DE9312089U1 - Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren - Google Patents
Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von AkkumulatorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren
sowie einen den Trog abschließenden Deckel.
Die grundsätzliche Funktion eines Batterietrogs besteht darin, die einzelnen Akkumulatorenzellen
bzw. -batterien im Verband zusammenzuhalten und sie zu einem gemeinsamen Transport geeignet zu machen. Es sind mannigfache Ausführungsformen
von Trögen bekannt, beispielsweise gemäß GB-PS 14 25 954 diejenige einer flachen,
offenen Wanne oder eine nur auf ihre Umfangswände beschränkte Bahälterform ohne Boden gemäß DE-PS 25 56 339, in welcher die einzelnen Zellen mittels ihrem Gehäuse
angeformter Vorsprünge zwischen Querrippen eingehängt sind.
Als Materialien für die Tröge stehen bis zu einer bestimmten Gewichtsgrenze Stahl
und Kunststoff als gleichwertig zur Verfügung. Den insbesondere beim Heben auftretenden
Zug- und Biegebelastungen ist jedoch Stahl besser gewachsen. Die Wände eines Stahltroges müssen sorgfältig verschweißt sein, damit etwa beim Warten der
Zellen auslaufender Elektrolyt nicht den Trog verläßt und in seiner Umgebung Schaden
anrichtet. Einen wirksamen Korrosionsschutz bilden auch eine Gummierung oder Innenbeschichtung des Troges.
Bei Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge bieten die Aufnahmetröge nicht nur den
notwendigen mechanischen Schutz, sondern sie müssen vor allem dem Schutz vor Explosionen Rechnung tragen. Diese Tröge sind häufig unter dem Fahrersitz installiert
oder dienen zugleich als Gegengewicht bei einem Hebefahrzeug (Gabelstapler), wobei
gelegentlich noch zusätzliche Gewichte untergebracht werden müssen.
Ein mit Deckel verschließbarer Trog für explosionsgefährdete Räume (Extrog) ist z.B.
im deutschen Gebrauchsmuster 77 13 878 beschrieben.
Für den explosionsgeschützen Bereich gelten besondere Vorschriften hinsichtlich des
Spritzwasser- und des Berührungschutzes. Ferner darf sich in dem Räume zwischen
den Zellenoberkanten und einem aufgelagten Deckel keine Knallgasglocke bilden; dieses
Gas ist leicht entzündbar und hochexplosiv.
Es gibt Trogkonstruktionen, bei denen z.B. der Trogoberrand zum Troginnern hin abgekantet
ist und die einen den Abkantungen angepaßten Deckel haben. Dabei müssen jedoch Unterbrechungen in der Trogoberrandausführung vorhanden sein, damit
eine zuverlässige Gasabführung zwischen den Zellen und dem Trogdeckel gewährleistet
ist. Solche abgewinkelten Tröge und Deckel sind in der Herstellung sehr teuer, da im allgemeinen nur kleine Stückzahlen anfallen.
Andere Trogkonstruktionen besitzen ein Gebläse, um das Troginnere ständig zu belüften,
und sind dadurch aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Trog für die explosionsgeschützte
Aufnahme insbesondere von Antriebsbatterien anzugeben, der leicht herstellbar ist
und zusätzlich die Vorschriften für Schutz gegen Eindringen von Wasser und gegen
Berührung gefährlicher Teile nach IP 23 (International Protection Code) bzw. DIN
40050, Teil 9, erfüllt.
Die Aufgabe wird anmeldungsgemäß durch einen Trog gelöst, wie er in Anspruch 1
definiert ist.
Danach ist der Trog ein glattwandiger Kasten mit einem Deckel, wobei der obere Kastenrand
durch eine umlaufende elastische Dichtleiste, eine verbreiterte Trogkante bildend, verdickt ist und der Deckel aus einem flachen Blech oder einer Platte und einem
an deren Unterseite befestigten Rahmen besteht, welcher auf der verbreiterten Trogkante dichtend aufliegt.
Nähere Einzelheiten des Troges gemäß der Erfindung werden anhand einer Figur erläutert.
Dem Trogkasten 1 liegt ein zugeschnittenes Halbzeug-Plattenmaterial (Stahlblech)
zugrunde, aus dem, vom Kastenboden ausgehend, die Seitenwände abgekantet und mit den ebenfalls abgekanteten Stirnwänden verbunden werden.
Am oberen Rand des Kastens wird eine umlaufende, elastische Dichtleiste 2 angebracht
und somit eine verbreiterte Trogkante geschaffen. Die Dichtleiste kann sowohl innerhalb als auch außerhalb des Troges angebracht werden und hat eine Profildicke
von ca. 5mm. Das Material dieser Dichtleiste ist Gummi oder ein elastomerer Kunststoff.
Nachträglich wird der gesamte Trog von innen mit einer elastischen Masse isoliert,
wobei die Isolierung 3 die Dichtleiste und sogar den Trogrand bis zur Außenseite mit
einbezieht.
Durch die Dichtleiste 2 und die Trogauskleidung 3 erhält die Trogwand 4 eine breite
Auflage 5 für den Trogdeckel, welche nach den Prüfbedingungen der Schutzart IP 23
Schutz gegen Eindringen von Wasser gewährleistet.
Der Trog wird vervollständigt durch Hebeelemente 6, Scharniere 7 zur Deckelbefestigung
und ein Riegelblech 8 als Teil des Deckelverschlusses.
Der Trogdeckel ist in der Figur der besseren Übersicht halber in seine beiden Hauptteile,
nämlich ein Deckelblech 9 aus einem Halbzeug-Plattenmaterial und einen Rahmen 10, zerlegt. Deckelblech und Rahmen weisen an ihren Stirn- bzw. Schmalseiten
Ausnehmungen 11 für die Aufnahme der Hebeelemente des Troges auf.
Der Rahmen ist an der Unterseite des Deckelblechs befestigt und setzt sich aus zwei
längeren Winkelstücken 12 und zwei kürzeren Winkelstücken 13 zusamen. Von allen
Winkelstücken ist jeweils der eine Schenkel mit Ausklinkungen 14 versehen, und die
Winkelstücke sind im Rahmen so angeordnet, daß die von Ausklinkungen freien Schenkel, von den Ausnehmungen für die Hebeelemente abgesehen, planparallel zum
Deckelblech liegen und mit diesem bündig abschliessen, während die Schenkel mit den Ausklinkungen zurückliegen, wobei die Ausklinkungen nach oben zeigen und somit
unmittelbar an der Unterseite des Deckelblechs horizontale Öffnungsspalte bilden.
Die von den Ausklinkungen nicht betroffenen Schenkel der Winkelstücke bilden eine
umlaufende Dichtkante, mit welcher der Deckel auf der verbreiterten Trogdeckelauflage
5 aufliegt.
Der Vollständigkeit halber zeigt die Figur noch einen ein- und ausschwenkbaren Riegel
15 zum Verschließen des Deckels durch Eingreifen in das Riegelblech. Der Deckelverschluß
kann ebenso auf andere Art, z.B. als Stangenschloß, ausgeführt sein.
Dank den Ausklinkungen bzw. Aussparungen wird ein freier Abzug des Knallgases erreicht
und keine Gasglocke zwischen den Zellenoberkanten und dem Deckel gebildet. Zur besseren Gasableitung kann das Deckelblech sogar von seiner Mitte aus leicht
nach unten durchgebogen sein, um als Leitfläche des Gases zu dienen.
Die Ausklinkungen gewährleisten außerdem aufgrund ihrer zurückgezogenen Anordnung
im Rahmen Schutz gegen Sprühwasser. Gemäß IP 23, Kennziffer 3, darf dieses, wenn es in einem Winkel bis zu 60° von der Senkrechten fällt, keine schädlichen
Wirkungen haben.
Die Ausklinkungen erfüllen ferner die Schutzvorschriften gemäß IP 23 für das Berühren
gefährlicher Teile mit dem Schutzgrad (Kennziffer) 2, welcher fordert, daß ein gegliederter
Prüffinger mit 12mm Durchmesser zwar voll eindringen darf, aber ausreichenden
Abstand von gefährlichen -hier spannungsführenden- Teilen haben muß. Damit sind Personen, soweit sie den Trog nur zum Zweck des Verladens oder Transportierens
handhaben, nicht jedoch mit Werkzeugen (z.B. Schraubendreher) oder gar Drähten umgehen müssen, in dem notwendigen Maße abgesichert.
Claims (3)
1. Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren mit einem
diesen abschließenden Deckel, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Rand der Seitenwände des Troges eine umlaufende elastische Dichtleiste (2) angeordnet
ist, und daß als Deckel ein Deckelblech (9) mit einem an seiner Unterseite befestigten Rahmen (10) vorgesehen ist, der auf der verbreiterten Trogkante
(5) aufliegt.
2. Trog nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen von
Winkelstücken (12,13) gebildet ist, deren flachliegende Schenkel bündig mit
dem Deckelblech abschließen und die auf der verbreiterten Trogkante, die die Dichtungsfläche bildet, aufliegen, und deren hochstehende Schenkel vom
Rand des Deckelblechs zurückstehen und mit nach oben zeigenden Ausklinkungen (14) versehen sind.
3. Trog nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
mittels eines Scharniers (7) befestigt ist und ein Verschlußeinrichtung (8, 15)
besitzt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9312089U DE9312089U1 (de) | 1993-08-13 | 1993-08-13 | Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren |
| EP94107889A EP0639861A1 (de) | 1993-08-13 | 1994-05-21 | Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9312089U DE9312089U1 (de) | 1993-08-13 | 1993-08-13 | Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9312089U1 true DE9312089U1 (de) | 1993-11-18 |
Family
ID=6896719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9312089U Expired - Lifetime DE9312089U1 (de) | 1993-08-13 | 1993-08-13 | Trog zur explosionsgeschützten Aufnahme von Akkumulatoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0639861A1 (de) |
| DE (1) | DE9312089U1 (de) |
Cited By (2)
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1993
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1994
- 1994-05-21 EP EP94107889A patent/EP0639861A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0639861A1 (de) | 1995-02-22 |
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