) liegen, der die absatzweise erfolgende Förderung des Verdichters vergleichmäßigt.
  • Gemäß Bild 2 ist die Durchflußdüse 27 nach Art einer Venturidüse gestaltet, d. h. mit einem kurzen, gut gerundeten Zulauf zur Verengung 33 und einem langen, sich allmählich erweiternden Auslauf, so daß der beim Durchströmen auftretende Druckverlust sehr gering bleibt. Von der engsten Stelle 33 führt eine Leitung 28 zum Arbeitsraum 34 des als Kolben 35 ausgebildeten Kraftgliedes, das in einem- am Reglergehäuse 22 festsitzenden Zylinder 32 entgegen der Kraft einer Feder 36 verschieblich ist. Das Kraftglied 35 ist mittels einer Stange 37 mit dem Kolben 38 der Treibstoffpumpe 2o so verbunden, daß eine Kraftgliedverschiebung eine Verschwenkung des Pumpenkolbens 38 bewirkt. Durch diese Verschwenkung wird in bekannter Weise die von der Pumpe je Hub zur Einspritzdüse ig geförderte Treibstoffmenge verändert. Die Vorspannung der Feder 36 kann mittels einer Einstellschraube 39 verändert werden. Eine andere Einstellschraube 40 dient als Anschlag für das Kraftglied 35; sie legt die maximale Treibstoffförderung der Pumpe fest. Eine Verschiebung des Kolbens 35 von diesem Anschlag weg bewirkt eine Verminderung dieser Förderung.
  • Die Wirkungsweise sei nun an Hand vön Bild 3 näher erläutert. In Bild 3 ist nach rechts der Hub des Kraftgliedes 35 (h), nach oben der Druck (p) aufgetragen. Punkt A entspricht der Anschlagstellung, bei ihr ist die Treibstoffförderung und somit auch die Preßluftförderung am größten; Punkt C entspricht der Leerlaufstellung (kleinste Treibstoffförderung, keine Preßluftförderung), Punkt B einer Mittelstellung.
  • Bei ruhendem Motorverdichter herrscht überall der Druck der Atmosphäre, das Kraftglied 35 liegt daher unter der Kraft der Feder 36 am Anschlag 4o an, die Einspritzpumpe 2o ist auf maximale Förderung eingestellt.
  • Bei voll arbeitendem Motorverdichter tritt an der engsten Stelle 33 der Durchflußdüse 27 eine Geschwindigkeitserhöhung und demzufolge eine Druckabsenkung gegenüber dem Förderdruck des Verdichters ein.
  • Ist demnach A-D der Förderdruck des Verdichters bei größter Förderung, D-E die durch die Düsenverengung bewirkte Druckabsenkung, so stellt A-E den auf das Kraftglied 35 einwirkenden Druck (Wirkdruck) dar, dem die Feder 36 gerade das Gleichgewicht hält.
  • Nimmt nun die Preßluftentnahme ab, so verringert sich die Luftgeschwindigkeit in der Durchflußdüse 27 und sonach auch die Druckabsenkung; dies bedeutet aber eine Zunahme des Wirkdruckes. Das Kraftglied 35 verschiebt sich also vom Anschlag 40 (Punkt A) weg bis zum Punkt B, in dem wieder Gleichgewicht zwischen dem neuen Wirkdruck B-F und der entsprechend erhöhten Kraft der Feder 36 herrscht. Bei dieser Verschiebung wird der Pumpenkolben 38 im Sinne einer Verringerung der Treibstoffförderung verschwenkt.
  • Wird die Preßluftentnahme weiter bis zum Wert Null (Leerlauf) -verringert, so findet schließlich in der Durchflußdüse 27 gar keine Strömung und folglich auch keine Druckabsenkung mehr statt; auf das Kraftglied 35 wirkt dann der volle, beim Leerlauf im Entnahmebehälter 29 herrschende Druck (Strecke C-G), der das Kraftglied weiter bis zur Lage C verstellt, bei welcher die Treibstoffpumpe gerade noch so viel Treibstoff fördert, .als zur Aufrechterhaltung des Leerlaufs bei dem der Strecke C-G entsprechenden Preßluftdruck nötig i,st. Die Höhe dieses Druckes ist durch - die im Punkt C wirksame Kraft der Feder 36 bestimmt. Der Unterschied der Strecken C-G und A-E, dargestellt durch die Strecke G-H, stellt also die Wirkdruckzunahme dar, die für die. Regelung über den ganzen Belastungsbereich, d. h. von Vollförderung bis Leerlauf, erforderlich ist.
  • Auch diese Regelung ist stabil, weil der die Regelung betwirkende Zustand, nämlich der im Arbeitsraum 34 des Kraftgliedes 35 herrschende Druck, eine Verstärkung erfahren muß, um eine Verminderung der zu regelnden Größe (der Treibstoffzufuhr) herbeizuführen. Während aber bei der bekannten Regelung der Preßluftdruck bei Leerlauf (Punkt C) zur Erzielung dieser Stabilität stets höher sein muß als bei voller Förderung (Punkt A), besteht jetzt dieser Zwang nicht mehr. Vielmehr ist jetzt die Höhe des Leerlaufdruckes (Strecke C-G) ,weitgehend unabhängig von der Höhe des Druckes bei voller Förderung (Strecke A-D). Der Leerlaufdruck kann beispielsweise dem Vollförderungsdruck gleich sein; der Verdichter arbeitet dann mit einem über den ganzen Belastungsbereich praktisch gleichbleibenden Förderdruck. Der Leerlaufdruck kann aber auch - wie in Bild 3 -.tiefer als der Vollförderungsdruck liegen; dies bietet den großen Vorteil, daß es hiermit mÖglich ist, das Ansteigen der Rückführarbeit bei Verringerung der Preßluftförderung ohne Zuhilfenahme besonderer Mittel (z. B. von Puffern) zu mildern oder sogar ganz zu beseitigen, also die Rückführarbeit über den ganzen Belastungsbereich wenigstens angenähert gleichzuhalten. Hierfür zeigt Bild 4 ein Beispiel.
  • Der Linienzug L-M-N-Q-L ist das Druck-VOlür men-Diagramm 'eines einstufigen Verdichters * bei voller Förderung. Die Fläche N=Q-S-N zwischen der Expansionslinie N-S und der atmosphärischen Linie Q-L stellt die Rückführarbeit dar. Der Förderdruck entspricht der Strecke Q-N. Die Regeleinrichtung sei so eingestellt, daß bei Leerlauf des Verdichters ein Enddruck R-P erreicht wird, der kleiner ist als der Förderdruck Q-N. Hierbei stellt die Fläche P-R-L-P die beim Leerlauf frei werdende Rückführarbeit dar. Durch passende Wahl der Lage des Punktes P kann die letztgenannte Fläche der Fläche N-Q-S N gleichgemacht werden.
  • Eine solche Herabsetzung des Leerlaufdruckes (Strecke R-P) unter den Förderdruck bei voller' Förderung (Strecke Q-N) erfordert eine besonders große Drwckabsenkung in der Durchflußdüse bei Vollförderung. Falls eine einfache'Venturidüse zur Erzielung einer solchen Druckabsenkung nicht ausreicht, so kann man gemäß Bild 5 in an sich bekannter Weise in ,die Venturidüse 45 eine zweite kleinere Venturidüse 46 so einbauen, daß die Luftgeschwindigkeit in der letzteren eine weitere Steigerung erfährt. Der Wirkdruck wird hierbei an der engsten Stelle der kleineren Venturidüse 46 entnommen.
  • Bild 6 zeigt eine Ventueidüse 48, bei welcher die Entnahme des Wirkdruckes mittels eines Rohres 49 erfolgt, das in Achsrichtung der Düse verschiebbar ist. Je nachdem, ob die druckentnehmende Mündung So dieses Rohres 49 an eine engere oder an eine weitere Stelle des Düsenkanals, also an eine Stelle stärkerer oder geringerer Geschwindigkeitszunahme, verschoben wird, ergibt sich an der Rohrmündung ein stärkerer oder schwächerer Druckabfall, also ein geringerer oder höherer Wirkdruck. Man kann so die Druckabsenkung. in einfacher Weise (ohne Auswechslung der Düse gegen eine solche mit anderem Oüerschnittsverhältnis) verändern und den jeweils vorliegenden Verhältnissen anpassen.
  • Eine gleichartige, jedoch nuT stufenweise durchführbare Beeinflussung der Druckabsenkung wird erreicht, indem man die Wand des sich allmählich erweiternden Düsenkanals mit in dessen Achsrichtung aufeinanderfolgenden Anbohrungen versieht und wahlweise eine dieser Bohrungen mit dem Kraftgliedarbeitsraum 34 verbindet, die anderen dagegen nach außen abschließt.
  • Die Bilder 7 bis 9 zeigen Beispiele für Einbaukörper, die in einer Preßluftleitumg 52 angeordnet sind, die jedoch den Querschnitt dieser Leitung nur wenig verengen und die im Preßluftstrom eine örtliche Druckabsenkung hervorrufen.
  • Bild 7 zeigt zwei Einbaukörper, die aus dem Preßluftstrom .einen Teilstrom abzweigen und letzteren einschnüren, also seine Geschwindigkeit steigern.
  • Der eine Körper ist eine kleine, allseitig umströmte Ventuiridüse 53; der andere Körper ist eine nahe der Rohrwand angeordnete Leitfläche 5q., die mit der Wand einen Durchflußkanal ähnlich einer VentuTidüse bildet.
  • Bild 8 zeigt Einbaukörper mit konvex gestalteten Umströmungsflächen, und zwar eine an der Rohrwand festliegende Halbkugel 55, einen quer zum Leitungsrohr sich erstreckenden Zylinder 56, einen tragflächenähnlichen Körper 57.
  • Bild 9 zeigt Einbaukörper, die ein Abreißen der Strömung bewirken, nämlich eine Stauwand 58 sowie einen auf der Abstromseite ebenflächig begrenzten Staukörper 59.
  • In allen Fällen ist -die zum Arbeitsraum 34 des Kraftgliedes 35 (s. Bild 2) führende Druckübertragungsleitung 28 an eine solche Stelle angeschlossen, an der eine beträchtliche Druckabsenkung stattfindet, Die Erfindung umschließt ein- und mehrstufige Verdichter und gilt auch für solche Fälle, in denen der Verdichter nicht Luft, sondern irgendein anderes Gas fördert.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung von Motorverdichtern mit frei fliegenden Kolben, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Stelle des vom Verdichter zu. fördernden Preßgasstromes durch eine Strömungsbeeinflussung eine Absenkung des statischen Druckes hervorgerufen und dieser verringerte Druck des Preßgases (Wirkdruck) zur Einwirkung auf ein federbelastetes Kraftglied (35) gebracht wird, das in an sich bekannter Weise auf ein die Treibstoffzufuhr zum Motorteil regelndes Glied (38) so einwirkt, daß ansteigender Wirkdruck diese Zufuhr verringert, und umgekehrt. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vollförderung im Preßgasstrom eine Absenkung des statischen Druckes hervorgerufen wird, die etwa ebenso groß ist wie die für die Reglerverstellung von Vollförderung auf Leerlauf erforderliche Wirkdru!ckzunahme, so daß der Förderdruck des Verdichters über den ganzen Belastungsbereich (von Vollförderung bis Leerlauf) wenigstens angenähert gleichbleibt. 3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine bei Vollförderung im Preßgasstrom erzeugte Druckabsenkung (Strecke D-E), die größer ist als die für die Reglerverstellumg von Vollförderung auf Leerlauf erforderliche Wirkdruckzunahme (Strecke G-H), so daß der Verdichtungsenddruck bei Leerlauf (Strecke R-P) niedriger ist als bei Vollförderung (Strecke 0-N, Bild 3 und 4). 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied zwischen der im Preßgasstrom bei Vollförderung erzeugten Druckabsenkung (Strecke D-E) und der für die Reglerverstellung über den ganzen Regelbereich erforderlichen Wirkdruckzunahme (Strecke G-H) so bemessen ist, daß die Rückführarbeit (auf die Flugmassen übertragene Expansionsarbeit des am Ende des Verdichtungshubes in den Verdichtertoträumen zurückgebliebenen Preßgases) über den ganzen Belastungsbereich des Verdichters wenigstens angenähert gleichbleibt. 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Preßgas führende Leitung so gestaltet ist, daß ein die Leitung durchfließender Preßgasstrom eine Beeinflussung erfährt, welche am Ort der Beeinflussung eine Absenkung des statischen Druckes des Gasstromes bewirkt, und daß die Stelle der Druckabsenkung durch eine Leitung (28) mit dem Arbeitsraum (34) eines Kraftgliedes (35) verbunden ist, das in bekannter Weise durch eine Feder (36) belastet und mit Einrichtungen (38) zur Veränderung der Treibstoffzufuhr zum. Motorteil gekuppelt ist. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Preßgas führende Leitung eine im Betrieb unverändert bleibende Durchflußdüse (z. B. Venturidüse 27) eingebaut und die Verengung (33) dieser Düse mit dem Arbeitsraum (34) des Reglerkraftgliedes (35) verbunden ist (Bild 2). 7. Einrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung einer besonders starken Druckabsenkung eine an sich bekannte Doppelventuridüse vorgesehen ist, bei der in die erste Düse (45) eine zweite kleinere Düse (46) so eingebaut ist, daß die Gasgeschwindigkeit in der letzteren eine weitere Steigerung erfährt, und daß die Verengung dieser zweiten Düse (46) mit dem Arbeitsraum (34) des Kraftgliedes (35) verbunden ist (Bild 5). B. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch eine solche Ausgestaltung der VentuTidüse, daß der Wirkdruck an Stellen verschiedener Weite des Düsenkanals entnommen werden kann. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wirkdruckentnahme ein in Achsrichtung der Venturidüse (48) verschiebbares Rohr (49) vorgesehen ist, das an seinem in den -Düsenkanal hineinragenden Teil die druckentnehmende Mündung (5o) aufweist (Bild 6). io. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Preßgas führende Leitung ein den Gasstrom scharf umlenkendes Rohrknie enthält und daß die Innenseite dieses Rohrknies mit dem Arbeitsraum (34) des Kraftgliedes (35) verbunden ist. i i. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Preßgas führende Leitung (52) ein deren Querschnitt nur unbeträchtlich- verengender Körper eingebaut ist, der durch seine Formgebung eine örtliche Druckabsenkung im Preßgasstrom zur Folge hat, und daß die Stelle der Druckabsenkung durch eine Leitung (28) mit dem Arbeitsraum (34) des Reglerkraftgliedes (35) verbunden ist (Bild 7 bis 9 und :2). 1.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i i, gekennzeichnet durch einen im Preßgasstrom eine örtliche Geschwindigkeitssteigerung hervorrufenden Einbaukörper (53 bis 57, Bild 7 und 8). 13. Einrichtung nach Anspruch ii, gekennzeichnet durch einen Einbaukörper, der so gestaltet ist, daß an ihm ein Abreißen der Strömung stattfindet (58 bzw. 59, Bild 9).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3099157A (en) * 1956-12-24 1963-07-30 Junkers Maschinen Und Metallba Fuel supply control for engine compressors

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US3099157A (en) * 1956-12-24 1963-07-30 Junkers Maschinen Und Metallba Fuel supply control for engine compressors

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