DE93182C - - Google Patents
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Classifications
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- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D27/00—Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
- B22D27/20—Measures not previously mentioned for influencing the grain structure or texture; Selection of compositions therefor
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D25/00—Special casting characterised by the nature of the product
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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- Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: i/$he'sserei und Formerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1897 ab.
Beim Giefsen eines Metalles oder einer Legirung nach der bekannten Methode, sei es
in Sand- oder andere. Formen auf gewöhnliche Art oder in Metallformen durch Giefsen
unter Druck, sucht man es stets mit der gröfsten Sorgfalt zu verhindern, dafs das Metall
sich mit einem Gase, einer Flüssigkeit oder einem Dampfe mischt.
Die Abführung der Luft ist vorgesehen und hat den Zweck, die Bildung von Blasen zu
verhüten, welche in dem Gufsstück Löcher, Blasen, Risse und Brüche hervorbringen und
das Stück für den Gebrauch untauglich machen.
In allen Fällen, wo es sich darum handelt, Gufsstücke von homogener Beschaffenheit herzustellen,
wird das Metall nach seiner chemischen Zusammensetzung und nicht nach der mehr oder weniger grofsen Cohä'sion seiner
Molecule ausgewählt. Die grofse Cohäsion wird aber sehr oft als ein Uebelstand empfunden,
da das gröfsere specifische Gewicht eine natürliche Folge derselben ist, und kann
es daher von grofsem Nutzen sein, diese Cohä'sion gleichmäfsig zu ändern, oder die Dichte
des gegossenen Stückes zu verringern, sei es zu dem Zwecke, mit demselben Material weniger
schwere und folglich auch billigere Gufsstücke herzustellen, sei es zu dem Zwecke, dem Stücke
eine gleichförmige Porosität zu geben. Dieses ist namentlich für die Fabrikation der Siegelplomben
von Werth, welche meistens bei regelrechten Dimensionen unverhältnifsmäfsig
leicht sein sollen. Dasselbe gilt für die Platten elektrischer Accumulatoren, welche bei einer
gegebenen Dicke eine bestimmte Oberfläche aufweisen sollen, deren Volumen mit einem
Wort das einzig Charakteristische und deren beträchtliches Gewicht stets ein Uebelstand ist,
desgleichen für die in der Galvanoplastik gebrauchten Anoden, deren grofse Angriffsflächen
allein von Werth, deren Cohäsion der metallischen Molecule dagegen ein Hindernifs ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Giefsverfahren, welches die Dichte des gegossenen
Stückes beliebig zu verringern gestattet und aufser anderen Vorzügen die Reduction
des Gewichtes und der Herstellungskosten zum Zwecke hat.
Zur Erreichung dieses doppelten Zweckes werden während des Gusses in die Masse des
geschmolzenen Metalles einige Tropfen einer geeigneten Flüssigkeit, wie Petroleum oder dergl.,
gespritzt, welche durch ihre Verdampfung und Vertheilung in der geschmolzenen Masse ohne
Aenderung der chemischen Zusammensetzung des Metalles dem gegossenen Stücke eine
gleichförmige Porosität verleiht und das Gefüge des Metalles gleichmäfsig ändert, wodurch
die Dichte des Gufsstückes zwar verringert, die homogene Beschaffenheit aber nichtsdestoweniger
erhalten bleibt.
Dieses für die verschiedenartigsten Zwecke geeignete Verfahren soll beispielsweise in seiner
Anwendung bei der Fabrikation von Bleiplomben' näher beschrieben werden.
Eine solche Plombe ist in der beiliegenden Zeichnung durch Fig. 1 im Schnitt und durch
Fig. 2 in Oberansicht dargestellt.
Das in einem Tiegel geschmolzene Blei wird mit Hülfe einer kleinen Pumpe durch einen
Eingufs J in eine geeignete Form M (Fig. 3, 4, 5 und 6) gegossen.
B ist ein Dorn, welcher in die Form in dem Augenblick eindringt, wenn das flüssige Metall
durch den Eingufs einfliefst, und welcher dazu dient, die Höhlung C in der Plombe P zu
bilden.
Der Dorn B wird mit einer Schicht Petroleum getränkt, welche er beim Eindringen in
die Form erhält.
Das Petroleum befindet sich in einem Behälter R, von wo es tropfenweise abfliefst und
durch Löcher t der Platte ρ in die Form dringt. Seine Verdampfung vollzieht sich während des
Giefsens der Plombe.
Auf solche Weise erhält man eine Siegelplombe von homogener Beschaffenheit, gleichmäfsiger
Porosität und bedeutend geringerem Gewicht, als die gewöhnlichen Plomben gleicher
Gröfse.
Die Methode zur Einführung der Flüssigkeit oder des Gases in das geschmolzene Metall,
sowie die Art der Flüssigkeit, des Gases oder des Dampfes kann nach Wunsch beliebig geändert
und den verschiedenen Verhältnissen angepafst werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι. Verfahren zur Erzielung poröser Gufsstücke,. dadurch gekennzeichnet, dafs in das geschmolzene Metall beim Eingufs in die Form eine geeignete Flüssigkeit tropfenweise oder ein Gas- bezw. Dampfstrom eingeführt wird.
- 2. Zur Herstellung homogener Gufsstücke von verringertem Gewicht, besonders Bleiplomben nach dem durch Patent-Anspruch ι gekennzeichneten Verfahren eine Vorrichtung, bestehend aus einer Form (M) mit Eingufs (J) und Dorn (B), sowie aus einem Behälter. (R), aus welchem Petroleum oder eine andere geeignete Flüssigkeit tropfenweise auf den Dorn (B) und über diesen in die Form (M) fliefst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93182C true DE93182C (de) |
Family
ID=364628
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93182D Active DE93182C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93182C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164102B (de) * | 1956-03-19 | 1964-02-27 | Lor Corp | Verfahren zur Herstellung von Metallschaumkoerpern |
| DE1166421B (de) * | 1959-01-05 | 1964-03-26 | Lor Corp | Verfahren zum Giessen von Formkoerpern |
-
0
- DE DENDAT93182D patent/DE93182C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164102B (de) * | 1956-03-19 | 1964-02-27 | Lor Corp | Verfahren zur Herstellung von Metallschaumkoerpern |
| DE1166421B (de) * | 1959-01-05 | 1964-03-26 | Lor Corp | Verfahren zum Giessen von Formkoerpern |
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