DE1476830C - Brennstoff steuervorrichtung zur Beschleunigung von Gasturbinen - Google Patents
Brennstoff steuervorrichtung zur Beschleunigung von GasturbinenInfo
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Description
.5°
Die Erfindung betrifft eine Brennstoffsteuervorrichtung zur Beschleunigung von Gasturbinen, bei
der ein als Schieber ausgebildetes Brennstoffventil einen Stellkolben aufweist, der mit einem von Handbetätigbaren
Servoventil zusammenwirkt, das den Abfluß von Brennstoff aus der einen; im Öffnungssinn wirkenden Seitenkammer des Stellkolbens steuert,
die über eine mit Drosseln versehene Leitung an die Pumpendruckleitung angeschlossen ist, an die
auch die andere Seitenkammer des Stellkolbens über eine Leitung angeschlossen ist.
Bei einer bekannten Brennstoffsteuervorrichtung dieser Art (USA.-Patentschrift 3 246 682) wird die
Verstellung des Brennstoffventils nicht nur durch den Stellkolben, sondern auch von einem Drehzahlregler
beeinflußt, der ein Ventil steuert, das in einer die beiden Seitenkammern verbindenden Leitung angeordnet
ist. Vom Drehzahlregler kann die Bewegung des Brennstoffventils, die durch eine Verstellung des von
Hand betätigbaren Servoventils veranlaßt wird, vermindert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennstoffsteuervorrichtung zur Beschleunigung von
Gasturbinen zu schaffen, mit der den Brennern bei positiver und negativer Beschleunigung eine die besonderen
Beschleunigungsverhältnisse berücksichtigende—zusätzliche
bzw. verminderte Brennstoffmenge gegenüber dem stationären Zustand zugeführt wird. .
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Teil der Pumpendruckleitung mit dem
als Steuerschieber ausgebildeten Brennstoffventil ein überdruckventil und diese beiden Ventile eine Umgehungsleitung
aufweisen, in der einer Drossel eine Drossel größeren Querschnitts nachgeschaltet ist, daß
die mit Drosseln versehene Leitung für die eine Seitenkammer des Stellkolbens vor der Drossel und die
Leitung für die andere Seitenkammer zwischen den Drosseln in die Umgehungsleitung mündet.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Servoventil als Ansatz eines im Stellkolben verschiebbar
gelagerten Tauchkolbens ausgebildet, wobei es einen Ringeinschnitt sowie eine zum freien Ende hin
offene Axialbohrung aufweist und in eine koaxiale Bohrung mit einem geschlossenen Ende in der den
Stellkolben mit dem Steuerschieber verbindenden Stange hineinragt und diese Stange in Nähe des Stellkolbens
eine mit dem Ringeinschnitt zusammenwirkende öffnung und in Nähe des Steuerschiebers eine
Öffnung aufweist, die mit einer Abflußleitung dauernd in Verbindung steht.
Zur Notbrennstoffzufuhr zu den Brennern kann nach einem Vorschlag der Erfindung zwischen dem
Servokolben und dem Tauchkolben eine Druckfeder angeordnet sein.
Bei der erfindungsgemäßen Brennstoffsteuervorrichtung wird beim Beschleunigen den Brennern eine
zusätzliche Menge Brennstoff und beim Verzögern eine verminderte Brennstoffmenge im Vergleich zum
gewünschten stationären Zustand zugefördert. Beim Beschleunigen wird durch Verstellung des Servokol-,
bens der Abfluß des Brennstoffs aus der einen in Öffnungsrichtung des Brennstoffventils wirkenden Seitenkammer
mindestens teilweise gesperrt, so daß die weiter geförderte Brennstoffmenge mindestens teilweise nicht mehr abfließen kann, sondern der Gasturbine zugefördert wird. Ferner wird aus der anderen
Seitenkammer durch' Verlagerung des SteUkolbens der in dieser Kammer befindliche Brennstoff der
Gasturbine zugeführt. Beim Verzögern wird der Abfluß von Brennstoff aus der einen Seitenkammer ganz
freigegeben, so daß mehr Brennstoff abfließen kann, damit weniger Brennstoff den Brennern zugefördert
wird. Darüber hinaus wird zusätzlicher Brennstoff benötigt, um die andere Seitenkammer zu füllen, die
in Schließrichtung des Brennstoffyentils· wirkt.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Brennstoff steuervorrichtung an Hand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Eine Hauptpumpe 10 der Schiefscheibenbauart wird von einer Welle 11 der Gasturbine angetrieben.
Im gleichen Gehäuse wie die Hauptpumpe 10 ist ein Servo-Mechanismus 12 mit einem Zylinder und
einem Kolben vorgesehen; weiterhin ist ein Regler 13 für den Servo-Mechanismus 12 vorhanden. Von
einem nicht dargestellten Behälter führt eine Einlaßleitung 14 zur Pumpe 10; zwischen dem Behälter und
der Pumpe 10 liegt eine Vorpumpe 15 und ein Filter 16. Die Hauptpumpe 10 fördert Brennstoff in eine
Leitung 17, die zu Brennern 18 der Gasturbine führt. Der Servo-Mechanismus wird in bekannter Weise in
Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen dem Einlaß und dem Auslaß der Pumpe 10 gesteuert.
.Weiter wird der Servo-Mechanismus 12 durch den Regler 13 und durch eine Vorrichtung 19 gesteuert,
die über Leitungen 20, 21 auf die Drücke hinter und vor dem Kompressor anspricht.
Zwischen der Pumpe 10 und den Brennern 18 der beschriebenen bekannten Anlage liegt in der Leitung
17 die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Steuerung des Brennstoffzuflusses zur Gasturbine bei deren Beschleunigung
oder Verzögerung. Ein mittels eines Hebels 26 von Hand betätigbares Ventil 25 kann den
Brennstoffzustrom abschließen und die Gasturbine damit stillsetzen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein Gehäuse 27 mit einer Bohrung auf, in der ein Steuerschieber
28 gleitbar gelagert ist, dessen eines Ende schräge Einschnitte 29 trägt; diese wirken mit einer
Zumeßkante 30 zusammen, die zwischen Teilen 17 a "und 17 b der Leitung 17 liegt.
Vor dem Steuerschieber 28 zweigt eine Umgehungsleitung
36 ab, in der einer Drossel 37 eine Drossel 38 größeren Querschnitts nachgeschaltet ist.
Das entgegengesetzte Ende des Steuerschiebers 28 bildet einen Kolben 31, der in einem im Gehäuse 27
ausgebildeten Zylinder 32 gleitbar gelagert ist. An diesen ist eine Leitung 33 angeschlossen, die zwei
hintereinanderliegende Drosseln 34, 35 aufweist und mit dem vor der Drossel 37 liegenden Teil der Leitung
36 in Verbindung steht.
Der Druck zwischen den Drosseln 37, 38 wird über eine Leitung. 39 zum entgegengesetzten Ende des
Kolbens 31 im Zylinder 32 übertragen. In der Leitung 17 b liegt ein federbelastetes Ventil 40, das
sicherstellt, daß nur unter Druck stehender Brennstoff zu den Brennern 18 gelangen kann. Hinter diesem
Ventil 40 sind die Leitungen 17 b und 36 zusammengeführt.
In einer koaxialen Bohrung 42 mit geschlossenem Ende einer den Kolben 31 mit dem Steuerschieber 28
verbindenden zylindrischen Stange 50 liegt ein Tauchkolben 41. Die Wandung des Steuerschiebers
28 hat eine öffnung 43, die normalerweise zum Ende des Zylinders 32 hin offen ist, und zwar an der Seite
des Kolbens 31, an der der Steuerschieber 28 liegt. Der Kolben 41 hat einen Ringeinschnitt 44 und eine
mittige Bohrung 45, die mit der Bohrung 42 in Verbindung steht; die Bohrung 42 steht über eine öffnung
46 mit einer Abflußleitung 47 in Verbindung, die zu einer unter niedrigerem Druck stehenden Stelle
führt.
Ah den Kolben 41 ist eine Bedienungsstange 48 angeschlossen. Zwischen den Kolben 41 und 31 liegt
eine Druckfeder 49, die bei Versagen der Brennstoffsteuerung den Kolben 41 so bewegt, daß die Öffnung
43 ganz geschlossen wird. In einem solchen Fall wird eine Notbrennstoffzufuhr zur Gasturbine vom Abschließventil
26 gesteuert. '
Ein normaler Lauf der Gasturbine wird aufrechterhalten, indem der Kolben 31 auf beiden Seiten mit
der gleichen Kraft beaufschlagt wird. Das wird dadurch erreicht, daß für den Gleichgewichtszustand
Brennstoff durch die Öffnung 43, den Ringeinschnitt 44, die Leitung 45, die Bohrung 42 und von dort
durch die Öffnung 46 zur Abflußleitung 47 fließt.
Soll die Gasturbine beschleunigt werden, dann muß zusätzlicher Brennstoff gefördert werden. Zu
diesem Zweck wird die Bedienstange 48 von Hand und damit der Kolben 41 (in der Zeichnung) nach
rechts bewegt, wodurch die Verbindung zwischen der öffnung 43 und dem Ringeinschnitt 44 geschlossen
wird. Es baut sich also in diesem Ende des Zylinders 32 ein Druck auf, der den Kolben 31 so weit bewegt,
bis die Verbindung wieder besteht und sich wieder Gleichgewicht einstellt. Die Größe der Bewegung des"
Kolbens 31 hängt von der Größe der Drosseln 34, 35 in der Leitung 33 ab. Die Bewegung des Kolbens 31
hat zur Folge, daß eine zusätzliche Menge Brennstoff, die normalerweise durch die öffnung 43 abfließt,
über die Drosseln 37, 38 der Gasturbine zugeführt wird. Am entgegengesetzten Ende des Zylinders erfolgt
eine geringere Verdrängung von Brennstoff durch die Leitung 39 in die zu den Brennern 18 führende
Leitung, und zwar durch die Drossel 38, die größer als die Drossel 37 ist. Die so geförderte zusätzliche
Brennstoffmenge ist die zur Beschleunigung notwendige Brennstoffmenge; die Förderung dieser
zusätzlichen Brennstoffmenge hört auf, wenn sich der Kolben" 31 nicht mehr bewegt, d. h. bei Beginn des
Abschlusses der öffnung 43, wodurch dann wieder Gleichgewicht hergestellt wird.
Soll die Gasturbine verzögert werden, wird die Bedienstange 48 in entgegengesetzter Richtung um
einen entsprechenden Betrag bewegt. Dann bewegt sich der Kolben 31 in der gleichen Richtung, d. h. (in
der Zeichnung) nach links. Nun steht die öffnung 43 voll mit dem Ringeinschnitt 44 in Verbindung, so daß
der Abfluß aus dem Zylinder 32 wesentlich größer und die zur Maschine gelangende Brennstoffmenge
entsprechend kleiner wird. Der Druck an diesem Ende des Zylinder 32 fällt ab, so daß sich der Kolben
durch den aus der Leitung 39 kommenden Druck bewegt. Dadurch wird die wirksame Öffnung 43 so lange
kleiner, bis wieder Gleichgewicht herrscht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Brennstoffsteuervorrichtung zur Beschleunigung von Gasturbinen, bei der ein als Schieber
ausgebildetes Brennstoffventil einen Stellkolben aufweist, der mit einem von Hand betätigbaren
Servoventil zusammenwirkt, das den Abfluß von Brennstoff aus der einen, im Öffnungssinn wirkenden
Seitenkammer des Stellkolbens steuert, die über eine mit Drosseln versehene Leitung an
die Pumpendruckleitung angeschlossen ist, an die auch die andere Seitenkammer des Stellkolbens
über eine Leitung angeschlossen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Teil der Pumpendruckleitung (17 a, 17 b) mit dem als Steuerschieber
(28) ausgebildeten Brennstoffventil . ein Überdruckventil (40) und diese beiden Ventile.
(28, 40) eine Umgehungsleitung (36) aufweisen, in der einer Drossel (37) eine Drossel (38) größeren
Querschnitts nachgeschaltet ist, daß die mit Drosseln (34, 35) versehene Leitung (33) für die
eine Seitenkammer des Stellkolbens (31) vor der Drossel (37) und die Leitung (39) für die andere
Seitenkammer zwischen den Drosseln (37, 38) in die Umgehungsleitung (36) mündet.
2. Brennstoffsteuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Servoventil
als Ansatz eines im Stellkolben (31) verschiebbar gelagerten Tauchkolbens (41) ausgebildet
ist, einen Ringeinschnitt (44) sowie eine zum freien Ende hin offene Axialbohrung (45) aufweist
und in eine koaxiale Bohrung (42) mit einem geschlossenen Ende in der den Stellkolben
mit dem Steuerschieber (28) verbindenden Stange (50) hineinragt und daß diese Stange in Nähe des
Stellkolbens eine mit dem Ringeinschnitt zusammenwirkende öffnung (43) und in Nähe des Steuerschiebers
eine öffnung (46) aufweist, die- mit einer Abflußleitung (47) dauernd in Verbindung
steht.
3. Brennstoffsteuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Stellkolben (31) und dem Tauchkolben (41) eine Druckfeder (49) angeordnet
ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL0055119 | 1966-11-24 | ||
| DEL0055119 | 1966-11-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1476830A1 DE1476830A1 (de) | 1970-02-05 |
| DE1476830B2 DE1476830B2 (de) | 1972-06-15 |
| DE1476830C true DE1476830C (de) | 1973-01-11 |
Family
ID=
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